Der 70er Jahre Frisur Pony: Ein Revival des Retro-Chic

Nicht mehr lange, und wir können endlich wieder zum Friseur gehen. Und wir finden: Es ist höchste Zeit, mal wieder einen neuen Frisuren-Trend auszuprobieren. Die 70er-Jahre sind zurück! Und zwar so was von! Das, was in puncto Fashion mit der Rückkehr der Schlaghosen, Pullunder und Langschaftstiefeln begonnen hat, wird im Beauty-Look fortgeführt.

Aber nicht nur modisch war das Jahrzehnt ein Hingucker, auch in Sachen Beauty haben die 70er-Jahre ihre Erkennungsmerkmale geschaffen, wie beispielsweise der sogenannte "Waft Fringe". Ein Pony-Trend, der vielen von uns in Erinnerung geblieben sein dürfte. Damals trugen Schönheiten wie Brigitte Bardot oder Farah Fawcett den weich fallenden Pony.

Für diejenigen, die sich an den Retro-Ponytrend nicht mehr erinnern: Kein Problem, denn man sieht ihn jetzt immer häufiger bei den Fashionistas auf Instagram. Wir verraten euch, was den Pony-Trend so besonders macht und warum auch wir ihn uns für 2021 unbedingt schneiden lassen wollen.

Dieser Pony ist der Schlüssel zur perfekten 70er-Jahre-Frisure: der Waft Fringe. Möglicherweise liegt es daran, dass wir schon so lange nicht mehr zum Friseur gehen konnten, vielleicht aber auch an unserer großen Begeisterung für die 70er-Jahre-Frisur von Jenna Coleman in der BBC-Serie "The Serpent" - so oder so, der "Waft Fringe" ist der neueste Pony-Trend und wir lieben ihn jetzt schon.

Die 70er Jahre feiern nicht nur in Form von ABBAs neuem Album ein Comeback. Auch ein Haartrend von damals ist zurück: der Waft Fringe. Vor 50 Jahren trugen Ikonen wie Brigitte Bardot (87), Farrah Fawcett (1947-2009) oder Goldie Hawn (76) den "wehenden Pony". Influencerin Matilda Djerf (24) hat die Frisur nun zu ihrem Signature-Look gemacht und zeigt, dass der Trend wunderbar ins Jahr 2021 passt. Auch Sängerin Lizzo (33) hat an der Frisur gefallen gefunden.

Die Frisur wird unter anderem auch "Curtain Fringe" genannt. Übersetzt heißt das soviel wie "Vorhang-Pony". Denn bei dieser Style-Art des Ponys dürfen die Strähnen auch mal über die Augen wachsen und dann zur Seite geföhnt werden. Somit ist der Trend nicht nur vielseitig stylbar, sondern auch absolut Corona-konform.

Außerdem ist der "Waft Fringe" die perfekte Möglichkeit für all diejenigen, die immer ein Pony wollten, sich allerdings nie so richtig getraut haben. Der Pony wird seitlich geschnitten und ist mit einem sanften Übergang zu den restlichen Haaren eine harmlose Variante des klassischen Ponys.

Aber das war noch nicht alles. Die Trend-Frisur aus den 70er-Jahren hat noch einen weiteren Vorteil: sie steht so gut wie jeder Frau. Denn nicht nur in Bezug auf die eigene Haarlänge ist der Pony anpassungsfähig, auch was die Haarstruktur angeht ist der Trend sehr kompatibel. In Sachen Styling lässt sich der Pony-Trend ebenfalls als besonders pflegeleicht einstufen.

Von wegen 20-Minuten-Fönfrisur, Glätteisen, Lockenwickler oder unzählige Haarstecknadeln: Besonders hübsch sieht der Pony aus, wenn du ihn schlicht und einfach im Undone-Look stylst. Je nach Haartyp, kannst du dein Haar auch ganz easy an der Luft trocknen lassen. Die daraus entstandenen leichten Wellen sorgen für einen voluminösen Look, der mit einem Haarspray fixiert werden kann. Ein Haaröl für die Spitzen sorgt für ein glänzendes Finish.

