Sugaring: Die sanfte Haarentfernung mit Zuckerpaste

Natürlich ist es dir überlassen, ob und an welchen Körperstellen du deine Haare entfernen möchtest. Vielleicht stören dich nur die Härchen an den Beinen und unter den Achseln, oder dir ist eine glatte Bikinizone wichtig. Dabei ist der Weg zur Haarfreiheit oft nicht ganz so einfach: Entweder wachsen die Härchen zu schnell nach, die Haarentfernung ist auf Dauer zu teuer, oder deine sensible Haut reagiert gereizt. Dabei gibt es eine ganz sanfte Methode, die nachhaltig und hautschonend seidig glatte Haut bescheren kann: Die Rede ist von Sugaring.

Sugaring oder Haarentfernung mit Zuckergel, ist eine sanfte und langhaltende Alternative zum Rasieren oder Wachsen. Die Enthaarung mit Zuckerpaste wird schon seit 1900 v. Chr. praktiziert. Schon Kleopatra benutzte diese Methode für ein angenehmes Hautgefühl.

Was ist Sugaring?

Das ist die Haarentfernung mit einer lauwarmen Zuckerpaste, die zu 100 Prozent aus natürlichen Inhaltsstoffen besteht. Genauer gesagt aus Zucker, Zitronensaft und Wasser. Die Haarentfernung mit der Zuckerpaste gilt als natürliche Alternative zum Waxing und hat im Orient als “Halawa” eine jahrtausendealte Tradition. Angeblich soll sich schon Cleopatra mit ihren Freundinnen die honigartige Paste angerührt haben. Heute ist das Aufkochen der Sugaring-Paste zwar kein Grund mehr, seine Freundinnen zusammenzutrommeln - gleich geblieben ist aber die Art der Zubereitung. Denn die kann ganz einfach zuhause gelingen.

Dabei wird eine honigähnliche lauwarme Paste aus Zucker, Zitrone und Wasser auf die Haut aufgetragen. Die zimmerwarme Zuckerpaste klebt gering auf der Haut, sondern verbindet sich vielmehr mit Haaren und abgestorbenen Hautzellen, welche schonend entfernt werden. Das Zuckergel wirkt gleichzeitig als Peeling für die Haut und wird infolgedessen vereinzelt zur Behandlung von Schuppen, Neurodermitis oder Besenreissern verwendet.

Sugaring ist eine altbewährte Methode der Haarentfernung, die aus den traditionellen Dampfbädern im Orient stammt, den Hamams. Ähnlich wie beim Wachsen wird diese Masse auf die Haut aufgetragen.

Vorteile des Sugarings

  • Weniger schmerzhaft: Beim Sugaring werden die Haare in Wuchsrichtung ausgerissen, was weniger schmerzhaft als Waxing ist.
  • Verlangsamung des Haarwachstums: Wendest du die Methode des Sugarings regelmäßig an, soll dies das Haarwachstum verlangsamen. Außerdem sollen die Haare nach der Behandlung dünner und heller nachwachsen.
  • 100 Prozent natürliche Inhaltsstoffe: Zucker, Zitronensaft und Wasser enthalten keine allergieauslösenden Inhaltsstoffe.
  • Kaum Verpackungsmüll: Wachsstreifen aus der Drogerie sind oft aufwendig verpackt, von Nassrasierern ganz zu schweigen.

Wenn du die Sugaring-Paste nicht selbst machen willst, kannst du sie auch schon fertig kaufen. Streichel­­glatte Haut für Frauen und Männer und das besonders sanft.Sugaring eignet sich für alle Körper­­zonen­ und ganz speziell für sensible­ Körper­­stellen.Außerdem ist die natürliche Zucker­paste für Allergiker besonders geeignet.

Die Anwendung von Sugaring ist weniger schmerzvoll und eignet sich somit besonders gut für empfindliche Körperregionen. Das Abbrechen einzelner Haare bleibt fast ganz aus, da das Zuckergel bei fachgerechter Anwendung in sich immer weich und elastisch bleibt und sich jedem Haar- und Wurzeltyp anpasst. Das Resultat ist ein glattes und samtweiches Hautgefühl, das abhängig von der Körperregion 4-6 Wochen erhalten bleibt.

