Ihr habt das Glück, Schlupflider zu besitzen? Dann seid ihr hier genau richtig! Lasst euch nicht eure Freude an Augen-Make-up wegen Schlupflidern verderben! Die meisten Make-up-Tipps und Tutorials gelten hier nämlich nicht, wie ihr wahrscheinlich schon selbst festgestellt habt. Doch das heißt auf keinen Fall, dass ihr auf die Schmink-Freuden verzichten müsst. Es gibt einfach ein paar Dinge, die ihr anders machen könnt, um eure Augenform zu betonen. Wenn ihr diesen drei Regeln folgt, seht ihr wacher aus und euer Blick ist offener.
Regeln im Make-up? Das ist natürlich totaler Quatsch. Denn in der Liebe und am Schminktisch ist alles erlaubt, wie wir wissen. Der Ausdruck "Regeln" beschreibt nur, dass es gewisse Techniken gibt, denen viele Menschen, die sehr viel Ahnung von Make-up haben folgen, wenn es um das Schminken von Schlupflidern geht. Wie ihr es letztendlich macht, ist euch überlassen - jeder Kajalstrich ist richtig, wenn ihr das so empfindet!
Kennt ihr auch diese Make-up-Tutorials, in denen 13 verschiedene Farben mit fünf verschiedenen Pinseln auf das Augenlid geblendet werden? Wir haben gute Nachrichten für euch, Schlupflider-Gang: Denen braucht ihr kein Gehör zu schenken. Denn was mit geschlossenen Augen noch top aussieht, verschwindet bei geöffneten Augen in der Versenkung. Es bringt einfach überhaupt nichts, mit dunklem Lidschatten eure Lidfalte zu definieren oder die Übergänge stundenlang weich auszublenden.
Nämlich dem oberen Wimpernkranz - der freut sich über eine Sonderbehandlung! Hier könnt ihr euch richtig austoben.
Mit einem Kajal oder Gel-Eyeliner könnt ihr euren Wimpernkranz so richtig schön verdichten und für einen starken Ausdruck sorgen. Alles, was ihr dafür machen müsst, ist eure braune oder schwarze Farbe einfach von unten zwischen den Wimpern aufzutragen und eure obere Wasserlinie anzumalen. Das klappt übrigens am besten, wenn ihr den Spiegel unterhalb eures Auges ausrichtet, denn so blickt ihr nach unten, wo sich auch eure Iris befindet. Somit habt ihr freie Bahn auf der oberen Wasserlinie!
Am besten ein wasserfestes Produkt benutzen und bei tränenden Augen die Wasserlinie mit einem Wattestäbchen trocknen. Hier findet ihr eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie das Tightlining jedem gelingt!
Das Tighlining setzt unten an - aber auch von oben können wir einiges ausrichten. Mit einem abgeschrägten Augenbrauen-Pinsel und etwas dunklem Lidschatten nähern wir uns dem oberen Wimpernkranz geschickt an und pressen das Produkt mit kleinen Zick-Zack-Bewegungen zwischen die Wimpern. Wir zaubern also einen Lidschatten-Eyeliner, ganz ohne am Boden liegende Nerven und verschmierte schwarze Farbe. Vergesst den inneren und äußeren Augenwinkel nicht und freut euch über optisch verdichtete Wimpern.
Sich die Wimpern zu tuschen ist natürlich kein Geheimtipp, aber es ist einfach so wichtig, um die Augen optisch offener und größer zu schminken. Besonders der Schwung ist dabei entscheidend. Falls eine Wimpernzange bislang noch nicht Teil eurer Routine war, solltet ihr überlegen, das zu ändern.
Leicht mit einem Föhn angewärmt setzt ihr sie am Ansatz an und folgt dann analog mit kleinen zudrückenden Bewegungen der Länge eurer Wimpern. So wird jede Stelle eurer Härchen gebogen und hält den ultimativen Schwung! Da eure Wimpern gewiss euer Augenlid berühren, wenn ihr die Augen öffnet, lohnt es sich eine wasserfeste Wimperntusche zu benutzen oder eine sogenannte Tubing-Mascara, die weniger verschmiert.
Wie wir gerade eben gehört haben, ist stundenlanges Lidschatten-verblenden auf dem Augenlid mit Schlupflidern Zeitverschwendung. Das heißt jedoch nicht, dass wir ganz darauf verzichten müssen. Setzt statt auf matte Töne einfach auf Schimmer-Lidschatten und verteilt den mit dem Ringfinger auf dem ganzen Augenlid.
