Sugaring selber machen: Das einfache Rezept für seidig glatte Haut

Wer störende Körperbehaarung loswerden möchte, hat viele Möglichkeiten. Sugaring ist eine altbewährte Methode der Haarentfernung, die ursprünglich aus den traditionellen Dampfbädern im Orient, den Hamams, stammt.

Viele greifen zu bedenklichen Enthaarungscremes, Müll produzierenden Nassrasierern oder teuren Epiliergeräten und Wachsstreifen. Eine sanftere und umweltfreundlichere Alternative ist das Sugaring, auch bekannt als Halawa. Die Zuckerpaste für Sugaring lässt sich ganz einfach selber herstellen. Vermutlich hast du auch schon alle Zutaten zu Hause.

Beim Sugaring werden Körperhaare mit einer Paste aus Zucker, Wasser und Zitrone entfernt. Die Methode ist sanfter zur Haut als andere, da sich die Paste nicht mit der Haut, sondern “nur” mit den Haaren verbindet.

Sugaring Rezept | perfekte DIY Zuckerpaste! | Waxing Methode für glatte Haut | Enthaarung

Warum Sugaring die beste Haarentfernung ist

Sugaring schneidet bei den verschiedenen Haarentfernungsmethoden am besten ab:

  • Weniger schmerzhaft: Beim Sugaring werden die Haare in Wuchsrichtung ausgerissen, was weniger schmerzhaft als Waxing ist.
  • Verlangsamung des Haarwachstums: Wendest du die Methode des Sugarings regelmäßig an, soll dies das Haarwachstum verlangsamen. Außerdem sollen die Haare nach der Behandlung dünner und heller nachwachsen.
  • 100 Prozent natürliche Inhaltsstoffe: Zucker, Zitronensaft und Wasser enthalten keine allergieauslösenden Inhaltsstoffe.
  • Kaum Verpackungsmüll: Wachsstreifen aus der Drogerie sind oft aufwendig verpackt, von Nassrasierern ganz zu schweigen.

So kann Sugaring auch auf empfindlicher Haut angewendet werden - im Gegensatz zum Waxing, bei dem das Wachs an Haut und Haaren anhaftet und was man daher bei sensibler Haut vermeiden sollte. Außerdem entfernt man Haare beim Sugaring mit der Haarwuchsrichtung, wodurch nach der Behandlung weniger bis keine Haare einwachsen. Plus: Die Haare wachsen beim Sugaring erst nach rund drei bis sechs Wochen nach. Die Haut bleibt also länger glatt.

Wenn du die Sugaring-Paste nicht selbst machen willst, kannst du sie auch schon fertig kaufen.

Sugaring selber machen: Das Rezept

Die Zuckerpaste für Sugaring lässt sich ganz einfach selber herstellen. Vermutlich hast du auch schon alle Zutaten zu Hause. Für selbst gemachtes Sugaring brauchen Sie nur Zucker, Wasser und Zitronensaft.

Zutaten:

  • 400 g Zucker (herkömmlicher Haushaltszucker)
  • 20 ml Wasser
  • 60 ml Zitronensaft (am besten frisch gepresst)

Zubereitung:

  1. Erwärme 20 ml Wasser in einem Topf (auf mittlerer Hitze) und gib dann 400 g Zucker und 60 ml Zitronensaft hinzu.
  2. Erhöhe danach die Temperatur auf dem Herd.
  3. Wichtig: Rühre die Mischung konstant, damit sie nicht anbrennt.
  4. Sobald sich die Masse braun verfärbt hat und glasig geworden ist, ist sie vorerst fertig.
  5. Ihre optimale Konsistenz erreicht die Paste dann während der Abkühlung.
  6. Während des Abkühlens bitte immer wieder umrühren.

Nimm den Topf von der Herdplatte, sobald das Gemisch Blasen wirft. Wiederhole diesen Vorgang so lange, bis du eine zähflüssige, honigfarbene Masse erhältst.

