Creme gegen schuppige Kopfhaut: Ursachen, Behandlung und die besten Produkte

Eine juckende und schuppige Kopfhaut kann sehr belastend sein. Oft steckt nur ein falsches Shampoo dahinter, aber auch ernstere Ursachen können verantwortlich sein. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Ursachen für schuppige Kopfhaut, gibt Tipps zur Behandlung und stellt geeignete Produkte vor.

Ursachen für schuppige Kopfhaut

Die Ursachen für Schuppen in den Haaren sind vielfältig: Wenn die Kopfhaut zu viel Fett produziert, entstehen überflüssige Hautzellen, welche sich verkleben können und als Schuppen ablösen. Auch eine zu trockene Kopfhaut kann zur Schuppenbildung führen.

Der Kopfhauttyp wird einerseits durch erbliche Faktoren bestimmt. Das heißt, wenn Sie genetisch bedingt beispielsweise zu trockener Haut neigen, zeigt sich das auch an der Kopfhaut. Andererseits können äußere Einflüsse wie eine falsche Pflege das Gleichgewicht der Kopfhaut stören. Auch verschiedene Erkrankungen äußern sich mitunter über Probleme mit der Kopfhaut. Stress oder hormonelle Veränderungen können ebenfalls Beschwerden auslösen. Die Kopfhaut spannt in solchen Fällen meistens, oft brennt oder juckt sie auch. Eventuell bilden sich Schuppen oder rote Flecken.

Typische Ursachen für Juckreiz und Schuppen auf der Kopfhaut sind:

  • Trockene Kopfhaut: Eine Kopfhaut, die genetisch bedingt zu wenig Sebum (Talg) in den Talgdrüsen produziert, reagiert schnell mit Rötungen, einem Spannungsgefühl, Brennen und Jucken.
  • Fettige Kopfhaut: Ist die Talgproduktion zu hoch, sammelt sich Talg auf der Kopfhaut und kann diese reizen.
  • Sonne und Hitze: Zu starke Sonneneinstrahlung oder zu heißes Föhnen können die Kopfhaut austrocknen oder schädigen.
  • Hormonelle Ursachen: Während der Schwangerschaft oder der Wechseljahre können hormonelle Veränderungen zu trockener und juckender Kopfhaut führen.
  • Kontaktdermatitis: Viele Inhaltsstoffe in Haarpflegeprodukten können die Kopfhaut und angrenzende Hautpartien reizen und sogar einen Ausschlag verursachen.

Was hilft gegen juckende Kopfhaut?

Gereizte, trockene und juckende Kopfhaut braucht Schutz und die richtige Pflege. Vermeiden Sie alles, was für die Haut eine zusätzliche Belastung darstellen könnte. Bei akutem Juckreiz gilt: Nicht kratzen! Wenn Sie es nicht aushalten, klopfen Sie leicht mit den Fingern auf die Kopfhaut. Außerdem trägt Kälte dazu bei, den Juckreiz auf der Kopfhaut zu lindern. Legen Sie sich ein feuchtes Handtuch oder ein in ein Geschirrtuch gewickeltes Kühlpad auf den Kopf.

Ein weiterer Tipp: Spezielle medizinische Shampoos können helfen, die Beschwerden zu lindern. Sie enthalten Inhaltsstoffe, die antimykotisch, juckreizlindernd oder entzündungshemmend wirken. Idealerweise lassen Sie sich vor dem Einsatz eines solchen Shampoos ärztlich beraten.

Zusätzlich geben die Talgdrüsen Talg (Sebum) ab. Der hält die Kopfhaut geschmeidig und dient gleichzeitig als Wärmeisolierung. Sind Fett- und Feuchtigkeitshaushalt im Gleichgewicht, ist die Kopfhaut weder zu trocken noch zu fettig. Das ist eine Voraussetzung für schönes, glänzendes Haar, außerdem juckt die Kopfhaut dann in der Regel nicht.

Hausmittel gegen Juckreiz

Es gibt verschiedene Hausmittel, die bei juckender Kopfhaut Linderung verschaffen können:

  • Apfelessig: Wirkt antioxidativ und antimikrobiell. Eine Lösung aus Wasser und Bioapfelessig im Verhältnis 1:1 kann gegen eine juckende Kopfhaut helfen. Mehrmals pro Woche anwenden und gründlich abspülen.
  • Kokosnussöl: Hat antimykotische und antibakterielle Eigenschaften. Bei trockener, juckender Kopfhaut kann das wohltuend wirken. Verwenden Sie Öl in Bioqualität.
  • Pfefferminzöl: Kann bei Juckreiz helfen. Mischen Sie es mit einem anderen Öl wie Olivenöl und massieren Sie es vor der Haarwäsche in die Kopfhaut ein.
  • Teebaumöl: Wirkt ebenfalls antimikrobiell und entzündungshemmend. Verwenden Sie es nur sparsam und mit Wasser verdünnt.

