Die Wirkung von Zink Shampoo: Förderung des Haarwachstums und Reduzierung von Haarausfall

Eine gesunde und gepflegte Haarpracht ist für viele Menschen ein wichtiges ästhetisches Ziel. Doch um das Haarwachstum zu fördern und Haarausfall zu reduzieren, bedarf es mehr als nur äußerer Pflege. Die richtige Ernährung und gezielte Nährstoffe spielen eine entscheidende Rolle.

Die Bedeutung von Biotin, Zink und Thiocyanat für die Haargesundheit

Biotin, auch als Vitamin B7 oder Haarvitamin bekannt, ist ein wasserlösliches Vitamin aus dem B-Komplex. Es spielt eine wichtige Rolle im Stoffwechsel von Fettsäuren, Aminosäuren und Kohlenhydraten. Biotin ist für den Körper essentiell, da es zur Bildung von Keratin beiträgt, einem wichtigen Bestandteil der Haare.

Zink hingegen ist ein essentielles Spurenelement, das an einer Vielzahl von Stoffwechselprozessen im Körper beteiligt ist. Es ist bekannt für seine entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften. Im Zusammenhang mit der Haarpflege spielt Zink eine wichtige Rolle bei der Regulation der Talgproduktion der Kopfhaut. Eine übermäßige Talgproduktion kann zu fettigem Haar führen, während ein Mangel an Talg zu trockenem und sprödem Haar führen kann.

Neben Biotin und Zink kann auch Thiocyanat eine wichtige Rolle in der Haarpflege spielen. Thiocyanat ist eine Verbindung, die natürlicherweise im menschlichen Körper vorkommt und eine entzündungshemmende Wirkung auf die Kopfhaut haben kann. Entzündungen der Kopfhaut können zu Haarausfall führen und das Haarwachstum behindern.

Die Kombination von Biotin und Zink in der Haarpflege kann besonders wirksam sein, um das Haarwachstum zu fördern und Haarausfall zu reduzieren. Eine Studie aus dem Jahr 2012, veröffentlicht in der Zeitschrift "Skin Appendage Disorders", untersuchte die Wirkung einer Kombination von Biotin und Zink auf das Haarwachstum bei Frauen mit diffuser Haarausdünnung.

Um von den positiven Effekten von Biotin, Zink und Thiocyanat zu profitieren, ist es wichtig, eine ausgewogene Ernährung zu gewährleisten, die reich an diesen Nährstoffen ist. Lebensmittel wie Eier, Nüsse, Samen, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Fisch und Meeresfrüchte sind gute Quellen für Biotin und Zink.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Biotin und Zink wichtige Nährstoffe für das Haarwachstum sind. Sie spielen eine entscheidende Rolle bei der Bildung von Keratin, der Regulation der Talgproduktion und der Gesundheit der Kopfhaut. In Kombination mit Thiocyanat können sie eine hochwirksame Formel bilden, um das Haarwachstum zu fördern und entzündliche Prozesse auf der Kopfhaut zu reduzieren.

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Ursachen und Formen von Haarausfall

Fast jede dritte Frau hat im Laufe ihres Lebens mit Haarausfall zu kämpfen. Der Leidensdruck ist groß. Haare erneuern sich beim Menschen ständig. Sie hören nach einer bestimmten Zeit auf zu wachsen und fallen aus, neue Haare wachsen nach. Und auch lichteres Haar ist mit zunehmendem Alter keine Seltenheit.

