Frisuren der Römerinnen: Informationen zur antiken Haarmode

Die Frisur spielte im Leben der Römer eine bedeutende Rolle. Apuleius schrieb: "Überhaupt ist die Frisur von größter Wichtigkeit: mag eine Frau noch so sehr mit Gold, Kleidern, Juwelen und allem erdenklichen Schmuck herausgeputzt daherkommen - wenn sie ihre Haare vernachlässigt, bekommt sie doch ein ,schmucke Person!´ nicht zu hören." (Metamorphosen II 9,1-5). Viele Römer dachten ähnlich und folgten der Mode, die oft von den Kaiserinnen diktiert wurde.

Das Spektrum reichte von offen über toupiert, lockig, gescheitelt bis zum Dutt - alles kam irgendwann vor. Je nach Mode wurden Hilfsmittel wie Bänder, Haarnetze, Haarnadeln und Lockenstäbe verwendet. Auch das Haarefärben war nicht unbekannt.

Als helfende Hand beim Frisieren hatte jede wohlhabende Frau eine Sklavin als Ornatrix, die ihr auch beim Schminken beistand. Hier ist eine Übersicht über die verschiedenen Aspekte der römischen Frisuren:

Rekonstruktion einer römischen Frisur

Frisuren während der Römischen Republik

Während der Zeit der Republik war ein einfacher, schlichter Dutt modern. "Falsche, aufgeputzte, gewellte und parfümierte Haare" waren verpönt (Plaut. Truc.). Um ihre Frisuren betrachten zu können, nutzten die Römerinnen Spiegel, meistens rund und aus polierter Bronze oder Silber. Glasspiegel gab es erst ab dem 1. Jh. n. Chr.

Römischer Spiegel aus Bronze

Werkzeuge und Techniken

Um Locken zu erzeugen, wurde ein Calamistrum (Brenneisen) benutzt, das einem Lockenstab glich. Es war hohl, aus Eisen und wurde über Feuer erhitzt. Locken waren ein wichtiger Bestandteil der beliebten Hochfrisuren. Weiterhin wurden Nadeln mit eingearbeitet, die gleichzeitig Bestandteil des Schmuckes waren. So konnten sie aus Holz, Bronze, Silber, Gold oder gar Elfenbein bestehen und Figuren darstellen.

Außerdem hielt man die Frisuren mit wollenen Bändern und Haarnetzen zusammen. Perücken und Haarteile nutzte man sowohl zur Unterstützung der (Hoch-)Frisuren als auch zum Verstecken von Haarmakeln. Wollte man keine Perücke aufsetzen, so konnte man bestimmte Haarfarben durch Färben erreichen. Als Färbemittel dienten hierbei besonders Mittel aus Nordeuropa wie Seifenkugeln oder "batavischer Schaum". Rotfärbung erreichte man durch Asche oder Hennapulver, das man aus Ägypten importierte.

Die Haare und natürlich sich selbst unterstützten die Römerinnen durch Parfüm. Dabei waren schwere, würzige und süße Parfüms beliebt. Die Duftstoffe wurden aus dem Mittleren und Fernen Osten eingeführt und waren dementsprechend teuer. Die teuersten konnten bis zu 2 Denaren pro Gramm kosten, was etwa zwei Tageslöhnen eines Arbeiters entsprach.

Römische Parfümflaschen

Aber nicht nur den Kopfhaaren galt die Aufmerksamkeit der Römerinnen. Das Enthaaren der Beine und unter den Achseln war anscheinend selbstverständlich, wie man bei Ovids Ars amatoria vernehmen kann. Dabei nutzte die römische Frau Pinzetten, mit denen sie die Haare ausrupfte. Daneben gab es auch eine Paste zum Enthaaren, die man durch Auflösen von Harz in Öl gewann.

Frisuren der römischen Männer

Wer glaubt, nur Römerinnen wären eitel gewesen, der irrt. In der Zeit der Republik war das allerdings noch nicht der Fall. Man ließ seine Haare nur wachsen und einfach auf die Schultern fallen. Erst ca. 300 Jahre v. Chr. kam es in Mode, sich die Haare schneiden zu lassen. So trug man dann schlichte Kurzhaarfrisuren, die nur an Feiertagen besonders gekämmt wurden. Kämme sahen den heutigen sehr ähnlich und funktionierten auch auf die gleiche Weise.

Unter den Kaisern richtete man sich nach deren Frisuren, wobei die Bandbreite von lang und lockig bis zu fast kahlköpfig reichte. Dabei war auch Haarfärbung für Männer bekannt. Das wurde oftmals bei ergrauten Haaren eingesetzt, was sehr verspottet wurde. So spottet Martial in einem seiner Epigramme über einen älteren Herren, der sich plötzlich von einem Schwan in einen Raben verwandelt habe.

