1000 Haare beim Waschen: Ursachen und Lösungen

Viele Menschen bemerken, dass sie beim Haarewaschen mehr Haare verlieren als sonst. Es ist durchaus normal, dass Menschen beim Haare waschen auch mal einige Haare verlieren. Es ist normal, dass es bei Haarwäschen zu einem gewissen Haarschwund kommt.

Experten sagen, dass der durchschnittliche Mensch etwa 50 bis 100 Haare pro Tag verliert. Beim Waschen der Haare können einige dieser ausgefallenen Haare mit dem Shampoo in der Badewanne oder der Dusche ausgespült werden.

Haarausfall – Ursachen und Behandlung | ZAVA Online-Arztpraxis

Während Sie Ihre Haare waschen, wird die Kopfhaut durch die Einarbeitung des Shampoos massiert und mechanisch beansprucht.

Dies kann dazu führen, dass bereits lose oder geschwächte Haare ausfallen. Die Kombination aus Wasser, Shampoo und Reibung kann den Haarfollikeln helfen, die Haare zu lockern und sie leichter freizugeben. So oder so wären die Haare aber in den folgenden Tagen ausgefallen.

Auch wenn Sie nur gelegentlich die Haare waschen, können sich über einen längeren Zeitraum mehr lose Haare auf der Kopfhaut ansammeln. Wenn Sie Ihre Haare waschen, fallen die bereits losen Haare, die sich bereits in der Ruhephase befinden, aus. Solange die Menge an Haaren nicht weit über 100 pro Tag liegt und die Haarpracht nicht merklich abnimmt, ist dies zunächst normal.

Darüber hinaus kann es aber noch weitere Gründe haben, warum es zu Haarausfall bzw. Haare. ohne dass krankhafte Veränderungen vorliegen müssen. Haare. und nachgewachsenen Haare gibt.

Ursachen für verstärkten Haarausfall beim Waschen

Es gibt verschiedene Faktoren, die zu verstärktem Haarausfall beim Waschen führen können:

  1. Genetische Veranlagung: Die häufigste Ursache für Haarausfall ist eine genetische Veranlagung, die als androgenetische Alopezie oder erblicher Haarausfall bekannt ist. Dies betrifft sowohl Männer als auch Frauen und führt zu einem allmählichen Ausdünnen der Haare - ganz unabhängig von der Haarpflege.
  2. Hormonelle Veränderungen: Veränderungen des Hormonhaushalts und Hormonstörungen können Haarausfall und übermäßigen Haarverlust auslösen oder verstärken. Beispiele dafür sind Schwangerschaft, Geburt, Wechseljahre oder hormonelle Störungen wie Schilddrüsenprobleme, die sich negativ auf das Haarwachstum auswirken.
  3. Medikamente und Behandlungen: Bestimmte Medikamente und medizinische Behandlungen können Haarausfall als Nebenwirkung verursachen. Beispiele sind Alopecia areata (kreisrunder Haarausfall), Autoimmunerkrankungen, Entzündungen und Pilzerkrankungen der Kopfhaut, Schuppenflechte, Eisenmangelanämie und bestimmte Hauterkrankungen.
  4. Stress und emotionale Belastungen: Ein starkes emotionales oder physisches Trauma, intensive Stressphasen oder belastende Ereignisse können zu vorübergehendem Haarausfall führen. Das Problem ist als telogenes Effluvium bekannt.
  5. Mangelernährung und Vitaminmangel: Eine unausgewogene Ernährung oder ein Mangel an bestimmten Nährstoffen wie Eisen, Zink, Vitaminen (insbesondere Biotin und Vitamin D) und Proteinen kann zu Haarausfall beitragen.
  6. Haarbehandlungen und Styling: Übermäßige Hitze, aggressive chemische Behandlungen (wie Dauerwellen oder Haarglätten), eine enge Frisur (z. B. Zöpfe oder Pferdeschwänze) und ständige Zugbelastung können das Haar schwächen und Haarausfall verursachen.