Diese sanfte Behandlung zur Enthaarung wurde von uns aufgegriffen und modernisiert, um mit minimalem Aufwand großartige Ergebnisse zu erzielen. In diesem Blog möchten wir dir erklären, wie genau die Haarentfernung mit Zuckerpaste funktioniert. Das Sugaring mittels einer Zuckerpaste ist eine natürliche und hautschonende Art der Haarentfernung. Es wird aus einem uralten, ägyptischen Rezept hergestellt. Es handelt sich um eine Mixtur aus Zucker, Zitronensaft und Wasser als natürliche Zutaten. Das Verfahren des Sugaring ist durch die Natürlichkeit der Zuckerpaste für fast alle Hauttypen bestens geeignet. Eine der größten Vorteile der Zuckerpaste ist, dass sie in zwei verschiedenen Konsistenzen hergestellt werden kann - hart oder weich, was sie sehr vielseitig für verschiedene Körperbereiche macht.

Im Vergleich zum Wachsen oder Rasieren hinterlässt die Zuckerpaste deutlich weniger Hautirritationen wie eigewachsene Haare und andere unerwünschte Nebenwirkungen. Die Anwendung von Zuckermasse ist darüber hinaus nachhaltiger, das heißt das Ergebnis hält länger und daher sind weniger Einheiten nötig. Zudem ist die Zuckerpaste auch für fast alle Hauttypen geeignet, auch für empfindliche Hauttypen, sodass Allergiker von der Sugaring Paste profitieren.

Die verschiedenen Techniken des Sugarings

Doch welche Technik ist für dich die Richtige und warum? Wie funktioniert denn nun die Haarentfernung mit Zuckerpaste? Das finden wir jetzt gemeinsam raus.

Hand-Technik

Bei der sogenannten Hand-Technik wird die Zuckerpaste (z.B. Halawa Paste) zunächst entgegen der Haarwuchsrichtung auf die zu enthaarende Stelle aufgetragen. Dann wird die Paste per Hand, nochmals gegen die Wuchsrichtung einmassiert und anschließend in kleinen, ruckartigen Bewegungen mit der Haarwuchsrichtung abgezogen. Bei diesem Stil des Sugaring brechen weniger Härchen als beim klassischen Waxing oder bei der Enthaarung mit einem Epilierer.

Ägyptische Methode

Bei der ägyptischen Methode kommen z. B. Baumwolltücher, Vlies und unterschiedliche Zuckerkonsistenzen zum Einsatz. All diese Hilfsmittel aus dem Orient garantieren dir eine schnelle und schmerzarme Enthaarung. Zuerst wird die handwarme Zuckerpaste mit einem Holzspatel behutsam auf die Haut und Haare aufgetragen. Um die Haare anschließend in Wuchsrichtung zu entfernen, wird ein Baumwolltuch auf die Paste gelegt und sanft angedrückt. Ein weiterer Vorteil der traditionellen ägyptischen Methode ist die langanhaltende Wirkung, weil je nach Haar-Typ vier bis sechs haarfreie Wochen auf die Enthaarung folgen. Darüber hinaus dauert auch das Sugaring selbst nicht lange.

Patronen-Technik

Bei der Patronen-Technik kann die erwärmte Paste aus Zucker großflächig auf den zu enthaarenden Bereich gegen die Haarwuchsrichtung aufgetragen werden. Dadurch bringt diese Methode vor allem einen zeitlichen Vorteil mit sich. Bei den Patronen können zwei unterschiedlichen Konsistenzen verwendet werden. Die feste Konsistenz (Halawa) und die weiche, flexible Konsistenz (beauty hairless). Während viele Kosmetikstudios diese Methode bereits flächendeckend anwenden, kannst auch du diese privat mittels einer Wärmestation für Patronen verwenden. Schlussendlich empfiehlt es sich die Methoden einfach auszuprobieren, um zu schauen, welche einem selbst am besten gefällt.

Anwendungsbereiche des Sugarings

Für das Sugaring gibt es viele Behandlungs­bereiche und Körper­zonen. Ebenso ist die Behandlungs­methode sowohl für Frauen als auch für Männer geeignet.

