Hormonell bedingter Haarausfall durch zu viel Östrogen: Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

Dünnes Haar oder kahle Stellen an der Kopfhaut können für Frauen in jedem Alter zum Problem werden. Hormonelle Veränderungen, insbesondere in den Wechseljahren, können eine der Hauptursachen für Haarausfall sein. In den Wechseljahren verändert sich der Hormonhaushalt der Frau zwangsläufig, was sich häufig auf Haarwurzeln auswirkt und Haarausfall begünstigen kann. Ein veränderter Hormonspiegel ist jedoch nicht die einzige mögliche Ursache für Haarausfall in den Wechseljahren. Hormoneller Haarausfall ist eine der häufigsten Ursachen für Haarverlust - sowohl bei Frauen als auch bei Männern.

Schätzungsweise leiden über 50 Millionen Männer und 30 Millionen Frauen weltweit an hormonell bedingtem Haarausfall. Oft beginnt der Haarverlust schleichend: Das Haar wird zunehmend dünner, der Scheitel lichtet sich oder die Geheimratsecken werden sichtbarer. Dieser Prozess kann sich über Jahre erstrecken und ist meist genetisch bedingt - sogenannte androgenetische Alopezie ist dabei die häufigste Form des hormonellen Haarausfalls.

Die gute Nachricht ist: Obwohl hormoneller Haarausfall oft nicht heilbar ist, lässt sich der Prozess in vielen Fällen verlangsamen oder sogar stoppen - mit der richtigen Diagnose und gezielter Behandlung. Um beginnenden Haarausfall einzudämmen, bieten sich in manchen Fällen Hormonersatztherapien an. Um erblich-hormonell bedingtem Haarausfall vorzubeugen, sollten Frauen ab 40 außerdem auf ihre Ernährung und die richtige Haarpflege achten.

Viele Frauen kennen es: vermehrter Haarausfall durch einen aus dem Gleichgewicht geratenen Hormonhaushalt. Bei Frauen kann der Haarausfall viele Ursachen haben, wie z.B. eine Schwangerschaft, die Wechseljahre, die Einnahme bzw. das Absetzen der Antibabypille oder eine erbliche Veranlagung.

Haarausfall in den Wechseljahren: So stoppen Sie den Haarausfall!

Woran merke ich, dass mein Haar dünner wird?

Menschen mit gesunden Haarwurzeln verlieren etwa 100 Kopfhaare pro Tag. Es ist ganz normal, wenn nach dem Bürsten ein paar Haare in der Bürste hängen bleiben oder sich in der Dusche aus dem Haar lösen. Vermehrter Haarausfall fällt den meisten Frauen gar nicht auf, bis die Kopfhaut am Haaransatz durchschimmert. Sollten die Haare sich im Zopf dünn anfühlen oder Ihre Kopfhaut an bestimmten Stellen beim Kämmen anfangen zu kratzen, können Frauen verschiedene Maßnahmen zur Vorbeugung von lichten Stellen im Haar ergreifen.

Ärzte können nach Absprache unterstützende Wirkstoffe verschreiben, um das Haarwachstum in den Wechseljahren und nach der Menopause anzuregen.

Welche Ursachen kommen für Haarausfall in den Wechseljahren in Frage?

In den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel, was dünner werdende und vermehrt ausfallende Haare zur Folge haben kann. Etwa ein Drittel aller Frauen in den Wechseljahren leiden, bedingt durch Östrogenmangel, zumindest zeitweise unter Haarausfall. Ein Test des Hormonspiegels beim Arzt kann Aufschluss darüber geben, ob eine Hormonersatztherapie sinnvoll sein könnte, um Hormonschwankungen entgegenzuwirken.

Ein erhöhter Testosteronspiegel im Blut verkürzt die Wachstumsphasen der Haarwurzeln, sodass diese verkümmern und ausfallen. Haarausfall tritt bei Männern also häufiger und in der Regel auch früher auf als bei Frauen. Wenn in den Wechseljahren der Östrogenspiegel sinkt und der Anteil von Testosteron im Blut verhältnismäßig steigt, wirkt sich das bei vielen Frauen auf das Volumen und die Fülle der Kopfhaare aus. In den Wechseljahren kommen jedoch auch andere hormonell bedingte Ursachen für Haarausfall in Frage.

Mögliche Ursachen für Haarausfall bei Frauen.