Wichtig zu wissen: Sowohl Teebaumöl als auch Apfelessig und Pfefferminzöl können die Haut allerdings auch reizen. Seien Sie also vorsichtig bei der Anwendung.

Tipps für eine gesunde Kopfhaut

Diese Tipps tragen zu einer gesunden Kopfhaut bei und helfen langfristig gegen Juckreiz:

  • Verwenden Sie ein mildes, pH-neutrales Shampoo, möglichst ohne Duft- und Konservierungsstoffe.
  • Waschen Sie Ihr Haar nicht täglich - bei akuten Problemen idealerweise maximal zweimal pro Woche.
  • Waschen Sie Ihre Haare nicht mit heißem, sondern mit lauwarmem Wasser.
  • Lassen Sie das Haar nach Möglichkeit an der Luft trocknen oder föhnen Sie es nur kurz und nicht zu heiß.
  • Verzichten Sie weitestgehend auf Haarfärbeprodukte.
  • Vermeiden Sie sehr enge Kopfbedeckungen und tragen Sie vorzugsweise Mützen aus Baumwolle.
  • Schützen Sie Ihren Kopf gegen starke Sonneneinstrahlung, zum Beispiel durch einen locker sitzenden Sonnenhut.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Körper alle Nährstoffe erhält, die er braucht, sowie genug Feuchtigkeit.

Stress und Anspannung können die Kopfhaut negativ beeinflussen. Versuchen Sie, Stress abzubauen. Dabei können Meditation, Yoga oder Progressive Muskelentspannung helfen.

Haarschuppen? So wirst du sie los!

Spezielle Shampoos und Produkte gegen Schuppen

Bei einer Überproduktion der Talgdrüsen können milde Anti-Schuppen-Shampoos helfen, die gereizte Kopfhaut wieder in Balance zu bringen. Sie sollen gleichzeitig die Schuppen-Neubildung verhindern und den begleitenden Juckreiz lindern können. Sorgfältig aufeinander abgestimmte Inhaltsstoffe haben zum Ziel, die Talgproduktion zu regulieren und das Haar zu kräftigen. Für die trockene Kopfhaut kommen Shampoos in Frage, die mit feuchtigkeitsspendenden Wirkstoffen die weitere Austrocknung der Haut verhindern sollen. Produkte, die Weizen oder andere natürliche Pflanzenstoffe wie Huflattich enthalten, gehören ebenso zu unserem Sortiment.

Zu unserem Produktsortiment gehören Lösungen und Tinkturen, die als Anti-Schuppen-Kur eingesetzt werden können. Zusätzlich zur effektiven Haarpflege mit milden Shampoos können die Mittel in die Kopfhaut einmassiert werden. Mit antimykotischen Wirkstoffen, die krankheitserregende Pilze bekämpfen, kann eine mögliche Ursache der Schuppen beseitigt werden.

Einige Beispiele für Shampoos und Tonika gegen Schuppen:

ProduktHerstellerEigenschaften
Eucerin DermoCapillaire Anti-Schuppen Creme ShampooBeiersdorf AG EucerinMildert trockene Schuppen, lindert Juckreiz und beruhigt die Kopfhaut
Eucerin DermoCapillaire Anti-Schuppen Gel ShampooBeiersdorf AG EucerinSpeziell für fettige Schuppen sowie Haare und beruhigt juckende Kopfhaut
Linola Forte Kopfhaut-TonikumDr. August Wolff GmbH & Co.KG ArzneimittelZur Kopfhautpflege bei Juckreiz, Trockenheit, Schuppen und Entzündungen
DERMASENCE Haircare ShampooDERMASENCEFokus fettige Schuppen
DERMASENCE Selensiv ShampooDERMASENCEFokus Plaques
DERMASENCE Polaneth ShampooDERMASENCEFokus starker Juckreiz

Wann sollten Sie zum Arzt oder zur Ärztin gehen?

Ärztliche Hilfe bei juckender Kopfhaut ist notwendig, wenn der Juckreiz Ihr tägliches Leben beeinträchtigt, länger anhält (über mehrere Tage bis Wochen) oder immer wieder auftritt und Sie die Beschwerden nicht selbständig beherrschen können.

Abhängig von der jeweiligen Ursache wird Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Sie beraten oder eine Behandlung mit Ihnen besprechen. Außerdem gut zu wissen: Auch Parasiten und viele andere Krankheiten können hinter den Symptomen stecken, zum Beispiel:

  • Schuppenflechte (Psoriasis): Bei etwa der Hälfte der Menschen mit Plaque-Psoriasis greift die Schuppenflechte irgendwann auf die Kopfhaut über.
  • Neurodermitis (Atopische Dermatitis): Das Ekzem kann an sämtlichen Körperstellen auftreten. Es äußert sich durch Rötungen und Schuppen, die Haut juckt und brennt.
  • Seborrhoische Dermatitis
  • Kopfläuse: Die winzigen Insekten graben sich in die oberste Kopfhautschicht ein und legen ihre Eier an den Haaren ab.

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