Im Grunde genommen kann man fast alle Körperregionen mit der Zuckerpaste behandeln. Die Enthaarung der Achseln mit der Halawa Zuckermasse geschieht in zwei Schritten. Die Masse wird jeweils von außen zum Scheitelpunkt abgezogen. Die Haare sollten für die Behandlung fettfrei sein und auf eine Länge von ca 1 cm. Falls einzelne Haare stehenbleiben, können Sie diese mit etwas Halawa zwischen Daumen und Zeigefinger durch zupfen , leicht entfernen. (Pinzettengriff). Aber auch die Arme und Beine, sowie der Intimbereich und sogar die Oberlippe lassen sich mit dieser Methode problemlos und effektiv enthaaren.

  • Bikinizone: Hier werden alle Haare, die frech aus dem Bikini-Höschen schauen, entfernt.
  • Brazilian: Bei dieser Art bleibt kein einziges Härchen stehen. Wir entfernen alle Haare in der Bikini­­zone, inklusive der Scham­­lippen und Po­­falte wenn gewünscht.
  • Hollywood Cut: Hier bleibt ein länglicher Haar­streifen stehen. Du kannst selbst über die Länge und Breite des Haar­streifens entscheiden.
  • Triangle: Hier bleibt ein dreieckiger Haar­streifen auf dem Venushügel stehen. Du kannst selbst über die Breite und Höhe des Dreiecks entscheiden.
  • Beine komplett: Hier ent­fernen wir alle Haare von den Zehen bis eine Hand­breit zur Leiste.
  • Beine bis Knie: Bei dieser Behandlung werden alle Haare am Ober­­schenkel inkl. Knie entfernt. 3-4 Wochen haarfrei lohnen sich hier wirklich.
  • Rücken:Beim unteren Rücken wird der Bereich ab dem Ende der Schulterblätter bis zum oberen Rand des Gesäß enthaart.
  • Schultern: Bei den Schultern geht´s den Haaren an den Schulter­blättern und den Ober­armen bis zum Ende eines T-Shirt Ärmels an die Wurzel.
  • Bauch: Beim Bauch werden die Haare von der Leiste bis fast zur Brust entfernt.
  • Arme: Bei den Armen complete wird von oben bis unten alles glatt - inklusive Finger und Schultern.
  • Gesicht: Bei der Gesichts­partie behandeln wir eine gewünschte Partie im Gesicht wie zum Beispiel Wange, Kinn. Bei mehreren Bereichen werden die Behandlungs­kosten aufaddiert.

Tipps vor und nach der Sugaring Behandlung

Wir geben Dir gerne Tipps, die Du vor und nach Deinem Termin berücksichtigen kannst.

  • Damit beim Sugaring alle Haare optimal entfernt werden können, sollten diese eine Länge zwischen 0,3 und 1 cm haben.
  • Du solltest am Tag der Behandlung Deine Haut weder peelen noch eincremen.
  • 2 Tage nach der Behandlung empfehlen wir ein regel­mäßiges Peeling.
  • Wir empfehlen Deine Haut regelmäßig mit Feuchtigkeitscreme oder -lotion zu versorgen.
  • Auch solltest Du auf die Verwendung von Pflegeprodukten mit chemischen Zusätzen 24 Stunden nach der Behandlung verzichten.
  • In den vier Wochen vor und nach Deiner Behandlung solltest Du intensive Sonneneinstrahlung vermeiden und auf das Solarium verzichten.
  • Steige in dieser Zeit außerdem auf das Rasieren der Hautstelle um, statt sie zu waxen, zu sugarn oder zu zupfen.
  • Am Tag vor der Haarentfernung solltest Du die Stelle gründlich rasieren.

