Anti-Schuppen Shampoo Test: So finden Sie das richtige Produkt

Glänzendes, voluminöses und seidig glattes Haar wünschen sich viele. Mit der richtigen Pflege lässt sich dieser Wunsch durchaus realisieren oder zumindest ein Ergebnis erzielen, dass dem sehr nahe kommt. Das richtige Produkt für sich selbst zu finden, ist allerdings gar nicht so einfach, da Ihr Haar je nach Alter, Ernährung, Lebensumständen und Haarstruktur andere Bedürfnisse hat.

Viele Verbraucher achten darauf, Produkte zu kaufen, die möglichst wenige schädliche Inhaltsstoffe enthalten. Es gibt immer wieder selbst ernannte Experten, die das Haarewaschen allein mit Wasser befürworten. Doch das kann auf Dauer einfach nicht gut gehen. Der Grund ist ganz einfach: Im Laufe eines Tages nehmen Haare unweigerlich Feuchtigkeit, Fett, Staub und Schmutz aus der Luft auf.

Wasser allein könnte all die Verunreinigungen gar nicht ausreichend beseitigen. Schließlich waschen wir uns ja auch mit Seife die Hände und verwenden zum Duschen ein gutes Duschgel. Unser Haar sollten wir nicht anders behandeln: Der Verzicht auf Shampoo führt dazu, dass die Haare schwer, matt, glanzlos und auf Dauer sogar krank werden. Darum sollten Sie bei der Haarwäsche immer ein hochwertiges Produkt verwenden.

Shampoos reinigen nicht nur das Haar, sondern sie pflegen auch die Kopfhaut und tragen somit dazu bei, dass neue Haare gesund und kräftig nachwachsen können. Natürlich sollte ein Haarshampoo keine bedenklichen Inhaltsstoffe besitzen. Shampoos setzen sich aus verschiedenen Inhaltsstoffen zusammen und lassen sich somit perfekt an das Pflegebedürfnis unterschiedlicher Haarstrukturen anpassen.

So gibt es beispielsweise für sehr trockenes Haar ebenso das optimale Shampoo wie für strapaziertes, schnell fettendes oder für coloriertes Haar. Gleiches gilt für sehr feines dünnes Haar oder eine juckende und schuppige Kopfhaut. Da die Haarwäsche in der Regel sehr häufig und meist sogar täglich erfolgt, ist es umso wichtiger, genau das Shampoo auszuwählen, das zu den individuellen Bedürfnissen passt.

Yves Rocher erleichtert Ihnen die Auswahl und hält eine Vielzahl an exklusiven Haarwaschmitteln für Sie bereit, die sich an die unterschiedlichsten Ansprüche der Haarstruktur richten.

Im Folgenden werden verschiedene Shampoos und ihre Eigenschaften vorgestellt, um Ihnen bei der Auswahl des richtigen Produkts zu helfen.

Wie wirken Anti-Schuppen-Shampoos?

Rund 30 Prozent der Frauen und 20 Prozent der Männer leiden an Schuppen. Das kann unterschiedliche Ursachen haben, zum Beispiel Hautprobleme, die falsche Pflege, hormonelle Veränderungen, Ernährung oder erbliche Veranlagung. Sie äußern sich durch Hautschuppen, die sich am Ansatz, in den Längen und auf den Schultern sammeln. Oft können diese Beschwerden bereits durch die Verwendung eines Anti-Schuppen-Shampoos aus dem Drogeriemarkt gelindert werden.

Anti-Schuppen-Shampoos enthalten sogenannte Antimykotika - Wirkstoffe, die bestimmte Mikroorganismen auf der Kopfhaut bekämpfen, wie etwa die Hefe Malassezia furfur. Deren Stoffwechselprodukte reizen die Haut und rufen Entzündungen hervor. Die Folgen sind Schuppen, manchmal auch Rötungen und Juckreiz.

Die konventionellen Anbieter verwenden dafür oft Piroctonolamin. Diesen Wirkstoff enthalten 31 Shampoos im Test. Laut Öko-Test ist Piroctonolamin die beste Wahl im konventionellen Bereich. Studien haben gezeigt, dass er das Pilzwachstum einschränkt. Zugleich ist er relativ mild und gut verträglich.

