Ein Hauch Glanz für den Tag - viele setzen dabei auf Mascara. Gerade im Alltag bleibt wenig Zeit fürs Schminken. Doch voluminöse Wimpern sorgen schnell für einen frischen Blick. Und der zählt - nicht nur im Spiegel.
Um die wichtigsten Eigenschaften der Produkte zu beurteilen, mussten sich die Wimperntuschen im Test der Beurteilung durch drei erfahrene IMTESTerinnen stellen. Darüber hinaus mussten sich die Wimpernfarben im Regen-Test beweisen. Dazu wurden die geschminkten Augen mit Leitungswasser aus einer Sprühflasche befeuchtet. Zusätzlich zu den Tests im IMTEST-Labor wurden die Mascaras zudem im akkreditierten, chemischen Labor Eurfins beurteilt.
IMTEST hat fünf nicht wasserfeste Mascaras von erfahrenen Testerinnen sowie im akkreditierten, chemischen Labor prüfen lassen. Hier sind die Ergebnisse im Detail:
Den Testsieg ergatterte sich dabei die Legendary Lashes Volume 2 von Charlotte Tilbury. Die Testerinnen empfanden die Handhabung der Tilbury-Bürste als sehr einfach und auch die aufgenommene Tusche-Menge wurde als gut bewertet. Die Wimperntusche von Charlotte Tilbury bekam in der Anwendung die besten Noten. Außerdem nahm nicht nur die Länge der Wimpern im Test merklich zu, sondern auch das Volumen.
Die Wimpernfarbe von Charlotte Tilbury erzeugte schwarze, lange und geschwungene Wimpern ohne Fliegenbeine. Außerdem hielt die Wimperntusche auch im Regen-Test - simuliert mit einer Sprühflasche - noch vergleichsweise gut auf den Wimpern der Testerinnen. Wenige Partikel lösten sich und klebten daraufhin auf der Haut, doch die Tusche verschmierte nicht. Die Legendary Lashes Volume 2 Mascara von Charlotte Tilbury stand dem simulierten Test-Regen gut stand.
Das akkreditierte, chemische Labor sprach zudem eine generelle Unbedenklichkeit für den Charlotte-Tilbury-Mascara aus - auch, wenn einige Substanzen nachgewiesen wurden, die zumindest empfindliche Haut reizen können. Die chemische Verbindung Formaldehyd wirkt in großen Mengen sogar krebserregend, war aber nur in Spuren nachzuweisen. Und auch Mineralöle wurden im nachgewiesen. Im Vergleich zu anderen Marken gehört die Legendary Lashes Volume 2 ins Premium-Segment.
Charlotte Tilbury Legendary Lashes Volume 2 Mascara
Auch die Mascara von Essence konnte im Test mit Deckkraft, Längen- und Volumenzuwachs punkten. Die Essence-Mascara duftete dezent und ließ sich gut dosieren. Ihre unterschiedlich langen Borsten machten das Auftragen aber schwieriger als beim Testsieger - es braucht etwas Übung. IMTEST-Tipp: Mit einer sauberen Wimpernbürste lässt sich das Ergebnis gut nachbessern.
Im Regen-Test verschmierte die Wimperntusche etwas, bekam aber noch die Beurteilung „befriedigend“. Das Abschminken am Abend wurde insgesamt als einfach bewertet, auch wenn eine Testerinnen stärkere Probleme damit hatte. Die Augenfarbe von Essence landete im Regen-Test im Noten-Mittelfeld.
Im chemischen Labortest waren die meisten Analysen unauffällig. Lediglich Spuren von Mineröl wurden in der Essence-I-Love-Extreme-Crazy-Volume-Mascara gefunden. Auch hier liegen die nachgewiesenen Mengen unter den gesetzlichen Höchstgrenzen und gelten daher als unbedenklich. Dennoch gilt: Je weniger problematische Substanzen eine Wimperntusche enthält, desto besser.
Neben den Siegelträgern hat IMTEST noch drei weitere Wimpernfarben in den Test geschickt:
Punkten konnte die Air Volume Mascara vor allem in der Optik und Handhabung. Die Testerinnen waren vom Volumen- und Längenzuwachs überzeugt und hatten kaum Probleme mit Verklebungen oder „Fliegenbeinen“. Im Regen-Test sammelte die Wimpernfarbe von L’Oréal allerdings große Minuspunkte. Im Regen-Test verschmierte das L’Oréals-Produkt deutlich. Dafür war sie im chemischen Labor die unauffälligste Mascara und bekam somit die beste Note in diesem Punkt. Der Längen- und Volumenzuwachs waren auch nach zwei Schichten noch moderat, sodass die Mascara hier nur „befriedigende“ Bewertungen erhielt.