Sugaring selber machen: Rezept und Anleitung

Die Zuckerpaste für Sugaring lässt sich ganz einfach selber herstellen. Vermutlich hast du auch schon alle Zutaten zu Hause. Nimm den Topf von der Herdplatte, sobald das Gemisch Blasen wirft. Wiederhole diesen Vorgang so lange, bis du eine zähflüssige, honigfarbene Masse erhältst. Tipp: Ist die Masse hart und brüchig, ist sie zu fest geworden und du kannst sie mit Zitronensaft retten. Bist du dir nicht sicher, ob sie noch zu flüssig ist, dann nimm einen Löffel von der Paste und gib sie in ein Glas kaltes Wasser. Löst sie sich darin auf, musst du sie noch weiter köcheln lassen. Wirft die Zuckermasse Blasen und wird zähflüssig, brauchst du sie nur noch auf Körpertemperatur abkühlen lassen und kannst dann mit der Enthaarung beginnen. Verwende das Stück Zuckerpaste so lange, bis es zu weich wird. Anfangs braucht es noch ein wenig Übung, aber schon nach kurzer Zeit hast du den Dreh raus. Trage mit einer Hand die Zuckerpaste auf und straffe mit der anderen die Hautpartie, während du die Masse abziehst. Verwende regelmäßig ein Peeling, um eingewachsene Haare zu vermeiden. Hast du dich bei der Menge verschätzt, brauchst du den Rest Zuckerpaste nicht wegzuschmeißen. Verpacke sie luftdicht in einem Glas und stelle es in den Kühlschrank. Dort hält sie problemlos mehrere Wochen.

Die Zucker­paste besteht zu 100% aus natür­lichen Inhalts­stoffen mit Zucker, Wasser und Zitronen­saft. Sie ist damit vegan und für Allergiker geeignet. Das Sugaring wird bei uns mit der Hand­­­technik angewandt. Die Zucker­­­moleküle dringen tief in den Haar­­­kanal ein und die Zucker­­paste umschließt das Haar bis zum Haar­balg. Nach Über­­prüfung, ob alle Haare entfernt wurden, kann auf Wunsch eine beruhigende Lotion aufgetragen werden. Fertig!

Im Internet finden sich viele Rezepte, um Zucker­paste selbst herzustellen. Dazu benötigst Du zunächst Zucker, Zitronensaft und Wasser. Diese Zutaten gibst Du in einem Kochtopf und erwärmst sie bei mittlerer Hitze. Die Umsetzung scheint recht einfach zu sein. Wer sich näher mit dem Thema Sugaring befasst, wird allerdings schnell fest­stellen, dass die Her­stellung und auch die richtige Anwendung gar nicht so einfach ist. Nicht ohne Grund verwenden wir bei Senzera Zucker­pasten mit unterschiedliche Konsistenzen.

Das brauchen Sie:

  • 10 Milliliter Leitungswasser
  • 30 Milliliter frisch gepressten Zitronensaft
  • 200 Gramm Zucker
  • Kochtopf
  • Kochlöffel aus Holz
  • Einmachglas oder verschließbare, kleine Vorratsdose

Sugaring-Paste selber machen: Eine Anleitung

  1. Geben Sie die Zutaten in den Topf und erhitzen Sie das Ganze langsam, während Sie die Flüssigkeit durch ständiges Rühren vor dem Anbrennen bewahren.
  2. Sobald die Konsistenz zu blubbern beginnt, den Topf von der Herdplatte nehmen und kontinuierlich rühren.
  3. Im Wechsel erhitzen und vom Herd nehmen, bis die gewünscht Konsistenz erreicht ist: Diese verändert sich mit der Erhitzungsdauer, gilbt nach und entwickelt einen karamellartigen Farbton.
  4. Die Masse nun in ein Einmachglas oder in eine Vorratsdose füllen und abkühlen lassen.

Sugaring-Paste zu Hause anwenden

Sobald die Paste eine verträgliche Temperatur erreicht hat, können Sie eine Portion herausnehmen, sie zu einer Kugel mit etwa zwei bis drei Zentimetern Durchmesser formen und mit der Behandlung beginnen - die Haut vorher mit Wasser reinigen und vollständig abtrocknen. Die Paste entgegen der Haarwuchsrichtung auftragen, längs aufstreichen und mit Schwung in Wuchsrichtung wieder abziehen. Sobald die Paste ausgeschöpft ist, eine neue Portion herausnehmen und die Behandlung entsprechend fortsetzen. Wichtig zu wissen: Sobald die Temperatur der Paste abkühlt, bildet die Textur kleine Kristalle und sieht milchig aus.

Pflege der Haut nach dem Sugaring

Die Pflege der mit Zuckerpaste enthaarten Haut (wie auch bei Rasur oder beim Epilieren) ist sehr wichtig. Gibt es trotzdem eingewachsene Haare oder irritierte Haut, ist es umso wichtiger richtig zu peelen und den Entzündungen zusätzlich mit entsprechenden Mitteln entgegen zu wirken. Der Grad der eingewachsenen Haare ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Manche haben gar keine Probleme andere um so mehr. In Kombination mit dem orientalischem Peelinghandschuh, Folisan und Depileve Creme oder Aloe Vera Gel kannst du das Problem des Einwachsens der Haare vermeiden oder verringern. Wichtig ist auch, die Haut nicht unnötig zu strapazieren. Stattdessen sollte man die Haut sanft reinigen und mit Feuchtigkeit versorgen, um ein bestmögliches Ergebnis für deinen Körper zu erzielen.

