Zinkorotat und Haarausfall: Studien und Erkenntnisse

Viele Menschen, sowohl Männer als auch Frauen, leiden unter Haarausfall. Bei Männern kann sich das Haar schon in jungen Jahren lichten, während Frauen häufiger unter kahlen Stellen auf der Kopfhaut leiden. Ein möglicher Faktor, der zu Haarausfall beitragen kann, ist Zinkmangel. Zink ist ein essenzielles Spurenelement, das für viele Körperfunktionen, einschließlich des Haarwachstums, unerlässlich ist.

Die Bedeutung von Zink für das Haarwachstum

Zink spielt eine wichtige Rolle bei verschiedenen Prozessen, die das Haarwachstum beeinflussen:

  • Keratinbildung: Zink unterstützt die Bildung von Keratin, einem Hauptbestandteil der Haare.
  • Kollagenherstellung: Es hilft bei der Herstellung von Kollagen, einem Protein, das die Haarwurzeln stärkt.
  • Zellteilung: Zink wirkt wachstumsfördernd und ist wichtig für eine gut funktionierende Zellteilung, was sich positiv auf das Haarwachstum auswirkt.
  • Immunsystem: Es unterstützt das Immunsystem und kann Entzündungen, auch an der Haarwurzel, positiv beeinflussen.

Ist der Körper nicht ausreichend mit Zink versorgt, können die Haare trocken, spröde, dünn und brüchig werden. Ein Zinkmangel kann sich sogar in Haarausfall äußern.

Studien zum Thema Zink und Haarausfall

Eine koreanische Studie untersuchte die therapeutische Wirkung von Zink auf Personen mit kreisrundem Haarausfall und niedrigem Serum-Zink-Spiegel. Nach der Behandlung konnte bei den Teilnehmern ein Anstieg des Serum-Zink-Spiegels verzeichnet werden. Dies deutet darauf hin, dass Zink eine positive Wirkung auf diese Form des Haarausfalls haben kann.

Quelle: drderma.de

Es gibt drei Hauptarten von Haarausfall:

  • Erbblich bedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie): Hier sind vor allem die Gene verantwortlich.
  • Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata): Vermutlich steckt eine Autoimmunreaktion dahinter, bei der das Immunsystem die Haarwurzeln angreift. Studien bestätigen, dass an dieser Form des Haarausfalls zusätzlich ein Zinkmangel beteiligt ist.
  • Diffuser Haarausfall: Hier spielen Einflussfaktoren wie Stress, hormonelle Veränderungen, Krankheiten oder Fehlernährung eine Rolle.

Zinkmangel erkennen und beheben

Ein Zinkmangel kann sich durch verschiedene Symptome äußern:

  • Müdigkeit und Antriebslosigkeit
  • Häufige Erkältungen und Infektionen
  • Trockene, schuppige Haut
  • Sprödes, kraftloses Haar oder Haarausfall

Um einem Zinkmangel vorzubeugen oder ihn zu beheben, können Sie folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Zinkreiche Ernährung: Integrieren Sie Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse in Ihre Ernährung.
  • Zinkpräparate: Wenn eine ausgewogene Ernährung nicht ausreicht, können Zinkpräparate helfen, den Zinkbedarf zu decken. Besonders beim kreisrunden Haarausfall kann sich Zink günstig auswirken.

Zinkorotat-POS® ist ein Arzneimittel, das zur Behandlung von Zinkmangelzuständen eingesetzt wird. Es enthält eine organische Zinkverbindung, die gut vom Körper aufgenommen werden kann. Die Tabletten sind magensaftresistent und daher gut verträglich. Sie können individuell dosiert werden und sind auch für Schwangere, Stillende und Kinder ab 4 Jahren geeignet.

Empfohlene Zinkzufuhr

Die empfohlene Zinkzufuhr hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. Alter, Geschlecht und Ernährung. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt folgende Empfehlungen:

GruppeZinkbedarf (mg/Tag) bei niedriger PhytatzufuhrZinkbedarf (mg/Tag) bei mittlerer PhytatzufuhrZinkbedarf (mg/Tag) bei hoher Phytatzufuhr
Männer111416
Frauen7810

Es ist ratsam, die Einnahme von Zinkpräparaten mit einem Arzt oder Apotheker zu besprechen, um die richtige Dosierung zu ermitteln und mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auszuschließen.

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Zink kann bei Haarausfall innerhalb von 3-6 Monaten Wirkung zeigen, vorausgesetzt, der Haarausfall ist durch einen Zinkmangel bedingt. Eine Tagesdosis von 15-30 mg Zink kann für die Behandlung von Haarausfall empfohlen werden, abhängig vom individuellen Bedarf und ärztlicher Beratung. Zinkgluconat, Zinkorotat oder Zinkcitrat sind gut bioverfügbare Formen von Zink, die sich zur Behandlung von Zinkmangel und Haarausfall eignen. Zink-Tabletten in Kombination mit anderen Nährstoffen wie Vitamin B7 oder Biotin können das Haarwachstum zusätzlich unterstützen.

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