Viele Menschen, die eine Chemotherapie durchlaufen haben, freuen sich darauf, wenn ihre Haare wieder wachsen. Doch oft ist alles anders: die Haare sind heller, grauer oder dunkler als zuvor. In diesem Artikel erfahren Sie, wann und wie Sie Ihre Haare nach einer Chemotherapie wieder färben können, um sich wieder wohlzufühlen.
Eine Chemotherapie zerstört Zellen, die sich schnell teilen, wie Krebszellen. Leider betrifft dies auch die Haarwurzeln. Die Behandlung kann aus mehreren Teilen bestehen, die unterschiedlich stark auf die Haarwurzeln wirken. Je nach Krebsart gibt es auch Chemotherapien, bei denen das Haar lediglich etwas dünner wird.
Die ersten Anzeichen sind stumpfes und glanzloses Haar. Einige Tage später fallen die Haare vermehrt aus. Der Haarverlust erfolgt nicht gleichmäßig, und manche kleinen Stellen bleiben länger behaart. Auch Wimpern, Augenbrauen und Schamhaare können betroffen sein, da sich ihre Zellen langsamer teilen.
Es ist wichtig, der Kopfhaut nach der Chemotherapie genügend Zeit zur Regeneration zu geben. Die meisten Experten raten, mit dem Haarefärben mindestens sechs Monate nach Beendigung der Chemotherapie zu warten. Dies gilt auch für die Haare selbst, da die Haarstruktur anfangs noch sehr empfindlich ist. Die Kopfhaut ist nach der Chemo extrem sensibel und kann trocken, juckend oder schuppig sein. Normale Haarfarben, die aggressive Chemikalien enthalten, können diese Symptome verschlimmern und allergische Reaktionen auslösen.
Entscheidend ist, wie stabil Ihre Haare und wie reizfrei Ihre Kopfhaut sind. Das Risiko: Haarbruch, Reizung, allergische Reaktion. Sprich daher vorher bitte mit einem Profi.
Ich helfe dir gerne mit einem einfachen angeleiteten Haarstruktur-Test. Wenn du dir unsicher bist, ob dein Haar bereit ist, analysiere ich deine Struktur gern gemeinsam mit dir.
Die Auswahl an Haarfarben, Techniken und Sorten ist groß. Viele Produkte werben mit Aussagen wie „schonend“, „sensitiv“ oder „natürlich“. Hier sind einige Tipps zur Auswahl der richtigen Farbe und Technik:
Die von außen aufgebrachte Haarfarbe hat auf die Haarwurzeln keine Wirkung. Sie können Ihre Haare und Augenbrauen nach der Chemotherapie jederzeit wieder färben. Um Reizungen der Kopfhaut zu vermeiden, sollten Sie nach Möglichkeit dennoch in den ersten Wochen auf das Färben verzichten.
Nach der Krebstherapie kann man unterstützend auf die Haarwurzeln einwirken, indem man zusätzlich Haarstruktur-Verbesserer einnimmt. Das sind Nahrungsergänzungsmittel mit Aminosäuren, Vitamin H und anderen Zusatzstoffen, wie Zink und Selen. Nach der Krebstherapie kann man die Haarwurzeln unterstützen, indem man spezielle Nahrungsergänzungsmittel einnimmt.
Eine Krebstherapie, die eingesetzt wird, um einen Tumor zu vernichten oder zu verkleinern, hat natürlich auch Auswirkungen auf die Haut. Deshalb wird die Haut trocken oder schuppig und Juckreiz tritt auf. Es kann an den Handflächen und Fußsohlen zu Rötungen kommen, dort ist forcierte Hautpflege angesagt. Mit dieser kann gar nicht früh genug beginnen. Am besten ist es, wenn man schon vor der eigentlichen Krebstherapie damit beginnt und die Haut dann weiter pflegt. Alle Therapieformen, die auch in Kombination zur Anwendung kommen, um einen Krebs zu besiegen, haben die gleiche Auswirkung auf die Haut. Dazu zählt, dass die Haut trocken, dünn und schuppig wird, unter Umständen tritt auch Juckreiz auf.
Ähnlich wie bei Krebsmedikamenten trocknet die Haut vermehrt aus. Es können auch Spätfolgen der Bestrahlung, nämlich ein weißer Hautkrebs, im Bestrahlungsbereich auftreten, aber wenn, dann erst viele Jahre später. Im Bestrahlungsbereich wird die Haut dünner und anfälliger für Ekzeme und andere Hautveränderungen. Gerade während und nach einer Krebstherapie ist die Hautpflege des Körpers besonders wichtig.
Es ergeben sich zum einen in der Pflege verschiedene Probleme, das sind meist sehr trockene und empfindliche Hauttypen, die zu Rötungen und schuppiger Haut neigen. Zum Zweiten gibt es beim Make-Up immer wieder Probleme mit Rötungen, Augenschatten und Augenringen, die abzudecken sind. Darüber hinaus auch Schwellungen in der Augenpartie und der Verlust der Augenbrauen und Wimpern.
Es gibt wunderschöne Highlighter, mit denen man Glanzpunkte im Gesicht setzen kann. Ich habe hier eine Palette von hellen bis zu dunkleren Rosé-Tönen. Ich verwende den hellsten im Inneren des Augenwinkels bei geschlossenem Auge. Unter der Braue können Sie auch ein Highlight setzen, das gibt einen frischen Effekt.
Nägel gehören wie die Haare zu den Hautanhangsgebilde und reagieren natürlich auch auf die Krebstherapie. Sie können brüchig werden, Rillen aufweisen oder trocken werden. Dafür gibt es Nagel Öle und Nagelpflege Balsam Produkte, die hier zur Anwendung kommen können. Das Lackieren der Nägel schadet der Nagelplatte nicht.
Die Krebserkrankung bzw. ihre Behandlung bringen große psychische und körperliche Belastungen und Veränderungen mit sich. Sich wohl zu fühlen und sich als attraktiv zu empfinden, steigert das Selbstbewusstsein, hilft Kraft zu schöpfen und fördert letztendlich den Heilungsprozess.
Der Austausch mit der Familie, Freund*innen oder anderen Betroffenen über Sorgen und Ängste im Zusammenhang mit der Krebserkrankung erleichtert und trägt weiter zum seelischen Wohlbefinden bei. Fachpersonal wie Ärzt*innen, Pflegekräfte oder Psycholog*innen/Seelsorger*innen können helfen, die schwere Zeit der Krebserkrankung besser zu verarbeiten. Und auch mit der Unterstützung von speziell für Krebskranke geschulten Kosmetiker*innen, Friseur*innen/Perückenhersteller*innen und Imageberater*innen gelingt es, mit den durch die Krebserkrankung hervorgerufenen Veränderungen umzugehen.
| Aspekt | Empfehlungen |
|---|---|
| Wartezeit vor dem Färben | Mindestens 6 Monate nach Chemoende |
| Haarprodukte | Ammoniakfreie Tönungen, Pflanzenhaarfarben |
| Färbetechnik | Strähnen statt Komplettfärbung |
| Hautpflege | Milde, seifenfreie Lotionen, Aloe vera, Avocadoöl |
| Make-up | Parfumfreie, allergiegetestete Produkte |
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