Auch solltest Du auf die Verwendung von Pflegeprodukten mit chemischen Zusätzen 24 Stunden nach der Behandlung verzichten. Auch wird empfohlen, nach dem Sugaring auf Sauna, Schwimmbad oder übermäßiges Schwitzen beim Sport zu verzichten, sodass sich die Haut beruhigen kann - ein paar Tage reichen hier aus.

Nach der Haarentfernung mit der Sugaring-Methode können Sie die Haut sachte abwaschen und sich mit klarem, warmem Wasser abduschen - verzichten Sie hierbei jedoch auf die Verwendung von Duschgel oder Peelings, die die Haut reizen könnten und auf Bodylotion und Cremes, die die Poren verstopfen und eingewachsene Haare begünstigen könnten. Auch Deodorant, besonders ein alkoholhaltiges, sollten Sie direkt danach besser weglassen. Am nächsten Tag können Sie duschen und die Haut pflegen - am besten mit einem kühlenden Aloe-Vera-Gel oder einer Lotion mit Panthenol. Achten Sie darauf, die Haut nicht zu sehr zu rubbeln und lassen Sie alkoholhaltige Produkte so lange weg, bis sich die Haut nach der Haarentfernung beruhigt hat. Zwei bis drei Tage nach der Behandlung sollten Sie wieder regulär duschen können.

Sugaring vs. Waxing

Sugaring vs. Sugaring wird mit einer Zucker­­paste durchgeführt. Die Zucker­­paste besteht aus rein natürlichen Inhalts­stoffen: Zucker, Zitronen­­saft und Wasser. Deshalb eignet sich das Sugaring besonders für Allergiker und bei empfindlicher Haut. Das Sugaring ist eine besonders gründliche Art der Haar­­ent­fernung. Dies liegt daran, dass die Zucker­­paste gegen die Wuchs­­richtung aufgetragen und mit ihr abgezogen wird. Durch diese Technik brechen weniger Haare ab, es werden also mehr Haare mit Wurzel entfernt.

Beim Waxing - der Haar­­ent­fernung mit Wachs - wird die Körper­­behaarung mit Hilfe von Heiß­wachs entfernt. Für diese Methode werden zusätzlich noch Vlies­­streifen benötigt, um das Wachs wieder von der Haut zu entfernen. Ein weiterer Unter­schied zeigt sich bei der Anwendungs­temperatur. Während Zucker­­paste bei nahezu Körper­­wärme verwendbar ist, muss Wachs auf rund 40 Grad erhitzt werden, bevor man es auf­tragen kann. Das kann bei empfindlicher Haut hin und wieder zu leichten Haut­reizungen führen. Du möchtest noch mehr zu den Unterschieden in der Haar­ent­fernung wissen oder Du möchtest die störenden Härchen dauerhaft mit Laser oder IPL loswerden?

Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede zwischen Sugaring und Waxing:

Merkmal Sugaring Waxing
Material Zuckerpaste (Zucker, Zitrone, Wasser) Heißwachs
Temperatur Körperwarm Ca. 40 Grad
Anwendung Gegen die Wuchsrichtung auftragen, mit der Wuchsrichtung abziehen Mit der Wuchsrichtung auftragen, gegen die Wuchsrichtung abziehen
Hautverträglichkeit Besonders gut für Allergiker und empfindliche Haut Kann bei empfindlicher Haut zu Reizungen führen
Inhaltsstoffe 100% natürlich Kann chemische Zusätze enthalten

Sugaring vs. Rasur: Was ist besser?

Nun, es gibt viele Methoden der Haarentfernung und wir kennen sie alle: Rasur, Waxing, Enthaarungscreme, Epilation, IPL, Sugaring und Co. Doch welche Vorteile und Nachteile hat die Haarentfernung mit Zuckerpaste entgegen der klassischen Nassrasur?