Fashion Girls lassen sich jetzt den Gringe schneiden beziehungsweise vielmehr herauswachsen. „Gringe“ steht nämlich für „grown out fringe“, die herausgewachsene, fransige Version eines Ponys. Mehr Retro-Feeling in einer Frisur geht nicht.

Der Pony ist fransig geschnitten und fällt lässig in die Augen wie bei Jane Birkin, Jeanette Madson oder als Curtain Fringe wie ein Vorhang à la Brigitte Bardot. Für den 70's-Vibe unbedingt im Undone-Look stylen!

Tatsächlich schmeichelt der Pony jeder Gesichtsform, wie zahlreiche Instagram-Posts beweisen. Längliche Gesichter werden komprimiert, rundliche Gesichter durch die langen Stirnfransen optisch gestreckt. Eckige Formen wirken weicher und ovale Gesichter können sowieso alles tragen. Und noch dazu funktioniert der lange Pony bei Bob-Frisuren, genauso wie für Ponytails, Buns und zur Wallemähne.

Die Trendfrisur Gringe schummelt gut und gerne ein Paar Jahre jünger. Schaut euch nur Heidi Klum und Caroline de Maigret an. Der Gringe fällt lässig ins Gesicht und versteckt so die ein oder andere Stirn- bzw. Zornesfalte.

Einzige Voraussetzung für den Look: Dein Haar sollte nicht zu fein sein, denn seine volle 70's-Wirkung kann er nur entfalten, wenn Volumen da ist. Mitteldickes bis dickes Haar sind für den langen Pony also perfekt. Super praktisch: Der Gringe eignet sich auch als Übergangsfrisur. Nicht umsonst heißt er so. Wer also seinen Pony herauswachsen lassen will, liegt jetzt auch noch absolut im Trend. Und wem die Strähnen dann doch irgendwann zwischen den Augen nerven, der lässt sie einfach weiter wachsen und stylt sie im Curtain Fringe. Sind die Strähnen lang genug, kannst du sie bald hinter die Ohren streichen.

Styling-Tipps für den 70s Fringe

Wer sich beim Friseur für einen Pony entscheidet, bereut es oftmals später. Die neuen Stirnfransen wollen trotz aller Bemühungen einfach nicht so chic aussehen, wie nach dem Haarstyling vom Profi oder auf der Vorlage vom Runway. Und überhaupt wird die Frisur im Alltag schnell lästig - spätestens wenn die Kontur des Ponys laufend wieder gestutzt werden muss. Diese Nachteile fallen bei einem 70s Fringe weg, denn er ist dankbar lässig und pflegeleicht und damit die wohl passendste Trendfrisur für unsere gegenwärtigen Zeiten und für 2021.

Im Gegensatz zu anderen Pony-Frisuren - man denke da an den extravaganten Micro Pony - lässt sich der 70ies Fringe für viele Gesichtsformen und Haarschnitte umsetzen. Das zeigten für Herbst/Winter 2020/21 Labels wie Christian Dior, Victoria Beckham oder Celine, bei denen die Trendfrisur in Kombination mit allen denkbaren Stylings eingesetzt wurde, von Bob auf einer Länge über rockigen Shag bis hin zu langen Haaren.

Während glatte Haare mit einem Pony im Stil der 70er Jahre etwas weniger akkurat und konservativ aussehen, entfaltet die Pony-Frisur vor allem bei sanften Wellen oder Locken ihren vollen Effekt und erinnert an die Blütezeit des Rock'n'Roll, auch ganz ohne passendes Outfit.

