Die A- und B-Achse im Friseurbereich: Eine umfassende Erklärung

Die Welt der Friseure ist voller Fachbegriffe und Techniken, die für den Laien oft schwer zu verstehen sind. In diesem Artikel werden wir uns mit einigen grundlegenden Konzepten beschäftigen, darunter die A- und B-Achse, die verschiedenen Haarschnittformen und die Techniken, die Friseure anwenden, um das Beste aus Ihrem Haar herauszuholen.

Jeder Kopf hat mit Namen versehene Bereiche. So können sich Friseure untereinander schnell über Stylingideen, neue Ansätze und Aufgaben verständigen.

Die A- und B-Achse: Einteilung des Kopfes

Um eine Frisur präzise zu gestalten, teilen Friseure den Kopf in verschiedene Bereiche ein. Zwei wichtige Bezugspunkte sind die A- und B-Achse:

  • A-Achse: Quasi der Mittelscheitel, der bis in den Nacken durchgezogen wird.
  • B-Achse: Ausgehend von der A-Achse wird dann auf jeder Seite noch ein Scheitel gezogen, bis zu den Ohren. Zack, schon hat man eine B-Achse.

Diese Achsen dienen als Grundlage für die Einteilung des Haares und ermöglichen es dem Friseur, den Schnitt präzise zu planen und umzusetzen.

Grundlegende Haarschnitte

Jeder Friseur sollte die Grundschnitte beherrschen, da jeder Haarschnitt aus einer Kombination dieser Grundformen besteht:

  • Kompakte Form: Das kürzeste Haar befindet sich im Nacken, das längste am Oberkopf. Die Haare treffen sich alle auf einer Länge.
  • Einheitlich gestufte Form: Alle Haare sind gleich lang und im 90-Grad-Winkel der Kopfrundung angepasst.
  • Ansteigend gestufte Form: Hier werden die Haare so geschnitten, dass sie nach oben hin länger werden.
  • Fasson: Ein Haarschnitt, bei dem das Haar in verschiedenen Längen geschnitten wird, um eine bestimmte Form zu erzielen.

Der Schnitt, an dem ich mich versuche, nennt sich kompakte Form und ist einer der vier Grundschnitte, die jeder Friseur aus dem Effeff können muss. Und angeblich der einfachste.

Einfacher Herrenhaarschnitt | Schritt für Schritt Anleitung

Die richtige Technik ist entscheidend

Nicht nur der Schnitt selbst, sondern auch die Technik, mit der er ausgeführt wird, ist entscheidend für das Ergebnis. Hier sind einige wichtige Aspekte:

  • Die richtige Scherenhaltung: Mit Daumen und Ringfinger halten. Beim Schneiden bewegt sich nur der Daumen nach unten und nach oben.
  • Gleichmäßiges Befeuchten des Haares: Denn nasses Haar ist dehnbarer, also länger, als trockenes. Und der Schnitt soll ja möglichst exakt werden.

Es sollte eine Gebrauchsanweisung dafür geben, wie man eine Schere zu halten hat. Denn das ist viel schwieriger als gedacht. Jedenfalls wenn es um Friseurscheren geht. Die Nachwuchsstylistin Manija Biebow zeigt es mir noch einmal. Mit Daumen und Ringfinger halten. Das Auge, wie sie die Schraube in der Mitte nennt, schaut mich an. So weit, so gut. Jetzt kommt der schwierige Teil. Beim Schneiden bewegt sich nur der Daumen nach unten und nach oben.

Möglichst gleichmäßig. Denn nasses Haar ist dehnbarer, also länger, als trockenes. Und der Schnitt soll ja möglichst exakt werden. Ich löse die Klemmen, um die nächsten Haarpartien, die geschnitten werden sollen, herunterzulassen.

Balayage: Natürliche Highlights für Ihr Haar

Eine besonders beliebte Technik ist die Balayage, bei der Highlights freihändig ins Haar gemalt werden. Hierbei wird die Farbe in einer "Kehrbewegung" auf die Haarsträhnen aufgetragen, wobei zum Ansatz hin weniger Farbe verwendet wird, um einen natürlichen Verlauf zu erzielen.

