Andre Agassis Haare: Eine Reise von der Mähne zur Glatze

Andre Agassi, eine Ikone des Tennis, machte in seiner glanzvollen Karriere eine bemerkenswerte Wandlung durch. Viele erinnern sich an Andre Agassis große Zeit auf dem Tenniscourt in den 80er- und 90er-Jahren, als er mit seinem außergewöhnlichen Talent und seinem rebellischen Image beeindruckte. Anders als sein stets vergleichsweise bieder anmutender Dauerrivale Pete Sampras strahlte er auch das Image des Rebellen aus.

Ein wesentlicher Bestandteil seines Erscheinungsbildes war seine ungebändigte Löwenmähne. Sein Markenzeichen dabei: seine ungebändigte Löwenmähne. Beim Anblick dieses Vokuhilas werden heute vielleicht einige verzweifelt die Hände vors Gesicht schlagen, doch damals war das frisurentechnisch gewissermaßen der letzte Schrei. Für Agassi war das Haar-Verbrechen sogar so stilbildend, dass er davon auch nicht lassen wollte, als es auf seinem Kopf allmählich lichter wurde.

Doch Agassis Haarpracht war nicht immer natürlich. In seiner Autobiografie enthüllte der 39-Jährige ein lang gehütetes Geheimnis: Er trug jahrelang ein Toupet. Täglich habe er Haare auf dem Kopfkissen, in der Dusche und auf dem Boden gefunden. Je mehr Haare er verlor, desto mehr sei ein "Teil meiner Identität" verloren gegangen, schreibt der ehemalige Tennisprofi. Für ihn habe es nur eine Alternative gegeben: ein Toupet.

Andre Agassi mit seinem berühmten Vokuhila

Das Finale der French Open 1990: Ein haariges Problem

Agassis Rückblick: 1990 spielt er sich bei den French Open hoch ins Endspiel, es ist sein erstes Grand-Slam-Turnier. "Am Abend vor dem Finale stehe ich unter der Dusche und spüre plötzlich, wie das Haarteil in meinen Händen auseinanderfällt." "Beweg dich nicht so viel", rät ihm sein Bruder noch - dann würde das Falschhaar auch halten. In diesem Bewusstsein betritt Agassi, so erinnert er sich in seiner Autobiografie, den Platz. Er habe bereits während des Aufwärmtrainings gebetet - nicht um den Sieg, sondern darum, dass ihm die haarige Konstruktion nicht vom Kopf rutscht.

Es wird eines seiner schwierigsten Matches: "Bei jedem Ausfallschritt, bei jedem Sprung stelle ich mir vor, wie es im Sand landet." Erst 1994 rasiert sich Agassi die Resthaare und präsentiert sich mit Glatze. Seine Frau, die Schauspielerin Brooke Shields, habe ihm dazu geraten, schreibt der Amerikaner in seiner Autobiografie und bekennt: Sein Haarteil sei für ihn wie "eine Fessel" gewesen.

Andre Agassi und Steffi Graf

Die Transformation zur Glatze und die Ehe mit Steffi Graf

Mittlerweile steht der heute 53-Jährige zu seiner markanten Glatze. Sicher auch, weil Steffi Graf daran nichts zu mäkeln hat. Schließlich war er auch schon "oben ohne", als sie ihn 2001 heiratete. Und auch sonst scheint seine deutsche Gattin Agassi gut gezähmt zu haben. Aus dem Rebellen von einst ist ein Sympathieträger durch und durch geworden. Die beiden führen mitsamt ihren zwei Kindern eine gänzlich skandalfreie Ehe. Steffi Graf und Andre Agassi: Die beiden gelten als Vorzeigepaar.

Im Oktober 2001 gaben sich Steffi Graf und Andre Agassi in Las Vegas das Jawort. Seitdem treten sie stets als eine Einheit auf und beweisen: Diese Ehe kommt ohne Skandale und großes Tamtam aus. Das hat auch damit zu tun, dass die beiden ihre Beziehung grundsätzlich aus der Öffentlichkeit heraushalten. Gelegentlich gibt es aber dennoch Einblicke in ihre Ehe. So wie jetzt.

Die beiden ehemaligen Tennisspieler veröffentlichten nun nämlich zwei Fotos von sich auf der Plattform Instagram. Das eine ist neu, das andere alt. Es zeigt also ihre Liebe in zwei unterschiedlichen Epochen. Auf dem ersten Bild sieht man sie aneinander gelehnt beim Eisessen. Sowohl er als auch sie strahlen in die Kamera. Das zweite Foto zeigt die beiden vor 33 Jahren. Agassi trägt seine Haare wellig und lang. Graf zeigt sich in einem weißen Satinkleid mit Tüll. Das Foto wurde 1992 aufgenommen, damals waren die beiden noch gar kein Paar.

Die Aufnahme entstand zur Kennenlernzeit von Agassi und Graf. Die beiden trafen sich erstmals am Rande eines Tennisturniers. Ihre Beziehung begann offiziell Ende der Neunzigerjahre, kurz nach dem Rücktritt von Graf. Agassi hatte sich frisch von seiner ersten Frau, der Schauspielerin Brooke Shields, getrennt.

Mittlerweile haben die beiden zwei gemeinsame Kinder. Jaden Gil Agassi wurde 2001 geboren. Die Liebe zu Bällen hat er wohl von seinen Eltern mitbekommen. Allerdings ist er kein Tennisspieler, sondern Baseballer geworden. Ihr zweites Kind Jaz Elle Agassi kam zwei Jahre später zur Welt.

