Aloe Vera und Kokosöl für die Haare: Natürliche Pflege für Glanz und Feuchtigkeit

Trockene, strapazierte und strohige Haare brauchen besondere Pflege. Haarkuren liefern dem Haar Feuchtigkeit und reparieren kleinere Schäden. Die Kuren versorgen das Haar mit wichtigen Wirkstoffen, verleihen ihm dadurch wieder ein gesundes Aussehen und frischen Glanz. Alles, was Sie brauchen, um eine Haarkur selbst zu machen, finden Sie als Hausmittel in Ihrer Speisekammer! Der Vorteil ist, dass Sie genau wissen, was drinsteckt. Künstliche Konservierungsstoffe und Duftstoffe? Fehlanzeige! Mit etwas Erfahrung lernen Sie, die Haarkur auf die speziellen Bedürfnisse Ihrer Haare anzupassen. Denn manches Haar ist trocken und braucht viel Feuchtigkeit, andere Haare sind stark strapaziert, widerspenstig oder lassen sich nicht gut kämmen.

In der natürlichen Kosmetik sind Aloe Vera, Kokosöl und Glycerin sehr beliebt und in fast jedem Produkt ist mindestens einer der drei Stoffe enthalten. Doch nicht bei allen Curlies und Wavies kommen die Inhaltsstoffe gut an und sie spalten die Community in zwei Lager - die Liebhaber und die Verweigerer. Sehr viele Anfänger in der Lockenpflege sind deswegen verwirrt und fragen bei uns gerne nach, welche Produkte denn ohne Aloe, ohne Kokosöl und ohne Glycerin seien. Das ist mittlerweile zum absoluten Klassiker in unserem Support geworden. Aber wir möchten hier gerne einmal mit den Gerüchten über diese Inhaltsstoffe aufräumen. Wenn Du auf alle diese Stoffe verzichtest, dann verpasst Du womöglich das Beste für Deine Haare. Wir finden also, dass die Inhaltsstoffe ihrem schlechten Ruf nicht gerecht werden und möchten Dir zeigen, welches Potenzial in ihnen steckt.

Im Folgenden werden wir uns genauer mit den Vorteilen und Anwendungsmöglichkeiten von Aloe Vera und Kokosöl für die Haare beschäftigen und wie Sie diese natürlichen Inhaltsstoffe optimal in Ihre Haarpflegeroutine integrieren können.

Aloe Vera für die Haare

In der Inhaltsstoffliste findest Du Aloe Vera meist unter Aloe Barbadensis Leaf Juice. Der Saft wird aus den Blättern der Aloe Vera Pflanze gewonnen und hat tolle Eigenschaften, von denen nicht nur unsere Haare profitieren. Er wirkt nämlich kühlend, entzündungshemmend, feuchtigkeitsspendend und macht die Haut geschmeidig. Seine Hauptaufgabe in der Haarpflege ist es, zum einen die Kopfhaut zu beruhigen und zu pflegen, zum anderen die Längen mit ausreichend Feuchtigkeit zu versorgen. Ja, das kann Aloe: Feuchtigkeit speichern.

Wer pure Aloe oder ein Produkt, das sehr viel Aloe Vera enthält, das erste Mal aufträgt, könnte maßlos enttäuscht sein. Nicht selten fühlen sich die Haare noch im nassen Zustand plötzlich trocken an und werden ganz frizzy, manche Haare werden auch ein wenig steif davon. Wet Frizz entsteht, wenn den Haaren Feuchtigkeit entzogen wird. Ja, obwohl sie noch nass sind. Haare reagieren mit der Umwelt und passen sich dem Feuchtigkeitsverhältnis der Luft an. Das ist völlig normal. Und in diesen Prozess mischt sich die Aloe gerne mit ein. Das bedeutet aber nicht, dass sie schlecht ist. Im Gegenteil, genau diese Eigenschaften lieben wir. Aloe Vera speichert viel Feuchtigkeit. Das ist super! Denn so kann sie Deine Haare auch lange mit Feuchtigkeit versorgen. Aber beim Auftragen von konzentrierten Produkten (insbesondere hochwertige, stark konzentrierte Produkte oder pures Aloe-Gel) saugt sie gerne erst einmal viel Feuchtigkeit aus Deinen Haaren heraus und bindet sie. Sie sättigt sich quasi erstmal selbst und speichert die Feuchtigkeit, um sie später dann nach und nach wieder zurückzugeben.