Zusätzlich können chronische Krankheiten (z.B. Hormonstörungen (z.B. Vergiftungen (z.B.. Verdauungs- bzw. Verwertungsstörungen, z.B. Wie z.B. durch z.B. Bluthochdurckmittel (z.B. Chemotherapie, Fettsenker, Gestagene, Schilddrüsenmedikamente (z.B. ebenfalls zu Haarausfall führen.

Infografik: Ursachen für Haarausfall

Was tun gegen Haarausfall beim Waschen?

Wenn Sie bemerken, dass Sie beim Waschen mehr Haare verlieren, dann können Sie zunächst Ihre Pflege-Routine verändern, um Haarausfall beim Haare waschen in Zukunft zu vermeiden. Oftmals schleichen sich im Alltag typische Fehler ein, den übermäßigen Haarausfall begünstigen.

Gepflegte, saubere Haare sind für das äußere Erscheinungsbild und das Wohlgefühl von Mann und Frau wichtig. Wenn Sie täglich Ihre Haare waschen, dann achten Sie bei der Pflege auf einige wichtige Regeln. Kräftige Massagen der Kopfhaut und stark entfettende Shampoos können das Gleichgewicht der Haut stören und auch die Haarwurzeln negativ beeinflussen. Auch heißes Wasser schädigt die Haare.

Beim Kämmen der nassen Haare mit einer Bürste werden immer wieder viele Haare ausgerissen. Eine Schädigung der Haarfollikel kann auch durch grobes Reiben mit einem Handtuch beim Trocknen der Haare auftreten. Hitze beim Föhnen verursacht Reizungen der Kopfhaut. Solange die Haare schonend mit lauwarmem Wasser gewaschen und an der Luft getrocknet werden, spricht nichts gegen eine tägliche Haarwäsche.

Um Haarausfall beim Haarewaschen zu vermeiden, ist es ratsam, milde Shampoos zu verwenden und auf heißes Wasser zu verzichten. Besonders Anti-Schuppen-Shampoos können oft recht aggressiv sein und den PH-Wert der Kopfhaut aus dem Gleichgewicht bringen, was wiederum Haarausfall begünstigt. Beim Waschen sollten Sie darauf achten, die Kopfhaut nicht zu stark zu massieren, da dies negative Auswirkungen auf die Haarwurzeln haben kann. Spülen Sie die Pflegeprodukte nach der Wäsche gründlich aus.

Weitere Tipps zur Vermeidung von Haarausfall

  • Richtig waschen: Die Anwendung reichhaltiger Spülungen, Kuren oder Öle.
  • Richtig trocknen: Trockne Dein frisch gewaschenes Haar vorsichtig mit einem weichen Mikrofasertuch. Binde dabei Dein Haar nicht zum typischen „Turban“. So minimierst Du Haarbruch. Wenn Du keine Zeit hast, die Haare schonend zu trocknen, föhne mit wenig Hitze. Außerdem solltest Du darauf achten, die Haare nicht im nassen Zustand zu bürsten.
  • Richtige Ernährung: Eine gesunde, ausgewogene Ernährung ist notwendig, denn was für Deinen Körper gut ist, hilft auch dem Haar. Vor allem Biotin.

Wie oft sollte man die Haare waschen?

Wie oft Sie Ihr Haar waschen sollten, hängt von verschiedenen Faktoren wie Haartyp, Kopfhaut-Beschaffenheit und Lebensstil ab. Aktive Menschen, die regelmäßig Sport treiben oder in schmutziger oder staubiger Umgebung arbeiten, müssen ihre Haare möglicherweise häufiger waschen.

