Die Vorstellung ist erschreckend: Adolf Hitler ist die Flucht gelungen. Noch Jahrzehnte später fragt man sich, wo er sich aufhält, ob es ihm vielleicht sogar gelungen ist, sich ins Ausland abzusetzen. Bekanntlich entzog sich der Diktator der Verantwortung durch Selbstmord. Doch das war erst in den letzten Kriegstagen, am 30. April 1945.
Fast ein Jahr zuvor mussten die Alliierten eine Flucht Hitlers mit einkalkulieren. Eddie Senz, ein New Yorker Maskenbildner, sollte das Unvorstellbare ins Bild setzen. Er hatte sich in der Filmbranche mit seinem Können einen Namen gemacht, das Äußere von Schauspielern eindrucksvoll zu verändern. So ging die Frage an ihn, wie sich Hitler verändert, wenn er sein Haar anders trägt, gänzlich abschneidet oder er sich eine Brille aufsetzt (die er übrigens im Alltag tatsächlich benutzen musste).
Als härteste Herausforderung bezeichnete Senz später den Versuch, den Augen des Massenmörders den stechenden Blick zu nehmen. Einfacher war es da mit dem charakteristischen Schnauzbart. Den konnte man wegretuschieren oder ihm eine andere Form geben. Hitler hatte ihn sich einst wachsen zu lassen, weil er sein Gesicht zu hässlich fand: "Ich habe doch eine viel zu große Nase. Das muß ich durch den Bart abmildern", äußerte er Mitte der 20er Jahre gegenüber einer guten Bekannten. Noch in den Anfängen seines politischen Aufstiegs prahlte er zugleich mit seiner Prophezeiung, dass sein Bart eines Tages Mode machen werde.
Während nach Hitlers Selbstmord dieser Steckbrief nicht mehr nötig war, wurde nach anderen entflohenen NS-Größen durchaus so gefahndet; etwa nach dem berüchtigten KZ-Arzt Josef Mengele oder nach dem hochrangigen Parteifunktionär und Hitler-Vertrauten Martin Bormann.
Ein Regimentskamerad Hitlers aus dem Ersten Weltkrieg, Alexander Moritz Frey, der über seine Erlebnisse zum Pazifisten geworden war, hatte nach 1945 rückblickend geschrieben: "Eines Abends kam ein bleicher, langer Mensch zu uns hinuntergestürzt, Angst und Wut in den flackernden Augen. Hitler wirkte damals lang, weil er mager war, ein voller Schnurrbart, der später der neuen Gasmaske wegen gekappt werden musste, verdeckte noch den hässlichen, meistens verkrampften Schlitz des Mundes."
Adolf Hitler ist nackt. Er starrt seinem Gegenüber kalt in die Augen. Das Gesicht in Nahaufnahme, jede Falte zeichnet sich deutlich ab. Hans Weishäupl, 38, wollte den Diktator unverfälscht zeigen, ohne Uniform oder einstudierte Gesten, nur "das pure Gesicht des Bösen". Detailgetreu hat der Fotokünstler die Gesichter der 13 "bekanntesten und grausamsten Diktatoren der letzten 100 Jahre" nach der Vorlage von Fotos zusammengebaut, auf jede Hautrötung, auf jeden Bartstoppel geachtet.
Weishäupls Botschaft: Die Tyrannen der Menschheit sind Menschen wie du und ich, mit Muttermalen, großen Poren und Haaren, die aus der Nase wachsen. Der Clou an den Porträts sind die Bestandteile: Die "Faces of Evil" sind kompiliert aus fotografierten Gesichtspartien von unbescholtenen Zeitgenossen. Das Gesicht von Adolf Hitler besteht aus Einzelteilen von 37 Personen. Die Nase stammt von einem Immobilienmakler aus Berlin, die Oberlippe von einem Schlosser aus Dresden. Das Kinn gehört eigentlich einem Hamburger Restaurantbesitzer, die Tränensäcke sind die eines Feinmechanikers aus Bautzen.