Aber: nicht immer ist das Ungleichgewicht dieser Hormone für den Haarausfall verantwortlich. Während der Wechseljahre spielen Hormone zwar eine wichtige Rolle, die eigentliche Ursache für vermehrten Haarausfall liegt allerdings oft in einer vererbten Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber dem Hormon Dihydrotestosteron (DHT). Man spricht in diesem Fall daher von erblich bedingtem Haarausfall.

Wie häufig tritt hormonell bedingter Haarausfall in den Wechseljahren auf?

Etwa eine von drei Frauen leidet unter Haarausfall in den Wechseljahren, was man auch als telogenes Effluvium bezeichnet. Die Geschlechtshormone Östrogen und Testosteron haben einen großen Einfluss auf das Haarwachstum. Bei jüngeren Frauen sorgt ein hoher Östrogenspiegel dafür, dass die Haare kräftig und glänzend wachsen. Wann das Klimakterium eintritt, ist bei jeder Frau ganz individuell, meistens ungefähr zwischen Mitte 40 und Mitte 50.

In den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel. Dadurch erhöht sich der relative Spiegel des auch bei Frauen vorhandenen männlichen Geschlechtshormons Testosteron. Wie sehr die Haarwurzeln auf diesen erhöhten Testosteronspiegel reagieren, ist genetisch bedingt. Zusätzlich wird mit steigendem Lebensalter und sinkendem Östrogenspiegel das subkutane Fettgewebe der Kopfhaut abgebaut. Dadurch schimmern Gefäße, insbesondere an Stirn und Schläfen, deutlicher durch die Haut.

Kann das Absetzen der Pille zu Haarverlust führen?

Beim Eintreten der Wechseljahre wird der natürliche Zyklus durch die Einnahme hormoneller Verhütungsmittel wie der Pille künstlich aufrecht erhalten. Auch bei Frauen, die die Pille in den Wechseljahren weiterhin nehmen, bleibt die Regelblutung jedoch immer öfter aus und es können typische Symptome wie Müdigkeit, Gewichtszunahme oder Haarausfall auftreten. Wird die Pille nach längerer Einnahme nach Beginn der Wechseljahre abgesetzt, sind ausfallende Haare eine häufige Begleiterscheinung.

Auch in solchen Fällen kann die Behandlung mit bioidentischen Hormonen den Haarausfall vorbeugen und Symptome von Östrogenmangel mildern.

Wie macht sich erblich bedingter Haarausfall bemerkbar?

Haarverlust in den Wechseljahren hat bei mehr als 40 % aller Frauen eine erblich bedingte Ursache. Erblich-hormonell bedingter Haarausfall kann sich schon ab dem 20. Lebensjahr bemerkbar machen. Bei den meisten Frauen treten die ersten Symptome jedoch erst nach dem 40. Lebensjahr auf. Bei dieser Form des Haarverlusts liegt eine Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber dem Hormon Dihydrotestosteron (DHT) vor, welches die Rückbildung von Haarwurzeln begünstigt.

Lichtet sich der Haaransatz vor allem im Scheitelbereich, sollte die Ursache mit einem entsprechenden Gentest abgeklärt werden.

Wie erkenne ich kreisrunden Haarausfall?

Kreisrunder Haarausfall kann unabhängig vom Hormonspiegel auch in den Wechseljahren schubweise auftreten. Ursachen für kreisrunden Haarausfall sind bisher ungeklärt, vermutlich handelt es sich aber um eine Autoimmunreaktion. Entzündungsbedingter Haarverlust verursacht meist 2 bis 5 cm große Kahlstellen, die am ganzen Kopf vorkommen können. Die verkahlten Stellen zeigen keine äußerlichen Auffälligkeiten und verursachen auch keine Schmerzen.

Beim Kämmen kann es jedoch vorkommen, dass die Kopfhaut durch Kratzen verletzt wird. Während akuten Schüben und zur Vorbeugung haben sich Vitamin C und Eisen als Hausmittel bewährt. Die Haare wachsen in den meisten Fällen jedoch von allein nach, bis beim nächsten Schub eine andere Stelle verkahlt.

Wie wird Haarverlust in den Wechseljahren behandelt?

Zur Abklärung der Ursache für schwindende Haarfülle sollten Betroffene zunächst einen Hautarzt konsultieren. Je nach Ursache kommen medikamentöse Behandlungen oder Behandlungen mit Hormonen in Frage. Beim Facharzt können mögliche Faktoren eingegrenzt und ausgeschlossen werden, um die richtige Therapieform zu finden.

