Es ist schnell passiert: Der Lieblingspullover aus Wolle landet versehentlich in der falschen Wäsche und kommt verfilzt oder eingelaufen wieder heraus. Doch keine Panik! Es gibt verschiedene Tricks und Hausmittel, mit denen du deine Wollkleidung retten und wieder in Form bringen kannst.
Manchmal ist der geliebte Pullover nicht nur eingelaufen, sondern die Fasern sind bei dem Wäsche-Unfall völlig verfilzt. Sie können nun versuchen, die verfilzte Wolle über Nacht in eine Schüssel Milch einzuweichen. Auch Essig kann bei verfilzter Wolle helfen. Weichen Sie das Kleidungsstück hierfür in einer Schüssel mit Wasser ein und geben Sie 2 EL Essig hinzu.
Das Verfilzen von Wollen kann meist nicht vollständig rückgängig gemacht werden. Stellen Sie einen Sud aus weißen Bohnen her. In diesem waschen Sie dann das Kleidungsstück aus Wolle (z.B. Wollpullover oder Wolljacke).
Eine etwas aufwändigere Methode zum Retten verfilzter Wollprodukte: Waschen Sie das Kleidungsstück in Essig. Danach muss es getrocknet werden. Sobald das Wollprodukt trocken ist, sollten Sie einen Eimer zur Hand nehmen und in diesen zwei Esslöffel Essig-Essenz, viel kaltes Wasser und den Wollpulover geben. Das Ganze muss nun maximal 30 Minuten lang einwirken. Am Besten ist es, wenn Sie während dieser Zeit ein paar mal umrühren. Anschlißend wird der Pullover in ein trockenes Handtuch gelegt und mit diesem abgetrocknet, sodass er nur noch ein bisschen nass ist.
Nehmen Sie nun einen Plastikbeutel (z.B. gelber Sack) zur Hand und geben den feuchten Wollpullover hinein. Der geschlossene Plastikbeutel wird dann in das Gefrierfach gelegt und muss dort einen Tag lang bleiben. Nach diesem Tag muss der Wollpullover liegend in einem Handtuch wieder aufgetaut werden.
Wem das nicht hilft, der sollte das Wollprodukt in laumwarmem Wasser mit der Hand waschen. Während des Waschens muss das verfilzte Kleidungsstück dann immer wieder gedehnt (nicht zu stark!) werden, damit es fast auf die ursprüngliche Größe kommt. Während des Dehnens immer wieder etwas warmes Wasser nachgeben.
Wer einen Wäschetrockner hat, kann stattdessen auch diesen benutzen. Legen Sie den leicht feuchten, verfilzten Wollpullover in den Wäschetrockner und stellen diesen dann auf "Lüften" bzw. "Kaltluft" ein.
Sollten sich kleine Filzkügelchen auf dem Kleidungsstück gebildet haben, so empfielt sich die Verwendung eines Fusselrasieres, um diese zu entfernen.
Manchmal bringen selbst die schärfsten Argusaugen nichts. Irgendwie schafft es der Lieblingspullover dann doch ausgerechnet in die Wäscheladung, die ihn zusammenschrumpfen lässt. Nur keine Panik und erst recht nicht sauer sein. Die Situation ist zwar blöd, aber Ihr liebster Pullover ist noch lange nicht verloren.
Wenn dein Wollpullover eingelaufen ist, ist das sehr ärgerlich. Doch es gibt einige Möglichkeiten, wie du deinen Pullover noch retten kannst. Glücklicherweise lässt er sich oft noch retten. Leider gibt es bei keiner die Garantie, dass der Pullover danach wie neu ist - aber du kannst es auf jeden Fall versuchen.
Ist der Pullover eingelaufen, neigen wir dazu, an ihm herumzuzerren. Doch genau das sollten Sie im trockenen Zustand besser nicht tun! Dadurch werden die Wollfasern nur beschädigt und können im schlimmsten Fall sogar reißen. Wenn Sie den eingelaufenen Pullover weiten möchten, dann bitte nur, wenn Sie diesen vorher mit Glycerin, Conditioner oder Babyshampoo bearbeitet haben. Die Fasern werden durch die Hausmittel geschmeidig und der Wollpullover kann vorsichtig geweitet werden.
Hier gibt es hilfreiche Tipps, welche Hausmittel wirklich helfen, wenn ein Wollpullover eingelaufen ist.
Haarspülung kann Ihren eingelaufenen Pullover (z.B. aus Kaschmir oder Wolle) tatsächlich retten, da die Inhaltsstoffe die Fasern schön geschmeidig machen. Gehen Sie dabei wie folgt vor:
Auf diese Weise können Sie bei richtiger Anwendung gut und gerne 10 cm rausholen.