Dauert der Haarausfall mehrere Wochen und gehen täglich mehr als hundert Haare aus oder es entstehen haarfreie Stellen, liegt Haarausfall vor. Haarausfall tritt in unterschiedlichen Formen auf:

  • Erblicher Haarausfall (Androgenetische Alopezie) ist die häufigste Ursache von Haarausfall - bei Männern und Frauen.
  • Frauen leiden häufig auch unter Haarausfall aufgrund einer Veränderung im Hormonhaushalt. Besteht ein Ungleichgewicht zwischen weiblichem Östrogen und männlichem Testosteron, lassen die männlichen Hormone die Haarfollikel schrumpfen. Die Haarwurzel wird schwach. Bei jüngeren Frauen kann die Abnahme der Haardichte zum Beispiel auch durch ein Polyzystisches Ovar Syndrom (PCOS) bedingt sein.
  • Kreisrunder Haarausfall - auch Alopecia areata genannt - kann in nahezu jedem Lebensalter auftreten. Dabei gehen die Haare schmerzlos und büschelweise aus. Die Krankheit kann neben dem Kopfhaar auch die übrige Körperbehaarung betreffen. Fallen die Haare komplett aus, sprechen Experten von einer Alopecia areata universalis. Alopecia areata ist eine Autoimmunkrankheit. Durch einen Angriff des Immunsystems werden die Haare in ihrem Wachstum so stark gestört, dass sie ausfallen.
  • Diffuser Haarausfall ist eine häufige Form von Haarverlust. Gleichmäßig, über den ganzen Kopf verteilt, fallen die Haare aus. Die Ursachen sind vielfältig. Mögliche Auslöser sind zum Beispiel Schilddrüsenerkrankungen, bestimmte Medikamente, chronische Erkrankungen, Autoimmunkrankheiten, schwere Infekte wie eine Grippe, Mangelernährung (beispielsweise Eisen, Zink, Selen, Vitmin D oder Vitamin A) oder eine Chemotherapie.
  • Einige Kopfhauterkrankungen können vorübergehend oder dauerhaft zu Haarverlust führen. Dazu zählen schwere Ekzeme der Kopfhaut oder Pilzerkrankungen. Auch Druck und Zug auf die Haare kann zum Ausfall führen.

Diagnose und Behandlung von Haarausfall

Bei der Untersuchung fragen Ärztin oder Arzt ausführlich nach der Vorgeschichte der Patientin, bisherigen Untersuchungen und Therapien sowie Symptomen. Dann werden die Haare unter der Lupe betrachtet und geprüft, ob sie brüchig sind. Ein Zupftest zeigt, ob sich die Haare schnell lösen. Anschließend wird die Haarwurzel untersucht. Ein sogenanntes Trichogramm zeigt, in welcher Wachstumsphase die Haare ausfallen. Weitere Erkenntnisse kann eine computergestützte Haaranalyse liefern.

Je früher die passende Behandlung eingeleitet wird, umso größer ist die Erfolgschance der Therapie. Zunächst muss aber die genaue Ursache des Haarausfalls gefunden sein, erst dann erstellt der Arzt einen individuellen Therapieplan. Ist ein bestimmtes Medikament für Haarausfall verantwortlich, kann möglicherweise ein alternatives Präparat ausprobiert werden.

Medikamente und Therapien

  • Minoxidil: Der Blutdrucksenker Minoxidil lässt bei erblich bedingtem Haarausfall in einigen Fällen neue, kräftigere Haare nachwachsen. Allerdings kann das Medikament Nebenwirkungen wie Kreislaufbeschwerden und Haarwuchs im Gesicht verursachen.
  • Koffein-Präparate: Bei diagnostiziertem Haarausfall können Hautärzte als Therapie die Injektion koffeinhaltiger Präparate in die Kopfhaut verschreiben.
  • Anti-Androgene: Gegen hormonbedingten Haarausfall verschreiben Dermatologinnen und Dermatologen Tabletten, die Anti-Androgene enthalten.
  • Haartransplantation: Dafür werden Haare am Hinterkopf entnommen. An den kahlen Stellen setzt der Arzt Mikroschlitze und verpflanzt die Transplantate. Dabei bestimmt er auch die Dichte und Richtung, in der die Haare in Zukunft wachsen sollen. Das Ganze geschieht in Millimeterarbeit.

Weitere Tipps und Hinweise

Ob Öle, Seren oder Pulver zum Einnehmen: Im Einzelhandel werben viele Produkte damit, Haarverlust "aktiv" zu bekämpfen - mit natürlichen Inhaltsstoffen wie Bambus oder Basilikum. Expertinnen und Experten zweifeln jedoch an der Aussagekraft von oft kleinen und über einen kurzen Zeitraum durchgeführten Herstellerstudien.

