Kein Osterbrunch ohne Hefezopf! Jedes Jahr überlege ich mir eine neue Variante, wie ich meinen Hefezopf flechten kann, damit er besonders hübsch aussieht. Also habe ich mich durch unzählige Tutorials gewühlt, um nachvollziehen zu können, wie man einen unförmigen Teigklumpen in ein geflochtenes Meisterwerk verwandelt.
Falls ihr euch ähnlich schwer mit der Choreographie beim Hefezopf flechten tut, seid ihr hier genau richtig. Denn ich habe meine Erkenntnisse in einer einfachen Hefezopf-Anleitung mit Bildern gesammelt, die hoffentlich auch die größten Flecht-Dilettanten (neben mir) verstehen. Vom faulen Osterzopf mit einem Strang bis hin zum instagramtauglichen Zopf mit fünf Strängen auf einmal ist hier alles dabei, was das Herz zum Osterbrunch begehrt.
Um das hinzukriegen, muss man aber erst mal den Hefezopf flechten. Am besten mit richtig vielen Strängen für extra viele Verflechtungen. Und ich muss sagen: SO schwierig ist das gar nicht!
Hier liebe ich ja die Einbuchtungen an den Flechtstellen am meisten, weil der Teig drum herum so appetitlich aufplatzt - und natürlich, weil sich der Zuckerguss im Fall einer Glasur darin schön sammeln kann.
Ein fertig geflochtener Hefezopf.
Beim Backen mit Hefeteig ist etwas Geduld gefragt. Der Teig sollte zwischen den einzelnen Arbeitsschritten immer wieder mit einem sauberen Küchentuch abgedeckt werden und für kurze Zeit an einem warmen Ort ruhen, um sich von den Strapazen zu erholen. Chemisch gesehen braucht der Teig die Pause, damit die Glutenstränge nicht zerfallen und der Teig elastisch bleibt und schön aufgeht. Die Folge: ein extra softer Hefezopf.
Ruhezeiten für den perfekten Hefezopf:
Damit der Hefezopf beim Backen goldbraun wird, bepinselt ihr den fertig geflochtenen Zopf nach dem Gehen mit verquirltem Ei. Darauf haften zudem Toppings wie Mandelblättchen, Nusssplitter oder Hagelzucker besser. Goldbraun ist gut, schwarzbraun eher weniger. Wenn ihr bemerkt, dass euer Hefezopf im Ofen dunkel wird, ehe die Backzeit abgelaufen ist, könnt ihr ihn von oben mit einem Stück Alufolie oder Backpapier abdecken und so den Bräunungsgrad kontrollieren.
Flechtanleitung für den Hefezopf: Der Hefeteig ist geknetet und aufgegangen? Prima, dann kann es ans Hefezopf flechten gehen. Als ersten Schritt solltet ihr euch überlegen, wie viele Teigstränge ihr verarbeiten möchtet. Der Teig wird nämlich zunächst in die benötigte Anzahl von Portionen eingeteilt. Die daraus gerollten Stränge sollten 30-45 cm lang sein und jeweils die gleichen Maße haben. Am leichtesten geht das, wenn ihr die einzelnen Teigteile abwiegt.
Meine Empfehlung: Hefezopf direkt auf dem Blech flechten. So vermeidet ihr, dass alles auseinanderfällt, wenn ihr den fertig geflochtenen Zopf vom Tisch aufs Backblech hievt. Das Blech legt ihr vorher mit Backpapier aus. Bemehlen müsst ihr die Fläche nicht extra, denn der Teig bleibt in der Regel weder an Unterlage noch Fingern kleben.
Wollt ihr den Hefezopf füllen, ist jetzt auch dafür die Zeit gekommen. Rosinen, kleingehackte Nüsse oder Mohn könnt ihr direkt mit dem Teig verkneten. Für mehr Abwechslung könnt ihr sogar jedem Strang eine andere Füllung verpassen.
Hefezöpfe können die verschiedensten Formen annehmen. Hier sind einige Anleitungen, um verschiedene Flechtmuster zu erstellen:
Zum Flechten braucht man mindestens zwei Stränge? Nö. Schon aus einem einzigen Teigstrang lässt sich ein prächtiger Hefezopf flechten. Mit einem Einstrangzopf spart ihr bei der Vorbereitung Zeit, da ihr den Teig nicht extra portionieren müsst.
So flechtet ihr den Hefezopf mit 1 Strang:
Tipp: Ihr könnt es euch sogar noch einfacher machen und einfach die beiden Enden eures Teigstrangs verknoten. Idiotensicher und trotzdem hübsch!
Kreuz und quer geht’s beim Hefezopf mit zwei Strängen. Diese Variante wird nicht umsonst Kreuzzopf genannt und sieht ein bisschen nach moderner Kunst aus. Dabei ist der zweisträngige Hefezopf schnell gemacht. Flechten im Sinne von drüber und drunter Weben gibt’s hier nämlich nicht. Die beiden gegenüberliegenden Stränge wechseln lediglich über Kreuz ihre Position und werden fröhlich übereinandergestapelt. Weil es die Vertikale ausnutzt, ist das 2-Strang-Modell auch als „hoher Hefezopf“ bekannt.
Ein Kreuzzopf in der Entstehung.
So flechtet ihr den Hefezopf mit 2 Strängen:
Wenn ihr einen Hefezopf mit klassischem Flechtmuster wollt, unterteilt ihr den Hefeteig in drei gleich große Rollen (30-40 cm Länge). Wie beim Haare flechten werden die äußersten Stränge immer abwechselnd zur Mitte geschlagen.
So flechtet ihr den Hefezopf mit drei Strängen:
Ist euch ein dreisträngiger Osterzopf zu mickrig, könnt ihr ihn mit vier Strängen in die Breite ziehen. Ab drei Strängen wird daraus eine Kombination aus Flechten und Weben. Klingt tricky? Keine Angst, im Grunde ist das Ganze sogar einfacher als der Klassiker, denn hier wechselt ihr euch beim Flechten nicht zwischen zwei Strängen ab, sondern arbeitet nur mit einem einzigen Strang.
So flechtet ihr den Hefezopf mit 4 Strängen:
Ein Hefezopf mit 5 Strängen klingt vielleicht kompliziert, ist aber nicht viel schwieriger zu flechten als ein 4-Strang-Zopf. Die Grundtechnik bleibt gleich, mit dem einzigen Unterschied, dass ihr euren Arbeitsstrang diesmal vier statt drei Stränge weiterwandern lasst. Beginnt wie beim viersträngigen Hefezopf beim äußersten rechten Teigstrang und arbeitet euch Strang für Strang nach links zur ersten Teigrolle vor.
So flechtet ihr den Hefezopf mit 5 Strängen:
tags: #4 #zöpfe #flechten #anleitung
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