Abstehende Haare am Hinterkopf: Ursachen und Lösungen

Wenn Ihre Haare sich bei jeder Gelegenheit kräuseln oder in alle Richtungen abstehen, leiden Sie unter Frizz. Statistisch gesehen haben Menschen mit lockigen oder welligen Haaren häufiger Frizz. Übersetzt bedeutet der Begriff übrigens "krauses Haar". Das heißt jedoch noch lange nicht, dass sich Ihre Mähne niemals verselbstständigt, wenn Sie glatte Haare haben - ganz im Gegenteil: Es gibt viele äußere Faktoren, die Ihre Haarstruktur angreifen und diese austrocknen können. Infolgedessen sehen Haare nicht nur spröde aus, sondern verlieren ihren Glanz. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, beginnen sie sich zu kräuseln und/oder stehen vom Kopf ab. Spätestens jetzt sollten Sie sich eingestehen, dass Sie unter Frizz leiden.

Zusätzlich können auch Haarbruch und Babyhaare für abstehende Haare verantwortlich sein. Um die Ursachen und Lösungen für dieses Problem zu verstehen, ist es wichtig, die Struktur der Haare und die verschiedenen Faktoren, die zu Haarschäden führen können, zu kennen.

Die Struktur des Haares

Jedes Haar besteht aus drei Schichten: Cuticula, Cortex und Medulla. Die äußerste Schicht (Cuticula) wird auch Schuppenschicht genannt und schützt das gesunde Haar vor äußeren Einflüssen, indem ihre Schuppen bis zu den Spitzen eng zusammenliegen und übereinander greifen. Ist das Haar jedoch beschädigt oder spröde, raut die Schuppenschicht auf - infolgedessen trocknet das Haar aus und es versucht den Feuchtigkeitsverlust auszugleichen, indem es Feuchtigkeit aus der Luft aufnimmt. Gelangt diese Luftfeuchtigkeit jedoch unter die Schuppenschicht, beginnt sich das Haar zu kräuseln.

Sprich: Frizz ist eine Folge trockener oder spröder Haare.

Ursachen für abstehende Haare

Zu den häufigsten Gründen für trockene Haare gehören Heizungsluft, Sonnenbaden und regelmäßiges Haare färben. Aber auch die häufige Verwendung von Glätteisen greift die Schuppenschicht an. Und selbst Mützen oder Rollkragenpullover können Frizz begünstigen - das liegt in der elektrostatischen Aufladung begründet. Hinzu kommt, dass Menschen mit naturkrausen oder gewellten Haaren bei hoher Luftfeuchtigkeit deutlich anfälliger für Frizz sind als Menschen mit glatten Haaren.

Weitere Ursachen für Haarbruch und abstehende Haare sind:

  • Mangel an Biotin, Zink, Selen
  • Übermäßiges Stylen mit Hitze (Föhn, Glätteisen, Lockenstab)
  • Chemische Behandlungen wie dauerhaftes Glätten und Dauerwellen
  • Haare färben, insbesondere Blondieren
  • Austrocknende Styling-Produkte mit Alkohol und Silikonen
  • Falsche Pflege
  • Mechanische Abreibung und Frisuren, die Haarbruch hervorrufen

Auch die Traktionsalopezie, eine Form von Haarausfall durch übermäßige mechanische Belastung des Haars, kann zu abstehenden Haaren führen. Diese tritt häufig bei Frauen auf, die oft enge, straffe Zöpfe tragen.

Was tun gegen Haarbruch?

Gesunde, schöne Haare: Die perfekte Haarpflege-Routine gegen Haarbuch

Eigentlich gibt es nur einen zusammenfassenden Grund, warum du Haarbruch hast: Strapazen. Das Haar ist einfach nicht kräftig genug und bricht ab. Die Ursachen für Haarbruch können innerlichen Ursprungs sein, etwa ein Mangel an Vitaminen, Nährstoffen oder Mineralien. In den meisten Fällen hat Haarbruch jedoch äußerliche Ursachen, die du selbst beeinflussen kannst.

