Henna Haarfarbe Test: Natürliche Schönheit und Pflege für Ihr Haar

Sie möchten Ihrem Haar einen neuen Look verleihen oder einfach etwas Neues ausprobieren, ohne es zu schädigen? Henna verspricht eine Lösung für alle, die Wert auf die Gesundheit ihrer Haare legen. Aber was steckt wirklich hinter dem natürlichen Färben? Dieser Artikel beleuchtet die Vor- und Nachteile von Henna-Haarfarben und gibt Ihnen wichtige Tipps für den Kauf und die Anwendung.

Was ist Henna?

Die Hennapflanze hat eine lange Geschichte. Forscher vermuten, dass Henna im alten Ägypten hauptsächlich als Heil- und Medizinpflanze zur Bekämpfung von Hautkrankheiten wie Pocken und sogar Lepra verwendet wurde. Bekannter ist Henna jedoch als Teil eines Schönheitsrituals vieler Kulturen des Orients, wo die Farbe zu besonderen Anlässen auf Haare und Haut aufgetragen wurde.

Üblicherweise ist das Naturprodukt tiefrot. Henna hat auch für die trendbewussten Frauen des Westens Relevanz: Denn das Pflanzenmittel verspricht ein schonendes Färben der Haare - und das nicht nur in knalligem Rot. Auch andere Trendnuancen von Schokobraun über Blond bis hin zu tiefem Schwarz werden mittlerweile als Henna-Haarfarbe angeboten. Hersteller garantieren, dass ihre Farben frei von Schadstoffen wie Ammoniak und Parabenen sind.

Im Gegensatz zu Colorationen, bei denen die Farbe in dein Haar eindringt, legt sich die Henna-Farbe lediglich wie eine Schicht um das Haar. Aus diesem Grund dient es auch als Schutz vor schädlichen UV-Strahlen und beugt Spliss und Haarbruch vor. Damit bekommt dein Haar nicht nur einen neuen Anstrich, sondern auch noch eine Extraportion Pflege!

Welche Henna-Haarfarbe ist schädlich?

Das reine Pulver, das bei der Verarbeitung der Henna Pflanze entsteht, hat keine schädlichen Auswirkungen auf deine Haare - das ist auch das Argument, mit dem Hersteller gesundheitsbewusste Beautys vom Kauf überzeugen wollen. Was häufig nicht erwähnt wird: Henna wird in vielen Haarfarben mit synthetischen Bestandteilen gemischt, etwa um den klassischen Henna Rotton aufzuhellen oder abzudunkeln - schließlich sollst du als Kund*in zwischen mehreren Bio-Haarfarben wählen können.

Gerade Henna-Färbungen, die im Internet oder in sogenannten Asia Shops verkauft werden, sollen meist gesundheitsschädliche Bestandteile, wie beispielsweise p-Phenylendiamin (PPD), enthalten. Bei zu intensivem Hautkontakt, der gerade beim Färben mit Henna notwendig ist, können diese Inhaltsstoffe Allergien auslösen. Solltest du auf deiner Henna-Farbe also Worte wie Phenylendiamine oder Nitro-Phenylendiamine entdecken, solltest du dein Haar nicht damit färben. Wirf also immer einen gründlichen Blick auf die Inhaltsstoffe!

Ist Henna wirklich gut für die Haare?

Herkömmliche Haarfärbemittel hatten immer einen negativen Beigeschmack: Ammoniak, ein Schadstoff, der vor allem in Colorationen vorkommt, greift deine Kopfhaut an; andere Chemikalien können Hautirritationen hervorrufen - Nebenwirkungen, die keiner Beautyqueen gut stehen! Henna enthält keine dieser chemisch hinzugefügten Mittel - es wird auf reiner Pflanzenbasis hergestellt.

Um den natürlichen Look hinzubekommen, kannst du dich entweder nach einem Friseursalon in deiner Nähe umgucken, der mit Henna färbt, oder selbst zum Henna-Topf greifen.

Anleitung: Haare färben mit Henna

Wenn du das Haarexperiment Henna am liebsten selbst in die Hand nehmen willst, kommt es auf die richtige Technik an! Es gibt zum einen eine bereits fertig gemischte Henna-Paste, die du ganz einfach ins feuchte Haar gibst und von der Wurzel bis hin zu den Spitzen verteilst. Falls du dich für das häufig verbreitete Henna-Pulver entscheidest, solltest du wie folgt vorgehen:

  1. Vermische das Pulver mit warmem bis heißem Wasser, sodass eine Mus-artige Konsistenz entsteht. Lasse sie etwas abkühlen.
  2. Verteile die Paste auf dem Kopf und in den Haaren - dabei kannst du sehr großzügig sein, damit alle Haarpartien Farbe abbekommen.
  3. Die Länge der Einwirkzeit hängt davon ab, wie intensiv du dir die Farbe wünschst. Soll es nur ein leichter Rotschimmer werden, reicht es, wenn du das Henna etwa 15 Minuten einwirken lässt. Bei einem intensiveren Effekt kann sie ruhig 30 Minuten auf deinem Kopf bleiben.
  4. Danach musst du die Paste mit lauwarmem Wasser auswaschen. Erschrecke dich nicht, wenn deine Kopfhaut einen rötlichen Schimmer behält - der wäscht sich mit den nächsten Haarwäschen heraus und dann steht deiner makellosen Haarfarbe nichts mehr im Weg!

