Sich die Haare zu färben, gehört für viele Menschen zum Schönheitsritual. Ob es sich um Strähnchen, Blondierung, Grauabdeckung oder eine komplette Farbveränderung handelt, die Möglichkeiten sind vielfältig. Doch oft mischt sich unter die Vorfreude auch ein Gefühl der Unsicherheit oder sogar Angst. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen dieser Ängste und gibt Ihnen wertvolle Tipps für einen entspannten und sicheren Farbwechsel.
Die Angst vor dem Haarefärben kann verschiedene Ursachen haben:
Es sollte nicht vergessen werden, dass beim Haarefärben meist mit chemischen Substanzen gearbeitet wird.
Jede künstliche Haarfarbe (ob auswaschbar oder nicht) greift die Haare an. Damit sich die Farbpigmente im Haar einlagern können, muss zunächst die schützende Schuppenschicht jedes einzelnen Haares gelockert werden. Dies geschieht in den meisten Fällen durch den Zusatz von Ammoniak. Intensivtönungen, die erst nach etwa 24 Haarwäschen verblassen, und dauerhafte Färbemittel verzichten auf Ammoniak. Sie schleusen zunächst ein Bleichmittel (Wasserstoffperoxid in höheren Konzentrationen) durch die Schuppenschicht. Daher legen sie sich wie ein Film um die Haare, dringen nicht dauerhaft ein und waschen sich nach sechs bis acht Haarwäschen aus.
Für eine dauerhafte Färbung werden Oxidationsfärbemittel, bestehend aus Wasserstoffperoxid und Ammoniak, verwendet. Das Ammoniak sorgt dafür, dass das Haar aufquillt, was ein besseres Eindringen der Farbe ermöglicht. Auf diese Weise werden die Haare ausgetrocknet und die Schuppenschicht des Haares wird rauer. Dies kann dazu führen, dass die Haare an Glanz verlieren, leichter brechen und sich spröde anfühlen.
Vor allem Allergiker sollten beim Haarefärben auf die Inhaltsstoffe der Produkte achten. Wenn sich diese Stoffe bei den Inhaltsangaben finden lassen, besteht die Gefahr, dass ein juckendes Ekzem auf der Kopfhaut sowie Gesichtsschwellungen als Reaktionen auf die Farbe auftreten. Auf den Stoff PPD sind zwölf von 1.000 Bundesbürgern allergisch. Andere, nicht minder schädliche Folgesubstanzen sind teilweise noch im Einsatz.
Die Aufnahme chemischer Substanzen über die Kopfhaut kann ein Gesundheitsrisiko für den ganzen Körper bedeuten. Aromatische Amine stellen ein weiteres Gesundheitsrisiko dar. In früheren Studien wurde ein erhöhtes Blasenkrebsrisiko bei einer langjährigen Verwendung von Haarfarben, die Amine wie Phenylendiamin enthielten, nachgewiesen. Forscher der Universität von Kalifornien in Los Angeles untersuchten 1.514 Menschen mit Blasenkrebs und die gleiche Anzahl von Menschen im gleichen Alter, die keinen Krebs hatten. Ob dieser Zusammenhang ausschließlich auf die Amine zurückzuführen ist, ist nicht geklärt.
Ein Risiko, welches nicht umgangen werden kann, ist das der Haarschädigung. Beim Färben mit Haarfärbemitteln wird die Oberfläche des Haares angegriffen, die Haarstruktur verändert sich dementsprechend. Dass die Haare an Feuchtigkeit verlieren und eventuell abbrechen, ist in den meisten Fällen unumgänglich.
Bestimmte chemische Stoffe, die in Haarfarben enthalten sind, können allergische Reaktionen auslösen. Diese Reaktionen können von Rötungen der Haut über Ekzeme am Haaransatz bis hin zu einem anaphylaktischen Schock reichen.
Man hört oft, dass Schwangere weder die Haare färben noch tönen sollten. Aus Angst vor den chemischen Stoffen der Haarfärbemittel, die in den Organismus gelangen können und sich auf die Gesundheit des Babys auswirken könnten, vermeiden Schwangere und stillende Frauen deswegen Haarfarben und -tönungen. Da es keine wissenschaftlichen Belege zu schädlichen Auswirkungen der auf dem deutschen Markt erhältlichen Produkte gibt, ist diese Angst nicht unbedingt berechtigt.
Auch wenn das Haarefärben daheim gar nicht so schwierig ist, gibt es dennoch ein paar Dinge, die du beachten solltest!
Hier sind einige Tipps, die Ihnen helfen, die Angst vor dem Haarefärben zu überwinden und ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen:
Wenn du extra lange etwas von deiner neuen Farbe haben willst, empfehle ich dir: Verwende Shampoos und Spülungen, die extra für coloriertes Haar entwickelt wurden, wie z.B.
Die Wahl der richtigen Haarfarbe ist entscheidend für ein zufriedenstellendes Ergebnis. Berücksichtigen Sie Ihren Hautton, Ihre Augenfarbe und Ihre natürliche Haarfarbe, um eine Farbe zu finden, die zu Ihnen passt.