Um kahlen Stellen oder einer Glatze vorzubeugen, gab es unzählige Mittelchen, die Haarwuchs fördern sollten (ihre Effektivität hielt sich allerdings genauso wie heute in Grenzen). Iulius Caesar kämmte seine Haare nach vorne, um die Stirnglatze zu kaschieren.

Büste von Julius Caesar

Besondere Pflege widmeten die Römer ihren Bärten. Der Friseur (tonsor) war für diese Pflege zuständig. Reiche Männer hatten ihren eigenen tonsor, die restlichen mussten sich mit tonsores begnügen, die ihre Arbeit in eigenen Geschäften (teilweise unter freiem Himmel) erledigten. In den sogenannten tonstrina wurde nicht nur rasiert und frisiert, sondern es blühte auch der Klatsch.

Aber nicht nur von sprechenden Stimmen war die tonstrina erfüllt, sondern auch von schreienden, da die Rasiermesser dort meist höchst unzulänglich waren und das Gesicht - wenn überhaupt - nur mit Wasser befeuchtet wurde. So musste sich der Kunde auf das Fingerspitzengefühl des tonsor verlassen; oft genug kam es zu Anzeigen, die zu Geldstrafen gegen den tonsor führten.

Um das Jahr 130 n. Chr. waren zum Beispiel dicke Locken und ein gestutzter Bart modern. Dann trug man die Bärte immer länger, bis um 230 ganz kurze Haare und ein Stoppelbart in Mode kamen. Oft setzte ein neuer Kaiser auch neue Trends in Sachen Mode. Er wurde sozusagen zur neuen Stilikone. Augustus etwa wurde mit seinem lockigen Pony gerne nachgeahmt.

Mal wurde es also lockig, mal wurden Perücken auch von Männern getragen.

Römische Frisuren bei den Frauen

Die Römerinnen liebten kunstvolle Frisuren! Die Haare wurden je nach gerade vorherrschender Mode hoch aufgetürmt, gelockt oder geflochten. Manchmal halfen Haarnetze, die aufgetürmte Pracht an Ort und Stelle zu halten, manchmal auch ein Wollband, Nadeln oder Kämme. Reiche Römerinnen nutzten Haarnadeln aus Gold oder Elfenbein.

Offen trugen ihre Haare nur Mädchen und junge Frauen. Gerne lockte man sich die Haarpracht mit einem heißen Eisen, um sie dann zu flechten. Eine beliebte Frisur hieß Tutulus: Zuerst wurden die Haare geflochten, dann zu einem Kegel hochgesteckt. Verheiratete Frauen bedeckten ihren Hinterkopf mit der Palla, einem langen Übergewand.

Gerne färbte man sich auch die Haarpracht. Wem seine Haarfarbe nicht gefiel, konnte aber auch zu Perücken greifen. Die römischen Damen trugen auch gerne Schmuck und schminkten sich. Je blasser, desto besser! Denn blass galt als vornehm. Wer braungebrannt war, hielt sich draußen auf - vornehme Damen aber mieden die Sonne.

Römerin an ihrem Schminktisch

Eine aufwendige Frisur galt als Zeichen für Kultur und Bildung und konnte sich durch gescheiteltes, gelocktes oder zusammengebundenes Haar äußern, teilweise verstärkt durch zusätzliche Haarteile wie Zöpfe oder einem Haarknoten. Um das Haar zu bändigen und zu kunstvollen Türmen zu frisieren, benutzten die Frauen der Antike Kämme - z.B. aus Holz oder Knochen - sowie Spiegel, die aus Bronze bestanden und teilweise kunstvoll verziert waren.

Römerinnen, die etwas auf sich hielten, türmten früher ihre Haare zu aufwendigen Frisuren hoch. Schon im Kaiserreich färbten sie sich die Haare mit Hilfsmitteln aus der Natur, wie zum Beispiel Henna, Asche oder sogar Blutegeln. Trotz all der Mühen, um schönes Haar, bedeckte die vornehme Römerin ihren Kopf in der Öffentlichkeit mit einem Schleier: Sonst hätte man ihr vorgeworfen, schamlos zu sein. So wissen wir heute, was für kunstvolle Frisuren die Römerinnen unter ihrem Schleier verbargen.

Unter Römerinnen war es üblich, die Frisur zu tragen, die auch die Kaiserin gerade trug. So setzten die Damen des Palastes den Frisurentrend. Sie besaßen Sklavinnen, von denen sie sich ihre Haare zu aufwändigen Frisuren hoch türmen ließen.