Um Haarbruch effektiv vorzubeugen, empfehlen wir dir, in ein gutes Spitzenserum mit gehaltvollen Inhaltsstoffen zu investieren. In einem Spitzen-Fluid sind die Wirkstoffe hochkonzentriert und somit um ein Vielfaches wirksamer als ein Conditioner oder Leave-in. Sie glätten die angeraute Haarfaser, spenden Feuchtigkeit und schützen vor äußeren Einflüssen.

Hier sind einige Tipps, um Haarbruch vorzubeugen:

  1. Ausgewogene Ernährung: Egal, ob Haut, Haare oder Nägel - um schön und kräftig zu sein, brauchst du die wichtigsten Nährstoffe. B-Vitamine und essenzielle Fettsäuren wie Omega-3-Fettsäuren kannst du mit Nahrungsergänzungsmitteln supplementieren.
  2. Richtige Pflege für Haarbruch: Spezielle Anti-Haarbruch-Shampoos und Masken sowie Seren gegen Haarbruch stärken brüchiges Haar in der Tiefe und beugen einem erneuten Abbrechen und Spliss vor.
  3. Schonendes Hitze-Styling: Damit dein Haar gesund bleibt, solltest du möglichst selten zum Föhn, Glätteisen oder Lockenstab greifen. Wenn du doch einmal mit Hitze arbeitest, stellst du die Temperatur möglichst niedrig. Wir empfehlen Styling-Tools mit Keramik-Beschichtung und Ionen-Technologie.
  4. Haare schützen vor Hitze und UV-Strahlung: Auch Hitzeschutz-Sprays und UV-Schutz für die Haare ist ein Muss, wenn du deinem Haar hohen Temperaturen oder der Sonne aussetzen möchtest.
  5. Auf die Länge kommt es an: Gerade schulterlanges Haar stößt ständig auf deine Schultern und ist somit konstanten Strapazen ausgesetzt. Deutlich schonender sind also kurze Bobs oder längere Haare.
  6. Regelmäßiges Spitzenschneiden für gesunde Haare: Spliss, abgebrochene Spitzen und trockenes Haar können durch regelmäßiges Schneiden der Haare vermieden werden.
  7. Spitzen pflegen: Pflegende Spitzenseren legen sich schützend auf die Haarfaser, versiegeln sie und halten das brüchige Haar elastisch und intakt.
  8. Schön im Schlaf: Schonender für Haar und Haut sind jedoch Seidenkissen, die eine extraglatte Oberfläche haben, Frizz vorbeugen und auch noch anti-statisch sind.
  9. Richtige Bürste wählen: Die schonende Alternative: Die Borsten einer Naturbürste ähneln deiner Haarstruktur und verteilen dein gesundes Haarfett gleichmäßig bis in die Spitzen.
  10. Eine Frage der Frisur: Deutlich schonender sind Haargummis aus Stoff oder Invisiboobles.

Es ist wichtig zu beachten, dass Haarbruch und Spliss nicht das gleiche sind. Während Spliss für die Spaltung der Haarfaser steht, ist Haarbruch tatsächlich abgebrochenes Haar mit einem merklichen weißen Punkt am Ende. Haarspliss betrifft meist nur die Haarlängen oder Haarspitzen, während Haarbruch am Ansatz, in den Längen, am Hinterkopf und auch vorne vorkommt.

Tipps gegen Frizz

Damit Ihre Haare erst gar nicht austrocknen und sich anfangen zu kräuseln, können Sie einige vorbeugende Maßnahmen ergreifen. Zum einen zählt das regelmäßige Bürsten Ihrer Haare dazu. Verwenden Sie am besten einen Kamm mit groben Zinken oder einen sogenannten Tangle Teezer: Beide sind besser geeignet als feine Haarbürsten, um die natürlichen Öle Ihrer Haare auf dem Kopf zu verteilen. Zum anderen ist es besser, wenn Sie Ihre Haare nicht zu oft waschen, sondern nur alle zwei bis drei Tage.

