Eine Allergie an den Augen kann viele Ursachen haben. Es gibt jedoch einige wichtige Allergene, die man kennen sollte, wenn man eine allergische Reaktion am Auge bemerkt. Diese können sehr unterschiedlich ausfallen, genauso wie es zahlreiche Ursachen für eine Kontaktallergie gibt.
Bei manchen Patienten zeigt sich eine Kontaktallergie der Haut nur mit Beschwerden am Augenlid; bei anderen Patienten können sich Symptome am Augenlid zeigen, obwohl die auslösende Substanz gar nicht am Auge selbst, sondern zum Beispiel als Creme am Arm verwendet wurde.
Insofern wird der Arzt zunächst untersuchen, welche Ursache für die Beschwerden am Auge infrage kommen. Ebenso wie bei anderen Kontaktallergien ist der sogenannte Epikutantest (Allergietest an der Haut, auch Patch-Test genannt) die wichtigste Untersuchung, um die korrekte Diagnose stellen zu können.
In einer aktuellen Studie analysierten Hautärzte und Augenärzte aus den USA die Epikutantests von 215 Patienten mit einer Kontaktallergie am Auge. In den Tests der 215 Patienten mit einer Kontaktallergie am Augenlid zeigten sich positive Reaktionen auf 74 Allergene. Am häufigsten reagierten die Patienten auf Metalle, wie Nickel mit >20% der Patienten, etwa in Augenbrauenpiercings, oder Gold, das in Kosmetika verwendet wird.
Weiter reagierten die Studienteilnehmer auf Schellack, Konservierungsmittel wie Benzalkoniumchlorid (BAK) aus Hautpflegemitteln oder rezeptfreien Medikamenten für das Auge, Antibiotika in Form von Salben oder Tropfen, Duftstoffe aus Kosmetika oder Reinigungsmitteln, Acryl aus Nagellack und Tensiden.
Diese Tenside kommen zum Beispiel in Shampoos vor, die nicht in den Augen brennen sollen. Auch bestimmte Kortisonpräparate waren bei einigen Patienten der Grund für eine Allergie am Augenlid.
Metalle waren bei relativ vielen Patienten mit einer Allergie am Auge die Ursache der Beschwerden. Mit einer Kontaktdermatitis am Augenlid reagierten sie aufgrund von Nickel, Kobalt, Gold oder Chrom. Wer vermutet, auf bestimmte Substanzen am Auge allergisch zu reagieren, sollte also am besten auf nickelhaltige Mascara oder Lidschatten verzichten − allerdings sind die modernen Produkte meist nickelfrei.
Probleme kann aber auch eine Wimpernzange aus Metall verursachen. Nickelallergiker reagieren häufig auch auf Kobalt: insofern gilt es auch Kobalt zu meiden. Gold ist in zahlreichen Kosmetika fürs Auge weiterhin enthalten - etwa in Foundation, Augenmasken, Lidschatten, Mascara oder Feuchtigkeitspflege.
Die Ursache für eine allergische Hautreaktion am Auge kann aber natürlich auch Goldschmuck sein. Es lohnt sich daher, testweise mal für vier Wochen auf Goldschmuck zu verzichten. Ein weiteres Metall, dass eine Allergie am Auge auslösen kann, ist Chrom. Chrom gehört anderen Studien zufolge zwar nicht zu den häufigsten Allergenen, aber in dieser Studie wurde es als eine wichtige Ursache für eine Allergie am Auge identifiziert.
Schellack ist eine aus den Sekreten von Lackschildläusen gewonnene harzartige Substanz, die ebenfalls für eine Allergie am Auge verantwortlich sein kann. Schellack wird zum Beispiel in Mascara verwendet und auch Lippenstiften zugesetzt. Außerdem ist es als besonders lang haltender Nagellack sehr beliebt.