Der Balayage-Look basiert auf zarten Highlights, die mit einem Pinsel aufgetragen werden. Balayage ist der Haarfarben-Trend der Stunde, denn mit der angesagten Freihand-Färbetechnik können Highlights ins Haar gezaubert werden, die besonders natürlich und harmonisch wirken.

Die Balayage-Technik wurde ursprünglich in den 1970ern in Frankreich entwickelt. Der Name ist abgeleitet vom französischen Wort ‚balayer‘, was so viel heißt wie ‚kehren‘ oder ‚fegen‘ und verrät, wie die Farbe bei der Balayage-Technik auf die Haare aufgetragen wird. Bei dieser Methode des Farbauftrags wird vom Friseur die zu bearbeitende Strähne zwischen Daumen und Zeigefinger gehalten. Mit dem Pinsel wird die Haarfarbe in „Kehrbewegung“ auf die Haarsträhnen aufgetragen. Am häufigsten färben Friseure die Balayage in Blond, doch auch eine Balayage in Braun, Rot oder anderen Haarfarben sieht toll aus.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für Balayage

  1. Für eine Balayage separiere die Haare am Vorderkopf durch den natürlichen Scheitel und teile Vorder- und Hinterkopf durch die B-Achse ab.
  2. Nun am Hinterkopf das Nackenpanel horizontal über den Atlasknochen vom Wirbelbereich separieren.
  3. Beginne horizontal im Nacken die Haarfarbe auf eine ca.
  4. Nehme nur wenig Blondierung oder Farbe mit dem Pinsel auf, um eine perfekte Kontrolle beim Auftragen auf die Haare zu behalten.
  5. Anschließend die Strähne mit den Fingern straffen und die Blondierung oder Farbe in leichten „Kehrbewegungen“ von den Längen zum Ansatz hin in einer V-Form auftragen.
  6. Zum Ansatz hin wenig Blondierung oberflächlich „aufstreichen“ und zur Spitze hin satter arbeiten.
  7. Arbeite am Vorderkopf mit diagonal nach vorne führenden Sektionen.

Haarpflege: Das A und O für gesundes Haar

Neben dem richtigen Schnitt und der passenden Farbe ist die richtige Haarpflege entscheidend für gesundes und glänzendes Haar. Hier sind einige Tipps:

  • Die Wahl des richtigen Shampoos: Volumen für feines, Protein für gefärbtes, Jojoba für langes, festes Haar, Derma bei sehr empfindlicher Kopfhaut und Balance für die Herren.
  • Regelmäßige Kuren: Gönnen Sie Ihrem Haar einmal wöchentlich eine Pflege mit einer reichhaltigen Kur. Nach 15 Minuten Einwirkzeit ist Ihr Haar sichtlich erholt und geschmeidig.

Der Kunde wird immer gefragt, ob er auch eine Kur dazu möchte. "Haare bestehen aus Protein und Keratin", sagt Manija während wir zum Waschbecken hinübergehen. Die Kundin, die darauf wartet, mit einer Kopfmassage verwöhnt zu werden, hat wunderschönes dickes und langes Haar. Ein Fall für Jojoba. Allerdings hat sie auch Strähnen, was eher für Protein-Shampoo spricht. Von dem nimmt Manija auch einen Klecks in die Handfläche ihres Handschuhs. Mehr braucht sie von dem Konzentrat nicht. Ein bisschen Wasser dazu und schon schäumt es.

Friseur: Mehr als nur Haareschneiden

Das klassische Bild des Friseurs verschwindet immer mehr, Anforderungen sind vielfältig geworden. "Der Friseur wird immer mehr zum Schönheitsdienstleister", bestätigt Willi Decker. "Wir wollen dem Kunden keine Mode aufstülpen, sondern entwickeln gemeinsam eine Frisur, die zum Typ passt", sagt er. Deckers Credo: "Lebe deinen Stil."

So gibt es zur Gala- und Hochzeitsfrisur auch das passende Make-up.

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