Es passiert schneller, als man denkt: Der Lieblings-Wollpullover landet aus Versehen in der Waschmaschine, und plötzlich passt er nur noch einer Puppe. Wenn Kleidung einläuft, liegt das meist an Hitze oder falscher Behandlung beim Waschen oder Trocknen. Die Fasern ziehen sich zusammen und verlieren ihre ursprüngliche Form.
Aber keine Panik - mit etwas Geduld und den richtigen Tricks kannst du ihn wieder in Form bringen. Ganz oft lässt sich das Kleidungsstück nicht komplett wiederherstellen, aber ein bisschen dehnen oder „zurückformen“ funktioniert schon.
Zum Glück gibt es sogar ein paar Hausmittel, mit denen du versuchen kannst, das eingelaufene Teil wieder ein bisschen in Form zu bringen.
Wenn Kleidung einläuft, liegt das meist an Hitze oder falscher Behandlung beim Waschen oder Trocknen. Die Fasern ziehen sich zusammen und verlieren ihre ursprüngliche Form. Das Ergebnis: Alles wirkt plötzlich kleiner, enger, manchmal sogar verzogen.
Um dem Einlaufen eines Wollpullovers vorzubeugen, lohnt sich ein Blick auf die Hinweise auf dem Pflegeetikett. Dort ist zu entnehmen, wie und bei welcher Temperatur die Wolle gewaschen werden darf. Einige Wollsorten sind empfindlicher als andere und erfordern spezielle Pflegemethoden. Wird der Pullover nicht gemäß den Anweisungen gewaschen, kann dies zu Einlaufproblemen führen.
Manchmal ist ein Waschgang jedoch gar nicht nötig, denn Wolle nimmt Gerüche nur schwer auf und der Pullover kann auf dem Balkon oder im Garten gelüftet werden.
Vorab gilt: Waschen Sie Ihre Wollsachen am besten selten, denn bei 40 Grad Celsius baut sich die natürliche Lanolin-Schicht (Wollwachs) der Kleidung ab. Ohne diese Schicht verliert der Pullover seine schmutz- und wasserabweisende Fähigkeit.
Waschen Sie ihre Strickkleidung aus Wolle wenn möglich mit der Hand oder in der Waschmaschine mit dem passenden Wollwaschprogramm (Werfen Sie unbedingt vorher einen Blick auf die Waschsymbole des jeweiligen Textils)
Für die Waschmaschine sollten Sie Ihre Kleidung auf links drehen, um die Fasern nachhaltig zu schonen.
Verwenden Sie für die Handwäsche kaltes oder lauwarmes Wasser und benutzen Sie ein spezielles Wollwaschmittel oder Shampoo.
Wenn dein Wollpullover in die normale Wäsche gerät, kann er einlaufen. Glücklicherweise lässt er sich oft noch retten. Doch es gibt einige Möglichkeiten, wie du deinen Pullover noch retten kannst. Leider gibt es bei keiner die Garantie, dass der Pullover danach wie neu ist - aber du kannst es auf jeden Fall versuchen.
Das ist ein Klassiker unter den Hausmitteln. Denn: Die gleichmäßige Reinigung im Wollwaschgang (Handwaschprogramm) oder Feinwaschgang bei 20 oder 30 Grad ist viel sanfter für empfindliche Fasern als die Wäsche von Hand. Die Inhaltsstoffe von Conditioner und Babyshampoo können deinen Pullover schön geschmeidig machen.
So rettest du eingelaufene Pullover mit Haarspülung:
Ist dein Wollpulli trocken, kannst du ihn auswaschen - aber achte auf die richtige Temperatur! Am besten eignet sich dafür ein Wollprogramm Ihrer Waschmaschine.
Die Conditioner- oder Babyshampoo-Methode funktioniert ebenso bei T-Shirts, Baumwollstrickkleidungsstücken oder Kaschmirwolle.
In vielen Haarspülungen stecken Silikone und Mikroplastik. Es gibt aber auch gute Conditioner, die als besonders empfehlenswert bewertet wurden.
Wenn das Kleidungsstück noch feucht ist, kannst du es vorsichtig auseinanderziehen - am besten auf einem Handtuch liegend. Aber: Nicht übertreiben! Lieber öfter und langsam dehnen.
Eine weitere Möglichkeit ist, die Kleidung während des Trocknens mit Gewicht in Form zu halten. Diese Methode ist vor allem für Baumwoll-Shirts, Pullover oder Hosen gut geeignet.
Wenn Ihnen direkt nach dem Öffnen der Waschmaschine schon auffällt, dass der Wollpullover eingelaufen ist, dann legen Sie direkt mit Glycerin los. Glycerin kommt häufig in Kosmetikartikeln vor. Der Stoff eignet sich jedoch auch, um eingelaufene Wollpullover wieder zu weiten. Sie finden Glycerin als Lösungsmittel auch in der Apotheke. Verwenden Sie 2 Esslöffel davon und mischen Sie es mit Wasser. Lassen Sie den Pullover darin einwirken und ziehen Sie ihn vorsichtig an den Längen weit.