Wie lässt sich hormonell bedingter Haarverlust in den Wechseljahren behandeln?

Um die hemmende Wirkung von männlichen Hormonen auf die Haarwurzeln zu unterdrücken, bieten sich Behandlungen mit Östrogen und Progesteron bei Haarausfall an. Treten in der Zeit der Wechseljahre auch andere Beschwerden wie Müdigkeit oder Gelenkschmerzen auf, können Behandlungen mit bioidentischen Hormonen den Hormonhaushalt ausgleichen und Symptome lindern. Auch die Einnahme oder das Absetzen der Pille in den Wechseljahren kann sich positiv auf die Entwicklung der Haarwurzeln auswirken.

Kann erblich bedingter Haarausfall behandelt werden?

Bei erblich bedingtem Haarverlust bieten sich medikamentöse Behandlungen an, diese schlagen jedoch nicht bei jeder Frau an. Nach ärztlicher Absprache werden in einigen Fällen Medikamente wie Finasterid, Minoxidil oder Antiandrogene eingesetzt. Auch der erbliche Haarausfall kann sich nach der Menopause von selbst einstellen, wenn die Hormonbalance sich einpendelt und Hormonschwankungen nachlassen.

Mit welchen natürlichen Methoden können Frauen Haarausfall vorbeugen?

Die beste Unterstützung für Haarwurzeln während der Wechseljahre ist eine ausgewogene Ernährung. Vitamine, Ballaststoffe und vor allem Proteine werden zur Entwicklung von Haarzellen gebraucht. Außerdem kann Eisenmangel Haarausfall begünstigen, was sich leicht durch die Einnahme entsprechender Nahrungsergänzungsmittel beheben lässt.

Auch ein Mangel an Vitamin D kann sich negativ auf das Haarwachstum auswirken. Vitamin D kann nicht über die Nahrung aufgenommen werden, sondern wird von der Haut unter Einfluss von UV-B Strahlung körperintern produziert. Regelmäßiges Sonnenbaden im Winter kann den Vitamin D Haushalt ins Gleichgewicht bringen und so Haarausfall verringern.

Häufiges Tragen von Mützen, raue Kopfkissenbezüge und ein grober Umgang mit der Kopfhaut beim Waschen und Kämmen reizt die Haarwurzeln und kann Haarausfall begünstigen. Kopfhaut braucht wie jede Hautpartie sanfte Pflege und reagiert empfindlich auf Reizungen.

Auch chemische Reizungen können die Haare schädigen und Haarausfall für die Dauer der Wechseljahre antreiben. Aggressive Mittel zum Färben, Anwendungen gegen Läuse und schadstoffbelastete Pflegeprodukte sollten Sie nur in Ausnahmefällen anwenden.

Weitere Ursachen für hormonellen Haarausfall

Hormonelles Ungleichgewicht ist eine der häufigsten Ursachen für Haarausfall - bei Männern ebenso wie bei Frauen. Verschiedene Hormone beeinflussen den Haarwachstumszyklus, insbesondere die Anagen- (Wachstums-), Katagen- (Übergangs-) und Telogenphase (Ruhephase). Kommt es zu Störungen in diesem fein abgestimmten System, reagieren die Haarfollikel empfindlich - was letztlich zu vermehrtem Haarausfall führen kann.

  1. DHT (Dihydrotestosteron): DHT ist ein Abbauprodukt des männlichen Sexualhormons Testosteron und spielt eine zentrale Rolle beim androgenetischen Haarausfall. Bei genetischer Veranlagung reagieren Haarfollikel überempfindlich auf DHT - sie schrumpfen, produzieren dünnere Haare und stellen schließlich das Wachstum ein.
  2. Östrogen und Progesteron: Diese weiblichen Geschlechtshormone fördern die Wachstumsphase der Haare und schützen vor vorzeitigem Ausfall. Während der Menopause oder nach dem Absetzen hormoneller Verhütungsmittel sinkt der Östrogen- und Progesteronspiegel - was häufig zu diffusem Haarausfall führt.
  3. Schilddrüsenhormone: Die Schilddrüse reguliert über ihre Hormone zahlreiche Stoffwechselvorgänge, darunter auch den Haarwuchs. Sowohl eine Hypothyreose (Unterfunktion) als auch eine Hyperthyreose (Überfunktion) können zu Haarproblemen führen.
  4. Prolaktin: Ein erhöhter Prolaktinspiegel, wie er z. B. nach der Geburt oder bei bestimmten Medikamenteneinnahmen vorkommt, kann den natürlichen Haarzyklus beeinträchtigen.
  5. Kortisol: Der sogenannte Stresshormon Kortisol ist bei chronischem Stress dauerhaft erhöht.

