Schnurrbart: Synonyme und Ursprünge eines markanten Gesichtsmerkmals

Der Schnurrbart, ein markantes Merkmal vieler Gesichter, hat im Laufe der Zeit verschiedene Bezeichnungen und Bedeutungen erfahren. Dieser Artikel beleuchtet die Vielfalt der Synonyme für "Schnurrbart" und geht auf die etymologischen Wurzeln des Wortes ein. Zudem wird die Verwendung des Begriffs in der Literatur anhand von Beispielen veranschaulicht.

Synonyme für Schnurrbart

Es gibt eine Vielzahl von Synonymen für "Schnurrbart", die je nach Kontext und Region verwendet werden. Zu den beliebtesten und am häufigsten verwendeten Synonymen gehören:

  • Fliege

Woxikon bietet insgesamt 22 Synonyme für das Wort "Schnurrbart".

Etymologische Wurzeln von "Schnurrbart"

Das Wort "Schnurrbart" hat seine Wurzeln im Niederdeutschen. Es leitet sich ab von nd. "Snurrbart", das sich wiederum aus nd. "Snurr" (Schnauze, Maul, Mund) zusammensetzt. Vergleiche hierzu auch das Wort "Schnauzbart", das sich auf "Schnauze" bezieht.

Das Verb "schnurren" bedeutet 'ein brummendes, surrendes Geräusch erzeugen'. Im Mittelhochdeutschen bedeutete "snurren" 'rauschen, sausen, brummen (besonders von Insekten und Katzen)'. Altniederländisch kannte die Formen "snurren" und "snorren" für 'surren, schwirren, brummen'. Diese stehen ablautend neben "schnarren" und gehören wie "schnarchen" zu der lautnachahmenden Wurzel ie. *(s)ner-, *(s)nur- ‘murren, knurren’.

Die "Schnurre" bezeichnete im 16. Jahrhundert eine 'Knarre, Brummkreisel'. Im Mittelhochdeutschen stand "snurre" für 'brummender Ton, summende Bewegung' und übertragen für 'Scherz, Schwank, lustige Erzählung'. Vergleiche hierzu auch Althochdeutsch "snurring" (Handschrift 12. Jh.), Mittelhochdeutsch "snürrinc", "snurrære" ('Possenreißer, Tor, Narr'), der das Publikum sowohl mit lärmerzeugenden Instrumenten als auch in schneller Rede mit Späßen und lustigen Erzählungen unterhält.

Das Adjektiv "schnurrig" bedeutete im 16. Jahrhundert 'brummend' und übertragen 'mürrisch, unfreundlich', später (18. Jh.) 'lustig wie eine Schnurre, possierlich, drollig'.

Die "Schnurrpfeife" war im 18. Jahrhundert ein einfaches Instrument der Bettelmusikanten, auch Kinderspielzeug (nd. "Snurrpīpe"), bildlich für 'Tand, Kinderreien'. Die "Schnurrpfeiferei" bezeichnete 'Kurzweil, nutzlose Kleinigkeit, närrischer Einfall' (18. Jh.).

"Schnurrbart" in der Literatur

Der Schnurrbart findet auch in der Literatur Erwähnung, oft als charakteristisches Merkmal einer Figur. Hier einige Beispiele:

  • "Nochmal sollte mich der Schnurrbart nicht auf die Straße begleiten." (Jakob Arjouni, Happy birthday, Türke!)
  • "Den Schnurrbart hatte er ehedem auf englische Manier kurz gestutzt getragen." (Werner Bergengruen, Der letzte Rittmeister)
  • "Um sich unkenntlich zu machen, hatte er sich den Schnurrbart abnehmen lassen."
  • "Die Beine kurbelten wie verrückt, Schweiß rann unter dem Schnurrbart herunter."
  • "Mit spitzgezwirbeltem Schnurrbart strich der Baron eilig an der schluchzenden Gruppe vorüber." (Josef Winckler, Der tolle Bomberg)

Diese Beispiele zeigen, wie der Schnurrbart als visuelles Detail zur Charakterisierung von Figuren und zur Beschreibung von Situationen beitragen kann.

Verschiedene Schnurrbartstile

Korrekturen und Vorschläge

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