Tipps zur Konsistenz:

  • Ist die Konsistenz der Masse zu fest geworden, gib etwas Zitrone hinzu; ist die Paste zu flüssig, ergänze Zucker.
  • Ist die Masse hart und brüchig, ist sie zu fest geworden und du kannst sie mit Zitronensaft retten.
  • Bist du dir nicht sicher, ob sie noch zu flüssig ist, dann nimm einen Löffel von der Paste und gib sie in ein Glas kaltes Wasser. Löst sie sich darin auf, musst du sie noch weiter köcheln lassen.

Wirft die Zuckermasse Blasen und wird zähflüssig, brauchst du sie nur noch auf Körpertemperatur abkühlen lassen und kannst dann mit der Enthaarung beginnen.

Anfangs braucht es noch ein wenig Übung, aber schon nach kurzer Zeit hast du den Dreh raus.

Hinweis: Die Zuckermasse ist anfangs noch weiß, genauer gesagt sehr flüssig und eher durchsichtig und transparent und verfärbt sich im Laufe des Kochvorgangs in ein helles Gelb. Nach etwa 10 Minuten entsteht ein Sirup, der in der Farbe und an Akazienhonig erinnert.

Achte auch genau, beim Rühren nicht zu spritzen. Wenn die Masse zu stark kocht, kann sie auch mal hoch schäumen. Wer dann eine zu niedrige Pfanne zum Kochen verwendet hat, muss noch vorsichtiger sein.

Achtung: Die Zuckerpaste wird beim Kochen sehr heiß! Hier besteht Verbrennungsgefahr. Daher sei bitte sehr, sehr vorsichtig beim Kochen und Zubereiten der Zuckerpaste.

Da die Zuckermasse beim Köcheln sehr (!) heiß wird, sollten Kinder und Haustiere beim Kochvorgang nicht dabei sein. Außerdem solltest Du unbedingt einen hohen Topf oder eine sehr tiefe Pfanne nehmen, da die Zuckermasse auch hochschäumen und dabei überlaufen könnte.

Es gibt auch eine sichere Variante: Wenn Dir das Erwärmen im Topf nicht geheuer ist, kann ich Dir das Wärmegerät von Hairexpil empfehlen.

Konsistenz Test A: Tropfe mit einem Löffel einige Tropfen Zuckermasse auf einen weißen Teller und warte einen Moment, bis dieser abgekühlt ist. Jetzt kannst Du auch mit dem Finger den Tropfen berühren und die Konsistenz prüfen.

Konsistenz Test B: Eine weitere Möglichkeit, die Konsistenz der Zuckermasse zu testen ist, einige Tropfen in einen mit Wasser gefüllten tiefen Teller zu geben.

Zuckerpaste zu weich? Falls die Zuckermasse zu weich ist, kannst Du gegebenenfalls etwas Zucker zur köchelnden Masse hinzufügen oder einfach länger köcheln lassen, ist die Zuckermasse im erkalteten Zustand zu hart, kannst Du auch ein wenig Zitronensaft dazugeben.

Wie funktioniert Sugaring?

Nach der Herstellung kannst du die Zuckerpaste entweder in ein sauberes Gefäß füllen und aufbewahren oder aber abkühlen (z.B. im Wasserbad mit Eiswürfeln) und gleich verwenden. Während des Abkühlens bitte immer wieder umrühren.

Bei gekaufter Halawa-Paste muss das Produkt zuerst erwärmt werden. Die noch heiße, selbst gemachte Zuckerpaste hingegen sollte vor der Anwendung auf Körpertemperatur abgekühlt sein, bevor es losgehen kann.

Beim Sugaring wird die Zuckerpaste zuerst leicht erwärmt (im Wasserbad oder einem speziellen Gerät), zwischen den Händen geknetet und dann GEGEN die Wuchsrichtung der Haare entweder mit der Hand oder mit einem Spatel auf die Haut aufgetragen. Zieh die Paste dann schnell und so nah wie möglich über der Hautoberfläche IN Wuchsrichtung der Haare ab. Die Haare haften an der Paste und werden mit Wurzel entfernt.

Trage mit einer Hand die Zuckerpaste auf und straffe mit der anderen die Hautpartie, während du die Masse abziehst. Du kannst die Sugaring-Masse auch auf die Haut auftragen und dann mit Vlies- oder Stoffstreifen abziehen, wenn das für dich einfacher ist.

