Viele Menschen kennen das Problem: Der Haaransatz wächst heraus und die ursprüngliche Haarfarbe wird sichtbar. Ob graue Haare oder ein unerwünschter Farbunterschied - ein herausgewachsener Ansatz kann störend sein. Glücklicherweise gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Ansatz zu kaschieren und das Erscheinungsbild der Haare aufzufrischen.
Es gibt verschiedene Methoden, um den Haaransatz zu kaschieren. Die Wahl der Methode hängt von der Art des Haarproblems, dem gewünschten Ergebnis und der individuellen Präferenz ab.
Eine der häufigsten Fragen, die sich Kunden stellen, die sich für eine Mikropigmentierung der Kopfhaut interessieren, lautet: „Muss ich mir vor der Behandlung den Kopf komplett rasieren?“ Die Antwort lautet: Das hängt vom Grad des Haarausfalls und dem gewünschten Ergebnis ab. Wenn das Haar bereits sehr dünn ist und die kahlen Stellen großflächig sind, ist es am besten, es komplett zu rasieren (mit einem Rasierer). Der Kunde vermeidet so eine Situation, in der spärliches Haar ungleichmäßig nachwächst, was zu einem weniger ästhetischen Ergebnis führen könnte.
Wenn relativ viele Haare übrig geblieben sind und die Ausdünnung nicht so groß ist, kann man sich dafür entscheiden, etwas längere Haare zu behalten. In den Anfangsphasen kann eine natürliche Verdichtung erzielt werden, aber wenn der Kunde seine Geheimratsecken vollständig kaschieren möchte, muss das Haar komplett abrasiert werden.
Im Wesentlichen handelt es sich um eine Kopfhautpigmentierung, welche mittels speziellen Einzel- und Mehrfachnadeln durchgeführt wird. Einerseits erweckt es den Anschein, es würden mehr Haare wachsen. Das Auge wird quasi optisch getäuscht und man glaubt, mehr Haare zu sehen bzw. bei einer Glatze den Frisur-Ansatz zu erblicken. Andererseits können, sofern unter der Kopfhaut noch Haarwurzeln vorhanden sind, im Rahmen der Behandlung, die Haarfollikel stimuliert werden.
Diese spezielle Technik wird mit unterschiedlichen Einzel- und Mehrfachnadeln durchgeführt, indem man auf optische Art und Weise gegen spärlich bewachsene Stellen wirkt. Die Kopfhaut wird farblich dem bestehenden Haar angepasst, sodass die vorhandene Haarpracht intensiver und voller wirkt. Manche sprechen in Zusammenhang mit dieser Technik auch von Kopfhaut-Tattoo, Kopfhaut- oder Glatzen Tätowierung.
Wer keine Zeit hat, den Ansatz sofort nachzufärben oder nachfärben zu lassen, kann ihn auch zu Hause kaschieren - zumindest kurzfristig. Möglich ist das etwa mit sogenannten Farbpudern. Diese lassen sich ähnlich wie ein Lidschatten auf die herauswachsenden Haarpartien am Ansatz auftragen, etwa mit einem Pinsel. Auch spezielle Kaschiersprays decken die Naturhaarfarbe am Ansatz mit Farbpigmenten ab. Sie werden ähnlich wie ein Haarspray verwendet.
Wichtig bei beiden Produktgruppen: Die passende Farbnuance zur jeweiligen Coloration wählen. Und je nach Bedarf regelmäßig sprühen oder pinseln. Denn die kaschierende Nachfärbung bleibt nur bis zur nächsten Haarwäsche erhalten.
Kund:innen mit coloriertem Haar kennen das lästige Herauswachsen des Ansatzes. Daher sind Termine zum Auffrischen der Haarfarbe keine Seltenheit. Wenn möglich, solltet ihr die Blondierung jedoch nur im Ansatzbereich auftragen, damit ihr die Längen nicht unnötig strapaziert.
Beginnt mit der Auswahl der passenden Ansatzfarbe. Fragt eure Kund:innen, ob sie eine exakte Übereinstimmung, einen weichen, subtilen Farbverlauf oder eine Kaschierung von grauen Haaren wünschen. Anschließend könnt ihr die Rezeptur entsprechend mischen. Wenn sie sich einen Touch-Up mit identischer Farbe wünschen, verwendet die Wella-Farbkarte, um die natürliche Haarfarbe und die, der bereits aufgehellten Spitzen zu ermitteln. So könnt ihr herausfinden, ob, und um wie viele Stufen ihr den Haaransatz aufhellen müsst. Dann könnt ihr zu dem passenden Produkt greifen.
Wünschen sie sich einen Root Shadow? Auch hier könnt ihr die Wella-Farbkarte zu Rate ziehen und einen Farbton ermitteln, der einen sanften Kontrast kreiert. Eine Hellerfärbung oder Blondierung ist notwendig, wenn das zuletzt gefärbte Stück heller ist als die natürliche Basis. Andernfalls könnt ihr eine demi-permanente Farbe wie Color Touch oder permanente Farbe wie Koleston Perfect verwenden, um den Scheitelbereich zu schattieren.