Wenn Deine Haare also beim Auftragen nur feucht und nicht richtig nass sind, kann die Aloe Deinen Haaren viel zu schnell und zu viel Wasser entziehen und damit Wet Frizz verursachen. Achte daher beim Auftragen darauf, dass Deine Locken/Wellen wirklich tropfnass sind. Sollten Deine Haare schon ein wenig angetrocknet sein, sprühe sie gerne noch einmal nass. Da Aloe Vera oft auch in Stylingprodukten enthalten ist, solltest Du nach dem Haarewaschen auch erst einmal auf das Trockenrubbeln (das solltest Du eh nicht tun) oder Ploppen verzichten und im ersten Schritt das Stylingprodukt auftragen.

Anwendung von Aloe Vera bei juckender Kopfhaut

Leiden Sie an trockener Kopfhaut, Schuppen und Juckreiz? Eine selbst gemachte Aloe-vera-Haarkur verschafft Linderung. Der Saft der Blätter ist seit mehr als 1000 Jahren für seine heilende Wirkung bekannt. Aloe-vera-Blätter enthalten Zink, Magnesium, verschiedene Vitamine und Proteine. Die Inhaltsstoffe spenden der Kopfhaut Feuchtigkeit und halten die Hautoberfläche geschmeidig. Aloe vera lindert zudem den Juckreiz auf der Kopfhaut und reduziert Hautreizungen.

Allerdings sollten Sie nicht einfach das frische Gel aus der Aloe-vera-Pflanze auf die Haut auftragen. Die Blätter enthalten den giftigen Stoff Aloin. Bei der äußerlichen Anwendung der Heilpflanze sind körperliche Reaktionen auf den Giftstoff zwar unwahrscheinlich, trotzdem sollten Sie zunächst das Aloin aus den Blättern entfernen.

Schneiden Sie dazu ein Aloe-vera-Blatt ab und stellen Sie es zunächst für mindestens 90 Minuten mit der Schnittstelle nach unten in ein Glas mit Wasser. Das Aloin läuft als gelbliche Flüssigkeit nach und nach aus dem Blatt heraus. Schneiden Sie dann die unteren Zentimeter, die im Wasser standen, großzügig ab. Das Aloe-vera-Gel könnte an dieser Stelle Aloin aufgenommen haben. Den Rest des Blattes schälen Sie mit einem scharfen Messer gründlich - übrig bleibt das reine Aloe-vera-Gel.

Alternativ filetieren Sie das Aloe-vera-Blatt mit einem scharfen Messer. Achten Sie darauf, dass Sie die Latex-Ummantelung des Gels nicht anschneiden. Wird diese Schicht perforiert, dringt Aloin in das Gel ein.

Kurz zusammengefasst: Verwende mehr Wasser, wenn Du mit Aloe Produkten arbeitest. So ist die Aloe gesättigt und kann in Deinem Sinne wirken und ihr Potential für Dich entfalten. Problem gelöst.

Aloe Vera-Haarmaske selber machen

Mit diesem Gel lässt sich nun eine Aloe-vera-Haarkur selber machen, die juckende Kopfhaut lindert: Pürieren Sie das Gel eines Blattes mit einem bis zwei Esslöffeln Olivenöl in einem geeigneten Gefäß. Die Menge des Öls hängt von Ihrer Haarstruktur ab: Sehr trockene Haare profitieren von einer größeren Menge Öl in der Haarkur. Sieben Sie die Masse bei Bedarf. Tragen Sie die Haarkur dann zunächst auf die trockene und gereizte Kopfhaut auf. Streichen Sie die Masse vorsichtig Strähne für Strähne in das gesamte Haar. Wickeln Sie ein Handtuch um die Haare und lassen Sie die Kur mehrere Minuten lang einwirken. Spülen Sie die Haare im Anschluss gründlich mit Wasser aus und waschen Sie das Haar mit Shampoo wie gewohnt.

