Vom Nägelkauen bis hin zum zwanghaften Kratzen - für viele körperliche Angewohnheiten kann man Stress und Ängste verantwortlich machen. Was viele nicht wissen: Auch das Um-den-Finger-Wickeln von Haaren kann ein solches Symptom sein. Vielleicht fällt dir irgendwann auf, wie du dir bei der Arbeit oder beim Fernsehen geistesabwesend mit einer Haarsträhne spielst. Aber wie lange gilt das noch als harmlos, und ab wann wird es zum krankhaften Zwang?
Laut Duden bedeutet zwirbeln erst Mal nur: „mit den Fingerspitzen [schnell] zwischen zwei oder drei Fingern drehen“. Umgangssprachlich wird der Begriff aber auch noch für eine andere Bewegung, mit nur einem Finger, genutzt. Simone Thomas, Leiterin einer britischen Haarverlust-Klinik, definiert das folgendermaßen: Du wickelst deine Haare mit einer Kreisbewegung um deinen Finger. „Das sieht man häufig bei Kindern“, sagt sie, „aber auch Erwachsene können sich das angewöhnt haben.“
Laut der Trichologin Stephanie Sey ist das Haarezwirbeln weit verbreitet. „Das Zwirbeln kann verschiedene Gründe haben; von einfacher Langeweile bis hin zum Stress- oder Angstabbau.“ Wie sie allerdings hinzufügt, ist das Zwirbeln an sich noch kein Symptom für eine ausgeprägte Angststörung oder innere Unruhe.
Inwiefern unterscheidet sich das Haare zwirbeln oder drehen von Trichotillomanie? „Die Trichotillomanie ist eine Störung der Impulskontrolle“, sagt Simone. „Durch das wiederholte zwanghafte Ausreißen der Haare entstehen kahle Stellen, wo möglicherweise irgendwann nichts mehr nachwächst.“
Obwohl sich die Wissenschaft den Auslöser der Trichotillomanie nicht erklären kann, gibt es dazu diverse Theorien. „Manche Expert*innen sind überzeugt, Haare ausreißen sei eine Art Sucht. Je mehr Haare du dir ausreißt, desto stärker wird das Bedürfnis danach“, sagt Simone. „Die Störung kann aber auch ein Bewältigungsmechanismus für psychische Probleme wie Stress oder Ängste sein.“
Stephanie stimmt zu: Die Haare zu zwirbeln oder um den Finger zu wickeln ist keine Form der Trichotillomanie, bei der sich Betroffene Kopfhaare, Wimpern, Augenbrauen oder andere Körperbehaarung ausreißen. Sie ist sich allerdings sicher, dass beides Hand in Hand gehen kann. „Manche eine*r zwirbelt und spielt mit den Haaren, bevor er oder sie sich dann eines zum Ausreißen aussucht“, sagt Stephanie.
„Abhängig von der Ursache kann das Zwirbeln unterschiedlich schwere Formen annehmen“, sagt Stephanie. Das ist vor allem während der Corona-Pandemie zu spüren: Immer mehr Menschen klagen über Haarverlust. „Wenn sich jemand vor Corona schon aus Nervosität die Haare um den Finger gewickelt hat, kann diese momentane Phase der Ungewissheit das Zwirbeln natürlich verschlimmern“, fügt Stephanie hinzu.
Im Fall der Grafikdesignerin Rose sind Ängste für ihr Verhalten verantwortlich. Rose leidet unter einer bipolaren und einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Das führt manchmal zu Problemen mit ihrer Sinneswahrnehmung. „Ich verlasse mich am meisten auf meinen Tastsinn. Daher brauche ich Texturen, die ich erfühlen kann - wie eben meine Haare. Das Haarzwirbeln hat für mich was Tröstendes. Ich könnte zwirbeln, bis meine Haare total verfilzt sind oder als Knäuel ausfallen.“ Rose hat daher sogar einige Haare verloren und musste sich einige Strähnen rausschneiden lassen, nachdem das Zwirbeln ihre Spitzen zu sehr ruiniert hatte.
Die Autorin und Illustratorin Sarah macht ihre Zwangsstörung für ihr Haarzwirbeln verantwortlich. Wann immer sie besonders gestresst oder unruhig war, fiel Sarah auf, dass sie sich häufiger die Haare zwirbelte - völlig unterbewusst. Inzwischen wird Sarah deswegen sogar beim Friseurtermin ganz nervös.
Auch Whitney spielt aus innerer Unruhe mit ihren Haaren. Sie glaubt, das Zwirbeln sei eine von mehreren nervösen Angewohnheiten: „Wenn ich aufgeregt bin, beiße ich mir von innen in die Wange. Meine Haare drehe ich, weil sie so schön weich sind. Wenn ich was anderes Weiches anfasse, hat das dieselbe Wirkung.“
Abhängig davon, wie stark du zwirbelst, kann das durchaus passieren, sagt Stephanie. „Das kann die Schuppenschicht beschädigen. Das führt dann zu Haarbruch und Spliss, womöglich auch zu Knoten und Verfilzungen.“ Wenn du deine Haare direkt am Ansatz um die Finger wickelst, kann dir diese dauernde Zugbelastung am Ende sogar kahle Stellen bescheren. „Das ist dann eine Form der Traktionsalopezie“, sagt Stephanie - das heißt: Haarausfall durch wiederholtes Zerren an der Wurzel.