Vorteile von Sugaring gegenüber der Rasur

  • Im Vergleich zur Rasur mit Einwegrasierer oder Rasierhobel ist Sugaring hautschonender und hinterlässt kaum bis gar keine Spuren. Rasierpickel und Erdbeerbeine bleiben aus.
  • Dank der in Zucker und Zitrone enthaltenen Moleküle, die in der Hautoberfläche und in den Haarfollikeln greifen, kleben die Härchen optimal an der Paste und lassen sich so präzise entfernen, ohne dass sie abbrechen oder unangenehm Ziehen.
  • Die Haarentfernung mit der Sugaring-Methode verspricht hingegen länger glatte Beine - teilweise bis zu vier Wochen oder sogar länger bleiben die behandelten Stellen haarfrei.
  • Zudem verringert sich der Haarwuchs auf Dauer und die Härchen kommen dünner und heller nach, was nicht nur optisch von Vorteil ist, sondern bei der nächsten Behandlung auch noch sanfter sein kann.
  • Obwohl die Zuckerpaste die Haare mitsamt der Haarwurzel aus der Haut löst, ist die Methode mit weit weniger Schmerzen verbunden, als es beim Waxing oder beim Epilieren der Fall ist.
  • Da Sugaring-Paste lediglich aus drei Zutaten besteht, die gleichzeitig auch noch natürlich und plastikfrei sind, bietet die Haarentfernungsmethode eine nachhaltige Alternative zu Rasierer und Enthaarungscreme. Obendrein ist sie im Gegensatz zu vielen Nassrasierern, die in der Gleitschicht tierische Inhaltsstoffe enthalten können, gänzlich vegan.

Nachteile von Sugaring gegenüber der Rasur

  • Für das Sugaring hingegen sind die Härchen nicht nur mit der Vorbereitungszeit verbunden, sondern auch mit einem Termin zur Behandlung im Salon. Demnach ist Sugaring zeitintensiver und nicht spontan anwendbar.
  • Empfindliche Hauttypen, die beispielsweise unter Neurodermitis, Schuppenflechte, Gürtelrose, Herpes oder Rosacea leiden, sollten nicht mit Sugaring-Paste behandelt werden. Auch Haarentfernungsmethoden wie Waxing oder Epilation fallen hier weg, wonach ein Sensitiv-Rasierer als letzte Option zur Haarentfernung bleibt.

Sugaring zur Behandlung von Haarausfall?

Eher zufällig sind Wissenschaftler bei der Erforschung eines Zuckers auf eine mögliche neue Behandlung für erblich bedingten Haarausfall gestoßen: Desoxyribose-Zuckergel zeigte in einer Studie mit Mäusen sehr gute Ergebnisse.

Bei der Untersuchung, wie ein Desoxyribose-Zuckergel bei äußerer Anwendung die Wundheilung bei Mäusen verändert, stellten die Wissenschaftler fest, dass das Fell um die Wunden herum schneller nachwuchs als bei unbehandelten Mäusen.

Fasziniert beschloss das Team, dies bei männlichen Mäusen mit testosteronbedingtem Haarausfall weiter zu untersuchen. Auf freiliegender Haut am Rücken bewirkte das Desoxyribose-Zuckergel, dass das Fell innerhalb weniger Wochen wieder kräftig wuchs - und zwar ebenso gut wie mit Minoxidil, einem bewährten Mittel gegen Haarausfall: Sowohl Minoxidil als auch das Zuckergel förderten das Haarwachstum um 80 bis 90 Prozent. Eine Kombination beider Wirkstoffe hatte keine wesentlich bessere Wirkung.

Das Desoxyribose-Gel stimulierte das Wachstum von längeren und dickeren Haaren, möglicherweise aufgrund einer Zunahme von Blutgefäßen und Hautzellen. „Je besser die Blutversorgung der Haarzwiebel, desto größer ihr Durchmesser und desto mehr Haarwachstum“, erklärten die Forschenden.

Anlagebedingte Alopezie wird durch eine genetische Veranlagung, den Hormonspiegel und Alterung verursacht und betrifft bis zu 40 Prozent der Bevölkerung. Bisher sind nur zwei Medikamente zur Behandlung zugelassen.

DIY-Sugaring - Rezept für Zuckerpaste zur Haarentfernung - Anleitung - Talu.de

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