Für eine Grauabdeckung von bis zu 100 % nutzt ihr am besten die Pure Naturals-Farben aus dem Koleston Perfect-Portfolio. Fügt bei 30-50 % grauem Haar ⅓ Pure Naturals zur Zielfarbe hinzu; bei 50-100 % grauem Haar ½ der Pure Naturals Nuance.
Verwendet einen Färbepinsel, um die Farbe am Haaransatz aufzutragen. Beginnt dort, wo ihr die stärkste Aufhellung sehen möchtet oder ein größerer Teil an Grau vorhanden ist oder wo das Haar zu Widerstand neigt. Normalerweise ist dies der Hinterkopf. Legt die Ansatzfarbe satt auf, indem ihr den Farbpinsel mit genügend Haarfarbe durch die Rück- und Vorderseite jeder Partie arbeitet. Mit dieser Technik werden alle Strähnen rundum benetzt. Dies erzeugt ein einheitliches Finish, ohne Anzeichen von einem Ansatz.
Folgt den oben genannten Schritten und wendet sie auf eine Strähnentechnik an. Das bedeutet, dass ihr immer noch einen Farbton wählen und die Ansätze sättigen müsst, aber weiche, nahtlose Strähnen anstelle einer vollständigen Abdeckung auftragen solltet. Im Wesentlichen versucht ihr, die vorhandenen Highlights von der Mitte aufwärts zu verschmelzen.
Immer mehr Frauen entscheiden sich dafür, ihre natürliche Haarfarbe wachsen zu lassen und auf das Färben zu verzichten. Dieser Trend wird oft als "ditch-the-dye"-Bewegung bezeichnet. Es gibt eine Menge Tipps zur Pflege und verschiedene Strategien, den Übergang von gefärbtem zu natürlichem Haar etwas erträglicher zu gestalten.
Viele berichteten, dass sie auch keine Lust mehr hätten, ihre Haare zu färben. Als Farbstylistin betrachte ich die Graufrage natürlich auch unter dem Aspekt: Steht mir Grau? Und die Antwort ist: Nein. Und zwar so richtig gar nicht. Dass mir Grau nicht steht, ist so offensichtlich, dass ich es bereits wusste, lange bevor ich überhaupt eine Farbberatung gemacht oder gar die Ausbildung absolviert hatte.
Aber auch wenn Grau nicht meine beste Farbe ist: ich bleibe dabei! Auf meiner Amazon-Seite findest Du meine Lieblingsprodukte rund um graue Haare. Und zwar sowohl meine Tipps zum Kaschieren von grauem Ansatz als auch hilfreiches, falls Du Deine grauen Haare wachen lassen willst.
Soll die Coloration in den Haarlängen möglichst lange frisch aussehen, können spezielle Pflegekuren für coloriertes, getöntes oder gesträhntes Haar sinnvoll sein. Die Produkte, die es etwa als Drei-Minuten-Intensiv- oder als Zwei-Phasen-Kuren gibt, enthalten meist UV-Filter und Repair-Wirkstoffe - und verschließen die Farbpigmente im Haar. Im Idealfall zeigt farbbehandeltes Haar dann auch noch nach 30 Haarwäschen bis zu 90 Prozent seiner ursprünglichen Farbbrillanz.
Wie lange eine permanente Farbe im Haar hält, hängt allerdings vor allem vom Produkttyp der Coloration ab. Permanente Haarfarben des Levels 2 halten etwa bis zu 24 Haarwäschen.
Hier sind einige Rezepturen für ein erfolgreiches Root Touch-Up:
Die Entscheidung, graue Haare zu akzeptieren oder zu färben, ist oft eine persönliche, aber sie hat auch eine gesellschaftliche Dimension. Männer ergrauen, Frauen färben - diese Erwartungshaltung spiegelt oft sexistische Stereotypen wider. Für viele Frauen ist das Akzeptieren ihrer grauen Haare ein Statement gegen den Mainstream und für mehr Freiheit.
Es ist wichtig, dass Frauen die Freiheit haben, ihre Haare so zu tragen, wie sie es möchten, ohne sich dem Druck der Gesellschaft beugen zu müssen. Ob gefärbt oder natürlich grau - die Wahl sollte immer bei der Frau liegen.
| Methode | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Mikropigmentierung | Langfristige Lösung, kaschiert kahle Stellen | Kostenintensiv, eventuell Rasur notwendig |
| Farbpuder/Sprays | Schnelle Anwendung, kostengünstig | Hält nur bis zur nächsten Haarwäsche |
| Ansatzfarbe | Gleichmäßiges Ergebnis, deckt graue Haare ab | Zeitaufwendig, regelmäßige Anwendung notwendig |
| Natürliche Farbe | Weniger Aufwand, Statement gegen Stereotypen | Übergangsphase kann ungleichmäßig aussehen |
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