Hier ist eine Übersicht, wie oft Haare waschen je nach Haartyp passend ist:

HaartypEmpfehlung
Feines HaarAlle zwei bis drei Tage
Dickes HaarEinmal in der Woche
Gewelltes HaarAlle drei bis vier Tage
Lockiges HaarAlle drei Tage
Kaputtes HaarAlle drei Tage
Fettiges HaarAlle zwei bis drei Tage

Detaillierte Empfehlungen nach Haartyp

  • Feines Haar: Bei feinem und dünnem Haar fällt ein fettiger Ansatz schneller auf als bei dickem Haar. Am besten greifen Sie zu einem sanften (Volumen-) Shampoo ohne Silikone, da diese das Haar sonst beschweren. Zur Überbrückung zwischen den Waschtagen eignet sich ein Trockenshampoo.
  • Dickes Haar: Tägliches Haarewaschen ist bei dickem Haar nicht notwendig. Wegen der dichten Haarfollikel wird der Talg gleichmäßiger verteilt und fällt nicht so sehr ins Auge. Regelmäßiges Bürsten hilft, das Öl am Ansatz besser zu verteilen. Wer seiner dicken Mähne Glanz schenken möchte, sollte auf Haarpflegeprodukte mit Arganöl oder Sheabutter setzen. Ein Shampoo mit Teebaumöl wirkt entzündungshemmend und beruhigt eine gereizte Kopfhaut.
  • Gewelltes Haar: Im Gegensatz zu starken Locken, die auf viel Feuchtigkeit angewiesen sind, können reichhaltige Shampoos und Conditioner gewelltes Haar unter Umständen stark beschweren. Dennoch ist Feuchtigkeit ein Muss, damit die Wellen definiert, geschmeidig und frei von Frizz bleiben. Das gilt auch für krauses Haar.
  • Lockiges Haar: Während der Ansatz immer strähniger wird, sind die Spitzen trocken wie Stroh. Der Grund: Durch die lockige Haarstruktur verteilt sich Talg schlechter in den Längen und bleibt überwiegend am Ansatz haften. Dem beugen Sie am besten vor, wenn Sie im Abstand von drei Tagen Ihr Haar mit einem speziellen Lockenshampoo reinigen. Alle zwei Wochen können Sie zusätzlich eine sulfatfreie Haarmaske verwenden, um Ihren Locken zusätzlich Feuchtigkeit zu spenden.
  • Kaputtes Haar: Gut eignen sich deshalb Shampoos, die gebrochene Disulfidbrücken im geschädigten Haar wiederherstellen und reparieren. Zudem gibt es zahlreiche Repair-Shampoos, die sich wie ein Schutzfilm um die Haaroberfläche legen und für leichte Kämmbarkeit und schönen Glanz sorgen. Wenden Sie die Produkte alle drei Tage an. Für gefärbtes Haar gibt es auch spezielle Shampoos.
  • Fettiges Haar: Am liebsten würden sie die Haare täglich waschen. Doch je mehr natürliche Öle und Feuchtigkeit der Kopfhaut entzogen werden, desto mehr Talg produziert sie nach. Greifen Sie daher bei fettenden Haaren am besten ab dem zweiten Tag zu einem Shampoo mit natürlichen Kräutern - diese verengen die Poren der Kopfhaut und drosseln so die Talgproduktion. Auf Shampoos mit reichhaltigen Ölen sollten Sie verzichten, da diese das Haar unnötig beschweren und noch schneller fettig aussehen lassen.

Haarausfall als Krankheit

In mehr als 90 Prozent aller Fälle ist Haarausfall erblich bedingt. Das ist die so genannte androgenetische Alopezie. Ihre Ursache liegt in einer Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber dem körpereigenen Botenstoff Dihydrotestosteron (DHT). DHT wird in der Kopfhaut aus dem Geschlechtshormon Testosteron gebildet.

Das DHT dockt an bestimmte Rezeptoren der Haarwurzeln an und führt zur Rückbildung von Blutgefäßen, die für die Haarwurzelversorgung wichtig sind. Das Haar wird dann nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt, erreicht schneller die Ruhephase (Katagenphase) und fällt dementsprechend früher aus.

Beim diffusen Haarausfall gehen die Haare im Gegensatz zum hormonell bedingten Haarausfall nicht nur an bestimmten Stellen aus. Sie werden insgesamt immer weniger und dünnen gleichmäßig aus. Von dieser Variante des Haarausfalls sind zumeist Frauen betroffen.

