Die "Roaring Twenties" waren eine Ära des Wandels, der Jazzmusik und der legendären Flapper-Girls. In den 20er-Jahren begannen viele Frauen, sich zu emanzipieren, nahmen Berufe an und genossen das Nachtleben in vollen Zügen. Diesen neuen Lebensstil spiegelten sie auch in ihrem Kleidungsstil und ihren Frisuren wider. Die Kleider wurden kürzer, ebenso wie die Haare.
Wer eine Mottoparty oder eine Hochzeit im Stil von „Great Gatsby“ oder „Roaring Twenties“ plant, findet hier Inspiration für eine ikonische 20er-Jahre-Frisur. Die 20er Jahre steckten voller Glanz und Glamour. Berlin war das Epizentrum von Kunst und Kultur zu dieser Zeit. Zudem erlebten Mode und Beauty nach dem Ersten Weltkrieg einen glamourösen Aufschwung.
So waren die Frisuren von Damen durch einen aufregenden Mix aus Burschikosität und Sinnlichkeit gekennzeichnet. Zeit, den Charleston-Look wieder aufleben zu lassen!
Um den klassischen Look der Charleston-Girls zu imitieren, konzentriert man sich am besten auf die bekanntesten Merkmale. Dazu zählen, neben einem kurzen Bob bzw. einer schicken Kurzhaarfrisur, vor allem Wasserwellen, schwungvolle und kunstvoll gelegte Locken sowie ein akkurater Sleek-Bob mit Pony. Beherrscht man diese Key-Looks, steht dem perfekten Twenties-Look nichts mehr im Wege!
Der Bubikopf hielt ab 1920 Einzug in deutsche Friseursalons und somit auf den Kopf der Damen. Kurz sollten die Haare nun sein. Man orientierte sich am Herrenschnitt, denn die Frauen wollten damit auch ihre Gleichberechtigung zum Ausdruck bringen.
Schauspielerinnen wie Asta Nielsen machten es vor, die Frau auf der Straße machte es nach. Eine wichtige Wegbereiterin der neuen Mode war Coco Chanel, eine Modeschöpferin aus Paris. Sie zeigte sich schon 1916 mit Kurzhaarschnitt, wadenlangem Rock und weitem Oberteil.
Beim Bubikopf gab es verschiedene Ausführungen. So konnte das Haar zum Beispiel hinten kürzer sein als vorne, das nannte man Etonschnitt. Beliebt war auch der Pagenschnitt, bei dem das Haar exakt auf eine Länge gekürzt wird.
Meist war das Haar bei der Bubikopf-Frisur kürzer als kinnlang. Manche Frauen trugen einen Seitenscheitel, andere einen Pony. Manche Frauen legten sich auch auf beiden Seiten der Stirn eine Locke ins Gesicht. Außerdem konnte das Haar ganz glatt sein oder in Wellen am Kopf anliegen.
Der Bubikopf feierte in den 60ern mit Stil-Ikone Twiggy noch mal ein furioses Comeback. Die Frisur sieht auch super stylisch mit einer Wasserwelle aus.
Die Wasserwelle war die Trendfrisur der goldenen Zwanziger - heute kehrt sie zurück auf den roten Teppich. Noch heute ist dieser Wellen-Look eine beliebte Alternative zu den üblichen Locken. Stars wie Demi Lovato, Cara Delevigne oder Reese Witherspoon lieben die Frisur im Stil der 20er-Jahre.
Um die Haare an den Seiten wellig zu bekommen, wandten die Frauen die Methode der Wasser- oder Fingerwelle an. Sie drückten die nassen, glatt gekämmten Haare mit den Fingern nach oben und verschoben sie dann seitlich. Immer im Wechsel wurde eine Reihe nach links und eine nach rechts verschoben.
Mit Klammern wurde alles fixiert. Nach dem Trocknen hatte das Haar dann Wellen! Friseure verwendeten dafür ein Welleneisen, was die Arbeit enorm vereinfachte, aber natürlich auch Geld kostete.