Das verwendete Stück Zuckerpaste können Sie so lange weiterbenutzen, bis es dafür zu weich ist.

Die Methode ist am Anfang etwas zeitaufwendig und braucht etwas Übung.

Anwendungstipps:

  • Reinige die Körperstelle, die du enthaaren möchtest, mit etwas Wasser oder Reinigungsalkohol von fettigen Rückständen.
  • Nimm dir eine circa walnussgroße Portion der Paste und knete sie zwischen den Händen. Die Paste sollte vorher etwas erwärmt werden und ungefähr bei Körpertemperatur liegen.
  • Trage die Masse jetzt mit einem Spatel oder den Händen entgegen der Haarwuchrichtung auf den Körper auf.
  • Dann ziehst du die Zuckermasse in mehreren ruckartigen Zügen in Wuchsrichtung der Haare ab. Das Abziehen kannst du entweder mit der Hand machen oder ein Stück Vlies darauf legen, um das Stück besser greifen zu können.
  • Solange das Stück Zuckermasse nicht zu flüssig ist, kannst du es immer wieder verwenden.

Vorbereitung und Nachsorge:

  • Verwende regelmäßig ein Peeling, um eingewachsene Haare zu vermeiden.
  • Einen Tag vor der Enthaarung kannst du deine Haut mit einem sanften Peeling vorbereiten, um Hautschüppchen zu entfernen und eingewachsene Haare zu vermeiden.
  • Benutze vorher lieber keine reichhaltige Körperlotion, damit die Halawa besser auf der Haut haftet.
  • Auch wenn Sugaring sanft zur Haut ist, solltest du deinem Körper nach der Behandlung etwas Zeit geben, um sich zu regenerieren.

Wenn du fertig bist, kannst du die Masse in den Behälter geben und im Kühlschrank aufbewahren.

Vorteile von selbstgemachtem Sugaring

Sugaring bietet zahlreiche Vorteile gegenüber anderen Haarentfernungsmethoden:

  • Natürliche Inhaltsstoffe: Die chemischen Zusätze von Enthaarungscremes bergen ein Risiko für Hautreizungen und allergische Reaktionen.
  • Besser für die Umwelt: Zuckerpaste für Sugaring selbst herzustellen spart Verpackungsmüll.
  • Gründliche Haarentfernung: Die winzigen Zuckermoleküle dringen in die Haaroberfläche ein und sorgen dafür, dass die Haare gründlich entfernt werden können - und dabei nicht so leicht abbrechen.
  • Weniger schmerzhaft als Waxing: Es geht zwar nicht ganz ohne Schmerzen, aber Sugaring ist dennoch angenehmer als Waxing, denn: Die Haare werden in Wuchsrichtung ausgerissen und die Zuckermasse löst sich leichter als Wachs.

FAQ

Welcher Zucker eignet sich für Sugaring?

Um Zuckerpaste herzustellen, nimmst du am besten herkömmlichen Haushaltszucker (auch Kristallzucker oder raffinierter bzw. weißer Zucker genannt).

Kann man Sugaring auch ohne Zitronensaft machen?

Zitrone soll während des Sugarings entzündungshemmend, antibakteriell und beruhigend auf der Haut wirken. Bei der Herstellung soll sie helfen, Saccharose in Invertzucker aufzuspalten, und ist aus diesen Gründen (zumindest bei der heimischen Herstellung der Paste) eigentlich unverzichtbar. Reagierst du allergisch auf Zitrusfrüchte, verwende lieber gebrauchsfertige Zuckerpaste, die eine andere Art von Säure enthält.

Was sollte ich nach Sugaring nicht tun?

Auch wenn Sugaring sanft zur Haut ist, solltest du deinem Körper nach der Behandlung etwas Zeit geben, um sich zu regenerieren.

Sugaring ist eine einfache, natürliche und effektive Methode zur Haarentfernung, die du bequem zu Hause ausprobieren kannst. Mit etwas Übung und den richtigen Tipps erzielst du seidig glatte Haut und sparst dabei Geld und schonst die Umwelt.

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