Sie können auch eine Aloe-vera- und Kokosöl-Haarkur selber machen. Das Kokosöl macht das Haar weicher, lässt es glänzen und weniger kraus erscheinen.

Aloe Vera-Spray selber machen

Sie haben keine Zeit für eine Kur? Ein selbst gemachtes Haarspray mit Aloe vera pflegt Haare und Kopfhaut sofort. Vermischen Sie 60 Milliliter abgekochtes Wasser mit 40 Milliliter Aloe-vera-Gel. Geben Sie, wenn gewünscht, etwa drei Tropfen ätherisches Öl Ihrer Wahl hinzu und füllen Sie die Mischung in eine leere Sprühflasche. Sprühen Sie diese Mischung nach dem Styling auf Kopfhaut und Haar.

Tipp für längere Haltbarkeit: Frieren Sie das überschüssige frische Aloe-vera-Gel in einer Eiswürfelform ein. Verarbeiten Sie die Würfel einfach zu einem späteren Zeitpunkt weiter.

Kokosöl für die Haare

Es gibt unzählige Inhaltsstoffe, die aus der Kokosnuss gewonnen werden. Diese findest Du in der Inhaltsstoffliste meisten mit dem Begriff “Coco…”. Dies sagt aber relativ wenig darüber aus, ob der Inhaltsstoff für Lockenköpfe empfehlenswert ist oder nicht. Es kommt hier darauf an, was mit dem Rohstoff aus der Kokosnuss passiert. Das kann in die positive Richtung gehen oder aber auch in die negative, wie z.B. Wenn jemand Kokos in seiner Routine vermeidet, dann redet er meistens auch nicht von Caprylate oder Kokosmilch. Dann ist immer die Rede von dem guten alten Kokosöl.

Gehypt und gehasst, als Wundermittel angepriesen und als absolut schädlich deklariert. Um Kokosöl ranken sich unfassbar viele Gerüchte, alle werden widerlegt und dann doch irgendwann wiederbelebt. Und es gibt auch einige Curlies und Wavies, die Kokosöl aus ihren Produkten komplett gestrichen haben, da der Inhaltsstoff ihre Haare entweder beschwert oder auszutrocknen scheint.

Es ist ein sehr großer Unterschied, ob wir Kokosöl pur verwenden oder es Teil einer Formulierung ist. Pures Kokosöl ist fest und verhält sich dadurch ähnlich wie Silikon oder Wachs, also abdichtend (ist aber leicht auswaschbar, also cgm-safe). Innerhalb von Formulierungen ist dieser Abdichtungseffekt aber aufgehoben, also wenn das Öl Teil eines flüssigen oder cremigen Produkts ist. Das ist ein riesen Unterschied. Wenn Menschen mit purem Kokosöl die Erfahrung gemacht haben, dass sie aussehen wir ein Frizzball, dann hat das nichts mit einer Creme, in der auch Kokosöl enthalten ist, zu tun.

Wichtig ist zudem auch immer die Dosierung, bzw. wie viel von dem Inhaltsstoff in einem Produkt enthalten ist. Es kann eine Barriere zwischen der Feuchtigkeit in Deinen Haaren und der Außenwelt bilden. Dadurch hat es einen ähnlichen Effekt wie Silikon, nur natürlich mit dem Unterschied, dass der Effekt leicht ausgewaschen werden kann.

Die Vorteile von Kokosöl für die Haare

  • Proteinmimiker: Kokosöl hat eine kleine Molekülstruktur, die schnell in die Haut, aber auch in die Haare einziehen kann. So kann das Öl die Haare von innen stärken und kleine Risse auffüllen.
  • Feuchtigkeitsspeicher: Für eine effektive Feuchtigkeitsspeicherung nach dem Waschen, empfehlen wir jedoch kein pures Kokosöl zu verwenden, sondern lieber auf formulierte Produkte mit Kokosöl zurückzugreifen.