Auch Konservierungsmittel wie Benzalkoniumchlorid (BAK) und Methyldibromoglutaronitril sind häufige Allergene, die eine Allergie am Auge auslösen können. Sie sind in vielen Hautpflegeprodukten, Deodoranzien, Flüssigseifen und rezeptfreien Präparaten für‘s Auge enthalten.
Das früher übliche Konservierungsmittel Thimerosal wird aktuell nur noch in sehr wenigen Produkten fürs Auge oder in manchen Impfstoffen verwendet. Stattdessen wird häufig BAK verwendet. Manche Produkte zur Nutzung am Auge sind mit den lokal zu verwendenden Antibiotika Neomycin oder Bacitracin versetzt. Beide Stoffe können am Auge zu einer Allergie führen.
Häufig genutzte Substanzen wie Perubalsam, Propolis, Linalool-Hydroperoxid (duftet nach Lavendel) sind laut dieser Studie die häufigsten allergenen Duftstoffe. Acryl ist wichtiger Bestandteil vieler Nagellacke oder künstlicher Nägel. Eines der häufig verwendeten Acryle ist Hydroxyethylmethacrylat (HEMA). Es gelangt über die Fingernägel ans Augenlid.
Betroffene leiden manchmal zusätzlich an einer periungualen Dermatitis. Patienten mit einer Augenlid-Dermatitis ist also von künstlichen Nägeln oder Nagellack abzuraten. Auch Tenside können zu einer Allergie am Auge führen. Dazu gehören oberflächenaktive Substanzen wie Oleamidopropyl-Dimethylamin und -Amidoamin, bekannte Inhaltsstoffe in Kindershampoos, die nicht in den Augen brennen sollen.
Auch Cocamidopropyl-Betain, das sich in Flüssigseifen, Shampoos oder auch Hygieneprodukten für die Augenlider findet kann Allergien am Auge auslösen.
Den effektivsten Schutz vor einer Allergie am Augenlid bietet natürlich die zielgerichtete Allergenmeidung. Daher ist es wichtig, allergische Symptome am Auge von einem Arzt sorgfältig untersuchen zu lassen, um herauszufinden, auf welche einzelne Substanz man allergisch reagiert. Denn nur dann kann man gezielt darauf verzichten.
Wie erwähnt, ist der Epikutan-Test eine wichtige Untersuchung für die Diagnosestellung, ist aber nicht in jedem Fall durchführbar. Aber auch ohne ein Testergebnis ist es für Patienten zum einen hilfreich, über die oben genannten häufigsten Allergene bei einer Kontaktallergie am Augenlid informiert zu werden.
Zum anderen können sie in entsprechenden Online-Informationen nach Pflegeprodukten forschen, die keine der bekannten Allergene enthalten. Beispiele für solche Anbieter sind für die USA SkinSAFE; hier lassen sich unter dem Stichwort „EyelidSafe“ gezielt sichere Produkte finden. Auch das Contact Allergen Management Program (CAMP) bietet gute Informationen.
Zur Behandlung der gereizten Haut eignen sich kalte Kompressen und sogenannte Antihistaminika. Um akute Beschwerden und entzündliche Reaktionen zu lindern, verordnen manche Ärzte zudem bestimmte Kortisonpräparate. Es ist sehr wichtig, diese nur für sehr kurze Zeit und in niedriger Dosis zu verwenden, weil die dünne Haut am Auge sehr empfindlich auf Kortison reagiert und es zusätzlich infolge der Kortisonwirkung zu bestimmten Erkrankungen am Auge kommen kann.
Wer empfindliche Augen hat oder auf schädliche Inhaltsstoffe verzichten möchte, hat inzwischen zum Glück eine große Auswahl an natürlichen Wimperntuschen, die auf bedenkliche und giftige Inhaltsstoffe verzichten. Naturkosmetik Wimperntuschen enthalten statt bedenklichen Inhaltsstoffen pflegende pflanzliche Öle und verleihen mit natürlichen Formulierungen sichtbares Volumen und Länge, ohne zu klumpen oder zu verschmieren. Ganz ohne Silikone. Sie sind oftmals vegan und immer tierversuchsfrei.