Essig ist nicht nur ein wunderbares Reinigungsmittel, auch eingelaufene Wollpullover lassen sich damit wieder in Form bringen. Mischen Sie Essig und Wasser einfach im Verhältnis 1:2 und lassen Sie den Pullover darin mindestens 30 Minuten einweichen. Danach vorsichtig in die Länge ziehen.
Um den Pullover wieder in die originale Form zurückzubringen, reicht es ein wenig Tafelessig mit Wasser, idealerweise drei Anteile Wasser auf einen Anteil Essig, zu vermischen und den eingelaufenen Wollpullover in die Lösung für etwa eine halbe Stunde einweichen lassen. Anschließend soll der Pulli dann einfach in die gewünschte Länge gezogen werden. Da Essig ein Naturprodukt ist und rein biologisch, belasten Sie damit auch nicht die Umwelt.
Sie haben Ihren Pullover gerade eben erst aus der Waschmaschine genommen und er ist noch nass? Verlieren Sie keine Zeit. Legen Sie den Pullover hierfür auf eine glatte Oberfläche, legen Sie vorher ein Handtuch darunter. Sie können nun ganz vorsichtig versuchen, den Pullover in die Länge zu ziehen. Sollte der Pullover bereits angetrocknet sein, machen Sie das Kleidungsstück erneut nass und probieren es dann erneut.
Der Pullover sollte zum Trocknen nicht aufgehängt werden, da dies das Gewebe zusätzlich dehnen kann. Am besten wird der Wollpullover auf ein sauberes Handtuch oder ein Wäschegestell gelegt und an der Luft getrocknet. Achte darauf, deine Wollkleidung schonend zu trocknen.
Legen Sie den Pullover hierfür auf eine glatte Oberfläche, legen Sie vorher ein Handtuch darunter.
Damit Sie auch lange etwas von Ihren Wollpullovern haben, sollten Sie sie nach der Wäsche richtig trocknen. Ziehen Sie das Kleidungsstück also am besten noch im feuchten Zustand sanft in seine Ursprungsform - achten Sie dabei vor allem auf Arm-, Schulter- und Seitenpartien. Damit der Pullover nicht seine Form verliert, sollten Sie den Pulli außerdem liegend trocknen lassen: Am besten, indem Sie ihn über mehrere Stränge des Wäscheständers hängen (Wichtig: Die Ärmel sollten dabei nicht seitwärts runterhängen).
Manchmal ist der geliebte Pullover nicht nur eingelaufen, auch die Fasern sind bei dem Wäsche-Unfall völlig verfilzt. Sie können nun versuchen, die verfilzte Wolle über Nacht in eine Schüssel Milch einzuweichen. Auch Essig kann bei verfilzter Wolle helfen. Weichen Sie das Kleidungsstück hierfür in einer Schüssel mit Wasser ein und geben Sie 2 EL Essig hinzu.
Das Kleidungsstück wie gewohnt waschen und anschließend in einem Essigbad für mindestens eine halbe Stunde einweichen. Anschließend den Pullover sanft ausdrücken und auf einem Handtuch auflegen.
Neben dem richtigen Waschen und Trocknen der Wollpullover gibt es aber noch einige andere Tipps, wie Sie richtig mit Ihren Wollpullovern umgehen sollten. Folgende Hinweise werden oft unterschätzt.
Der beste langfristige Lagerort für Strickpullover sollte am besten trocken, dunkel und kühl sein - denn das mögen die Motten gar nicht. Für das Einlagern von den Kleidungsstücken eignen sich daher Kunststoffbehälter oder Vakuumbeutel, sowie einfach Pappkartons. Und wer seine Kleidung besonders gut vor Motten schützen will, der kann sie auch in Seidenpapier einschlagen. Bei allen Varianten sollten Sie aber unbedingt darauf achten, dass die Wolle liegend und nicht allzu sehr gepresst gelagert wird. So ist sie nämlich direkt nach dem Auspacken wieder anziehbereit. Wenn sich dennoch Liegefalten gebildet haben, können Sie die Pullover aber auch kurz nach draußen legen - Dort entknittert sich die Wolle dann in der Regel von selbst!
Für die kurzfristige Lagerung gilt im Grunde dasselbe: Lassen Sie beim Zusammenlegen Ihrer Strickpieces möglichst wenig Falten entstehen und drücken Sie sie beim Stapeln nicht zu sehr zusammen - es sollte immer ein gewisser Luftraum zwischen den Stapeln bleiben. Strickpullover sollten außerdem auf keinen Fall hängend aufbewahrt werden. Der ständigen Zug, der sich auf Schulter- und Ärmelpartien auswirkt, kann dazu führen, dass sich der Pullover langfristig verformt. Sowas kann auch schwierig wieder rückgängig gemacht werden.