Da Menschen mit Schuppen bereits eine empfindliche Kopfhaut haben, ist es dabei wichtig, ein möglichst verträgliches Produkt zu wählen.

Inhaltsstoffe von Anti-Schuppen-Shampoos

Die Regeln für Naturkosmetika erlauben Wirkstoffe wie synthetisches Piroctonolamin nicht. Stattdessen arbeiten die zertifizierten Naturkosmetikshampoos im Test mit Pflanzenextrakten und -ölen, etwa Rosmarin, Brennnessel und Wacholder. Das sind traditionelle Mittel gegen Schuppen, die leicht antimikrobiell wirken sollen. Brennnessel soll zudem die Talgproduktion reduzieren. Weizenkeimöl zum Beispiel wird für eine gesunde Kopfhaut eingesetzt.

Im Gegensatz dazu gehören Climbazol, Zinkpyrithion und Selendisulfid zu den Wirkstoffen, vor denen die Expertinnen und Experten von „Öko-Test“ warnen, da sie der Haut und/oder der Umwelt schaden können. Sie sind zwar wirksam, aber Climbazol gehört zur Gruppe der umstrittenen halogenorganischen Verbindungen und reichert sich in Gewässern und Sedimenten an. Zinkpyrithion und Selendisulfid gelten als hautirritierend und gehören deshalb nicht auf eine gereizte Kopfhaut. Seit Langem ist bekannt, dass Formaldehyd Schleimhäute reizen kann.

Die Mehrzahl der konventionellen Shampoos enthält zudem PEG/PEG-Derivate. Diese dienen oft als waschaktive Substanzen und sorgen für einen schönen Schaum. Aber sie können die Haut auch durchlässiger für Fremdstoffe machen.

Hier ist eine Tabelle mit Inhaltsstoffen, die in Anti-Schuppen-Shampoos gefunden werden können:

Inhaltsstoff Wirkung Hinweise
Piroctonolamin Bekämpft Pilzwachstum Mild und gut verträglich
Rosmarin, Brennnessel, Wacholder Antimikrobielle Wirkung Natürliche Alternative
Climbazol Wirksam, aber umstritten Reichert sich in Gewässern an
Zinkpyrithion, Selendisulfid Wirksam, aber hautirritierend Nicht für gereizte Kopfhaut
PEG/PEG-Derivate Waschaktive Substanz Kann Haut durchlässiger machen

Wie sollten Sie Anti-Schuppen-Shampoos einsetzen?

Wer zu Anti-Schuppen-Shampoos mit Antimykotika greift, muss beachten, dass diese direkt auf der Kopfhaut wirken. Deshalb müssen die Shampoos durch sanftes Einmassieren dorthin gelangen und hier etwa eine Minute verbleiben. Zusätzliche Pflegeprodukte wie Kuren oder Spülungen sollten deshalb nicht direkt am Haaransatz aufgetragen werden, damit der Anti-Schuppen-Wirkstoff nicht gleich wieder weggespült wird.

Darüber hinaus helfen auch frische Luft und Sonne unterstützend. Lassen die Schuppen nach, reicht es, das Anti-Schuppen-Shampoo nur ein bis dreimal die Woche zu nutzen und dazwischen eine milde Haarpflege zu wählen.

Anti-Schuppen Shampoos im Test 2024

Getestete Anti-Schuppen-Shampoos und ihre Ergebnisse

„Öko-Test“ hat 50 verschiedene Anti-Schuppen-Shampoos auf ihre Verträglichkeit getestet. Im Veträglichkeitstest von „Öko-Test“ waren nur zwölf der 50 getesteten Anti-Schuppen-Shampoos komplett frei von schädlichen Inhaltsstoffen. Diese zwölf Produkte (darunter auch alle Naturkosmetik-Shampoos) haben die Bestnote „sehr gut“ erhalten. Die Note „gut“ wurde 15-mal vergeben, während sieben weitere Shampoos immerhin „befriedigend“ und drei „ausreichend“ waren.

