Allergische Reaktionen auf Syoss Haarfarbe: Ursachen, Symptome und Behandlung

Haarfärbemittel erfreuen sich großer Beliebtheit, um die eigene Haarfarbe aufzupeppen, graue Strähnen zu überdecken oder einen komplett neuen Look zu kreieren. Doch Vorsicht ist geboten, da Haarfärbemittel auch Risiken bergen und allergische Reaktionen auslösen können. Besonders die Marke Syoss stand in der Vergangenheit im Fokus von Berichten über allergische Reaktionen und Verätzungen der Kopfhaut.

Im Folgenden werden die Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten von allergischen Reaktionen auf Syoss Haarfarbe näher betrachtet, sowie Tipps zur Vorbeugung gegeben.

Ursachen allergischer Reaktionen auf Haarfarbe

Die in Haarfärbemitteln enthaltenen chemischen Inhaltsstoffe können bei Hautkontakt zu Reizungen, Ausschlägen und Irritationen führen. Zu den häufigsten Allergieauslösern zählen:

  • Para-Phenylendiamin (PPD): Ein aromatisches Amin, das in vielen dunklen Haarfarben enthalten ist und als stark reizend gilt.
  • Para-Toluenyldiamin (PTD): Ein Farbstoff, der ebenfalls reizend wirken kann.
  • Resorcin, Wasserstoffperoxid und Ammoniak: Hilfsstoffe, die in Haarfärbemitteln enthalten sind und allergische Reaktionen verursachen können.

Das aromatische Amin PPD ist bekannt für seine hohe Sensibilisierungspotenz und gehört zu den häufigsten Auslösern von Kontaktallergien. Die Kosmetikverordnung begrenzt den Einsatz von PPD in Oxidationsfarben auf eine Konzentration von zwei Prozent im Anwendungsprodukt.

Es ist wichtig zu beachten, dass nicht nur Kunden, sondern auch Friseure eine Sensibilisierung gegen Farbstoffe entwickeln können.

Was ist die Allergie-Symptomschwelle? | Allergy Insider

Symptome einer Kontaktallergie auf Haarfarbe

Typische Symptome einer Kontaktallergie auf Haarfarbe treten in der Regel 24 bis 36 Stunden nach der Färbung auf und äußern sich durch:

  • Juckreiz
  • Hautbläschen
  • Rötungen
  • Hautausschlag
  • Schwellungen im Gesicht und um die Augen

Die Beschwerden treten meist an den Stellen auf, die direkt mit dem Allergieauslöser in Kontakt kommen.

Behandlung und Therapie von Haarfarbenallergien

Wenn eine Allergie auf Haarfarbe auftritt, ist es wichtig, schnell zu handeln, um die Beschwerden zu lindern. Folgende Maßnahmen können helfen:

  • Haare waschen: Mehrmaliges Waschen der Haare kann helfen, Farbreste zu entfernen und die Hautreizung zu reduzieren.
  • Haare schneiden: In schweren Fällen kann es notwendig sein, die gefärbten Haare abzuschneiden, um den Kontakt mit dem Allergen zu beenden.
  • Cortison-Präparate: Bei starken Schwellungen können Cortison-Präparate helfen, die Entzündung zu reduzieren.
  • Kontakt vermeiden: Um den Kontakt zwischen Haut und Haaren zu minimieren, können ein Rollkragenpullover aus Baumwolle oder ein Zopf helfen.

Es ist wichtig zu beachten, dass eine Allergie gegen Haarfarbe nicht heilbar ist. Daher ist es wichtig, zukünftig den Kontakt mit dem Allergen zu vermeiden.

Vorbeugung allergischer Reaktionen auf Haarfarbe

Um allergische Reaktionen auf Haarfarbe vorzubeugen, können folgende Maßnahmen ergriffen werden:

  • Inhaltsstoffe prüfen: Menschen mit empfindlicher Haut oder einer bekannten Kontaktallergie sollten neue Produkte vor dem ersten Gebrauch auf mögliche Allergieauslöser überprüfen.
  • Haarfärbung verschieben: Bei gereizter Kopfhaut sollte die Haarfärbung verschoben werden, da Haarfarbe die Haut zusätzlich reizt.
  • Verträglichkeitstest durchführen: Vor der Anwendung sollte ein Verträglichkeitstest durchgeführt werden, indem die Farbsubstanzen auf eine kleine Stelle aufgetragen werden.
  • Hinweise des Herstellers beachten: Beim Tönen oder Färben der Haare sollten die Hinweise und Empfehlungen des Herstellers unbedingt beachtet werden.
  • Handschuhe tragen: Während der Anwendung sollten die Hände mit Handschuhen geschützt werden.
  • Anwendungsdauer einhalten: Die Anwendungsdauer sollte nicht überschritten werden.
  • Farbreste sorgfältig ausspülen: Nach der Anwendung sollten die Farbreste sorgfältig ausgespült werden.
  • Friseur aufsuchen: Vorteilhaft ist es, die Färbung beim Friseur durchführen zu lassen, um den Kontakt mit den reaktiven Inhaltsstoffen zu minimieren.

Haarfarbe-Allergieverdachtstest

Der Haarfarbe-Allergieverdachtstest ist ein obligatorischer Schritt vor jeder Farbveränderung, auch wenn die Haare schon seit Jahren coloriert werden. Er hilft dabei, eine potenzielle Allergie rechtzeitig anzuzeigen.

Durchführung des Allergieverdachtstests:

  1. Ohrschmuck abnehmen.
  2. Einen kleinen Klecks der Farbe auf ein Wattestäbchen geben.
  3. Mit dem Wattestäbchen eine etwa münzgroße Menge der Colorationscreme (1-2 cm²) hinter das Ohr tupfen und vollständig trocknen lassen.
  4. In derselben Manier noch zwei oder drei Schichten auftragen und dazwischen stets trocknen lassen.
  5. Den Colorationsbehälter wieder fest verschließen und bis zum tatsächlichen Färben - in 48 Stunden - aufbewahren.

Der Haarfarbe-Allergieverdachtstest sollte 48 Stunden auf der Haut bleiben, um dem Immunsystem Zeit zu geben, zu reagieren. Treten innerhalb dieser Zeit keine Hautreaktionen auf, kann mit dem Färben begonnen werden.

Schonende Alternativen zu synthetischen Haarfärbemitteln

Pflanzenfarben gelten als relativ schonende und besser verträgliche Alternative zu den synthetischen Färbemitteln. Für die Farbveränderung kommen hier Naturstoffe wie Henna, Auszüge aus Kamille, Rhabarber sowie Indigo- und Kaffeepulver zum Einsatz.

Als weniger problematisch als die Oxidationsfarben gelten die Tönungen. Im Unterschied zu dauerhaften Farben dringen die Farbstoffe nicht ins Haarinnere, sondern verbleiben weitgehend auf der Haaroberfläche, von wo sie mit der Haarwäsche nach und nach entfernt werden können.

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