Und auch wenn es vielleicht nicht jedermanns Geschmack ist: Lavendelsäckchen oder Zedernholz sind tatsächlich ein sehr gutes Hilfsmittel, um Motten von Ihren Kleidungsstücken fernzuhalten.
Achten Sie auf die richtige Lagerung: Natürlich ist bei den meisten der Platz im Schrank rar. Doch während unempfindliche Kleidungsstücke wie Baumwoll-T-Shirts Ihnen kleine Quetsch- und Rollaktionen verzeihen, steckt ein hochwertiger Pullover das nicht ganz so gut weg. Durch Bewegungen und das regelmäßige Tragen sind die Fasern Stress ausgesetzt. Erlauben Sie ihnen also nach der Wäsche und der Trocknung eine kleine Schonzeit im Schrank mit genügend Platz. So können die Fasern wieder in die ursprüngliche Form zurückkehren und der Pullover bleibt länger in Form. Die richtige Pflege von Strickware beginnt also bereits bei der richtigen Lagerung.
Für das Waschen in der Waschmaschine sollten die Pullover immer umgedreht werden - so wird die empfindliche Oberfläche vor Reibung geschützt, sowie unmittelbar nach dem Waschen, indem Sie mit einem Dampfbügeleisen auf niedriger Stufe den Stoff dämpfen, damit sich die Fasern glätten können. Da empfiehlt sich besonders der Gebrauch eines Steamers. Pullover oder Cardigan aus sensiblen Stoffen gehören auf keinen Fall in den Trockner.
Wenn sich bereits die ersten Knötchen gebildet haben, können Sie mit einem speziellen Wollkamm die betroffenen Stellen von den Pillen befreien. Die Devise lautet aber so langsam und vorsichtig wie möglich zu arbeiten, das schont den Stoff und sie verschlimmern nicht den Zustand. Der Gebrauch von speziellen Fussel-Rasierern (oder gar Rasierern für den Bart) ist sehr umstritten. Sie erzielen zwar schneller und einfacher positive Ergebnisse, aber es werden häufig mehr Fasern anrasiert, als nötig. Das führt zu wiederkehrender und schnellerer Pillingbildung.
Brandlöcher, aufgeriebene Ellenbogen oder war es eine gemeine Mottenattacke? Es gibt viele Gründe wieso früher oder später sich das ein oder andere Loch auf Ihrem Pullover verirrt - und bleibt. Aber das ist kein Grund zur Sorge, denn kleinere Schönheitsfehler lassen sich problemlos beheben. Sie möchten nicht riskieren, den Pullover durch das Ausprobieren von Hacks zu zerstören? Gehen Sie also lieber zum Fachmann.
Grundsätzlich sollte ein Pullover so selten wie möglich gewaschen werden, da jeder Waschgang für das Material Stress bedeutet. Doch auch wenn Sie jedes Mal ein Shirt unter dem Pullover tragen, setzen sich unangenehme Gerüche von Innen und Außen ab. Schweiß, Mittagspause im exotischen Restaurant, Zigarettenpause vor der Tür - irgendwann verschwindet sogar der beste Duft nach frischer Wäsche.
Deswegen ist es ratsam, Pullover zwischen Wäschen regelmäßig an der frischen Luft auslüften zu lassen.
Hier ist eine Tabelle, die die verschiedenen Methoden zur Rettung eines eingelaufenen Wollpullovers zusammenfasst:
| Methode | Anwendung | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|
| Haarspülung/Babyshampoo | Einweichen in lauwarmem Wasser mit Spülung/Shampoo | Macht Fasern geschmeidig, einfache Anwendung | Kann Silikone/Mikroplastik enthalten |
| Glycerin | Einweichen in Wasser mit Glycerin | Schnelle Soforthilfe direkt nach dem Waschen | Glycerin muss vorhanden sein |
| Essig | Einweichen in Wasser-Essig-Gemisch | Natürliches Hausmittel | Geruch kann störend sein |
| Nass in Form ziehen | Pullover im nassen Zustand vorsichtig dehnen | Keine zusätzlichen Mittel notwendig | Erfordert sofortiges Handeln |
| Weiße Bohnen Sud | Einweichen in Sud von weißen Bohnen | - | Aufwendig, zweifelhafter Erfolg |
Mit Geduld, Haarspülung und sanftem Dehnen kannst du viele Stücke wieder nahezu in ihre ursprüngliche Form bringen. Indem du die Fasern schonend behandelst und dir Zeit für jeden Schritt nimmst, erzielst du die besten Ergebnisse. So bleibt dir deine Lieblingskleidung oft noch lange erhalten - und du kannst sie wieder voller Freude tragen.
Etwas Wichtiges zum Schluss: Ob diese Methoden helfen, kommt stark auf das Material, den Grad des Einlaufens und die ursprüngliche Verarbeitung an. Manche Kleidungsstücke sind so stark eingelaufen oder bestehen aus so empfindlichen Stoffen, dass sie sich leider nicht mehr in die alte Form bringen lassen. Aber bevor du sie aufgibst: Versuch es. Manchmal klappt es.
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