Für 13 Porträts hat Weishäupl insgesamt Detailfotos von mehr als 350 Personen verarbeitet. Im seinem Who's Who der Diktatoren sind unter anderem vertreten: Benito Mussolini, Josef Stalin, Robert Mugabe, Mao Zedong, Saddam Hussein, Pol Pot und Slobodan Milosevic. Die verwendeten Einzelteile stammen von Menschen aus den jeweiligen Ländern, in dem die Diktatoren herrschten oder weiterhin in Amt und Würden sind.
"Die Fotos für Stalin habe ich per Streetcasting in Moskau zusammengesucht", sagt Weishäupl. Und wie reagierten die Angesprochenen, wenn man ihnen sagte, sie hätten Hitlers Augen oder seine Kinnpartie? "Ich habe ja immer nur Teile fotografiert, nie das ganze Gesicht. Und beim Auge ging es zum Beispiel vor allem um das Lid." Er habe den Leuten sein Projekt erklärt, ungefähr jeder zehnte habe sich dann auch fotografieren lassen. Viele wollten ihr Gesicht nicht für einen Diktator hergeben, auch nicht der Kunst zuliebe.
Indem er die Gesichter der Massenmörder aus Einzelteilen von vielen komponiert, will Weishäupl auf die vielen Unterstützer und Mithelfer des Diktators verweisen, ohne die eine Schreckensherrschaft nicht möglich wäre. Seine in voller Größe 1,80 Meter hohen und 2,30 breiten Porträts sollen im kommenden Jahr in Moskau ausgestellt werden. Natürlich will Weishäupl sie auch in Deutschland zeigen, konkrete Planungen existieren aber noch nicht. Zunächst veröffentlicht er seine "Faces of Evil" in einem Bildband.
Die Bedrohlichkeit der Porträts entsteht durch das Wissen der Zuschauer um die Taten der Gezeigten. Für alle Fälle wurde eine Biografie zu jedem Bild gestellt. Allerdings hält Weishäupl die kritische Art der Darstellung nicht durch. Weishäupl aber wollte auf den Schockeffekt nicht verzichten. Zu verlockend war die planbare Reaktion der Betrachter. Eingeschüchtert von einer fast zwei Meter hohen Hitler-Visage soll der Besucher zurückschrecken: "Man geht wegen der Person und wegen dem großen, gestochen scharfen Bild erst einmal drei bis vier Meter nach hinten."
Natürlich ist so ein Riesendiktator beeindruckend, er erzeugt einen planbaren Gruseleffekt. Aber mit den geplanten riesenhaften Gesichtern erzeugt Weishäupl das, was er eigentlich vermeiden wollte, wenn er die Tyrannen unretuschiert und nackt zeigt: Er dämonisiert sie, indem er sie in Übergröße von der Wand starren lässt. www.faces-of-evil.com zu hören bekommt. Ein Jahr lang hat Weishäupl an seinen "Faces of Evil" gearbeitet. Adolf Hitler war der Erste, er hat ihm auch am meisten Schwierigkeiten gemacht. Über zwei Monate hat der Fotograf allein für sein Porträt gebraucht. "Wahrscheinlich, weil sein Gesicht so präsent ist," sagt der 38-Jährige. Jetzt ist es noch ein wenig präsenter: In seinen Zügen lauern die Gesichter unserer Gegenwart.
Später hieß er "Hitler-Bart", doch Adolf Hitler und seine Zeitgenossen verbanden mit dem Oberlippenbart etwas anderes. Der Bart wurde zu seinem Markenzeichen, dabei war der markante zwei Finger breite Schnauzbart weder Adolf Hitlers Erfindung, noch zeichnete er ihn individuell aus. Neben Hitler gibt es einen weiteren bekannten Träger des Zweifingerbarts, Charlie Chaplin. Erfunden haben die beiden den quadratischen Bart nicht, prominente Träger finden sich schon hundert Jahre vorher.