Okay, zugegeben, Kokosöl gehört generell eher zu den reichhaltigeren Inhaltsstoffen und kann, falsch angewendet, bei Menschen mit feinen Haaren schnell ein fettiges, beschwerendes Gefühl verursachen. Hier kommt es wirklich auf die Dosis an. Taste Dich hierzu bitte ganz langsam ran.

Die Eigenschaft der Versiegelung, bzw. Barriere zwischen Haar und Umwelt, kannst Du Dir super gut zunutze machen, wenn Du geschädigte oder highpor Haare hast, die von Wasser schnell überflutet werden. Bist Du also jemand, der sehr schnell einen sogenannte Feuchtigkeitsoverload bekommen kann, dann probiere doch mal Kokosöl als Pre-Poo (also vor dem Waschen). So schützt Du Deine Haare vor zu viel Wasser und pflegst sie ganz nebenbei auch noch. Nimm dazu ein bis zwei Teelöffel pures Kokosöl und verteile es sehr gut in Deinen Längen. Du kannst es so auch über Nacht einwirken lassen.

Für alle Curlies und Wavies mit insbesondere dicken, geschädigten und/oder hoch porösen Haaren, kann der Inhaltsstoff so eine fantastische Bereicherung sein. Bei feinen oder lowpor Haaren, solltest Du es bei der Verwendung nicht übertreiben.

Haarpflege mit Kokosöl

Eine Haarpflege mit Kokosöl kann ebenfalls sehr nährend sein: Bei besonders sprödem Haar ist eine Haarmaske aus Eigelb und Kokosöl eine gute Wahl. Hierfür müssen zwei bis drei Esslöffel Kokosöl in einem Wasserbad vorsichtig erhitzt werden. Mit Hilfe eines Schneebesens rühren Sie das Eigelb daraufhin in das warme Kokosöl. Lassen Sie das Gemisch etwas abkühlen, bevor Sie die Eigelb-Kokos-Haarmaske im Haar verteilen.

Weitere natürliche Inhaltsstoffe für DIY-Haarkuren

Auch andere Öle lassen sich zugunsten Ihrer Haare einsetzen. Da wären zum Beispiel die Haarpflege mit Arganöl oder die Haarpflege mit Rizinusöl. Ideen für natürliche Haarkuren zum Selbermachen gibt es viele. Eine etwas ungewöhnliche, aber immer beliebter werdende Pflegemethode besteht darin, die Haare ausfetten zu lassen.

Wenn Sie für trockenes Haar eine Kur selber machen, achten Sie darauf, dass Sie ein Rezept mit ausreichend rückfettenden Stoffen verwenden. Arganöl, Olivenöl und Nachtkerzenöl eignet sich besonders gut. Auch eine Kur mit Jojoba- oder Kokosöl versorgt die Haare mit Feuchtigkeit. Vermischen Sie einen Teelöffel Olivenöl (oder eines der anderen Öle) mit einem Teelöffel Honig. Tragen Sie die selbst gemachte Haarkur auf das gewaschene und noch feuchte Haar auf. Nach zwei Minuten Einwirkzeit waschen Sie das Gemisch mit klarem Wasser aus.

Wenn Ihre Haare extrem trocken sind, massieren Sie pures Öl vor jeder dritten Haarwäsche in Haare und Kopfhaut ein. Wickeln Sie ein Handtuch um den Kopf und lassen Sie das Öl 15 Minuten lang einwirken. Waschen Sie im Anschluss wie gewohnt die Haare und spülen Sie auch die letzten Reste des Öls gründlich aus.

Feuchtigkeitspflege für lockiges Haar

Lockige Haare brauchen besonders viel Feuchtigkeit. Der Grund: Sie liegen nicht so nah am Kopf an wie glatte Haare - deshalb erreicht der natürliche Fettfilm meist nicht das ganze Haar und die Locken trocknen aus. Daher eignet sich eine mit Oliven- oder Kokosöl selber gemachte Haarkur nicht nur für trockene Haare und Spliss, sondern auch für Locken.