Auch Nahrungsergänzungsmittel versprechen mitunter eine hohe Wirksamkeit bei Haarausfall, ihre Wirksamkeit ist oft jedoch nicht belegt. Die Produkte enthalten neben Vitaminen häufig auch Spurenelemente oder Extrakte, manchmal in sehr hohen Dosen. Diese sind per se nicht schädlich, jedoch kann der Körper beispielsweise zu viel Vitamin A - dessen Tagesbedarf einige der Vitaminkapseln vollständig decken - nicht ausscheiden. Eine langfristig zu hohe Aufnahme von Vitamin A kann zu trockener Haut und Haarausfall führen.

Grundsätzlich gilt: Wer sich ausgewogen und ausreichend ernährt, muss in der Regel keine Nahrungsergänzungsmittel gegen Haarausfall einnehmen.

Dennoch gibt es einige Tipps und Tricks, wie Frauen dünne Haare pflegen und kaschieren können. Mittlerweile haben sich einige Friseurinnen und Friseure darauf spezialisiert. Beim Fönen - und auch bei starker Sonneneinstrahlung - ein Hitzeschutzspray auftragen. Für mehr Volumen Haarspray und Styling-Schaum für den Haaransatz verwenden.

Verbot von Zink-Pyrithion in Kosmetika

Die Änderung der Kosmetikverordnung zum ersten März zieht weiter Kreise. Nun müssen auch Marken wie Avène, Ducray und René Furterer zahlreiche Produkte zurückrufen. Zink-Pyrithion ist zum Beispiel in Anti-Schuppen-Shampoos enthalten. Nun ist dieser Inhaltsstoff verboten.

Über die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) werden aktuell mehrere Rückrufe von Apothekenkosmetik veröffentlicht. Kürzlich berichtete PTAheute bereits über den Stieprox-Shampoo-Rückruf und seine Hintergründe. Wie beim Stieprox-Rückruf müssen nun auch diverse Produkte der Firma Pierre Fabre aufgrund des Duftstoffes Lilial zurückrufen werden.

Hinter dem Chargenrückruf steckt wie schon bei Stieprox „die Verordnung (EU) 2021/1902 der Kommission vom 29. Oktober 2021 zur Änderung der Anhänge II, III und V der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates über kosmetische Mittel“. Diese hat die Verwendungsbedingungen für die Stoffe Lilial (Butylphenylmethylpropional), aber auch Zink-Pyrithion geändert. „Kosmetische Mittel, die diese Stoffe enthalten, müssen vor dem 1. März 2022 aus dem Verkauf genommen werden“, heißt es.

Wie PTAheute bereits erläuterte, steckt hinter dem Lilial-Verbot die neue Risikoeinstufung in der Kategorie „Repr. 1B“, womit es „wahrscheinlich“ reproduktionstoxisch ist.

Die Wirkung von Zink-Pyrithion und das Verbot

Die Wirkung von Zink-Pyrithion wird in der Deutschen Apotheker Zeitung 4/2020 wie folgt beschrieben: „Im Rahmen einer 2018 publizierten Studie wurde Zink-Pyrithion bei Kopfschuppen untersucht. Die Autoren identifizierten drei mögliche Mechanismen für die Wirkung dieser Substanz auf M. restricta: eine Erhöhung der zellulären Zinkkonzentration, eine Hemmung der Mitochondrienfunktion und eine Verminderung der Expression der ­Lipase, die für die vermehrte Produktion Kopfhaut-reizender Fettsäuren verantwortlich ist.“

M. restricta gehört zur Hefepilz-Gattung Malassezia und zur physiologischen Flora der Kopfhaut.Es überrascht also nicht, dass sich in der Liste über die aktuell zurückgerufenen Chargen unter anderem Anti-Schuppen-Shampoos befinden. Doch auch ein Zink-Pyrithion-haltiger Rasierschaum von Avène ist beispielsweise mit dabei.

