Afro Haare wachsen lassen: Tipps und Tricks für schnelleres Wachstum

Viele Menschen mit Afrohaaren träumen von langen, geschmeidigen und gesunden Locken. Der Weg dorthin kann jedoch herausfordernd sein. Eine der am häufigsten gestellten Fragen im Bereich der Afrohaarpflege ist: „Wie wachsen meine Afrohaare schneller?", „Warum wachsen meine Afrohaare nicht?", "Wie rege ich das Haarwachstum meiner Afrohaare an?" In diesem Artikel werden wissenschaftlich fundierte Methoden und bewährte Praktiken vorgestellt, um das Wachstum von Afrohaaren zu beschleunigen.

1. Richtige Pflege

Afrohaare neigen aufgrund ihrer einzigartigen Struktur zu Trockenheit, was zu Brüchigkeit führen kann. Investiere in hochwertige und sehr nährstoffreiche Produkte, die speziell für Afrohaare formuliert sind. Diese spenden intensive Feuchtigkeit und stärken das Haar von innen heraus. Sanfte Shampoos und Conditioner, wie beispielsweise von Keita Cosmetics, sind hierbei ideal.

Zu viel Reibung sowie zu häufiges Kämmen sind schädlich für Afrohaare und Locken. Beim Kämmen solltest Du von den Spitzen beginnen und sich langsam nach oben arbeiten, um Ziepen und Zerren zu vermeiden. Hier Unbedingt die Haare IMMER zuvor mit einer Nebelsprühflasche mit etwas Wasser anfeuchten, einen Leave-In Conditioner auftragen und dann vorsichtig die Haare durchkämmen. Die Knoten sollten in keinem Fall mit Bürsten etc. rausgerissen werden, sondern sanft mit den Fingern gelöst werden.

Unsere Leave-In ist total bekannt für seine Außergewöhnliche Kämmbarkeit! Zudem schenkt er den Haaren intensive Feuchtigkeit, stärkt und nährt das Haar!

2. Spliss unbedingt abschneiden

Es mag kontraintuitiv erscheinen, jedoch ist es entscheidend, um gesundes Wachstum zu fördern! Sodass die "gesunden" Haare weiter oben nicht angesteckt werden und ohne Störung Weiterwachsen können.

3. Aufpassen mit Protective Hairstyles!

„Schutzfrisuren“ wie Braids/Zöpfe, Twists oder Bantu Knots reduzieren die tägliche Belastung durch Styling und helfen dabei, Haarbruch zu vermeiden. Stelle jedoch unbedingt sicher, dass diese Frisuren nicht zu straff sind, um Spannung auf der Kopfhaut zu vermeiden und diese Frisuren nicht zu oft zu tragen! Zwischen den Protective Hairstyles sollten Deine Haare etwa 2-3 Wochen auch mal "natürlich" getragen werden.

Eleanor Richardson, Trichologin an der Fulham Scalp & Hair Clinic, erklärt:“Die häufigsten Schäden, die wir in der Klinik sehen, sind Zugkräfte, die durch eine sehr straffe Frisur ausgeübt werden. Das passiert, weil manche Flechtfrisuren einen starken Druck auf die Haarfollikel ausüben, die eigentlich nur für das Gewicht der wachsenden Haare ausgelegt sind. Das Hinzufügen von Extensions kann auch eine Menge Druck auf die Kopfhaut ausüben. Ganz zu schweigen von den Zugkräften, die durch die Enge des Zopfes entstehen können.

Achte also unbedingt darauf, dass die von dir gewählten Flechtstile nicht zu viel Druck bzw. Zug auf deine Kopfhaut und deine Haaransätze oder Babyhaare ausüben”.

4. Gesunde Ernährung und Hydration

Eine ausgewogene Ernährung, reich an Vitaminen und Mineralien, unterstützt das Haarwachstum. Besonders wichtig sind Eisen, Zink, Proteine und Vitamine der B-Gruppe. Auch ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist essentiell und hier nicht wegzudenken!

Vitamine kräftigen die Haare, sorgen für Glanz und kurbeln auch das Haarwachstum an.

Du solltest täglich ca. 2 Liter Wasser trinken, damit du ausreichend mit Flüssigkeit versorgt bist.

Empfohlene Nährstoffe für das Haarwachstum:

Nährstoff Vorteile Quellen
Eisen Wichtig für den Sauerstofftransport zu den Haarfollikeln Spinat, Mangold
Zink Fördert die Bildung von Kollagenen Walnüsse, Mandeln
Proteine Bausteine für das Haarwachstum Nüsse, Hülsenfrüchte
Vitamine der B-Gruppe Stärken das Haar und steuern den Stoffwechsel der Haarwurzeln Grünkohl

5. Sanfte Handhabung

Vermeiden Sie aggressive Chemikalien und starke Hitze. Beim Kämmen solltest Du von den Spitzen beginnen und sich langsam nach oben arbeiten, um Ziepen und Zerren zu vermeiden.

6. Kopfhaut-Massagen

Regelmäßige Kopfhautmassagen regen die Durchblutung an und fördern somit das Haarwachstum. Verwenden Sie dabei gerne natürliche Öle, die zusätzlich nähren. Beispiele hier sind Rizinusöl, Arganöl und Sheabutter.

Durch die regelmäßige Massage der Kopfhaut mit Arganöl wird die Durchblutung der Kopfhaut angeregt. Dadurch wird das Wachstum der Haare gefördert. Gleichzeitig reduziert sich Haarausfall wodurch das Haar gesünder und schneller wachsen kann. Sollten eure Haare aufgrund von Schädlingen oder sonstigem Befall nicht wachsen, dann hilft die entzündungshemmende antibakterielle Wirkung des Arganöls.