In der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg galt ein Schnurrbart als wahre Manneszier. Er wurde gepflegt, gezwirbelt und nachts trug der Mann von Welt eine spezielle Maske, damit der kostbare Bart nicht aus der Form geriet. In den Romanen der Zeit - etwa dem "Bel Ami" von Maupassant - kann man nachlesen, wie bedeutend ein Schnurrbart sein konnte. Er sollte Energie und Manneskraft ausdrücken und das weibliche Geschlecht elektrisieren. Der quadratische Schnauzer der US-Mode - Toothbrush Moustache - war ein Bruch mit der Ästhetik des 19. Jahrhunderts.
So modern war der junge Hitler nicht, vor dem Krieg trug er einen Schnurrbart wie sein Kaiser. Doch der Erste Weltkrieg setzte der Mode ein jähes Ende. Damals wurde in den Grabenkämpfen Giftgas eingesetzt. Schützen sollten Gasmasken, die das Gesicht mit Gummi abdeckten, tragen können. Nur schauten hier die Spitzen der mächtigen Schnurrbärte unter der Maske hervor, sie schloss nicht mehr ab. Auch unter der Maske konnte man den Bart nicht stopfen, die langen Haare hätten dann Mund oder Augen verdeckt.
Alexander Moritz Frey diente mit Hitler im gleichen Regiment der bayrischen Armee, später wurde er zum erbitterten Gegner seines einstigen Kameraden. Er schrieb über ihn: "Eines Abends im Herbst 1915, kam der Meldegänger, ein bleicher, langer Mensch nach der ersten Granate hinuntergestürzt. Angst und Wut in den flackernden Augen. Ein voller Schnurrbart, der später der neuen Gasmaske wegen gekappt werden musste, verdeckte noch den hässlichen, meist verkrampften Schlitz des Mundes. Hitler kam zu dem Zweifingerbart wie Hunderttausende andere auch.
Es ist umstritten, ob Hitler den knappen Bart auch nach dem Krieg immer beibehielt oder ob er den Bart eine Zeit lang wieder hat sprießen lassen. Unter dem Einfluss seines damaligen Freundes und PR-Spezialisten Ernst Hanfstaengl erkannte Hitler die Bedeutung von stilbildenden Zeichen wie etwa dem Hakenkreuz. Für sich selbst wählte Hitler den Gefreiten des Weltkrieges. Und zu dessen Zeichen zählte auch der "Grabenbart". Damals stand der Bart noch nicht für "Hitler-Bärtchen", so berühmt war er nicht. Er wies Hitler aber erkennbar als Frontkämpfer aus und spielte zudem auf seine Gasverletzung an. Weitere Accessoires vertieften den soldatischen Eindruck.
In den 1920er trug Hitler immer noch zivile Anzüge, kombinierte sie aber mit einem Trenchcoat - einem Grabenmantel, eine britische Erfindung aus dem Weltkrieg. Auf andere Kleidungsstücke, die das Soldatenimage gefährden könnten - wie etwa die von Hitler gern getragene traditionelle Lederhose - verzichtete er später.
Heute wirkt die Maskerade befremdlich, damals war es ein klares Statement. Hitler betonte damit das Soldatische und seine Modernität. Der Look markierte einen sofort sichtbaren Bruch mit dem überkommenen Modell der bürgerlichen Honoratioren-Partei mit ihren gesetzten Äußeren. Gelegentlich war Hitler gezwungen, die äußeren Formen der verhassten bürgerlichen Welt anzulegen.
Maßlos glücklich“ sei er, den Krieg 1914 bis 1918 erlebt zu haben. Ein Heldenepos, wie es noch keines zuvor gegeben habe. Darüber war sich Adolf Hitler in der Nacht vom 25. auf den 26. September 1941 ganz sicher, als er vor seiner Entourage im ostpreußischen Führerhauptquartier Wolfsschanze wieder einmal ins Monologisieren kam. Die Adjutanten, Sekretärinnen und Gäste überraschte das nicht, denn der „Führer und Reichskanzler“ bezog sich oft, im kleinen Kreis oder in seinen per Reichsrundfunk übertragenen Ansprachen, auf seine Erfahrungen im Ersten Weltkrieg.
