Hühnerrassen mit einer Federhaube auf dem Kopf gibt es schon seit Jahrhunderten. Diese Hühnerrasse gehört zu den Zierhühnern.
Schon im Römischen Reich (belegt durch Ausgrabungen in England) gab es diese besonderen Hühner. In Mitteleuropa wurden bereits im 17. Jahrhundert Haubenhühner auf holländischen Gemälden dargestellt. Im 19. Jahrhundert kam die Rassegeflügelzucht in Europa auf, und es entstanden mehrere Rassen von Haubenhühnern. Auch in Afrika findet man Hühner mit Hauben - sie sind dort unabhängig von den europäischen Rassen entstanden.
Bei Landleben.bio bekommst du Hennen der schönen niederländischen Rasse Druffler Hauben. Beim Druffler Haubenhuhn handelt es sich um eine leichte Hühnerrasse. Der Hahn wiegt ca. 2 - 2,5 kg, die Henne 1,5 - 2 kg. Beide Geschlechter tragen die Haube, wobei bei der Henne das Federkleid sehr dicht ist und man, anders als beim Hahn, den Kamm nicht mehr erkennen kann. Der Hahn trägt ein lockereres Gefieder.
Druffler Hauben fliegen ungern und sind unter anderem deshalb ideal für die Gartenhaltung geeignet. Hühner dieser Rasse sind ausgeglichen und ruhig, dabei neugierig. Sie können bei entsprechender „Kontaktpflege“ eine gute Beziehung zu ihren Menschen entwickeln. Auch dies macht sie attraktiv für die Hobbyhaltung im Garten. Die „Druffler“ kommen in vielen Farbschlägen vor.
Die Eier der Druffler Hauben sind creme/alabasterfarben und wiegen ca. 58 g. Eine Henne legt ungefähr 280 Eier pro Jahr. Wie andere Hühnerrassen auch, können Druffler Hauben 4-7 Jahre alt werden.
Haltung und Pflege von Druffler Hauben:
Einen gewissen Pflegeaufwand brauchen die schönen Federhauben schon. Wegen der eingeschränkten Sicht durch die Kopfbefiederung sollte man seine Haubenhühner rufen, bevor man sich ihnen nähert, um sie nicht zu erschrecken. Es schadet nicht, zum Wohle der Hühner darauf zu achten, ob sie etwas sehen können, und gegebenenfalls die Federn der Haube etwas zu beschneiden.
Druffler Hauben sollten getrennt von anderen Rassen gehalten werden. Ihr “fluffiges” Federkleid animiert manchmal andere Hühnerrassen zum Federpicken. Druffler Hauben sind nicht wirklich eine Allwetterrasse. Man sollte schon darauf achten, dass sie nicht nass werden, z.B. durch einen überdachten Teil des Auslaufs.
Ja, denn sie haben einen sehr friedfertigen Charakter.
Die Appenzeller Spitzhaube wurde vermutlich schon im 15. Jahrhundert aus französischen und niederländischen Haubenhühnern herausgezüchtet. Im 20. Jahrhundert wurde die Rasse sehr selten und wurde vor allem noch im Appenzellerland gehalten. Ab 1983 nahm sich "Pro Specie Rara" der Rasse an.
Die Spitzhauben sind kleine bis mittelgrosse, zierlich gebaute Hühner. Beide Geschlechter tragen eine schmale, nach vorn gerichtete Federhaube, die an die Haube der Appenzeller Sonntagstracht erinnert. Der Hörnerkamm ist bei den Hennen nur schwach ausgeprägt und häufig von der Haube verdeckt. Es gibt die Farbschläge «Gold», «Gold-Schwarz getupft», «Reinweiß», «Reinschwarz», «Silber-Schwarz getupft», «Blau» sowie «Chamois-Weiß getupft». Die Hennen legen pro Jahr gut 150 weißschalige, ca.
Auf der Alpensüdseite im italienischen Veneto hat ein anderer Restbestand der Spitzhauben überlebt, die heutigen Polverara-Hühner. Ähnlich erging es den Polverara-Hühnern, die früher von Friaul bis zum Brenner verbreitet waren.
Die erste bekannte Darstellung dieses Huhnes ist auf einem Fresko in der Kapelle von San Michele Arcangelo in Padua aus dem Jahr 1397. Über venezianische Handelsrouten sind die Polveraras auch in fremde Länder gekommen und haben die dortigen Hühnerrassen beeinflusst (Pawlowskaja, Sultan, Crève-Coeur, Brabanter etc.). Der Schweizer Naturforscher Conrad Gessner schrieb in seinem 1555 erschienen, vierbändigen Buch "Historia animalium", dass man viele gross und schön geborene Hühner aus dem Dorfe Pulverarie dem "Türckischen Keyser" (Sultan) geschickt habe.