7. Weitere wichtige Tipps und Mythen rund um Afrohaare

Mythos: Zöpfe schützen die Haare

Falsch! Das Problem bei Zöpfen ist, dass sie je nach Styling oder Person, die sie flechtet, mehr Schaden anrichten können, als es z.B. Umweltschäden oder Bürsten tun würden.

Mythos: In der Mitte und den Längen brechen die Haare am schnellsten

Falsch! Renee Kadar, Global Artistic Director of Texture bei Aveda: “Ich sehe es so: Gesunde Kopfhaut, gesundes Haar.” Laut Kadar besteht das Geheimnis darin, Afrohaare als unterschiedliche Einheiten zu behandeln: “Ich würde sie nach dem Haar trennen, das der Kopfhaut am nächsten ist und alle Nährstoffe und Dinge enthält, die man braucht, und nach dem Mittelscheitel und nach den Spitzen.”

Die Pflege der Kopfhaut und der Haarwurzeln ist für den Erhalt der Haarlänge unerlässlich.

Mythos: Öle machen geschmeidig

Falsch! Wenn dein Haar trocken ist, muss es mit Feuchtigkeit versorgt werden, und zwar mit Produkten auf Wasserbasis, nicht mit welchen mit Ölen. Erst nachdem du ein feuchtigkeitsspendendes Produkt, z. B. eine gute Leave-in-Spülung, aufgetragen hast, kannst du ein Öl verwenden.

Mythos: Kokosöl ist einfach fantastisch

Richtig und falsch! Der Haarpflege-Klassiker Kokosöl ist nützlich, um Feuchtigkeit zu speichern, wie oben erwähnt, oder um die Naturlocken zu detangeln. Wenn das Haar aber bereits trocken und spröde ist, entzieht die Zugabe von Kokosöl als Alternative zu einem Produkt auf Wasserbasis dem Haar die Feuchtigkeit.

Mythos: Leave-In-Conditioner sind nichts für Afrohaare

Falsch! Tatsächlich können sie einen großen Unterschied machen, wenn du sie in deine Routine aufnimmst. Jamelia Donaldson, Gründerin der Naturhaarprodukt-Entdeckungsbox Treasure Tress, sagt: “Als ich mich auf meine Haarreise begab, wusste ich gar nicht, dass Leave-in-Conditioner wie für uns Schwarze Frauen gemacht sind. Es hat gedauert, bis ich begriffen habe, wie praktikabel sie sind”, und Richardson fügt hinzu: “Leave-in-Spülungen auf Wasserbasis sind perfekt, weil man sie auftragen und die Feuchtigkeit je nach Bedarf aufbauen kann.”

Mythos: Shampoo muss sein

Falsch! Um Afrohaare zu reinigen, musst du nicht unbedingt Shampoo verwenden. Kadar rät, Co-Waschmethoden in Betracht zu ziehen.

Mythos: Je länger Spülungen wirken, desto geschmeidiger werden Afrolocken

Falsch! Pflegespülungen sollten bestenfalls zwanzig Minuten auf dem Haar verbleiben. Sie wirken am besten, wenn sie etwas Wärme oder Dampf in der Dusche oder Badewanne ausgesetzt werden, aber sie sind dafür gedacht, ausgewaschen zu werden.

Mythos: Man kann Produkte nur auf der Grundlage des Haartypisierungssystems einkaufen - alle Typ-4-Haare benötigen die gleichen Produkte

Falsch! Wickelhaare und Coily Hair haben die Nummern 4a bis c. Aber so wie nicht jede fettige Haut auf die gleichen Produkte positiv reagiert, ist das Haar genauso komplex.

Mythos: Afrohaare sind superstark

Falsch! Angeblich sind Afrohaare sehr widerstandsfähig und belastbar. Doch die Art und Weise, wie es sich zu einer Locke oder einer Spule wickelt, macht es in Wirklichkeit ziemlich zerbrechlich. Es ist auch anfälliger für Verfilzungen, die das Kämmen erschweren.

Mythos: Afrohaare wachsen von alleine

Falsch! Viele Menschen halten das Schneiden von Haaren für kontraproduktiv, wenn sie versuchen, an Länge zu gewinnen, aber auch Afrohaar muss geschnitten werden.

Mythos: Ich werde meine Haarpflegeroutine nie wieder verändern

Falsch und richtig! Wenn du deine perfekte Haarpflegeroutine gefunden hast, kann das dein Haar verändern und das ist absolut fantastisch. Wie bei der Hautpflege gibt es aber auch bei der Haarpflege Phasen.

Mythos: Es gibt gute und schlechte Locken

Falsch! Es gibt keine Produkte, die Locken dauerhaft verändern, ohne die natürliche Textur anzugreifen und so die Gesundheit des Haars und der Kopfhaut schädigen. Deshalb ist es wichtig zu wissen, wie eine gesunde Locke aussieht.

Mythos: Afrohaare sollen lang sein

Falsch! Tatsächlich wächst strukturiertes Haar nach oben, und man sollte die Gesundheit seiner Haare nicht am Verhältnis von Kopfhaut zu Hüften messen.

Das Wachstum von Afrohaaren zu beschleunigen, erfordert Geduld, hochwertige Pflege und Aufmerksamkeit. Wie bei anderen Haarstrukturen auch. Beim Haarwachstum ist auch unbedingt zu beachten, dass die Genetik eine große Rolle spielt. Denn einige haben schon von Grund auf starkes, gesundes und langes Haar, während andere viel mehr für solches Haar machen müssen.

Indem Du jedoch diese Tipps in deine Haarpflegeroutine integrierst, legst Du den Grundstein für gesundes und kräftiges Haar.

🇩🇪RICHTIGE Haarpflege nach Rastazöpfen / Braids | Routine für starke Afrohaare

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