Sie haben keinen Conditioner, aber zufällig noch Babyshampoo im Haus? Auch damit können Sie Ihren eingelaufenen Kaschmirpullover oder Modelle aus Wolle retten. Um den eingelaufenen Pullover mit Babyshampoo zu weiten, können Sie genauso vorgehen wie bei der Anleitung mit dem Conditioner. Haben Sie kein Babyshampoo, tut es auch ein sehr sanftes Produkt.
Sie haben das Malheur direkt nach dem Öffnen der Maschine entdeckt? Legen Sie mit der Rettung Ihres Pullovers direkt los. Geben Sie einfach 2 Esslöffeln Glycerin (gibt es zum Beispiel in der Apotheke oder hier) in einen Eimer mit Wasser und lassen Sie den Pullover darin einwirken. Danach können Sie den eingelaufenen Pullover vorsichtig an den Bündchen und Ärmeln in die Länge ziehen.
Essig ist nicht nur ein wunderbares Reinigungsmittel, auch eingelaufene Wollpullover lassen sich damit wieder in Form bringen. Mischen Sie Essig und Wasser einfach im Verhältnis 1:2 und lassen Sie den Pullover darin mindestens 30 Minuten einweichen. Danach vorsichtig in die Länge ziehen.
Sie haben Ihren Pullover gerade eben erst aus der Waschmaschine genommen und er ist noch nass? Verlieren Sie keine Zeit. Denn Sie können auch versuchen, den Pullover ohne Hausmittel wie Essig, Conditioner, Shampoo oder Babyshampoo zu retten. Legen Sie den Pullover hierfür auf eine glatte Oberfläche, legen Sie vorher ein Handtuch darunter. Sie können nun ganz vorsichtig versuchen, den Pullover in die Länge zu ziehen. Sollte der Pullover bereits angetrocknet sein, machen Sie das Kleidungsstück erneut nass und probieren es dann erneut.
Um dem Einlaufen eines Wollpullovers vorzubeugen, lohnt sich ein Blick auf die Hinweise auf dem Pflegeetikett. Dort ist zu entnehmen, wie und bei welcher Temperatur die Wolle gewaschen werden darf. Einige Wollsorten sind empfindlicher als andere und erfordern spezielle Pflegemethoden. Wird der Pullover nicht gemäß den Anweisungen gewaschen, kann dies zu Einlaufproblemen führen. Manchmal ist ein Waschgang jedoch gar nicht nötig, denn Wolle nimmt Gerüche nur schwer auf und der Pullover kann auf dem Balkon oder im Garten gelüftet werden.
Um zu verhindern, dass Ihr Wollpullover überhaupt erst einläuft, gibt es einige Tipps und Tricks, die Ihrem Kleidungsstück zu einem langen Leben verhelfen.
Achten Sie also genau auf die Pflegehinweise, bevor Sie mit dem Waschen loslegen. Ist Handwäsche erlaubt, sollten Sie die Teile immer separat und bei höchstens 30 Grad waschen. Auch wichtig ist der Griff zu Wollwaschmittel oder Cashmere-Shampoos. Es handelt sich schließlich in den meisten Fällen um ein Tierprodukt - Ihre eigenen Haare würden Sie ja auch nicht mit Vollwaschmittel morgens waschen. Im Anschluss an die Wäsche vorsichtig trocknen lassen (liegend, zwischen zwei Handtüchern) und bitte niemals auswringen oder über die Heizung legen.
Der Pullover sollte zum Trocknen nicht aufgehängt werden, da dies das Gewebe zusätzlich dehnen kann. Am besten wird der Wollpullover auf ein sauberes Handtuch oder ein Wäschegestell gelegt und an der Luft getrocknet.
Damit Sie auch lange etwas von Ihren Wollpullovern haben, sollten Sie sie nach der Wäsche richtig trocknen. Ziehen Sie das Kleidungsstück also am besten noch im feuchten Zustand sanft in seine Ursprungsform - achten Sie dabei vor allem auf Arm-, Schulter- und Seitenpartien. Damit der Pullover nicht seine Form verliert, sollten Sie den Pulli außerdem liegend trocknen lassen: Am besten, indem Sie ihn über mehrere Stränge des Wäscheständers hängen (Wichtig: Die Ärmel sollten dabei nicht seitwärts runterhängen).
Neben dem richtigen Waschen und Trocknen der Wollpullover gibt es aber noch einige andere Tipps, wie Sie richtig mit Ihren Wollpullovern umgehen sollten. Folgende Hinweise werden oft unterschätzt.