Haarkur selber machen mit Ei

Vor allem bei Spliss und geschädigtem Haar können Ei-Haarmasken zum Selbermachen eine Lösung sein. Das Eiweiß sowie die Vitamine, die im Ei enthalten sind, lassen die Haare weicher und kräftiger wirken. Für die Herstellung der Ei-Haarmaske vermischen Sie zwei Esslöffel Honig mit einem frischen, aufgeschlagenen Ei sowie nach Belieben zusätzlich noch mit einem Teelöffel Olivenöl. Die Mischung muss anschließend auf das handtuchtrockene, gewaschene Haar aufgetragen werden und sollte mindestens eine halbe Stunde lang einwirken.

Eigelb ist ebenfalls ein gutes Hausmittel, um eine Haarkur selber zu machen, wenn Sie trockenes Haar oder sehr strapaziertes haben. Vermischen Sie dazu ein Eigelb, zwei Esslöffel Zitronensaft, einen Esslöffel Olivenöl und ein Schnapsglas Bier. Mixen Sie alle Zutaten in einer Tasse zusammen und tragen Sie den Sud gleichmäßig auf die Haare auf. Nach fünf Minuten spülen Sie die Haare mit lauwarmem Wasser und waschen sie anschließend mit Shampoo gründlich aus. Die im Eigelb enthaltenen Wachstumsfaktoren sorgen dafür, dass sich die Haarwurzel regeneriert. Das verbessert den natürlichen Schutz des Haares. Außerdem legen sich die Proteine aus dem Eigelb und die Inhaltsstoffe des Öls um die Haare und machen sie geschmeidig.

Haarkur für glänzende Haare selber machen

Glanzloses Haar behandeln Sie ebenfalls mit Kuren, die hochwertige Öle, Proteine und Fette enthalten. Zum Beispiel lässt sich mit einer Avocado eine Haarmaske für glanzloses Haar selber machen. Ähnlich wie beim Olivenöl wirken die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren der Avocado. Die Fette legen sich schützend um trockene Haare und verleihen ihnen neuen Glanz. Außerdem enthält die Avocado natürlicherweise viel Biotin.

Biotin ist ein wasserlösliches B-Vitamin. Es ist an vielen Stoffwechselprozessen beteiligt. Steht dem Körper zu wenig Biotin zur Verfügung, kommt es unter anderem zu Hautveränderungen, glanzlosen, strapazierten Haaren und sogar Haarausfall. Halbieren Sie für eine selbst gemachte Haarkur für glanzloses Haar die Avocado und entnehmen das Fruchtfleisch mit einem Löffel. Zerdrücken Sie das Fleisch in einer Schüssel und rühren Sie einen Teelöffel Olivenöl ein. Massieren Sie die Kur in das gesamte Haar ein - auch in die Längen und Spitzen. Wickeln Sie die Haare anschließend in ein trockenes Handtuch. Spülen Sie die Avocado-Haarkur nach einer halben Stunde mit klarem Wasser und ihrem normalen Shampoo aus.

Möchten Sie diese Haarmaske zum Selbermachen für kaputtes Haar abwandeln, fügen Sie einen Esslöffel Sheabutter hinzu. Diese spendet dem geschädigten Haar Feuchtigkeit und mindert gespaltene Haarspitzen, den sogenannten Spliss.

Gelatine als Kur für gesunde Haare

Ein weiteres Hausmittel, das die Haare gesund halten soll, ist Gelatine, auch wenn die Faktenlage hier nicht ganz eindeutig ist. Gelatine könnte der Haargesundheit dienlich sein, da beide hauptsächlich aus Protein bestehen. Selber machen könnten Sie eine Haarmaske mit Gelatine auf verschiedene Arten. Eine Möglichkeit ist, etwa vier Gramm Gelatinepulver mit 60 Millilitern destilliertem Wasser zu mischen. Wer möchte, gibt eine Prise Xanthan hinzu, das lässt die Masse besser haften. Auf feuchtem Haar auftragen, 45 Minuten einwirken lassen und ausspülen.