Für Menschen mit krausem oder gewelltem Haar oder jenen, die ebenfalls unter Frizz leiden, ist es tatsächlich besser, einen Haartrockner zu verwenden. Durch die Hitze verschließen sich die Schuppenschichten schneller und nehmen somit keine Feuchtigkeit aus der Luft auf und beginnen sich aufzuplustern.

Hier sind weitere Tipps gegen Frizz:

  1. Tragen Sie Ihre Stylingprodukte bereits in der Dusche auf oder gleich danach.
  2. Nutzen Sie statt eines Frottehandtuchs ein feinmaschiges glattes Handtuch oder ein altes Baumwoll T-Shirt.
  3. Ploppen Sie Ihre Haare mit einer Duschhaube.
  4. Vermeiden Sie es, Ihre Haare zu berühren, bis sie zu 100% trocken sind.
  5. Benutzen Sie einen Kopfkissenbezug aus Seide oder Satin.
  6. Nutzen Sie zum Definieren Ihrer Locken eine Stylingbürste.

Babyhaare oder Haarbruch?

Obwohl Babyhaare bei vielen Frauen mehr Grauen als Freude auslösen (denn sie entwickeln gerne ein Eigenleben), sollte man sich eigentlich über ihre Anwesenheit freuen. Denn der feine Haarflaum ist ein gutes Zeichen: dafür, dass der Haarwuchs angeregt ist und Haare und Kopfhaut gesund sind, wodurch die neuen Härchen wachsen können.

Ähnlich dem ersten Flaum eines Neugeborenen, sind die Babyhaare frisch und unberührt - und sollten deshalb weich und gesund aussehen. Zudem wächst der feine Haarflaum an der Stirn normalerweise auf einer Länge nach. Entdecken Sie jedoch ungleichmäßige Haarstummel, die darüber hinaus stumpf und trocken aussehen oder sogar sichtbar gespaltene Enden haben, dann handelt es sich hierbei um Haarbruch.

Die richtige Haarpflege

Die richtige Haarpflege ist das wirksamste Mittel gegen Frizz-Haare. Bedenke, dass Frizz oftmals von trockenen Haaren herrührt. Verwende anstelle von silikonhaltigen Shampoos ein Naturkosmetik-Shampoo. Erstere sorgen zwar für einen äußeren Glanz der Haare, trocknen sie aber von innen aus, da keine Pflegestoffe durch die Silikonschicht gelangen. Naturkosmetik-Shampoos hingegen nutzen die Pflegekraft natürlicher Stoffe. Die Haarwäsche raut die äußere Schuppenschicht etwas auf. Eine Spülung (in Naturkosmetik-Qualität) hilft dabei, die Schuppenschicht wieder zu schließen.

Gestalte deine Haarpflege mit einem Fokus auf hochwertige Naturkosmetik-Produkte und vor allem so, dass die Haare möglichst wenigen Belastungen ausgesetzt werden. Durch schonende Pflege und Behandlung verhinderst du nicht nur Spliss und spröde Haare, sondern auch Frizz.

Weitere Tipps für die Haarpflege:

  • Weniger Haarwäschen: Die Haarwäsche entfernt das natürliche Fett, das aus den Talgdrüsen in der Kopfhaut stammt. Mit der Zeit trocknen die Haare immer mehr aus, weil ihnen das natürliche Fett entzogen wird.
  • Richtig Föhnen: Am schonendsten ist es, wenn du deine Haare lufttrocknen lässt. Am besten ist es, lockiges Haar an der Luft trocknen zu lassen, damit die Locken definierter werden. Glattes Haar kannst du vorsichtig und bei nicht zu hoher Temperatur föhnen.
  • Vermeide Glätteisen und Lockenstab: Glätteisen und Lockenstab arbeiten mit noch mehr Hitze als der Föhn und trocknen die Haare bei häufiger Nutzung aus.

Indem Sie diese Tipps befolgen und die richtige Pflege für Ihr Haar wählen, können Sie abstehende Haare am Hinterkopf vermeiden und gesundes, glänzendes Haar erhalten.

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