Agassi und Graf leben weitestgehend zurückgezogen in Las Vegas. Sportlich sind sie immer noch gern unterwegs. Zusammen haben die beiden eine Leidenschaft für die noch junge Sportart Pickleball entwickelt. Im Rahmen dessen waren sie kürzlich auch auf einer "Legends-Tour" in China und Vietnam unterwegs.

Der Vorher-Nachher-Vergleich der Tennislegenden kommt bei den Instagram-Followern ausnehmend gut an. "Ihr beiden seht fabelhaft aus", schreibt jemand. "Das waren noch Zeiten. So schön war es", meint eine andere Person.

Andre Agassi und Steffi Graf beim Pickleball

Tennis-Star Andre Agassi macht in seiner glanzvollen Karriere eine erstaunliche Wandlung durch. Ehefrau Steffi Graf brachte ihn zurück in die Spur.

So betrat einst Andre Agassi als 16-Jähriger die Tennisbühne: mit zerrissenen Jeans, unangepasst, mit langen Haaren (die eine Perücke waren, wie er später enthüllte). Von Respekt hielt der Junge aus Las Vegas zunächst nicht viel.

Das wiederum war Agassi egal. Mit seinem Power-Tennis stieg er unaufhaltsam zu einem der besten Spieler aller Zeiten auf. Sein Return gilt bei Experten als der beste, den die Welt je gesehen hat.

Mit 17 gewann er sein erstes Turnier, mit 18 triumphierte er erstmals in Deutschland beim Turnier in Stuttgart, mit 20 gewann er an der Seite von Michael Chang den Davis-Cup mit den USA.

Bei den Grand-Slam-Turnieren aber wollte es zunächst nicht richtig klappen. Dreimal stand er im Finale, musste sich aber immer geschlagen geben.

Das änderte sich erst, als Agassi 22 war - in Wimbledon. Ausgerechnet! Dieses Turnier, bei dem die Spieler nur in weiß antreten dürfen, war dem bunten Vogel so sehr verhasst, dass er es drei Jahre lang boykottierte.

Bis 1996 folgten Siege bei den US Open (1994 erstmals mit Michael Stich als Finalgegner), den Australian Open und den Olympischen Spielen in Atlanta, wo er Sergi Bruguera im Endspiel bezwang.

Schon 1995 hatte der Sohn eines iranischen Boxers erstmals die Spitze der Weltrangliste erobert, begeisterte mit legendären Rivalitäten gegen Becker, Chang und vor allem “Pistol” Pete Sampras, seinem Gegner in fünf Grand-Slam-Finals - wobei nur das der Australian Open 1995 an Agassi ging.

Nach dem Olympiasieg durchlebte Agassi jedoch die schwerste Zeit seines Berufslebens: Er zog sich häufig Verletzungen zu, konsumierte Chrystal-Meth und wollte nichts mehr mit Tennis zu tun haben. Ja, er hasste den Sport, der ihn berühmt gemacht hatte. In diese Zeit fiel auch die kurze und turbulente Ehe mit Schauspielerin Brooke Shields.

Was damals noch niemand ahnen konnte, wurde nur wenig später Gewissheit. Agassi befreite sich aus dieser tiefen Krise mit Hilfe einer Frau, die in ihrer bodenständigen Art genau das Gegenteil von Hollywood-Diva Shields darstellte: die deutsche Tennis-Ikone Steffi Graf.

Beide heiraten 2001 und bekamen kurze Zeit später zwei Kinder, erst Jaden Gil, dann Jaz Elle. "Ich war wie vom Donner gerührt, absolut hingerissen von ihrer bescheidenen Anmut, ihrer natürlichen Schönheit", schrieb Agassi in seiner Autobiografie "Open" über seine große Liebe.

Mit dem privaten Glück fand Agassi auch den sportlichen Erfolg wieder. Schon 1999 feierte er mit seinem ersten Sieg bei den French Open einen historischen Erfolg. Seitdem ist er nur einer von sehr wenigen Spielern, die alle vier Grand-Slam-Turniere und das Tennisturnier bei Olympia gewannen.

Mit kahlgeschorenem Haupt strebte er dann dem Ende seiner sportlichen Karriere entgegen, das er bei den US Open 2006 vollzog. Den letzten Major-Titel hatte er sich 2003 in Melbourne gegen Rainer Schüttler geholt, bei den US Open 2005 hatte Agassi gegen den jungen Roger Federer sein letztes Grand-Slam-Finale bestritten und verloren. Federers späterem Rivalen Novak Djokovic diente er später kurz als Trainer.

Schon vor seinem eigenen Abschied schuf Agassi noch die Voraussetzungen für das Leben danach. In dem Jahr, in dem er Steffi Graf heiratete, gründete er auch die Andre Agassi College Preparatory Academy in Las Vegas.

Dort werden nun schon seit fast 20 Jahren benachteiligte Kinder in den Klassen eins bis zwölf unterrichtet - von exzellenten Lehrern, mit hochmoderner Ausstattung. Das anfangs erwähnte Zitat von ihm ist eines der Leitsätze, die er den Kindern mit auf den Weg gibt.

"Die Schule ist eine Oase in einer Welt, die von Gewalt und Unruhe geprägt ist.

Andre Agassi Stunned by Set Point | Laver Cup 2025

tags: #Andre #Agassi #lange #Haare #Bilder

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