Vegane Haarkur selber machen

Sie leben vegan und wollen trotzdem nicht auf geschmeidiges Haar verzichten? Dann sind tierisches Ei oder Gelatine zwar keine Mittel der Wahl für Sie, dennoch, gibt es Hausmittel, mit denen Sie ihre eigene vegane Haarkur herstellen können. Für feines Haar ist eine Kur aus Brennnessel- oder Birkenblättern besonders gut geeignet. Die Brennnessel ist ein beliebtes Hausmittel, zum Beispiel gegen Haarausfall. Die Pflanze wird daher auch “Haarnesselkraut” genannt. Sie enthält Silikate, Proteine und Fette. Brennnesselhaarwasser wird vor allem bei Haarausfall und sehr feinem Haar angewendet. Es fördert die Durchblutung der Kopfhaut, wirkt gegen Schuppen und regt das Haarwachstum an.

Lassen Sie 200 Gramm frische Brennnessel eine halbe Stunde lang in einem Liter Wasser kochen und sieben Sie die Pflanzen anschließend ab. Den abgekühlten Sud massieren Sie nach der Haarwäsche oder abends vor dem Schlafen sanft in die Kopfhaut ein. Das Haarwasser müssen Sie nicht ausspülen. Lassen Sie es über Nacht einwirken. Einen wissenschaftlichen Beleg für die Wirksamkeit der Brennnessel-Haarkur gibt es allerdings nicht.

Statt Brennnessel können Sie die Haarkur mit Birkenblättern herstellen. Die Birke wirkt ähnlich und soll ebenfalls bei Haarausfall, dünnem Haar und Schuppen helfen.

Haarkur gegen Haarausfall: Basilikum-Haarkur selber machen

Die Basilikum-Haarkur ist grade voll im Trend. Laboruntersuchungen haben gezeigt, dass ein Extrakt aus der Wurzel des Basilikums (Ocimum basilicum) das Enzym 5α-Reduktase hemmt. Dabei handelt es sich um ein Enzym, das Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT) umwandelt. Die Haarwurzeln reagieren bei genetisch bedingtem Haarausfall (androgenetischer Alopezie) besonders empfindlich auf DHT. Deshalb fallen die Haare aus. Forscher fanden heraus, dass der Wurzelextrakt die Zellen in der Haarwurzel stimuliert und somit das Haarwachstum anregt. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Basilikumwurzel das Haar verdichtet.

Die Studie zeigt allerdings die Wirkung des Wurzelextrakts. Dieser wird in aufwändigen biotechnologischen Verfahren aus den Basilikumblättern gewonnen. Die Wirkung einer einfachen Haarkur ist weniger wirksam. Trotzdem können Sie eine Basilikum-Haarkur selber machen und damit vor allem dünner werdendes Haar pflegen. Um für Ihr Haar diese Kur selber zu machen, vermischen Sie einen Teelöffel Basilikumöl mit einem Teelöffel Honig. Tragen Sie die selbst gemachte Haarkur auf das gewaschene und noch feuchte Haar auf. Nach zwei Minuten Einwirkzeit waschen Sie das Gemisch mehrfach mit klarem Wasser aus.

Haarmaske selber machen für fettige Haare

Wenn die Haare schnell fettig und strähnig werden, produzieren die Drüsen der Kopfhaut zu viel Talg. Das kann Veranlagung sein. Aber auch Stress, zu häufiges Haarewaschen oder nicht geeignete Haarpflegeprodukte können die Sekretproduktion ansteigen lassen. Eine Haarmaske für fettige Haare sollte daher entfettend wirken. Eine Möglichkeit ist eine simple Haarmaske aus Wasser und Zitronensaft. Die enthaltene Säure kann helfen, Talg und Schuppen zu entfernen, aber auch die Haut reizen. Grüner Tee reduziert die Talgproduktion ebenfalls, und zwar dank bestimmter sekundärer Pflanzenstoffe, den Polyphenolen.

Für eine Haarkur geben Sie einen bis zwei Teebeutel in heißes Wasser und lassen diese fünf Minuten ziehen. Abkühlen lassen und den kalten Tee in die Kopfhaut einmassieren. Er kann dort verbleiben, Sie können ihn aber auch einige Minuten einwirken lassen und dann ausspülen.