Das beliebteste Styling für den 70er-Jahre-Pony ist leicht gewellt und bewusst zerzaust. Dafür föhnt man die Haare des Ponys nach der Haarwäsche über eine Rundbürste und fixiert sie anschließend mit etwas Haarspray. Optional können einzelne Strähnen mit etwas Haarcreme oder -wachs herausgezupft werden oder der Pony in der Mitte geteilt werden. Aber auch als super sleekes Haarstyling eignet sich die Trendfrisur gut. Dann glättet man die Haare vorab und fixiert sie für mehr Halt mit einem Spray. Bei Locken oder Naturwellen erledigt sich das Pony-Styling übrigens oft von alleine: Hier dürfen die einzelnen Strähnen ganz natürlich springen oder nur leicht mit einem Haarstyling-Produkt gezähmt werden.

Die Entscheidung für die nonchalante Trendfrisur mit Pony kann sich jetzt auch auf lange Sicht lohnen. Denn auch in der kommenden Saison für Frühjahr/Sommer 2021 bleibt das Haarstyling mit Strinfransen angesagt, wie die Beauty-Looks von Labels wie Hermès, Valentino oder Louis Vuitton beweisen.

Es lohnt sich, diesen Pony-Trend auszuprobieren, wenn Sie eine Veränderung wünschen, aber sich noch nicht an einen kompletten Pony herantrauen, oder auch wenn Sie der festen Überzeugung sind, dass ein Pony einfach nicht zu Ihrer Gesichtsform passt. Der "Waft Fringe" ist weicher, lockerer und kann auf unzählige Weisen gestylt werden, ganz nach Ihrem persönlichen Stil oder dem Anlass. Es ist ein schmeichelhafter Look, der wunderbar mit der French-Girl-Ästhetik harmoniert und wenig Aufwand erfordert. Fawcetts Pony ist besonders voluminös und dynamisch, aber genauso schön ist eine softere, zurückhaltendere Variante.

Laut Guido Palau, Hairstylist und Contributing Beauty Editor bei der britischen VOGUE, kann jeder einen Pony tragen. Wichtig sei, dass man den Pony trägt und sich nicht vom Pony tragen lässt. Für den "Waft Fringe" verrät er, mit welchen Styling-Methoden man den ganz besonderen "Unfinished"-Effekt erhält, der die Frisur so besonders macht: "Ich würde einen Fön und eine Rundbürste verwenden, und den Pony teilen, um diesen gewissen 70er-Jahre-Look zu bekommen."

Für den Alltag empfiehlt der Experte, das Haar mit Wasser zu besprühen, anschließend etwas Struktur-Spray von Bumble & Bumble aufzutragen und dann eine Haube oder ein Haarnetz zu tragen, während das Haar trocknet. "Dadurch erhält man eine natürliche Textur", erklärt er.

Wenn man an die Haarstyles der 1970er Jahre denkt, fallen einem wilde Föhnfrisuren und XXL-Volumen ein. Und auch heute noch kommt der Föhn zum Einsatz, wenn es ans Waft-Fringe-Styling geht. Mithilfe einer Rundbürste und dem Föhn zaubert man Volumen ins Haar. Für den Pony im Brigitte-Bardot-Style wird die Rundbürste unter den Haaren angesetzt, für den Pony à la Farrah Fawcett über den Haaren und mit dem Föhn von unten. Anschließend wird das Ganze mit einer Menge Haarspray fixiert.

Die wohl schwungvollste Frisur der Siebziger ist vor allem für ihre üppigen Außenwellen bekannt. Und für ihre berühmteste Trägerin: Farrah Fawcett ("Drei Engel für Charlie") machte die Föhnwelle nicht nur populär, sondern gleich zu einem Ikonen-Look! Und der kehrt heute in einer etwas softeren Form zurück.

Perfekter Pony: Welcher Schnitt passt zu deiner Gesichtsform?

Und so geht's: Verteilen Sie eine walnussgroße Menge Schaumfestiger im handtuchtrockenen Haar und föhnen es dann über eine Rundbürste trocken, das bringt schon von Ansatz an Schwung und Volumen. Wickeln Sie danach die Ponypartie und die vorderen Längen um einen Lockenstab. Und zwar drehen Sie dabei die Strähnen nach außen, also weg vom Gesicht. Auskühlen lassen und anschließend sanft durchbürsten.