Eine weitere Form des Haarausfalls ist der so genannte kreisrunde Haarausfall, in der Fachsprache Alopecia areata genannt. Dabei bilden sich plötzlich münzgroße, kahle Stellen. Die Haare können aber auch komplett ausfallen. Bis heute ist die Ursache für kreisrunden Haarausfall ungeklärt. Es wird vermutet, dass das körpereigene Immunsystem sich gegen die eigenen Haarwurzeln richtet.

Behandlungsmöglichkeiten bei krankhaftem Haarausfall

Eine Behandlung von Haarausfall im Frühstadium kann mit Minoxidil erfolgen. Dabei handelt es sich um eine Lösung, die zweimal täglich auf die betroffenen Stellen aufgetragen wird. Seine Nebenwirkung: Vermehrtes Haarwachstum. Die Lösung fördert die Durchblutung der Haarwurzel und regt das Haarwachstum an. Bis ein Ergebnis sichtbar wird, braucht es jedoch Geduld.

In schweren Fällen des Haarverlustes - wenn der Haarausfall schnell fortschreitet und nicht auf eine äußerliche Therapie anspricht, kann eine Therapie mit sogenannten Antiandrogenen in Betracht gezogen werden. Antiandrogene wirken gegen männliche Hormone und sollten nur unter gründlicher Abwägung und unter Berücksichtigung der Nebenwirkungen eingenommen werden.

Gerade bei der sogenannten Alopecia androgenetica (= männlicher Haarausfall) gibt es kaum Möglichkeiten, die Haare zum Wachstum zum animieren. Lösungen oder sonstige „Mittelchen“ versprechen viel aber halten meist nichts.

Haartransplantation

Bei der Haartransplantation werden nach einer gründlichen Haaranalyse Haarfollikel (Grafts) von einer Spenderregion, in der Regel vom Hinterkopf, entnommen und in die kahlen oder ausgedünnten Bereiche der Kopfhaut transplantiert. Diese Haarfollikel sind genetisch resistent gegenüber dem Hormen Dihydrotestosteron (DHT), das für den erblichen Haarausfall verantwortlich ist.

Sollten Sie zu wenig Spenderhaare am Kopf haben können wir auch Körperhaare als Spenderhaare nutzen, wie z.B. Behaarung, gerade im Gesicht, ausgehen.

Weitere Ursachen und Einflussfaktoren

  • Medikamente können prinzipiell Haarausfall auslösen. Werden die Medikamente abgesetzt, wachsen die ausgefallenen Haare im Allgemeinen jedoch innerhalb weniger Monate wieder nach.
  • Anabolika führen bekanntermaßen zu Haarausfall, das Muster der Haarlichtung folgt meist dem typischen androgenetischem Haarverlust. Normalerweise wachsen die verlorenen Haare wieder nach.
  • Durch die Einnahme bestimmter Medikamente und auch durch Operationen in Vollnarkose können plötzlich viele Haare aus der Wachstumsphase (Anagenphase) in die Ruhe- bzw. Ausfallsphase (Anagenphase) übertreten. Diese Haare fallen dann typischerweise 2-4 Monate später aus. Danach normalisiert sich der Haarverlust wieder, die verlorenen Haare wachsen im Allgemeinen wieder nach.
  • Einige blutdrucksenkende Mittel, darunter auch der Wirkstoff Clonidin (Handelsname Catapresan), können als unerwünschte Nebenwirkung Haarausfall verursachen. Nach Absetzen des Medikamentes kommt es im Allgemeinen zum Stopp der Haarausfalls und zum Wiederwachsen der Haare.
  • Vitamin A aus Bräunungskapseln verstärkt Haarausfall nicht. Lediglich Medikamente auf Vitamin A Basis wie Acitretin (Neo-Tigason) können bei einzelnen Patienten den Haarausfall vorübergehend verstärken.

Es ist wichtig, die individuellen Ursachen für Haarausfall zu erkennen und entsprechend zu handeln. Bei Unsicherheiten sollte man einen Arzt oder Spezialisten konsultieren, um eine geeignete Behandlung zu finden.

tags: #1000 #haare #beim #waschen #ursachen

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen