Voluminöse, lange Wimpern sind ein Schönheitsideal, das viele Frauen anstreben. Wimpernseren versprechen, diesen Traum zu erfüllen, doch Vorsicht ist geboten. Einige Seren enthalten Hormone, die nicht ganz ungefährlich sind. In diesem Artikel erfahren Sie alles über Wimpernseren mit Bimatoprost, ihre Wirkung und mögliche Nebenwirkungen.
Wachstumsseren enthalten häufig Prostaglandinanaloga. Das sind Inhaltsstoffe, die den Prostaglandinen ähneln. Prostaglandine werden auch als Lokal- oder Gewebshormone bezeichnet, da sie nur lokal begrenzt wirken. Sie kommen in nahezu allen Organen vor. Es handelt sich jedoch nicht um Hormone im klassischen Sinn wie z.B. Östrogen oder Testosteron.
Prostaglandine bestehen aus einer Gruppe von körpereigenen Substanzen mit unterschiedlichen, teils auch gegensätzlichen Wirkungen. Sie sind unter anderem an der Schmerzvermittlung, Entzündungsreaktion und Fieberentstehung beteiligt. Sie reduzieren die Magensäureproduktion und können Wehen auslösen - das ist beispielsweise ein Grund, warum schwangere Frauen keine Seren mit Prostaglandinanaloga nutzen sollten.
Auf der Inhaltsstoffliste erkennt man sie daran, dass sie ein -Prost- im meist sehr komplizierten Namen tragen Z.B Ethylcloprostenolamide, Cloprostenate.
Darüber hinaus sind Prostaglandine in Wimpernseren am häufigsten mit diesen INCI-Bezeichnungen deklariert:
Kurz gesagt: Sie verlängern die Wachstumsphase, steigern die Durchblutung und so die Versorgung des Haares und tragen dazu bei, dass das Haar stärker in der Haut verankert ist. Zusätzlich steigert es die Pigmentierung von Wimpern und Augenbrauen.
Das Pharmaunternehmen Allergan „erfand“ das erste Wimpernserum. Als Nebenwirkung des bimatoprosthaltigen Glaukommedikaments Lumigan wurde bei den Patienten ein schnelleres und dichteres Wimpernwachstum festgestellt. Unter dem Namen Latisse wurde das Medikament mit einem Bimatoprostgehalt von 0,3 mg pro ml im Dezember 2008 auf dem USamerikanischen Markt zugelassen.
Ja genau, das Prostaglandinanalogon Bimatoprost ist Bestandteil von Medikamenten, die den Augeninnendruck beim grünem Star senken. Als häufige “Nebenwirkung” wurde bei den Patient*innen ein verstärktes Wachstum der Wimpern festgestellt.
Aber wie nahezu alle Medikamente haben auch Prostaglandinanaloga mögliche Nebenwirkungen. Dazu gehören unter anderem:
Auch wurde beobachtet, dass sich das Unterhautfettgewebe im Augenbereich verstärkt abbauen kann, was zu einer Verstärkung dunkler Schatten führen kann.
Bis auf die seltene Verfärbung der Iris gehen die meisten Nebenwirkungen jedoch nach Absetzen zurück.
Die möglichen Nebenwirkungen sind vor allem von der Dosierung des Produkts selbst und bei der Anwendung abhängig. Leider ist diese aber nicht immer ersichtlich für den Verbraucher.
Die Wimpernseren werden wie Eyeliner angewendet. Dazu wird das Serum mit einem kleinen Pinselchen einmal täglich auf den oberen Lidrand auf die Basis der Wimpern aufgetragen. Wichtig ist ein gutes Abstreifen des Pinsels an der Flasche, damit nicht zu viel Flüssigkeit auf die Wimpern gerät. Der beste Zeitpunkt für die Benetzung ist am Abend nach der Gesichtsreinigung. Die Einwirkzeit liegt bei zwei bis zehn Minuten.
Einige Kosmetikhersteller und unabhängige Portale geben auf ihren Informationsseiten auch für die frei zugänglichen Wimpernseren Anwendungshinweise heraus. Nicht verwenden sollen die Seren demnach Schwangere, Kinder, Jugendliche sowie Menschen mit einer Krebserkrankung während oder vor einer Chemotherapie.
Vor Anwendung der Augentropfen sollten die Kontaktlinsen heraus genommen werden und frühestens 15 Minuten danach wieder eingesetzt werden. Dies dient vor allem dazu, ein Verfärben weicher Kontaktlinsen zu vermeiden.