Schon im November 2021 meldete Ökotest, dass die EU den „Anti-Schuppen-Wirkstoff“ Zink-Pyrithion verbietet. Und tatsächlich wird Zink-Pyrithion wie auch Lilial mittlerweile als „Repr. 1 B“ - also „wahrscheinlich reproduktionstoxisch“ - eingestuft. Ökotest kritisiert die Verbindung in Kosmetika schon länger - auch deshalb, weil sie die Haut reizt und giftig für Wasserorganismen ist.

Ganz uneingeschränkt durfte Zink-Pyrithion vor der 1B-Einstufung nämlich auch nicht eingesetzt werden: „Die EU-Kosmetikverordnung erlaubte Zinkpyrithion bisher in auszuspülenden Haarmitteln bis zu einer Konzentration von maximal 1 Prozent; in Kosmetika, die im Haar verbleiben, durfte der Stoff immer noch bis zu 0,1 Prozent ausmachen - vorausgesetzt, er wurde dort nicht zur Konservierung eingesetzt“, erklärt Ökotest.

Betroffene Produkte

Vom aktuellen Rückruf sind nun folgende Kosmetikprodukte betroffen (Stand 02.02.2022):

Marke Produktname PZN Chargen
EAU THERMALE AVÈNE AVÈNE Rasiergel 10391208 FR317
AVÈNE AVÈNE Rasierschaum 10391183 FR1171, FR1181, FR1188
DUCRAY KELUAL DS Intensivpflege-Shampoo 02894355 F800 bis F880
DUCRAY SQUANORM Shampoo trockene Schuppen 10308880 F154 bis F210
DUCRAY EXTRA Mild Shampoo 08816215 F2955 bis F3210
DUCRAY NEOPTIDE Haartinktur 09191007 F268 bis F295
RENÉ FURTERER MELALEUCA Antischuppen-Shampoo, trockene Schuppen 01017623 F1014 bis F1026
RENÉ FURTERER MELALEUCA Antischuppen-Shampoo, fettige Schuppen 01017617 F717 bis F729
RENÉ FURTERER ASTERA FRESH Beruhigend-frisches Shampoo 10102813 F79, F1081 bis F1166
RENÉ FURTERER ASTERA FRESH Beruhigend-frisches Shampoo 16685922 F1133 bis F1142
RENÉ FURTERER LUMICIA Glanz-Shampoo 11686443 F542 bis F556
RENÉ FURTERER LUMICIA Glanz-Spülung 11686466 F622, F623
RENÉ FURTERER LUMICIA Glanz-Balsam 11686420 F729 bis F738
RENÉ FURTERER NATURIA Trockenshampoo 05385016 FR405 bis FR421
RENÉ FURTERER NATURIA Trockenshampoo 07291584 FR414
RENÉ FURTERER NATURIA Mildes Shampoo 00794023 F980 bis F1029
RENÉ FURTERER NATURIA Spray für leichte Kämmbarkeit 11686489 F203 bis F209
RENÉ FURTERER SUBLIME CURL Locken-Shampoo 12529935 F318 bis F332
RENÉ FURTERER SUBLIME CURL Locken-Spray 14004941 F110 bis F112
RENÉ FURTERER SUBLIME CURL Locken-Fluid 12529958 F321 bis F336
RENÉ FURTERER SUBLIME CURL Locken-Balsam 12529941 F317 bis F326
RENÉ FURTERER TONUCIA Kräftigende Aufbau-Kur 01178898 IN277
RENÉ FURTERER TONUCIA Kräftigendes Shampoo 08849344 F996 bis F1020

Pierre Fabre bittet Apotheken um die Überprüfung der Warenbestände. Betroffene Packungen sollen bis spätestens 31. März 2022 an folgende Adresse übersendet werden:

Retourenstelle - Lilial Kosmetika Rücknahme:
DVG GmbH
Albert-Einstein-Str.

tags: #zink #shampoo #wirkung

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