Büste der Livia

Diesen Kopfschmuck trug im frühen 1. Jahrhundert nach Christus die Römerin von Welt.

Die incompti capilli (ungekämmte Haare) galten als typische „Frisur“ der Frühzeit (Hor. C. I, 12, 41). Nachdem angeblich im Jahr 300 v. Chr. die erste Barbierstube in Rom eröffnet worden war, ging man regelmäßig zum Friseur, um die Haare „in Ordnung“ zu halten. Das heißt, man trug einer eher kurze, schlichte römische Frisuren, auf die man besondere Mühe wie das Kämmen nur an Feiertagen verwandte (Hor. C. I 15, 13 f.; Juv.).

Auch sie folgten in der Kaiserzeit den Frisuren-Moden der Damen des Palastes. In der Republik war jedoch eine schlichte Frisur eher gängig. Das lange Haar wurde gescheitelt oder ohne Scheitel nach hinten gekämmt und im Nacken mit einem Knoten (nodus) zusammen gefasst. Als typische Matronen-Frisur gab es zudem den von etruskischen Vorbildern entliehenen tutulus, bei dem das Haar mitten auf dem Kopf mit Hilfe einer Binde (vitta) zu einem mächtigen Bausch aufgetürmt wurde.

Feine Damen gingen nicht zum Friseur. Sie hatten ihre eigenen ornatrices (Friseurinnen), die ihnen in zum Teil quälenden „Sitzungen“ die Haare machten. Je eitler eine Frau war, umso „gefährlicher“ lebten ihre Dienerinnen: Hysterische Ausbrüche über ein einziges, falsch sich lockendes Härchen, eine einzige sich lösende Nadel, steigerte sie zu körperlichen Attacken mit Haarnadeln oder Peitschen - angeblich keine Besonderheit.

Dies geschah mit dem Trend hin zur Hochsteckfrisur, wie sie unter den flavischen Kaisern zur Regierungszeit Trajans modern wurden. Die hadrianische Zeit brachte wieder schlichtere Frisuren mit sich.

Körperpflege und Schönheitsrituale

Schönheit, Hygiene und Gesundheit beschäftigen die Menschheit schon seit frühester Zeit. In allen Kulturen der Antike zeigten der Körper und sein Schmuck den Status, das Geschlecht und Alter sowie die soziale Rolle der Person. Außerdem hatten die Pflege und die Dekoration des Körpers v.a. Schon die alten Ägypter:innen nahmen solche Schönheitsrituale in ihren Tagesablauf auf und verwendeten verschiedene Instrumente für ihre täglichen Schönheitsrituale. Sie betrachteten sich im Spiegel, während sie Farben von ihren Schminkpaletten abnahmen und sich mit diversen Salben und Ölen einrieben.

Anders als in Ägypten behielten die antiken Griechinnen und Römerinnen ihr Haar und entwarfen damit teilweise kunstvolle Frisuren. Junge griechische Mädchen trugen ihr langes Haar bis zu ihrer Hochzeit offen. Oft wurde den antiken Griechinnen ein Netz über das Haar gelegt und in hellenistischer Zeit entstanden komplexe Frisuren. Die beeindruckendsten Haartrachten trugen allerdings die Frauen der römischen Elite, v.a. die der Kaiserfamilie. Diese prägten die Mode - welche Frisuren die Damen aus den gehobeneren sozialen Schichten trugen und welche verpönt waren.

Griechische und römische Frauen ließen sich ihre Körperbehaarung mit Pinzetten auszupfen oder sengten sie mit einer Lampe ab.

Kleidung in der Römerzeit

Die Kleidung der römischen Antike hatte eine soziale Bedeutung und zeigt den Status des Tragenden. Alle - Männer, Frauen und Kinder - trugen eine tunica. Die der Römerinnen war länger - d.h. bis zu den Knöcheln - als die der männlichen Bevölkerung, die knielang war. Sie konnte mit oder auch ohne Gürtel getragen werden und ähnelte dem griechischen chiton. Außerdem konnte sie in verschiedenen Farben gefärbt sein. Aufgenähte rote Streifen - lateinisch clavi - auf einer weißen tunica symbolisierten den sozialen Status der Person, nämlich v.a. des Senators oder eines hohen Beamten.

Über diesem Gewand trugen die Römer der Elite eine toga - ein verschieden farbiges, langes, rechteckiges Tuch, das sie in besonderer Weise um ihre Körper drapierten. Das weibliche Pendant der toga war die stola, ein langes Stück Stoff, das bis zu den Füßen reichte und auf den Schultern zu Trägern drapiert war.