Es gibt auch Wimperntusche ohne problematische Inhaltsstoffe. Unser Test zeigt: Einige der getesteten Mascaras überzeugen mit einwandfreien Rezepturen. In anderen Produkten sind wir aber auch auf bedenkliche Mineralölrückstände gestoßen.
Wer schon einmal Probleme mit der Verträglichkeit von Mascara hatte, möchte in Zukunft natürlich besonders vorsichtig sein. Dr. Jetske Ultee, Ärztin für kosmetische Dermatologie, rät: „Wer dazu neigt, überempfindlich auf Wimperntusche zu reagieren, wählt am besten schwarze Wimperntusche statt brauner (oder blauer oder roter). Außerdem sind wasserfeste Mascaras weniger geeignet. Sie enthalten oft Stoffe, die die Augen reizen können. Außerdem müssen in der Regel aggressivere Produkte verwendet werden, um sie zu entfernen. Und auch die können die Haut reizen.“
Einige Mascaras sind speziell für Allergiker*innen geeignet, da sie frei von Duftstoffen und allergieauslösenden Inhaltsstoffen (= hypoallergen) sind. Sie sind wasserlöslich und lassen sich leicht mit warmem Wasser entfernen. Dadurch schonst du Wimpern und Augen. Zudem sorgt die antiallergische Wimperntusche für lange Wimpern und ein dezentes Volumen.
Dank ihrer milden Formulierung ist diese Mascara für Allergiker*innen sowie für Menschen mit empfindlichen Augen und Kontaktlinsenträger*innen geeignet. Sie ist parfümfrei, vegan und verzichtet obendrein auf Parabene und Sulfate. Durch die konische Bürste der hypoallergenen Mascara kann die schwarze Farbe präzise auf die Wimpern aufgetragen werden. Das Ergebnis: definierte Wimpern mit einem schönen Schwung und extra Volumen.
Gesichtsmasken sollen die Haut pflegen - daher gibt es einige Stoffe, die in den Produkten eigentlich nichts zu suchen haben. Darunter unter anderem Schwermetalle wie Arsen, Blei und Cadmium. Daher hat sich das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit auf die Suche gemacht - und ist fündig geworden.
100 Gesichtsmasken hat das Bundesamt auf verschiedene, größtenteils in kosmetischen Mitteln verbotene Elemente hin untersucht. Dabei überschritten 53 Prozent der Proben den Orientierungswert für Schwermetalle. Deutliche Überschreitungen traten bei Arsen, Blei und Cadmium auf. Ein Großteil der Proben zeigte aber auch einen erhöhten Gehalt an Barium, Chrom, Kobalt und Nickel.
Schwermetalle können sich in die Produkte schmuggeln, wenn bestimmte, teils auch natürliche Inhaltsstoffe verwendet werden. Denn die Schwermetalle kommen im Boden und in der Erdkruste vor. Teilweise haben Inhaltsstoffe einen natürlichen mineralischen Ursprung, sodass Spuren von Schwermetallen in Kosmetikprodukten vorkommen können.
„Die Überschreitung eines Orientierungswertes bedeutet nicht automatisch, dass ein Gesundheitsrisiko für die Verbraucherinnen und Verbraucher vorliegen muss“, sagt Dr. Georg Schreiber vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. „Es zeigt aber, dass die Hersteller mehr tun könnten, um die Menge an potenziell gesundheitsgefährdenden Stoffen in ihren Produkten zu reduzieren.“
Unsere Beiträge beinhalten lediglich allgemeine Informationen und Hinweise. Sie dienen nicht der Selbstdiagnose, Selbstbehandlung oder Selbstmedikation und ersetzen nicht den Arztbesuch.
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