Tücher waren das Haar-Accessoire der Siebzigerjahre - und sind es heute wieder! Greifen Sie dabei am besten zu feinen Stoffen wie zum Beispiel Seide, das sieht superedel aus und ist angenehm zu tragen.

Und so geht's: Kämmen Sie Ihr Haar gut durch und besprühen es großzügig mit Hitzeschutz. Nehmen Sie nun ein Glätteisen zur Hand und stylen damit das Haar Strähne für Strähne glatt. Fixieren Sie anschließend alles mit Haarspray und legen ein Tuch breit gefaltet um die Stirn und Ansatz, nur der Hinterkopf und die Längen bleiben frei.

Der kürzeste Weg zurück in die 70er führt über einen Pony. Vor allem kompakte Stirnpartien, die weich über die Augenbrauen fallen, bringen uns den Flair von damals wieder. Das Tolle daran: Der Ponytrick klappt mit jeder Haarlänge.

Und so geht's: Verreiben Sie eine kleine Prise Volumenpuder zwischen den Fingerspitzen und kneten damit die Ponypartie durch. Das verleiht den Haaren mehr Griffigkeit und Fülle, der Pony sieht auch bei dünnem Haar gleich viel voluminöser aus.

Anarchie auf dem Kopf! In den Siebzigern wurde gegen Strenge, Spießigkeit und die dazugehörigen Frisuren rebelliert. Möchten Sie dem 70er-Trend folgen, sind also relaxte Undone-Looks statt formeller Hairstyles gefragt.

Und so geht's: Besprühen Sie Ihre Haare mit einem texturierenden Salzspray, um sie danach in Wellenform zu kneten. Teilen Sie auf jeder Seite eine Partie ab und flechten sie jeweils nach hinten bis zur Mitte zu einem lockeren Zopf - egal ob als French Braid oder im Fischgräten-Style. Nehmen Sie die beiden Stränge an ihren offenen Enden zusammen und binden sie am Hinterkopf mit einem Haargummi fest.

Typisch für die Siebziger und immer ruckzuck gestylt ist der Mittelscheitel-Look. Klassischerweise zeigt er sich mit langen glatten Haaren, die sowohl im Alltag als auch zu festlichen Anlässen begeistern.

Und so geht's: Verteilen Sie eine haselnussgroße Menge Anti-Frizz-Lotion im trockenen Haar und bürsten es anschließend glatt. Ziehen Sie dann mit der spitzen Seite eines Stielkamms eine gerade Linie vom Stirnansatz über den Oberkopf. Anhand dieses Scheitels können Sie das Haar nun akkurat in der Mitte teilen.

Eine lässige Wallemähne transportiert den Spirit der Siebziger besonders stilecht: wild, frei und unangepasst. Wenn auch Sie aus Ihrem gewohnten Haar-Alltag ausbrechen möchten, ist das der perfekte Haarlook für Sie!

Und so geht's: Besprühen Sie nach dem Waschen die noch feuchten Haare mit einem texturierenden Salzspray. Kneten Sie alles mit den Händen gut durch, so verteilt sich das Produkt besser und Ihre Mähne bekommt eine schöne weiche Wellenstruktur. Nehmen Sie nun einen Föhn zur Hand und pusten die Haare auf der niedrigsten Stufe trocken, dabei weiter kneten. Extra-Tipp: Ein Diffuser-Aufsatz kann die Wirkung verstärken.

Und jetzt die gute Nachricht für alle Frauen mit krausem Haar: Es gibt eine Frisur der Disco-Ära, die allein für Sie bestimmt ist! Neben lässigen Langhaar-Styles waren in den Siebzigern nämlich auch opulente Afros angesagt, die den Kopf voluminös umhüllten und teilweise bis hinunter zur Schulter reichten. Das ist heute nicht mehr ganz so extravagant, die Haare bleiben im Nacken kurz, haben aber nach oben hin freies Spiel.

tags: #70er #jahre #frisur #pony

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