Der beste langfristige Lagerort für Strickpullover sollte am besten trocken, dunkel und kühl sein - denn das mögen die Motten gar nicht. Für das Einlagern von den Kleidungsstücken eignen sich daher Kunststoffbehälter oder Vakuumbeutel, sowie einfach Pappkartons. Und wer seine Kleidung besonders gut vor Motten schützen will, der kann sie auch in Seidenpapier einschlagen.
Bei allen Varianten sollten Sie aber unbedingt darauf achten, dass die Wolle liegend und nicht allzu sehr gepresst gelagert wird. So ist sie nämlich direkt nach dem Auspacken wieder anziehbereit. Wenn sich dennoch Liegefalten gebildet haben, können Sie die Pullover aber auch kurz nach draußen legen - Dort entknittert sich die Wolle dann in der Regel von selbst!
Für die kurzfristige Lagerung gilt im Grunde dasselbe: Lassen Sie beim Zusammenlegen Ihrer Strickpieces möglichst wenig Falten entstehen und drücken Sie sie beim Stapeln nicht zu sehr zusammen - es sollte immer ein gewisser Luftraum zwischen den Stapeln bleiben.
Strickpullover sollten außerdem auf keinen Fall hängend aufbewahrt werden. Der ständigen Zug, der sich auf Schulter- und Ärmelpartien auswirkt, kann dazu führen, dass sich der Pullover langfristig verformt. Sowas kann auch schwierig wieder rückgängig gemacht werden.
Und auch wenn es vielleicht nicht jedermanns Geschmack ist: Lavendelsäckchen oder Zedernholz sind tatsächlich ein sehr gutes Hilfsmittel, um Motten von Ihren Kleidungsstücken fernzuhalten.
Durch Bewegungen und das regelmäßige Tragen sind die Fasern Stress ausgesetzt. Erlauben Sie ihnen also nach der Wäsche und der Trocknung eine kleine Schonzeit im Schrank mit genügend Platz. So können die Fasern wieder in die ursprüngliche Form zurückkehren und der Pullover bleibt länger in Form. Die richtige Pflege von Strickware beginnt also bereits bei der richtigen Lagerung.
Was kann man dagegen tun? Den Prozess, bei dem sich die Naturfasern ineinander verhaken und sogenannte Pillen entstehen, kann man nicht komplett verhindern. Vorbeugen können Sie jedoch bereits vor dem Waschen. Für das Waschen in der Waschmaschine sollten die Pullover immer umgedreht werden - so wird die empfindliche Oberfläche vor Reibung geschützt, sowie unmittelbar nach dem Waschen, indem Sie mit einem Dampfbügeleisen auf niedriger Stufe den Stoff dämpfen, damit sich die Fasern glätten können. Da empfiehlt sich besonders der Gebrauch eines Steamers. Pullover oder Cardigan aus sensiblen Stoffen gehören auf keinen Fall in den Trockner.
Wenn sich bereits die ersten Knötchen gebildet haben, können Sie mit einem speziellen Wollkamm die betroffenen Stellen von den Pillen befreien. Die Devise lautet aber so langsam und vorsichtig wie möglich zu arbeiten, das schont den Stoff und sie verschlimmern nicht den Zustand. Der Gebrauch von speziellen Fussel-Rasierern (oder gar Rasierern für den Bart) ist sehr umstritten. Sie erzielen zwar schneller und einfacher positive Ergebnisse, aber es werden häufig mehr Fasern anrasiert, als nötig. Das führt zu wiederkehrender und schnellerer Pillingbildung.
Brandlöcher, aufgeriebene Ellenbogen oder war es eine gemeine Mottenattacke? Es gibt viele Gründe wieso früher oder später sich das ein oder andere Loch auf Ihrem Pullover verirrt - und bleibt. Aber das ist kein Grund zur Sorge, denn kleinere Schönheitsfehler lassen sich problemlos beheben.
Sie möchten nicht riskieren, den Pullover durch das Ausprobieren von Hacks zu zerstören? Gehen Sie also lieber zum Fachmann. Vergessen Sie jegliche (dubiosen) Hacks aus dem Internet.
Eine sehr empfehlenswerte Adresse ist die „Cashmere Clinic“ von Allude. Die Marke ist in erster Linie bekannt für ihre exklusiven Kaschmir-Produkte. Wem sollte man mehr vertrauen können? Der Clou: Sie können Ihr beschädigtes Teil einfach mit der Post verschicken und erhalten es repariert (und inklusive professioneller Reinigung) wieder nach Hause.