In seiner Hetzschrift „Mein Kampf“ nannte er die vier Jahre, die er als Österreicher in der Uniform des bayerischen Heeres verbracht hatte, „die unvergesslichste und größte Zeit meines irdischen Lebens“.
Ohne Hitlers Rolle 1914 bis 1918 ist der von ihm gezielt herbeigeführte Zweite Weltkrieg nicht zu verstehen. Zwar schildert die Produktion von Stephen David neben dem deutschen Diktator weitere fünf Haupt- und drei Nebenrollen, doch den zeitlich längsten und inhaltlich bedeutsamsten Anteil hat Hitler.
Jahrzehntelang hatten sich Historiker zufrieden gegeben mit den Schilderungen, die etwa in „Mein Kampf“ und in vielen Reden oder Gesprächsprotokollen nachzulesen sind. Erst in jüngerer Zeit sind Hitlers tatsächliche Erfahrungen im Ersten und sein Umgang damit im Zweiten Weltkrieg kritisch beleuchtet worden.
2010 veröffentlichte der deutsche Geschichtswissenschaftler Thomas Weber das aufsehenerregende Buch „Hitlers erster Krieg“, zunächst auf Englisch, da er als Professor im schottischen Aberdeen lehrt. Darin dekonstruierte er systematisch die Legenden, mit denen der NSDAP-Chef seine Kriegserfahrungen aufgepeppt hatte.
Einen anderen Zugriff wählte Henrik Eberle, Zeithistoriker aus Halle. In seinem kürzlich erschienenen Buch „Hitlers Weltkriege“ durchleuchtet er die nachträglichen Erzählungen deutscher Generäle aus dem Zweiten Weltkrieg über ihren Oberbefehlshaber - und entlarvt viel davon als unglaubwürdig.
Eine Reihe der neueren Erkenntnisse sind auch in „The World Wars“ eingeflossen.
Aber ein Dokudrama muss nicht nur neue Erkenntnisse vermitteln, sondern auch spannend sein. Also Episoden erzählen, die dem Zuschauer eingängig sind. Eine solche Geschichte, mit der gleich die erste Folge beginnt, betrifft Hitlers Markenzeichen, den eigenwillig gestutzten Oberlippenbart.
Mehr noch als seine Haartolle symbolisiert seine „Bürste“ den Irrsinn, den der deutsche Diktator Realität hat werden lassen.
Diese Schilderung griffen David und sein Team auf, um ihre Serie mit einer eindrucksvollen Sequenz zu beginnen: Ein hagerer junger Mann, mit Kaiser-Wilhelm-Schnäuzer und nervösen Augen, wird von einem Angriff mit Giftgasgranaten überrascht. Er streift sich das neue Gasmaskenmodell des deutschen Heeres über, das erst im Sommer 1916 eingeführt worden war.
Während die ersten Schutzhauben noch den Kopf ganz umschlossen, aber aus gummierter Leinwand und damit nicht völlig dicht waren, bestand die neue Version aus dichtem Gummi, reichte aber nur bis zu den Wangen. Ein Bart mit langen, gar noch buschigen Spitzen ließ diese Gasmaske undicht werden: Der Schnäuzer war fortan lebensgefährlich, denn schon eine kleine Dosis des Giftes konnte einen Menschen töten, wenn er ihr längere Zeit ausgesetzt war.
Also, so die gut ins Bild gesetzte, wenn auch im Detail nicht belegte Szene, nahm Hitler noch im Schützengraben sein Bajonett und säbelte sich vor einem winzigen Spiegel die Schnäuzerspitzen ab. Das „Hitler-Bärtchen“ war entstanden.