L’Oréal Air Volume Mascara
Die Maybelline New York Colossal 100% Black Mascara erbrachte moderate Ergebnisse. Dafür sahen die Wimpern anschließend sehr natürlich aus. Einige Testerinnen klagten allerdings trotz der geringen Tusche-Menge und Deckkraft über Verklebungen der Wimpern. Die Mascara von Maybelline New York fiel im Test durch eine geringere Deckkraft auf.
Dafür wies der chemische Labortest nicht nur einige Mineralöl-Rückstände nach, sondern auch halogenorganische Verbindungen. Diese gelten als Allergie-auslösend und können somit Augenreizungen, Haut-Rötungen oder geschwollene Augenlider hervorrufen. Außerdem können diese Moleküle in der Umwelt nur biologisch abgebaut werden und reichern sich daher an.
Im Test erwies sich die Max-Faktor-X-2000-Calorie-Mascara als einfach zu handhaben und zeigte auch ein gutes Ergebnis. Der Längenzuwachs war in zwei Schichten deutlich zu sehen, wenn auch das Volumen der Wimpern optisch vergleichsweise wenig zunahm. Was allerdings alle Testerinnen bemängelten, war der unangenehm chemische Geruch der Wimpernfarbe. Dem Regen-Test konnte die Mascara von Max Faktor dafür aber glänzen. Der wässrige Sprühnebel schien der Farbe kaum etwas auszumachen. In der Optik schnitt der Mascara noch mit gut ab.
Das Resümee des Chemielabors sah hingegen weniger rosig aus. Neben wenigen Mineraöl-Rückständen wurden auch Formaldehyd, Benzylalkohol und Schwermetalle nachgewiesen. Waren die gefunden Mengen auch im unbedenklichen Bereich unterhalb der geltenden Maximalwerte, können sie dennoch zu gereizten Schleimhäuten führen oder Allergien auslösen. Außerdem stehen einige Stoffe im Verdacht, krebserregend zu sein.
Es gibt vor allem verlängernde, verdichtende, schwunggebende und wasserfeste Mascaras:
Im hier gezeigten Testfeld handelt es sich durchweg um Mascaras, die mit Volumen-Effekten werben.
Wasserfeste Wimperntusche enthält stärkere Filmbildner, was die Farbe widerstandfähiger gegen Nässe macht. Das kann an regnerischen Tagen oder bei Anlässen praktisch sein, die einen zu Tränen rühren. Unpraktisch ist jedoch meist, dass sich dieses Wimpernmake-up auch schwerer wieder entfernen lässt.
Durch stärkeres Reiben beim Abschminken können Wimpern dann brüchig werden und sogar ausfallen. Wasserfeste Schminke lohnt sich daher vor allem für Situationen, wo sie wirklich nötig ist. Für den Alltag reicht hingegen meist normale Mascara.
Viele Kosmetika haben auf ihrer Verpackung eine eigene Angabe, wie lange man sie verwenden sollte. Der kleine Tiegel mit der Zahl gibt die Anzahl an Monaten an, die für die Benutzung unbedenklich sind. Die meisten Empfehlungen sprechen von drei bis sechs Monaten. Danach steigt nämlich das Risiko dafür, dass sich Keime in der Wimperntusche sammeln. Das kann zu Augenreizungen führen.
Was auf jeden Fall gilt: Trocknet die Mascara aus oder riecht ungewöhnlich, sollte sie sofort entsorgt werden.
Empfehlenswert sind Mascaras:
Den Tag über oder auch mal eine Nacht durch soll die Wimperntusche ohne Verschmieren sitzen. Doch irgendwann muss sie auch wieder runter vom Gesicht. Das funktioniert am zuverlässigsten mit mildem Make-up-Entferner oder Mizellenwasser (normale Mascara). Im Fall von wasserfester Schminke sollte man am besten mit einem ölhaltigen Entferner oder speziellem 2-Phasen-Produkt arbeiten.
Wichtig in beiden Fällen: Sanft tupfen statt rubbeln, um Wimpern und Haut nicht zu reizen.
Neben den oben genannten Produkten gibt es viele weitere Mascaras, die in verschiedenen Tests gut abgeschnitten haben:
Für Anwenderinnen, die Wert auf natürliche Inhaltsstoffe legen, gibt es ebenfalls eine große Auswahl an Mascaras:
Öko-Test hat 16 Mascaras unter die Lupe genommen und sieben Wimperntuschen mit der Bestnote „sehr gut“ ausgezeichnet, darunter fünf zertifizierte Naturkosmetika. Der Test bewertete vor allem die Inhaltsstoffe und prüfte, ob problematische oder umstrittene Substanzen enthalten sind. Auch die Verpackung floss in die Bewertung ein.
Für einen natürlichen Look ziehe das Bürstchen durch die Wimpern von der Wurzel bis zur Spitze. Für einen dramatischeren Look trage die Mascara am Wimpernansatz auf, indem du das Bürstchen von einer Seite zur anderen bewegst, ohne die Spitzen zu tuschen. Die Technik mit Zickzack-Bewegungen zahlt sich aus.
tags: #wimperntusche #test #vergleich
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