Alle 9 Naturkosmetik-Shampoos sind "sehr gut". Beispielsweise das günstige "Alverde Anti-Schuppen Shampoo Bio-Paranuss Bio-Rosmarin" (Preis pro 250 ml 2,44 Euro), das "Bioturm Shampoo Schuppen" (7,44 Euro) oder auch das "Sante Family Anti-Schuppen Shampo" (3,99 Euro).

Bei den konventionellen Produkten erhielten drei die Bestnote. Als da wären: "Annemarie Börlind Active Shampoo bei Schuppen" (Preis pro 250 Milliliter 12,44 Euro), "Yves Rocher Anti-Schuppen Shampoo" (4,27 Euro) und "Greendoor Basisches Natur Shampoo Ingwer Grapefruit" (11,19 Euro). Gleich 10 Anti-Schuppen-Shampoos im Test erhielten wegen der Verwendung der oben genannten kritischen Stoffe ein "ungenügend".

Weitere Tipps für die Haarpflege

  • Verwende pflegende Kuren oder Conditioner nur in den Längen, damit die kopfhautberuhigenden Wirkstoffe nicht weggewaschen werden.
  • Bereits nach 5 bis 10 Anwendungen kann ein Unterschied bemerkbar sein.
  • Bei gefärbten Haaren ist ein spezielles Schuppen-Shampoo für Colorationen ratsam, da Anti-Schuppen-Produkte die Haarstruktur aufrauen und die Farbe dadurch schneller verblasst.

Was Sie beim Haarewaschen beachten sollten

  • Das Wasser sollte nicht zu heiß sein, denn dann wird das Haar stumpf. Lauwarmes Wasser ist wesentlich besser geeignet.
  • Dosieren Sie Ihr Haarshampoo zudem sparsam und zunächst in der Handfläche: Gießen Sie auf keinen Fall den Flascheninhalt "nach Gefühl" auf Ihren Kopf. Ein haselnussgroßer Tropfen, den Sie in der Hand mit etwas Wasser aufschäumen, reicht meist schon aus.
  • Das Ausspülen sollte sehr gründlich und gleichmäßig geschehen. Getrocknete Shampooreste beschweren das Haar und können die Kopfhaut reizen.
  • Beim anschließenden Fönen halten Sie einen Abstand von etwa 30 Zentimetern ein.

Es könnte so schön und praktisch sein: Silikone sorgen dafür, dass stumpfes Haar zunächst unwiderstehlich glänzt und sich spröde Längen in hauchzarte Seide verwandeln. Doch der eigentlich so positive Effekt hat massive Schattenseiten. Silikone legen sich nämlich wie ein Film oder eine Art Schicht um das Haar und verhindern, dass Pflegestoffe eindringen können.

Durch diesen Film wird das Haar zudem beschwert, es verklebt mit der Zeit regelrecht, so dass die ursprüngliche Wirkungsweise ins Gegenteil umschlägt. Silikone vermitteln Ihnen zwar das Gefühl, das Haar sei gesund, in Wahrheit richtet die Versiegelung aber schwere Schäden an. Sie kann sogar dafür verantwortlich sein, dass sich Ihr Haar deutlich schlechter färben lässt.

Experten reden im Zusammenhang mit Silikonen vom sogenannten Build-up-Effekt: Eine Silikonschicht legt sich mit der Zeit über die andere, das Haar wird dadurch wesentlich schwerer und trocknet unter dem Silikonmantel letztendlich aus, es erstickt förmlich. Ein gutes Shampoo ohne Silikone ist darum einfach besser. Auch für unsere Umwelt übrigens, denn laut einem Gutachten des Umweltbundesamtes sind Silikone nur schwer abbaubar.

Haben Sie Ihr Haar bereits eine längere Zeit mit silikonhaltigen Haarwaschmitteln gereinigt und wollen Sie auf silikonfreie Produkte umstellen, müssen Sie in der Übergangszeit zunächst mit einigen Begleiterscheinungen rechnen. Ihr Haar wird sich in der Anfangszeit spröde und trocken anfühlen, da die Silikonschicht nun abgebaut wird und darunter das beschädigte Haar zum Vorschein kommt.

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