„The World Wars“ greift immer wieder Sequenzen auf, die in starke Bilder umgesetzt werden können.
Etwa die anrührende Geschichte, die Hitler selbst dem damaligen britischen Premier Neville Chamberlain 1938 erzählte, auf dem Höhepunkt der Sudetenkrise. Wenige Wochen vor Ende des Ersten Weltkrieges habe ihn ein britischer Soldat auf offenem Felde in Nordostfrankreich im Visier gehabt, sagte der „Führer und Reichskanzler“.
Doch Hitler war desorientiert, verwundet, unbewaffnet. Deshalb drückte der einfache Soldat Henry Tandey nicht ab, sondern ließ den feindlichen Soldaten flüchten.
Im Zweiten Weltkrieg, nach dem deutschen Bombardement der Industriestadt Coventry 1940, schilderte Tandey diese Geschichte wohl zum ersten Mal Journalisten: „Ich konnte keinen verwundeten Mann erschießen. So ließ ich ihn laufen.“ Doch er machte sich deshalb Vorwürfe: „Wenn ich nur damals gewusst hätte, was aus ihm wird. Beim Anblick der vielen Menschen, die hier in Coventry durch ihn verwundet und getötet wurden, wünschte ich mir, dass ich ihn damals nicht geschont hätte.“
Zwei Jahre zuvor hatte Hitler seinen Besucher Chamberlain noch gebeten, Tandey offiziell zu danken, was der Premier auch tat. Die Reaktion des inzwischen als Wachmann tätigen Engländers ist nicht überliefert.
Thomas Weber hat zwar große Zweifel, ob die Geschichte tatsächlich stimmt. Tandey war immerhin der höchstdekorierte einfache Soldat der britischen Armee. Angeblich hatte Hitler ihn auf einem Gemälde wiedererkannt, das Tandey beim Abtransport eines verwundeten Kameraden zeigt. Weil die Reichskanzlei 1935 um eine großformatige Fotografie dieses Ölbildes gebeten hatte, wurde die Geschichte überhaupt bekannt. Doch vielleicht war es auch nur sein bewusster oder unbewusster Wunsch, sich mit einem besonders prominenten Gegner zu schmücken, die Hitler dazu brachte - seine Weltkriegserinnerung waren nämlich auch sonst sehr konkret, aber vielfach schlicht frei erfunden.
In Deutschland ist diese Geschichte weitgehend unbekannt, in englischsprachigen Ländern dagegen recht populär. Bedeutet sie doch, dass ein einziger britischer Soldat die Welt vor Hitler und seinem Krieg hätte bewahren können - und es aus Menschlichkeit nicht tat. Demgegenüber sind die Zweifel, die kritische Forscher haben, tatsächlich zweitrangig.
In den Folgen von „The World Wars“ über den Zweiten Weltkrieg, genauer den „Blitzkrieg“, den „globalen Krieg“ und über „Sieger und Besiegte“ ist Hitler mehrfach im Gespräch mit seinen Generälen zu sehen. Oft bezog er sich in seinen Lagebesprechungen auf konkrete Erlebnisse im Ersten Weltkrieg.
Nach den Erinnerungen des Panzergenerals Heinz Guderian kam es dabei einmal, im Dezember 1941 angesichts der ersten erfolgreichen Gegenoffensive der Roten Armee vor Moskau, zu einem aufschlussreichen Wortwechsel.
Hitler: „Dann müssen Sie sich in den Boden einkrallen und jeden Quadratmeter verteidigen!“ Guderian: „Das Einkrallen in den Boden ist nicht mehr überall möglich, weil er ein bis anderthalb Meter tief gefroren ist.“ Hitler: „Dann müssen Sie sich mit schweren Feldhaubitzen eine Trichterstellung schießen. Wir haben das im Weltkrieg auch so gemacht.“
Ähnliche Dialoge sind, wenngleich meist nicht wörtlich, vielfach belegt. Das spricht dafür, dass Hitler tatsächlich seinen Krieg ab 1939 stets vor dem Hintergrund der Jahre 1914 bis 1918 sah. Einleuchtend legt das Henrik Eberle in seinem Buch dar. Es ist zwar zu spät herausgekommen, um noch in „The World Wars“ einfließen zu können, doch bestätigen die Erkenntnisse des deutschen Historikers in weiten Teilen den von Stephen David gewählten Zugang zum Thema. Nicht in allen Details natürlich - dafür sind die Formate Buch und Dokudrama zu verschieden. Aber eben doch in größeren Teilen.