Wie lange hält Henna in den Haaren?

Da Henna eine semipermanente Haarfarbe ist, wäscht sie sich im Laufe der Zeit, meist innerhalb von drei bis vier Wochen, heraus. Doch Vorsicht, deswegen ist Henna nicht mit einer Haartönung zu verwechseln: Die Farbe verblasst zwar mit der Zeit, doch ein Ansatz bleibt trotzdem zurück!

Wie oft darf man sich die Haare dann mit Henna färben? Im Prinzip so oft du möchtest, wenn es sich um ein Bio-Produkt handelt, dass deine Haare pflegt. Um ein glänzendes, deckendes Finish deiner Haarfarbe zu erhalten, wird empfohlen, die Haare dreimal im Monat neu zu färben.

Welches Henna färbt am besten?

Nachdem wir in der Redaktion bereits selbst einige Henna-Haarfarben getestet haben und uns auch die Bewertungen im Internet genau angeschaut haben, können wir diese Produkte zum Haarefärben empfehlen, auch, weil diese Henna-Haarfarbe graue Haare gekonnt abdeckt!

Pflanzen-Haarfarbe von Sante

Die 100% Pflanzenhaarfarbe von Sante Naturkosmetik überzeugt vor allem, da es hier viele verschiedene Farbtöne zur Auswahl gibt, nämlich verschiedene Rot- und Brauntöne sowie Schwarz. Die Handhabung des Henna-Pulvers ist einfach (wie oben in unserer Anleitung beschrieben) und die Deckkraft überzeugt ebenfalls.

khadi Pflanzenhaarfarbe

Die Khadi Pflanzenhaarfarbe in Braun überzeugt vor allem in ihrer Deckkraft, denn sie funktioniert bei den meisten Tester*innen auch sehr gut auf grauen Haaren. Denn hier macht Henna am häufigsten Probleme und die grauen Haare werden Orange. Das ist hier nicht der Fall.

Logona Pflanzenhaarfarbe

Und zu guter Letzt eine weitere Empfehlung für dich; die Henna-Haarfarbe bzw. Pulver der Naturkosmetikmarke Logona. Auch diese überzeugt mit ihrer hohen Deckkraft und guten Farbauswahl. Außerdem beinhaltet die Packung eine Haarkur mit Bio-Brenesselextrakt, welche die Haare zusätzlich pflegt.

Wenn du keine Lust auf unnötige Chemikalien hast und eine schöne Haarfarbe ohne viel Aufwand auf deinen Kopf zaubern willst, ist Henna genau das Richtige für dich. Es ist eine günstige und unkomplizierte Alternative zur herkömmlichen Haarfärbung. Wenn du auf die Inhaltsstoffe achtest und nicht wahllos ins Regal greifst, macht dich Henna zur natürlichen Schönheit!

Stiftung Warentest Pflanzenhaarfarbe im Test

Für einen natürlichen und gesunden Look sollen pflanzliche Naturhaarfarben sorgen: Mit ihnen ist das Haarefärben besonders schonend, versprechen die Hersteller. Die Stiftung Warentest hat untersucht, wie gut die Pflanzenhaarfarben wirklich sind.

Erfreulicherweise schneiden vier von sechs untersuchten Naturhaarfarben im Test "gut" ab. Vorn liegen die Produkte Color Herbalia 100% Pflanzenhaarfarbe & Reichhaltige Pflegekur von Garnier und das Pflanzen Haarfarbe Pulver von Logona Naturkosmetik. Sie erhalten bei der Stiftung Warentest als Testsieger die Gesamtnote "gut (2,2)". Nur knapp dahinter folgen mit dem "test"-Qualitätsurteil "gut (2,3)" die Pflanzenhaarfarbe von Khadi Naturkosmetik und die 100% Pflanzenhaarfarbe von Sante Naturkosmetik.

Testsieger für den besten Haarzustand: Naturhaarfarbe von Garnier

Das Pulver sorgt den Prüfern zufolge für den besten Zustand der frisch gefärbten Haare: Sie überzeugen mit Kämmbarkeit, Griff und Glanz.

Testsieger mit dem besten Färbeergebnis: Pflanzenhaarfarbe von Logona Naturkosmetik

Das Pulver zum Haarefärben in dem Farbton Nussbraun erzielt beim Färben die besten Ergebnisse im Test.

Rang 2 mit dem besten Farberhalt: Naturhaarfarbe von Khadi Naturkosmetik

Sie schneidet im Prüfpunkt Farberhalt als beste Pflanzenhaarfarbe im Test ab.