Statue eines Mannes in Tunica und Toga

Der calceus war ein hoher, geschlossener Schuh, der in diversen Variationen existierte: In einer Variante wurde der Schuh am Knöchel nach Außen geklappt, wohingegen der der Senatoren sich durch einen mehrfach mit Riemen umwickelten oberen Teil auszeichnete.

Haarlosigkeit als Schönheitsideal

Um sich vom Haarwuchs zu befreien, scheuten Römerinnen und Römer nicht vor schmerzhaften Prozeduren zurück. Dutzende Pinzetten wurden allein in der römischen Provinz Britannia geborgen. Es ging nicht nur um Schönheit, sondern auch um Ideologie.

Mit einer volsella bewaffnet, gingen Mann und Frau daran, sich ihrer Körperbehaarung zu entledigen. Achseln, Brust und Rücken, Arme, Beine und der Intimbereich wurden regelmäßig abgesucht und vom Haarwuchs befreit, so schmerzhaft das auch sein mochte. Wer es sich leisten konnte, überließ die Prozedur Sklaven oder versicherte sich der Dienste eines Spezialisten, also eines Barbiers.

Die boten ihre Dienste in eigenen Stuben (tonstrinae) an, die zugleich als Treffpunkte der Nachbarschaft dienten. Oder sie kamen ins Haus. Ein Zentrum der Haarentfernung waren die Thermen.

Dass es die Römer nicht einfach beim Rasieren beließen, sondern nachhaltigere Formen der Haarentfernung bevorzugten, war nicht nur einem ästhetischen Ideal geschuldet. Ihr bloßer Körper, mit dem etwa Sportler bei den zahlreichen Wettkämpfen antraten, bewies dem Publikum nämlich auch, dass sie keine Barbaren, sondern zivilisierte Griechen oder Römer waren.

Kleidung im Rheinland

Im Rheinland sind von der damaligen Bekleidung nur noch Stoffreste erhalten, sowie Lederreste von Schuhen. Sie haben sich im Boden dort erhalten, wo Sauerstoffmangel herrscht, so in Hafengebieten und in tiefen Brunnen. Textilien aus Gräbern sind äußerst selten, da die Toten bis Ende des 3. Jahrhunderts nach Christus meistens verbrannt wurden.

Die Bewohner des Rheinlandes, ungeachtet ihrer Herkunft, fertigten Textilien hauptsächlich aus Schafwolle und Leinen. Die Färbung erfolgte mit Pflanzenfarben, vornehmlich mit Krapp (Rot), Resede/Wau (Gelb) und Waid (Blau). Seide, die aus China bezogen wurde, und Goldgarn stellten puren Luxus dar.

Das wichtigste Kleidungsstück der Römer war die Tunika, ein weites rechteckiges Gewand mit Schlitzen für Kopf und Arme. Der einfache Schnitt machte Konfektionsgrößen überflüssig. Mit Hilfe eines Gürtels, zumeist ein Stoffband oder eine Kordel, passte sich das Gewand in Länge und Umfang dem Körper an. Der grundsätzliche Unterschied zwischen Männer- und Frauenkleidung bestand in der Länge des Saumes. Bei Männern reichte er bis zu den Knien oder etwas darüber, bei Frauen bis zu den Füßen.

Römische Tunika

Vor der Witterung schützte zusätzlich ein rechteckiges Manteltuch von ca. bezeichnet. Es wurde stets derart um den Körper gelegt, dass die rechte Schulter frei blieb. Die abgewinkelte Haltung des linken Armes verhinderte, dass der Stoff verrutschte. So elegant drapiert trugen im Alltag nur wenige Menschen ihr Obergewand. Schließlich war zum Arbeiten der Einsatz beider Hände notwendig. Die meisten warfen den Mantel einfach um. Frauen wickelten ihn unterhalb der Brust um den Körper.

Bei Kälte und Nässe boten Fellumhänge und Kapuzenmäntel besseren Schutz als das römische Pallium. Landarbeiter, Handwerker und Jäger trugen den kurzen kegelförmigen Cucullus. Wer sich mehr leisten konnte, z. B. Die Unterschenkel schützten die Römer mit Wickelgamaschen oder Wadenbinden.