„The World Wars“, nominiert für drei Emmys, bietet eine erkennbar amerikanische Perspektive auf den Zweiten Weltkrieg. Deshalb kommt die aus deutscher Sicht besonders wichtige Ostfront kaum vor, die Nebenfronten in Europa fast gar nicht.
Eine Ladenkette in Taiwan bietet Cartoon-Figuren als Souvenir-Schlüsselanhänger und -Magneten an, die stark an Adolf Hitler erinnern. Die israelische Vertretung in Taipeh reagierte "entsetzt" über die Comicfiguren mit charakteristischem Oberlippenbart, brauner Uniform und einem schwarz-weiß-roten, offenbar vom Hakenkreuz inspirierten Emblem: Es sei "tragisch", dass der Handel die "Bedeutung des dunklen Zeitalters in der Menschheitsgeschichte verkennt, für das dieser Diktator steht", sagte die Vertreterin des Israelischen Wirtschafts- und Kulturbüros, Simona Halperin.
Eine Vertreterin der Ladenkette vermochte hingegen keine Ähnlichkeit mit Hitler und Nazi-Symbolen zu erkennen: Das dunkle Viereck im Gesicht der Figur sei "kein Bart, sondern ein Zahn", sagte sie.
Hitler-Werbung 1999 in einer U-Bahnstation in Taipeh: "Kriegserklärung an die Kaltfront". Der deutsche Hersteller der Heizgeräte untersagte der Vertriebsfirma in Taiwan umgehend diese Werbung.
Eine solche Geschichte, mit der gleich die erste Folge beginnt, betrifft Hitlers Markenzeichen, den eigenwillig gestutzten Oberlippenbart.
Aktualisiert am 16. Das "Hitlerbärtchen" ist weltweit so bekannt, dass sich eigentlich niemand mehr leisten kann, sein Gesichtshaar so zurechtzustutzen. Vor 100 Jahren war das natürlich anders. Der "Zahnbürstenbart" wurde Ende des 19. Jahrhunderts in den USA populär, als pflegeleichte Alternative zum vollen Schnurrbart, und fand auch seinen Weg nach Deutschland. Dort orientierte sich die Barttracht noch am schwungvollen Schnäuzer des Kaisers. Charlie Chaplin trat spätestens seit seinem zweiten Film aus dem Jahr 1914* mit Mini-Bart auf.
Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Punkte zur Entstehung und Bedeutung von Hitlers Schnurrbart zusammen:
| Aspekt | Beschreibung |
|---|---|
| Ursprung | Entstand im Ersten Weltkrieg aufgrund der Notwendigkeit, Gasmasken tragen zu können. |
| Vorbild | Der "Zahnbürstenbart" war bereits in den USA populär. |
| Bedeutung | Wurde zu Hitlers Markenzeichen und trug zu seinem Image als Frontkämpfer bei. |
| Kontroverse | Die Verwendung des "Hitlerbärtchens" ist aufgrund der Assoziation mit dem NS-Regime hochproblematisch. |
Fazit: Die Bilder von Adolf Hitler, ob mit oder ohne Bart, sind untrennbar mit den Gräueltaten des NS-Regimes verbunden. Sie dienen als Mahnung und zur Auseinandersetzung mit der Geschichte.
Propagandaplakat der NSDAP zur Reichstagswahl 1932
tags: #adolf #hitler #ohne #bart #bilder
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