Jede dieser Erkrankungen hat unterschiedliche Ursachen, Verlaufsformen und Behandlungsmöglichkeiten. Deshalb ist es essenziell, bei anhaltendem oder starkem Haarverlust eine medizinische Diagnose einzuholen.

Statistiken zum hormonell bedingten Haarausfall

  1. Laut einer Übersichtsarbeit im Journal of Clinical and Aesthetic Dermatology leiden rund 40 % der Frauen bis zum 50. Lebensjahr unter spürbarem Haarverlust, wobei der sogenannte female pattern hair loss (FPHL) die häufigste Form darstellt.
  2. Mehr als 50 % der postmenopausalen Frauen berichten über dünner werdendes Haar oder verstärkten Haarausfall.
  3. Laut einer im Journal of Clinical Endocrinology veröffentlichten Studie zeigen etwa 33 % der Patienten mit Hypothyreose und bis zu 50 % mit Hyperthyreose auffälligen Haarverlust.
  4. Rund 22 % der Frauen mit PCOS entwickeln androgenetische Alopezie, wie eine Studie in Fertility and Sterility berichtet.
  5. Chronischer Stress kann den Kortisolspiegel erheblich steigern.

Anzeichen und Symptome von hormonell bedingtem Haarausfall

Die Anzeichen eines hormonell bedingten Haarausfalls können je nach Geschlecht und Art des hormonellen Ungleichgewichts variieren. Hormoneller Haarausfall bei Männern beginnt häufig mit einem Zurückweichen des Haaransatzes an den Schläfen und einer zunehmenden Ausdünnung im Scheitelbereich. Diese Form, auch bekannt als androgenetische Alopezie, kann sich mit der Zeit bis zu vollständiger Glatzenbildung entwickeln. Bei Frauen äußert sich hormoneller Haarausfall meist durch ein diffuses Ausdünnen der Haare entlang des Scheitels, ohne dass es zu völliger Kahlheit kommt. Die Kopfhaut wird zunehmend sichtbar, insbesondere beim Scheiteln der Haare.

Wenn mehrere dieser Symptome gemeinsam mit Haarausfall auftreten, ist eine hormonelle Untersuchung durch einen Facharzt dringend zu empfehlen.

Genetische Veranlagung

Hormoneller Haarausfall ist oft nicht allein das Ergebnis eines vorübergehenden hormonellen Ungleichgewichts - häufig spielt auch die genetische Veranlagung eine entscheidende Rolle. Besonders bei der androgenetischen Alopezie, der häufigsten Form hormonell bedingten Haarverlusts, reagieren die Haarfollikel überempfindlich auf das Hormon Dihydrotestosteron (DHT). Die genetisch bedingte Empfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber DHT führt dazu, dass sich die Wachstumsphasen der Haare verkürzen und die Haarfollikel mit der Zeit schrumpfen. Während Männer typischerweise schon in jungen Jahren erste Symptome zeigen (z. B. Geheimratsecken, Tonsur), tritt diese Form des Haarausfalls bei Frauen meist später und diffuser auf.

Schilddrüsenfunktionsstörung

Die Schilddrüse spielt eine zentrale Rolle im hormonellen Gleichgewicht des Körpers und beeinflusst direkt zahlreiche Stoffwechselprozesse - darunter auch den Haarwuchs. Sowohl eine Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) als auch eine Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion) können zu diffusem Haarausfall führen. Bei einer Hypothyreose verlangsamt sich der Zellstoffwechsel, was dazu führt, dass sich die Haarfollikel in der Ruhephase (Telogenphase) befinden und weniger neue Haare nachwachsen. Umgekehrt kann eine Hyperthyreose - durch übermäßige Produktion von Schilddrüsenhormonen - ebenfalls das Haarwachstum negativ beeinflussen. In beiden Fällen handelt es sich um telogenes Effluvium, eine Form des diffusen Haarausfalls.

Studien zeigen, dass etwa 33 % der Patienten mit Hypothyreose und bis zu 50 % mit Hyperthyreose von Haarverlust betroffen sind (PMC).