Zu einem eher dunklen Hauttyp passen Schokoladentöne ausgezeichnet, vor allem mit Gold- oder Mahagonireflexen. Die Nuance 535 Chocolat von Casting Crème Gloss ist perfekt für dunkle, warme Hauttypen geeignet.
Wenn du einen Grünstich in den Haaren haben solltest, benutzt du am besten einen warmen Ton, z.B. mit einem Kupfer-, Rot- oder Goldreflex, um dem entgegenzuwirken.
Wenn du bspw. von Dunkelbraun auf Blond wechseln möchtest, wirst du an einer permanenten Haarfarbe oder Blondierung nicht vorbeikommen. Du musst dann auch damit rechnen, dass sich deine Haarstruktur verändert.
Schau dir aber auch unbedingt unser Tutorial zum Thema "Welche Haarfarbe passt zu mir?" an, um dich über unsere Farbwelt zu informieren.
Aufgrund der Angst vor schädigenden chemischen Stoffen in Colorationen suchen viele nach Alternativen zu klassischen Haarfärbemitteln. Eine Option stellen zum Beispiel Pflanzenfarben dar.
Die gesündeste Möglichkeit, die Haarfarbe zu verändern, bieten Pflanzenfarben. Dabei legen sich die natürlichen Farbpigmente um das Haar, kräftigen es und verleihen ihm durch die Stärkung der Schuppenschicht einen leuchtenden Glanz. Kaufen kann man solche Colorationen unter anderem im Naturkosthandel oder online.
Die Haarfärbemittel sind frei von künstlichen Farb-, Konservierungs- und Duftstoffen und werden regelmäßig auf Rückstände von Pestiziden und Schwermetallen geprüft.
Mit Naturfarben können keine größeren Farbexperimente gemacht werden. Pflanzenfarben lagern sich wie Tönungen in den Randschichten der Haare ein, sind dafür aber haltbarer als diese. Da die Wirkung mit der Zeit allmählich verblasst, gibt es mit dem nachwachsenden Haaransatz wenig Probleme. Des Weiteren pflegen die Pflanzenfarben das Haar, da sie von Natur aus pflegende Bestandteile enthalten.
Es kommt nicht immer der Farbton raus, den man sich erhofft bzw. wünscht. Wir haben bei uns im Geschäft schon erlebt, dass eine Kundin nachher grüne Haare hatte.
Die Anwendung von Pflanzenfarben als Haarfärbemittel kann sich komplizierter gestalten als die von konventionellen Produkten. Es können mehrere Färbedurchgänge und eine längere Einwirkzeit der Farbe nötig sein, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen.
Für Ungeduldige sind Pflanzenfarben nichts, da sie eine Dreiviertelstunde, am besten noch länger, auf dem Kopf bleiben müssen. Je länger die Einwirkzeit, desto intensiver das Ergebnis.
Wenn mit Pflanzenfarben gefärbt wird, läuft der Färbeprozess deutlich schonender ab. Aus diesem Grund werden pflanzliche Färbemittel gerne als Alternative zu herkömmlichen chemischen Produkten genutzt.
Viele Betroffene stehen vor der Frage, ob das Färben der Haare trotz Alopezie überhaupt eine Option ist. Die kurze Antwort: Ja, in den meisten Fällen ist es durchaus möglich. Entscheidend ist jedoch, wie empfindlich die eigene Kopfhaut gerade ist und in welchem Zustand sich das verbliebene Haar befindet.
Einige Dermatologen und Haarpflege-Experten bestätigen, dass das Färben der Haare bei Alopezie in der Regel keinen zusätzlichen Haarausfall verursacht. Das gilt sowohl für Männer als auch für Frauen, unabhängig von der Ursache des Haarverlusts. Selbst bei Alopecia Areata, also kreisrundem Haarausfall, gibt es keine wissenschaftlichen Hinweise darauf, dass das Färben den Verlauf verschlechtert.
Gerade feine, nachwachsende Haare können nach einer Färbung kräftiger und optisch dichter wirken. Das liegt weniger an echtem Haarwachstum, sondern daran, dass die Farbe das einzelne Haar etwas „aufrauen“ und dadurch voluminöser erscheinen lassen kann.
Wer mit Haarausfall kämpft, sollte besonders sorgfältig bei der Wahl von Färbemethoden und Produkten sein.
Hier sind einige Optionen:
Wer sich trotz Haarausfall für das Färben entscheidet, kann mit einigen gezielten Maßnahmen die Belastung für Haar und Kopfhaut deutlich verringern.
Die Angst vor dem Haarefärben ist verständlich, aber mit den richtigen Informationen und Vorsichtsmaßnahmen können Sie Ihre Ängste überwinden und einen sicheren und zufriedenstellenden Farbwechsel erleben. Wählen Sie schonende Produkte, testen Sie die Farbe vorab, schützen Sie Ihre Haut und Haare und suchen Sie bei Bedarf professionelle Hilfe. So steht Ihrem neuen Look nichts mehr im Wege!
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