Anke Engelke, eine feste Größe in der deutschen Comedy-Szene, blickt heute kritisch auf eine ihrer bekanntesten Parodien zurück. In den 90er-Jahren wurde Anke Engelke vor allem durch ihre Parodie von Tic-Tac-Toe-Sängerin Ricarda Wältken in der „Wochenshow“ bekannt.
Anke Engelke in der "Wochenshow" (Bildquelle: fernsehserien.de)
In der SAT.1-Sketchsendung „Die Wochenshow“ schlüpfte Anke Engelke in den 90er-Jahren in verschiedene Rollen - unter anderem parodierte sie Ricarda Wältken, ein Mitglied der ehemaligen Girlgroup Tic Tac Toe. Um möglichst viel Ähnlichkeit zu Sängerin Ricky herzustellen, wurde Engelkes Gesicht damals dunkel geschminkt und ihre Nase breiter gemacht. Zudem trug sie eine Afro-Perücke.
Die Komikerin hat nun erklärt, warum sie diese Figur heute nicht mehr spielen würde. „Das war definitiv Blackfacing, und das geht nicht“, erklärte die 57-Jährige nun in einem „Stern“-Doppelinterview mit Riccardo Simonetti. „Einige Parodien dieser Art würde ich so heute nicht mehr machen. Da müssen wir gar nicht diskutieren. Damit muss ich leben.“
Anke Engelke als "Ricky" (Bildquelle: Bunte.de)
Im Gespräch erinnerte sie sich an ein Aufeinandertreffen mit der Sängerin zurück: „Als Ricarda Wältken, die ich da persiflierte, auf mich zukam und sagte, dass sie das so nicht in Ordnung findet, war für mich klar, dass ich damit aufhöre.“
Zuspruch für diese Entscheidung erhielt Engelke von Riccardo Simonetti, mit dem die Schauspielerin den Podcast „Free Hugs“ moderiert. „Das ist der wichtige Unterschied: Ob man darauf beharrt oder es nachträglich einordnet und sich entschuldigt“, unterstützte Simonetti seine Kollegin.
Engelke selbst sagte Anke, dass die Parodie nicht in Ordnung ist„Als Ricarda Wältken, die ich da persiflierte, auf mich zukam und sagte, dass sie das so nicht in Ordnung findet, war für mich klar, dass ich damit aufhöre“, erinnert sich Anke Engelke im stern-Doppelinterview mit Riccardo Simonetti. Mit ihm zusammen moderiert sie den Podcast „Free Hugs“.
Ihr Podcast-Kollegen findet es richtig und wichtig, dass Anke heute anders über die Sketche von damals denkt: „Das ist der wichtige Unterschied: Ob man darauf beharrt oder es nachträglich einordnet und sich entschuldigt.“
Anke Engelke hat in dieser Woche gleich zwei große Auftritte: Im Kino ist sie in "Eingeschlossene Gesellschaft", auf Amazon Prime in der dritten Staffel von "LOL - Last One Laughing" zu sehen. Mit uns hat sie über beides gesprochen.
Abseits ihrer Comedy-Projekte zeigt Anke Engelke auch ernste Seiten. So spielte sie in "Eingeschlossene Gesellschaft" eine Lehrerin, die von sich selbst sagt: "Schreckschraube trifft es gut. Heidi Lohmann ist eine Lehrerin, Mitte 60, die wahnsinnig freudlos wirkt, wahnsinnig verbittert, auch gehässig, zynisch, arrogant. Man kann sich nicht wirklich vorstellen, dass sie Freude empfindet, wenn sie Wissen vermittelt."
Anke Engelke bezeichnet sich selbst als Familienmensch. Sie gehört zu den Menschen, die nachdenken, bevor sie antworten.
Neben ihren aktuellen Auftritten in Kino und Streaming ist Anke Engelke weiterhin vielseitig aktiv:
Anke Engelke (Bildquelle: goldenekamera.de)
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