Die römische Gesellschaft war jedoch elitär. bestand aus feiner weißer Wolle und wurde mit einer Tunika aus dem gleichen Material kombiniert. eine ovale Form. Sie war etwa dreimal so lang, wie die Person groß war, bezogen auf einen Erwachsenen in der damaligen Zeit also etwa 5 Meter. Das Anlegen dieses Gewandes erforderte Hilfe und dauerte bis zu einer Stunde. Der rechte Arm blieb unbedeckt. Der linke Arm ruhte abgewinkelt vor dem Körper. Stofffülle und Faltenwurf zwangen zu einer aufrechten Körperhaltung und ließen nur langsame Schritte zu.

getragen. So unbequem dieses Gewand war, die eingeschränkte Bewegungsfreiheit und die empfindliche Farbe waren beabsichtigt. Dies drückte den Unterschied zum Sklaven aus, der gehorsam und flink seiner Arbeit nachkommen sollte und kein Mitspracherecht in der Gesellschaft hatte. zu tragen, sondern gelegentlich sogar die Pflicht.

Sie stand nur verheirateten Frauen mit römischem Bürgerrecht zu. Es handelt sich um ein schlauchförmiges Kleid mit Trägern. Es wurde über der Tunika und unter dem Mantel getragen. waren aus feiner roter Wolle gewoben und mit einem purpurfarbenem Saum geschmückt.

Über den damaligen Farbgeschmack geben Mosaike, Wandmalereien und die sogenannten Mumienporträts aus Ägypten Auskunft: Bei Frauen waren Rottöne, von Zartrosa über Pink und Flieder bis hin zu Weinrot und Aubergine, sehr beliebt. Weiß, Gelb, Blau, Grün und Hellgrau waren weniger verbreitet. Auch Männer bevorzugten kräftige Farben. Die meisten Stoffe waren einfarbig.

An den Tuniken waren die sogenannten Clavi typisch, Streifen, die vorne und hinten senkrecht über die Schultern verliefen. Einzig purpurrote Schulterstreifen auf einer weißen Männertunika dienten als Standesabzeichen und waren Angehörigen des Ritter- oder Senatorenstandes vorbehalten. Ansonsten waren Farbe und Muster eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Die Ubierinnen

Dieser Germanenstamm war bereits zu Lebzeiten Caesars mit den Römern verbündet und kulturell aufgeschlossen. die Bildniskunst zur Selbstdarstellung. Gleichzeitig hielten die Ubierinnen an ihrer ursprünglichen Tracht fest: Sie trugen ein oder zwei lange, hemdartige Kleider übereinander. geschlossen wurde. Ob es verbindliche Farben oder Stoffmuster gab, ist unbekannt. Junge Mädchen trugen das Haar offen. Der kreisförmige, voluminöse Kopfputz diente als Erkennungszeichen für verheiratete Frauen.

Unklar ist, woraus dieser bestand. Eine Vermutung ist, dass das eigene und/oder falsche Haar über ein Haarkissen gekämmt wurde. Die Frisur wurde durch ein Haarnetz oder eine Haube geschützt.

Schmucknadeln der Ubierinnen

. Die Gesellschaft sollte sie als römische Bürger wahrnehmen, ungeachtet ihrer ethnischen Herkunft.

Römischer Körperkult in Thermen

Thermen und Bäder wie in Hüfingen waren ein fester Bestandteil römischer Kultur. Schon damals erkannte man das Zusammenspiel von Sauberkeit, Reinheit, Gesundheit und Attraktivität: Wer begehrenswert sein wollte, der reinigte und pflegte sich bei angenehm warmen Temperaturen ‒ mit Essenzen, Ölen und Pomaden.

Für einen angenehmen Atem griff der bewusste Römer auf Pastillen oder Butter zurück. Seine Ohren reinigte er mit einem Löffel, pulverisierter Bimsstein hielt die Zähne sauber. Körperhygiene war den Römern wichtig - und nahm viel Zeit in Anspruch.

Beide Geschlechter folgten einem Schönheitsideal. Für Frauen war ein birnenförmiger Körper das Maß der Dinge: Männer fanden breite Hüften, ein voluminöses Gesäß und eher kleine Brüste attraktiv. Das weibliche Körperideal stand für Fruchtbarkeit und Gesundheit. Um schön und gepflegt zu sein, nutzten die Römerinnen Olivenöl: Es machte ihre Haut weich und geschmeidig. Alternativ verwendeten sie Kalk oder Bleiweiß für einen hellen Teint. Purpurissum, eine Mischung aus Purpursaft und Silberkreide, nutzten sie als Rouge. Augenbrauen und Wimpern wurden geschwärzt.

Ein Mann galt als attraktiv, wenn er saubere, kurze Nägel und, zumeist, ein rasiertes Gesicht hatte. Mit Schönheitspflastern aus dünnem Leder versteckte er seine Narben. Ein trainierter Körperbau galt als begehrenswert. Ungepflegte und schmutzige Personen waren den Römern unangenehm, schwarze Zähne widerlich.

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