Hormonelle Schwankungen im Leben einer Frau

Der hormonell bedingte Haarausfall bei Frauen ist eng mit bestimmten Lebensphasen verknüpft, in denen der Hormonhaushalt erheblichen Schwankungen unterliegt.

  1. Pubertät: Während der Pubertät kommt es zu einem starken Anstieg der Sexualhormone, insbesondere der Androgene. Bei genetischer Veranlagung kann dies bereits in jungen Jahren eine androgenetische Alopezie auslösen.
  2. Schwangerschaft: Während der Schwangerschaft befindet sich der Östrogenspiegel auf einem konstant hohen Niveau, was das Haarwachstum fördert und oft zu kräftigerem, vollerem Haar führt.
  3. Nach der Entbindung: Nach der Entbindung sinken die Hormonspiegel abrupt, insbesondere Östrogen. Dies führt häufig zu einem plötzlichen und massiven Haarausfall - dem sogenannten postpartalen Effluvium. Obwohl dieser Zustand meist vorübergehend ist, kann er für viele Frauen psychisch belastend sein.
  4. Absetzen der Antibabypille: Die Absetzung der Antibabypille führt zu einem hormonellen „Reset“, bei dem der Körper seine natürliche Hormonproduktion wieder aufnimmt.
  5. Menopause: In der Menopause nimmt die Produktion von Östrogen und Progesteron stark ab. Diese Hormone wirken normalerweise schützend auf den Haarwuchs. Ihr Rückgang ermöglicht es den Androgenen, dominanter zu wirken - was zu einer Verkürzung der Haarwachstumsphase führt.

Diagnose von hormonell bedingtem Haarausfall

Die Diagnose hormonell bedingten Haarausfalls erfolgt durch eine Kombination aus ärztlicher Untersuchung, Anamnese und gezielten Blutanalysen.

  • Hormonstatus: Untersuchung der Androgene (z. B. Testosteron, DHT), Östrogene, Schilddrüsenhormone und anderer relevanter Hormone.
  • Zusätzlich kann ein sogenannter Trichogramm- oder Trichoscan-Test eingesetzt werden.

Behandlung von hormonell bedingtem Haarausfall

Die Therapie hormonell bedingten Haarausfalls hängt stark von der zugrunde liegenden Ursache ab und sollte stets individuell erfolgen. Bei hormonell bedingtem Haarausfall kommen oft speziell entwickelte Medikamente zum Einsatz, die gezielt in den Haarwachstumszyklus eingreifen. Zu den bewährten Wirkstoffen zählt Minoxidil, ein topisches Präparat, das die Durchblutung der Kopfhaut verbessert und das Haarwachstum stimulieren kann.

Für Frauen mit hormonellem Ungleichgewicht, etwa in den Wechseljahren oder nach dem Absetzen hormoneller Verhütungsmittel, können Antiandrogene oder bestimmte hormonelle Präparate hilfreich sein. Diese regulieren das Verhältnis von Östrogen und Androgenen im Körper und können dadurch den Haarausfall positiv beeinflussen. Neben medikamentösen Therapien gewinnen moderne ästhetische Behandlungen zunehmend an Bedeutung im Kampf gegen hormonell bedingten Haarausfall.

Bei der PRP-Behandlung werden patienteneigene Wachstumsfaktoren aus dem Blut extrahiert und direkt in die betroffenen Areale injiziert - ein natürlicher Stimulus für Zellregeneration und stärkeres Haarwachstum. Die Mesotherapie versorgt die Kopfhaut gezielt mit Vitaminen, Spurenelementen und Aminosäuren. Ein Mangel an Biotin, Zink, Eisen oder Vitamin D kann hormonellen Haarausfall verstärken.

PRP-Behandlung zur Anregung des Haarwachstums.

In fortgeschrittenen Fällen, in denen medikamentöse und unterstützende Therapien nicht ausreichen, kann eine Haartransplantation eine dauerhafte Lösung darstellen. Dabei werden eigene Haarfollikel vom Hinterkopf entnommen und in kahle Bereiche transplantiert.

Fazit

Hormonell bedingten Haarausfall kann man nicht immer vollständig heilen, aber in den meisten Fällen deutlich verlangsamen oder stabilisieren. Hormonregulierende Therapien bei Frauen, z. B. Ernährungsoptimierung und gezielte Nahrungsergänzung (z. B. Vitamine, Mineralstoffe), können helfen, das hormonelle Gleichgewicht wiederherzustellen und den Haarausfall zu reduzieren.

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