Preis-Leistungs-Tipp auf Platz 2: Pflanzenhaarfarbe von Sante Naturkosmetik

Sie ist nicht nur eins der günstigsten Produkte im Test, sondern schneidet auch bei der Anwendung besser ab als die Konkurrenz von Garnier, Logona und Khadi.

Naturhaarfarben aus Pflanzen können eine echte Alternative zu herkömmlichen Färbemitteln sein. Wie der Pflanzenhaarfarbe-Test der Stiftung Warentest zeigt, sind die Produkte genauso gut wie Permanentfarben, auch wenn ihre Grauabdeckung begrenzt ist.

Die Anwendung von Naturhaarfarben aus Pflanzen in Pulverform ist immer ähnlich:

  1. Vor dem Färben sollten Sie Ihre Haare zunächst waschen, vorzugsweise mit einem silikonfreien Shampoo.
  2. Um die Haut am Haaransatz vor Verfärbungen zu schützen, empfiehlt die Stiftung Warentest, fetthaltige Creme aufzutragen.
  3. Das Pulver der Pflanzenhaarfarbe wird mit heißem Wasser zu einem Brei vermengt - genauere Angaben sind der Anleitung der Hersteller zu entnehmen. Vor der Anwendung unbedingt abkühlen lassen.
  4. Zum Auftragen sollten Sie Handschuhe tragen und den Brei per Hand oder mit einem Pinsel verteilen, und zwar Strähne für Strähne vom Ansatz bis zu den Spitzen.
  5. Ist die Pflanzenfarbe verteilt, decken Sie Ihr Haar mit einer Haube oder Frischhaltefolie ab. Die Einwirkzeit hängt von verschiedenen Faktoren ab, Hinweise sind den Herstellerangaben in der Anleitung zu entnehmen.
  6. Zum Schluss wird die Haarfarbe mit klarem Wasser abgespült. Stiftung Warentest zufolge sollten die Haare erst nach ein bis zwei Tagen wieder mit Shampoo gewaschen werden, da die Farbe so lange weiter einzieht.

Da Haare sich in Struktur und Farbe unterscheiden, können auch die Ergebnisse beim Färben mit natürlichen Farben variieren. Wer sichergehen möchte, den richtigen Farbton gewählt zu haben, testet das gekaufte Produkt am besten zunächst an einer unauffälligen Stelle.

Grundsätzlich kann jeder die Pflanzenhaarfarben aus dem Test verwenden. Besonders stark bieten sie sich für alle an, die keine großen Veränderungen anstreben möchten. Eine Änderung der Farbstufe ist möglich, Aufhellen oder Blondieren dagegen nicht. Dafür sind herkömmliche Farben mit chemischen Inhaltsstoffen notwendig. Ebenfalls gut eignen sich die Öko-Haarfarben für Personen mit nur wenigen grauen Haaren, denn dann funktioniert die Grauabdeckung. Auch Veganer sowie Personen unter 16 Jahren können die Naturhaarfarben aus Pflanzen problemlos anwenden. Für Allergiker sind sie eher geeignet als Permanentfarben, da ihr allergenes Potenzial laut Stiftung Warentest deutlich geringer ist.

Henna-Haarfarbe Vergleich

Hier ist ein Vergleich einiger Henna-Haarfarben, um Ihnen bei der Auswahl zu helfen:

Modell Farbe Geeignet für Substanz Preis (ca.) Besondere Eigenschaften
Herbal Time Natürliches Schwarz Schwarz Alle Haarfarben Creme 8 € Geeignet für empfindliche Haut, deckt graue Haare bis zu 80% ab
Thats Me organic Pflanzenhaarfarbe Bitterschokolade Braun | Blond Pulver 25 € 100 % natürliche pflanzliche Haarfarbe, schützt und stärkt das Haar
Ayluna Pflanzenhaarfarbe 110 Rot Alle Haarfarben Pulver 14 € Frei von Chemie, alle Rohstoffe in Bioqualität, starke Deckkraft
Davis Finest DFHCHP0004 Schwarz Braunes bis schwarzes Haar Pulver 8 € Naturkosmetik, Grauabdeckung
Henné K1367 Grün Alle Haarfarben Pulver 12 € Ton-in-Ton-Färben, ammoniakfrei und parabenfrei
Sante Naturkosmetik Pflanzenhaarfarbe Rot Mittelblondes bis dunkelbraunes Haar Pulver 13 € Vegan, verleiht strahlenden Glanz, zur Grauabdeckung
Svatv Henna-Kräuterhaarfarbe Schokobraun Alle Haarfarben Pulver 10 € Mit kühlender Wirkung auf die Kopfhaut, silikon- und parabenfrei

Diese Tabelle bietet einen Überblick über verschiedene Henna-Haarfarben, ihre Eigenschaften und Preise, um Ihnen bei der Auswahl des passenden Produkts zu helfen.

Haare färben mit Pflanzen-Haarfarbe: So einfach geht‘s | Das khadi Anwendungs-Tutorial

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