Haarkur gegen Schuppen und trockene Kopfhaut

Eine kleine Studie aus dem Jahr 2001 mit 30 Probanden zeigte, dass Honig bei einer trockenen und gereizten Kopfhaut sowie gegen Schuppen hilft. Eine Haarkur mit Honig können Sie leicht selber machen: Vermischen Sie einen halben Liter Wasser mit fünf Esslöffeln Honig. Waschen Sie sich die Haare wie gewohnt und verteilen Sie die Mischung anschließend im feuchten Haar. Drücken Sie die Haare kräftig aus und wickeln Sie ein Handtuch herum. Alternativ eignet sich auch eine Duschhaube über den Haaren. Lassen Sie die Honigkur eine halbe Stunde lang einwirken und spülen Sie die Haare im Anschluss gründlich mit klarem Wasser aus.

Die Honig-Haarkur ist nicht nur bei trockener Kopfhaut geeignet, der Honig soll auch das Haarwachstum positiv stimulieren. Deshalb ist die Haarkur auch bei dünnem Haar empfehlenswert.

Hausmittel haben ihre Grenzen. Wenn Ihre Beschwerden über einen längeren Zeitraum bestehen, trotz Behandlung nicht besser oder sogar schlimmer werden, sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen.

Glycerin in Haarpflegeprodukten

Glycerin (oder auch Glycerol) findest Du in sehr vielen Produkten. Es ist hygroskopisch (wasserbindend) und deswegen einer der beliebtesten Feuchtigkeitsspender. Er zieht Feuchtigkeit aus der Umgebung an und bindet es in Deinen Haaren. Das klingt doch eigentlich fantastisch, ist es auch, allerdings mit ein paar Einschränkungen. Hier kommen Luftfeuchtigkeit und auch der Taupunkt ins Spiel. Er ist ein Anhaltspunkt wie viel Feuchtigkeit aktuell in der Luft liegt.

Ist der Taupunkt bei unter 4°C ist die Luft sehr trocken und das Glycerin kann nicht ausreichend Feuchtigkeit der Luft entnehmen und klaut es sich deswegen einfach aus Deinen Haaren bzw. Bei sehr heißem/schwülem Wetter (Taupunkt über 16°C) haben wir dagegen viel mehr Feuchtigkeit in der Luft, die auf unsere Haare einwirkt. Das löst an sich schon ganz gerne mal Frizz aus. Glycerin kann das Ganze dann aber auch noch verstärken. Wenn wir also von den Nachteilen von Glycerin sprechen, dann tauchen sie nur in Extrem-Wetterbedingungen auf. Ansonsten ist Glycerin einer der besten und wirklich am weit verbreitetsten Feuchtigkeitsspender in Haut- und Haarkosmetik. Und das zu Recht!

Solltest Du unter Frizz leiden, dann gib bitte nicht automatisch dem Glycerin die Schuld. Auch bei Glycerin kommt es auf die Dosierung und Menge im Produkt an. Ist der Stoff einer der Ersten in der Inhaltsstoffliste, solltest Du im Hochsommer und tiefsten Winter den Taupunkt im Auge behalten und gegebenenfalls eher auf ein Produkt mit Aloe Vera oder Leinsamen setzen, die Deine Haare auch mit Feuchtigkeit versorgen können. In den Zeiten, in denen der Taupunkt zwischen 4 und 16 °C liegt (in Deutschland etwa zu 95% der Zeit ;)), gibt es eine ganz klare Empfehlung für diesen Inhaltsstoff und es gibt keinen Grund, darauf zu verzichten.

Es kursieren viele Gerüchte über die drei Inhaltsstoffe, die wir hoffentlich aus der Welt schaffen konnten. Selbstverständlich ist jedes Haar individuell und was für den einen funktioniert, passt ganz und gar nicht für den anderen. Das ist klar. Aber per se auf Inhaltsstoffe zu verzichten oder sie gar zu verteufeln, macht keinen Sinn. Daher gib den Incis eine Chance und probiere sie in unterschiedlichen Konstellationen, verschiedenen Techniken und Mengen.

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