Ja, genau. Die Wirkung von Seren ohne Prostaglandinanaloga fällt insgesamt schwächer aus. Diese Seren sind jedoch aufgrund ihres geringeren Nebenwirkungsprofils für viele Anwender*innen interessant und bilden eine sehr gute Alternative. Meistens enthalten diese Seren Substanzen, wie Koffein, Panthenol, Rizinusöl, Biotin und Vitamin E.
Diese Inhaltsstoffe fördern auch das Haarwachstum und pflegen die Wimpern und Brauen.Das ist zum Beispiel eine super Möglichkeit für schwangere oder stillende Frauen.
Oder auch das reine, kalt gepresste Rizinusöl ist aufgrund der gesunden Fettsäuren, Antioxidantien und Vitaminen eine wahrer „Super-Smoothie“ für gesunde und dichte Brauen und Wimpern.
Im Allgemeinen zielen die Wirkstoffe darauf ab, die Gesundheit der Wimpern zu verbessern, indem sie die Nährstoffversorgung fördern und das Haarwachstum anregen.
Durch die Verwendung von Wimpernseren ohne Hormone kannst du potenzielle Nebenwirkungen vermeiden, die mit hormonellen Wirkstoffen verbunden sein können. So wählst du eine sichere Option für die Pflege deiner Wimpern. Alternative Seren sind in der Regel sanfter zur Haut und auch für Menschen mit empfindlichen Augen geeignet. Zusätzlich enthalten sie wichtige Inhaltsstoffe, wie Vitamine oder Antioxidantien, die den Wimpern alle nötigen Nährstoffe liefern.
Wimpernseren ohne Hormone sind nicht immer so effektiv und wirksam wie die hormonhaltige Variante. Sie benötigen in der Regel mehr Zeit, bis sich sichtbare Verbesserungen feststellen lassen - dieser Zeitraum ist individuell und kann Wochen bis Monate dauern. Hormonelle Wimpernseren können eine intensivere Wirkung aufweisen, besonders in Bereichen wie Verdickung und Kräuselung. Hier können die alternativen Wirkmechanismen möglicherweise nicht dieselben Ergebnisse erzielen, wie das Pendant mit Wachstumshormonen.
Hier ist eine Tabelle, die die wichtigsten Aspekte von Wimpernseren mit und ohne Hormone zusammenfasst:
| Merkmal | Wimpernseren mit Hormonen (z.B. Bimatoprost) | Wimpernseren ohne Hormone |
|---|---|---|
| Wirkung | Verlängert die Wachstumsphase, steigert die Durchblutung, erhöht die Pigmentierung | Fördert die Gesundheit der Wimpern, verbessert die Nährstoffversorgung, regt das Haarwachstum an |
| Inhaltsstoffe | Prostaglandinanaloga (z.B. Bimatoprost, Isopropyl Cloprostenate) | Koffein, Panthenol, Rizinusöl, Biotin, Vitamin E, Peptide, Aminosäuren |
| Nebenwirkungen | Augenrötungen, Reizungen, Trockenheit, Dunkelfärbung der Lider, Verfärbungen der Iris, Allergien, Entzündungen, Sehstörungen, Fettabbau im Augenbereich | Geringes Risiko von Nebenwirkungen, sanfter zur Haut |
| Wirkungsdauer | Schnelle Ergebnisse (wenige Wochen) | Langsamer, Ergebnisse können Wochen bis Monate dauern |
| Anwendung | Einmal täglich auf den oberen Lidrand auftragen | Einmal täglich auf den oberen Lidrand auftragen |
| Sicherheitshinweise | Nicht für Schwangere, Kinder, Jugendliche oder Personen mit Krebserkrankungen geeignet, Kontaktlinsen vor der Anwendung entfernen | In der Regel sicher für die meisten Anwender, einschließlich Schwangere und Kontaktlinsenträger (ggf. Rücksprache mit Arzt halten) |
Ein bewusster Umgang und Aufklärung über die Wimpern- und Brauenseren ist der Schlüssel. Wir müssen also nicht unserer besten Freundin direkt das Serum ausreden und können sogar selbst guten Gewissens bei Bedarf immer mal wieder für einige Zeit darauf zurückgreifen. Aber wir wissen auch, dass wir nach einiger Zeit unter Umständen eine Pause machen sollten und auf eine „hormonfreie“ Alternative setzen sollten.
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