Grundsätzlich sollte ein Pullover so selten wie möglich gewaschen werden, da jeder Waschgang für das Material Stress bedeutet. Doch auch wenn Sie jedes Mal ein Shirt unter dem Pullover tragen, setzen sich unangenehme Gerüche von Innen und Außen ab. Schweiß, Mittagspause im exotischen Restaurant, Zigarettenpause vor der Tür - irgendwann verschwindet sogar der beste Duft nach frischer Wäsche.
Deswegen ist es ratsam, Pullover zwischen Wäschen regelmäßig an der frischen Luft auslüften zu lassen.
Es gibt nichts Nervigeres als eingelaufene Kleidung! Einmal zu heiß gewaschen (oder getrocknet) und schon ist es passiert: Das liebste Shirt oder die Everyday-Jeans ist auf Kindergröße geschrumpft und ein Fall für die Altkleidersammlung - oder etwa doch nicht?
Mit der richtigen Technik (und ein bisschen Glück!) könnt ihr Waschunfälle wieder ungeschehen bzw. das Einlaufen rückgängig machen.
Prinzipiell gilt aber immer: Vorsorge ist bekanntlich immer besser ist als Nachsorge. Lest also vor dem Reinigen eurer Kleidung immer erst den eingenähten Waschzettel richtig. Allein dadurch lassen sich die meisten Waschunfälle und eingelaufene Lieblingsteile vermeiden.
Kleidung läuft immer dann ein, wenn sich die Textilfasern durch falsches Waschen oder zu viel Hitze zusammenziehen. Um sie zu retten, müssen die Fasern wieder entspannt und in ihre ursprüngliche Form gebracht werden. Das funktioniert bei den meisten (Grob-)Strickwaren aus Wolle sowie mit Kleidung aus Baumwolle oder Jeansstoffen. Nur bei Teilen aus Polyester, Kaschmir und Seide werdet ihr höchstwahrscheinlich weniger Erfolg haben.
Welche Zutaten ihr für den Wäsche-Trick braucht und welche Schritte ihr beachten müsst, lest ihr hier:
Um eingelaufene Kleidung zu retten, wird die Textilfaser zunächst entspannt, dann sanft gedehnt. Dafür benötigt ihr:
Baumwolle gehört zu den Materialien, die sich nach dem Einlaufen gut wieder dehnen lassen. Der oben beschriebene Wäsche-Trick funktioniert bei Baumwolle besonders gut, da die Fasern sich relativ leicht entspannen und sich durch vorsichtiges Ziehen in die ursprüngliche Form bringen lassen. Wiederholt den Vorgang, wenn nötig, und arbeitet dabei besonders vorsichtig, um die Baumwollfasern nicht zu überdehnen.
Auch Jeansstoffe lassen sich oft durch Einweichen und sanftes Dehnen dank des Wäsche-Tricks wieder vergrößern. Jeans besteht hauptsächlich aus Baumwolle, die sich gut entspannt, wenn sie warmem Wasser und Haarspülung ausgesetzt wird. Besonders bei engeren Stellen wie den Beinen oder dem Bund lohnt sich das sanfte Dehnen.
Leinen ist ein weiteres Material, das unter Umständen wieder in Form gebracht werden kann. Da Leinen empfindlich auf Hitze reagiert und zum Einlaufen neigt, sollte bei Leinen-Kleidungsstücken unbedingt mit lauwarmem Wasser gearbeitet werden. Beachtet auch, dass Leinen schnell überdehnt werden kann. Sanftes Ziehen und langsames Trocknen auf einem Handtuch sind hier der Schlüssel zum Erfolg.
Bad News: Nicht jedes Material ist nach einem Waschunfall zu retten. Besonders bei Kunstfasern wie Polyester oder empfindlichen Stoffen wie Seide und Kaschmir stehen die Chancen schlecht. Diese Materialien sind sehr dicht gewebt und kaum dehnbar. Bei Polyester verformen sich die Fasern sogar schneller und werden spröde, wenn sie hohen Temperaturen ausgesetzt werden.
Hier eine Tabelle mit den wichtigsten Tipps zur Rettung eingelaufener Wollkleidung:
| Problem | Lösung | Zusätzliche Hinweise |
|---|---|---|
| Eingelaufene Wolle | Haarspülung oder Babyshampoo | 30 Minuten einweichen, sanft dehnen |
| Verfilzte Wolle | Essigbad oder Milchbad | Über Nacht einweichen, sanft ausdrücken |
| Pilling | Wollkamm oder Fusselrasierer | Vorsichtig arbeiten, Stoff nicht beschädigen |
| Unangenehmer Geruch | Regelmäßiges Auslüften | Direkte Sonneneinstrahlung vermeiden |
Mit diesen Tipps und Tricks kannst du deine Wollkleidung retten und lange Freude daran haben!
tags: #wolle #verfilzt #haarkur #anwendung
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