Offenbar hatte man in Polverara, einem Nachbarort von Padua, schon im 16. Im 18. Jahrhundert wurden in Frankreich aus Polveraras und anderen Haubenhühnern wahre Prachtsexemplare mit überbreiten Hauben erzüchtet und zur Ergötzung des Adels gehalten. Vor allem Madame de Pompadour soll sich an diesen Extrem-Züchtungen erfreut haben. Das Huhn wurde "Padou" genannt, sei das nun als Abkürzung für Pompadour oder Padua.
Es kam im 19. Jahrhundert nach Padua und verdrängte das ursprüngliche Polverara. Die Polveraras wären Mitte des letzten Jahrhunderts fast ausgestorben. Dank dem Einsatz eines Bruno Rossetto ab 1954 blieben sie über 50 Jahre in kleiner Zahl erhalten. Am 28. Januar 2000 brachte eine Konferenz an der Polverara-Zucht Interessierter die Wende. Ein Erhaltungsplan wurde beschlossen und Beihilfen für die Züchter gesprochen. Beim Wiederaufbau der Rasse konnte auf den Reliktbestand von Bruno Rossetto zurückgegriffen werden. Unter Leitung von Prof. Gabriele Baldan wurde im Osservatorio Avicolo "Ugo Meloni", Padua, eine Nukleuszucht eingerichtet.
Neben den bereits erwähnten Rassen gibt es noch weitere Hühnerrassen mit Federhaube, darunter:
Die Haltung von Haubenhühnern ist nicht komplizierter als die anderer Hühnerrassen. Sie benötigen einen sicheren Stall, Auslauf und natürlich ausreichend Futter und Wasser. Besonderes Augenmerk sollte jedoch auf die Pflege der Federhaube gelegt werden, da diese bei Vernachlässigung verfilzen kann.
Gerade bei einem Verklumpen mit Futterbrei oder anderen klebrigen Materialien ist ein Befall praktisch vorprogrammiert. Selbst im Freien sollte es bei typischen Futterplätzen wie Komposthaufen, taunassen Wiesen oder Futtertrögen anderer Tiere nicht zu Nässe und Verklumpungen kommen.
Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen, verwenden Hühnermilben die Bärte und Hauben als Sprungbrett, weswegen neben der regelmäßigen Kontrolle und auch Prophylaxe anzuraten ist.
Im Fachhandel gibt es spezielle Tränken und auch Futternäpfe für Hühner dieser Rassen. Diese Hühnerrassen sollen mit ihren Bärten und Hauben möglichst wenig Kontakt zum Wasser oder Futter haben. Werden sie nass und das Futter mehlig, würde es klumpen.
Die dichte Federhaube der Holländischen Haubenhühner stellt eine besondere Herausforderung an die Hygiene dar. Auch Staub, Schmutz und Parasiten wie Läuse können sich leicht in der Haube festsetzen. Dies führt nicht selten zu Entzündungen, die sich auf die Augen ausbreiten und im schlimmsten Fall zur Erblindung der Tiere führen können.
Um solche Probleme zu vermeiden, muss die Federhaube bei dieser Hühnerrasse gereinigt und auf Parasiten untersucht werden. Wenn die Haube einen zu großen Teil des Sichtfeldes verdeckt, kann sie ein- bis zweimal im Jahr vorsichtig gestutzt werden, wobei die Form der Haube erhalten bleiben muss.
Haubenhühner sind im Allgemeinen sehr zutraulich und neugierig. Sie vertragen sich gut mit anderen Hühnern, sind aber nicht unbedingt für Anfänger in der Hühnerhaltung geeignet. Ihre Neugier kann sie aber auch manchmal in Schwierigkeiten bringen, z. B.
Haubenhühner sind mit ihrem Federschopf auf dem Kopf ein Hingucker in deinem Garten.
Haubenhühner legen in der Regel mittelgroße Eier mit einem Gewicht von 42 bis 50 Gramm, deren Schalenfarbe je nach Rasse variieren kann.
Haubenhühner sind generell robust, aber ihre Federhaube erfordert besondere Pflege, um sie vor Parasiten und Verschmutzung zu schützen.
Es gibt viele Hühnerrassen mit Besonderheiten, die in der Zucht oder Haltung zu berücksichtigen sind. Auch Hauben- und Barthühner lassen sich leicht halten, wenn die Fütterung angepasst wird und die Hühner regelmäßig auf einen Befall mit Hühnermilben geprüft werden.
Hier eine Tabelle mit einigen bekannten Hühnerrassen und ihren Merkmalen:
| Rasse | Herkunft | Gewicht Hahn (kg) | Gewicht Henne (kg) | Eier pro Jahr | Eierfarbe |
|---|---|---|---|---|---|
| Druffler Hauben | Niederlande | 2 - 2.5 | 1.5 - 2 | 280 | Creme/Alabaster |
| Appenzeller Spitzhauben | Schweiz | k.A. | k.A. | 150 | Weiß |
| Polverara | Italien | k.A. | k.A. | k.A. | k.A. |
tags: #Hühnerrassen #mit #Federhaube
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