Die möglichen körperlichen Konsequenzen beschränken sich dabei nicht nur auf Kopfhaut und Haare; Sarah erzählt, auch ihre Nägel hätten sich verändert. Laut der American Academy of Dermatology kann wiederholtes Zupfen oder Schieben am Nagelbett deiner Daumen für Rillen im Nagel sorgen.
Laut Simone fällt es vor allem Erwachsenen schwer, sich das Zwirbeln abzugewöhnen - vor allem, wenn sie es schon ihr ganzes Leben lang tun. Sie empfiehlt, dem eigentlichen Auslöser auf die Schliche zu kommen. Liegt es am Stress, an innerer Unruhe? Simone und Stephanie sind sich einig: Eine Psycho- oder Verhaltenstherapie wäre in diesem Fall ein empfehlenswerter erster Schritt.
Liegt deine nervöse Angewohnheit tatsächlich an übermäßigem Stress oder Angstzuständen, kannst du es auch mit Achtsamkeitsübungen wie Meditation oder Sport versuchen. Auch Ablenkung kann helfen, sagt Stephanie: „Sorge dafür, dass deine Hände anderweitig beschäftigt sind“. Es gibt spezielle Quetschbälle zum Stressabbau, und auch die gehypten Fidget Spinner wurden eigentlich explizit für die Beschäftigung unruhiger Hände entwickelt.
Simone schlägt außerdem vor: „Flechte deine Haare zum Zopf oder setze einen Hut auf - dadurch kannst du deine Haare gar nicht zwirbeln. Trotzdem solltest du eher dem Auslöser auf die Spur gehen, anstatt bloß ein Pflaster über die Symptome zu kleben.“
Rose hilft es auf jeden Fall, sich abzulenken; gern auch außer Haus. Auch Sarah hat es geschafft, aufs Zwirbeln zu verzichten, indem sie sich anderweitig ablenkt. „Meistens stürze ich mich dann in Schreib- oder Illustrationsprojekte, für die ich mich wirklich begeistern kann. Aber auch das ist keine Erfolgsgarantie“, sagt sie. „Ich habe lange Haare, daher hilft es mir, einen Zopf zu tragen und alle losen Haare zu fixieren. Außerdem habe ich meinen Freund gebeten, mich darauf hinzuweisen, wenn er mich beim Haare um den Finger wickeln ertappt.
Stellst du jetzt fest, du könntest eventuell ein ähnliches Problem haben, könnten dir Selbsthilfegruppen oder Online-Foren guttun. Im deutschsprachigen Raum gibt es dafür zum Beispiel das Trichotillomanie Center, das nicht nur Betroffenen, sondern auch Angehörigen Informationen und Support bietet.
Es ist wichtig, die Körpersprache der Frauen zu lesen. Unterhältst Du Dich mit einer Frau und Dir fällt auf, dass sie sich immer wieder die Kleidung zurechtzupft, an der Jacke zieht, das Kleid glattstreicht, dann kann das ein unterbewusstes Flirtsignal sein. Sie macht sich attraktiver für Dich.
Wenn eine Frau auf die Toilette geht und mit frischem Lippenstift auf den Lippen wiederkommt, dann kannst Du dir sicher sein, dass sie versucht, Dir zu gefallen. Zieht sich die Frau sogar vor Dir den Lippenstift nach, dann versucht sie ganz klar Deine Aufmerksamkeit darauf zu lenken.
Ein sehr deutliches Flirtsignal der Frau ist, wenn sie im Gespräch ihren Kopf schief hält. Oft geht dies mit einem leichten Lächeln einher. Legt die Frau ihre Hände auf den Tisch, ist es ein gutes Zeichen. Sind die Handflächen dabei offen, bedeutet diese Geste: „Ich öffne mich Dir“.
Geweitete Pupillen zeigen, dass eine Person positiv aufgeregt und neugierig ist. Also schau der Frau während eurem Date in die Augen. Sind ihre Pupillen auffällig groß, zeigt es, dass ihr das Date sehr gefällt.
Ähnlich wie das Zupfen an der Kleidung oder das Spielen in den Haaren, zeigt das Hin- und Herrutschen auf dem Stuhl, dass die Frau etwas nervös ist.
Abschließend lässt sich sagen, dass das Spielen mit den Haaren ein komplexes Verhalten sein kann, das von harmloser Gewohnheit bis hin zu einem Symptom für tieferliegende Probleme reichen kann. Es ist wichtig, auf die Begleitumstände zu achten und gegebenenfalls professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
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