Die elegante Lady-Frisur mit Wasserwelle: Für eine gelungene Wasserwelle muss man die feuchten Haare mit Schaumfestiger behandeln. Dann geht man nach folgender Anleitung vor:
Die Wasserwellen-Frisur im 20er-Stil lässt sich sowohl mit Bob als auch mit langen Haaren gut verwirklichen!
Wenn Sie das erste Mal probieren, eine Wasserwelle zu stylen, sollten Sie ausreichend Zeit einplanen. Die Frisur benötigt einiges an Fingerspitzengefühl und klappt vielleicht nicht auf Anhieb.
Hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie eine Wasserwelle legen:
Alltagstaugliche Variante: Eine alltagstaugliche Variante der Wasserwelle, erzeugen Sie mit dem Glätteisen. Sie verlangt weniger Aufwand als die klassische Wasserwelle und verleiht der Frisur einen modernen Look.
So geht's:
Die Wellen fallen etwas weicher als bei der klassische Variante und sorgen für einen Hauch Twenties-Look im Alltag.
Eine klassische Wasserwelle
Schon im Jahr 1900 hatte die Firma AEG den ersten Haartrockner auf den Markt gebracht. Nachdem das erste Modell mit einem Gewicht von zwei Kilogramm noch nicht gut in der Hand zu halten war, gab es bald neue, leichtere Föne zu kaufen.
Das Waschen der Haare erfolgte übrigens zunächst noch mit "Kopfwaschpulver". Erst 1927 kam das erste flüssige Haarwaschmittel auf den Markt. Shampoo in Pulverform war aber sogar noch bis in die 1960er Jahre erhältlich.
Egal, für welche 20er-Jahre-Frisur man sich entscheidet: Auf glamouröse Accessoires sollte man nicht verzichten! Typisch für dieses Jahrzehnt sind zum Beispiel:
Typische Haaraccessoires der 1920er Jahre
Das Make-up der 20er Jahre war sehr stark dramatisch. Für einen stilvollen, modischen Look, war Puder, Kajalstift, Rouge und Lippenstift unermesslich. Der Kajalstift sorgte für ausdrucksstarke Augen und gleichzeitig diente er dazu, die rasierten Augenbrauen in extrem dünnen Strichen nachzuzeichnen. Sehr beliebt waren hohe, im Bogen gezogene Augenbrauen. Der Vorreiter dieses Make-up Stils war die berühmte Schauspielerin und Sängerin Marlene Dietrich.
Die Augen der 20er Jahre Frauen wurden mit dunkelgrauen oder blauen, manchmal sogar schwarzen Lidschatten komplett umrandet. Zusätzlich wurden die Augen noch mit einem Kajal umrandet. Den Mund mit einem dunklen Lippenstift zu schminken, war Pflicht eines Flapper-Girls. Die Lippenkonturen wurden umrandet und dann mit dunkelrotem Lippenstift ausgefüllt. Dieses wirkte sehr dramatisch. Zusätzlich unterstrich diesen Look, der blass gepuderte Teint.
Die Vorliebe sich die Wimpern zu schminken, bestand darin mehrere Wimpern mittels einer wachsartigen Substanz zusammen zufügen und am Ende der Wimpern eine kleine Perle aus Wachs geformt anzukleben. Diese Art der Wimpern nannte man „Perlen Wimper“.
Männer trugen ihr Haar nach wie vor kurz. Das Haar wurde an der Seite oder in der Mitte des oberen Kopfes gescheitelt. Das Haar musste auf alle Fälle richtig glänzen. Mit kleinen Schnäuzer, der auch mit Pomade bearbeitet und in Form gebracht wurde, zeigten sich die Herren von ihrer besten Seite.
Im Alltag trugen die Herren der 20er Jahre hauptsächlich Sakkos mit Hosen oder Tweedanzüge mit Krawatte. Bei Sport waren kürzere Hose angesagt. Mit Hosenträgern, einer Weste und langen Kniestrümpfen mit Rautenmuster, wurden die Knickerbocker-Hosen salonfähig. Die Kleidung für den Herren wurde leger und sportlich.
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