Das kann bei Schlupflidern bedeuten, dass ihr mit Hilfe eurer anderen Hand oder einem Pinselstiel das Lid etwas anheben müsst, um die Farbe wirklich überall zu verteilen. Wählt dafür am besten einen Lidschatten mit sehr feinen Schimmer-Pigmenten und keinem groben Glitzer. Ein Champagner- oder Rosé-Ton ist eine besonders elegante Wahl.
Vergesst auf keinen Fall, den hellen Lidschatten auch großzügig im inneren Augenwinkel zu verteilen und euren Blick so ultimativ zu öffnen! Geht dafür ruhig auch etwas an den unteren Wimpernkranz, etwa bis zur Hälfte des Auges. Hier könnt ihr sehr gut sehen, wie der Schimmer-Lidschatten im Innenwinkel das Auge öffnet.
Nicht zu sehen ist Hautfarbe zwischen den Wimpern, weil hier Tightlining zum Einsatz kam, also mit einem Kajal der obere Wimpernkranz verdichtet wurde. Zudem wurde wie beschrieben von oben dunkler Lidschatten zwischen die Wimpern aufgetragen für einen Lidschatten-Eyeliner. Die Wimpern sind gebogen und die Augenbrauenform schenkt viel Lid-Platz, für eine offene Augenpartie. Auch gut erkennbar: Der Lidschatten wurde nicht bis hoch zur Augenbraue aufgetragen, die Partie beim Brauenbogen bleibt hell.
Was die Augenbrauen mit Schlupflidern zu tun haben, fragt ihr euch? ALLES! Viel zu häufig wurden sie in der Vergangenheit stiefmütterlich behandelt, doch wir setzen dem jetzt ein Ende. Die überschüssige Haut auf den Lidern drückt das Auge optisch eher nach unten und lässt uns etwas müder aussehen. Wenn ihr dem entgegenwirken wollt, heißt es jetzt: Platz schaffen und die Augenpartie optisch anheben. Und wie machen wir das? Richtig, mit unseren Augenbrauen.
Gerade haben wir von Schimmer-Lidschatten im Augeninnenwinkel gesprochen - tragt dieses Highlight auch im Brauenbogen und in Richtung Schläfe auf! Denn alles, was hell ist und glänzt, tritt optisch hervor. Tragt ihr den Lidschatten dort auf, wirkt euer Augenlid offener und die Augenbrauen höher, wodurch ein Lifting-Effekt entsteht.
Augenbrauen-Formen sind ein größeres Thema - zeigt das Ende eurer Braue jedoch nach unten, lässt es die Augenpartie gedrückter und kleiner erscheinen. Ganz egal, ob ihr dort Haare habt oder sie nachzeichnet: Je höher eure Braue endet, desto mehr Platz habt ihr auf dem Lid und desto größer ist auch der Lifting-Effekt, der der Schlupflid-Optik entgegenwirkt. Traut euch! Und verlängert eure Augenbraue Richtung Schläfe, wenn sie vor eurem Augenaußenwinkel endet.
Dafür müsst ihr eure Haare aber nicht unbedingt auszupfen, meistens hilft es auch schon sie mit etwas Augenbrauen-Gel einfach nach oben zu kämmen. Dabei ist nicht von horizontal in Richtung Haarscheitel die Rede, sondern eher von schräg nach oben in Richtung Schläfe. Das macht einen wahnsinnigen Unterschied!
Perfekt getuschte, definierte Wimpern lassen Ihre Augenpartie sofort frischer und Ihren Blick viel wacher wirken - quasi wie der Morgenkaffee fürs Gesicht. Last but not least: Obwohl das Wimperntusche auftragen der letzte Step Ihres Augen-Make-ups ist, sollten Sie mit der Vorbereitung Ihrer Wimpern bereits vor Lidschatten, Eyeliner und Kajal starten.
Die Grundvoraussetzung für ein perfekt definiertes, voluminöses Ergebnis sind saubere, gepflegte Wimpern. Für traumhaft geschwungene Wimpern ist die gute alte Wimpernzange ein Muss. Öffnen Sie Ihre Wimpernzange so weit wie möglich, setzen Sie sie direkt am Wimpernkranz an und drücken Sie die Zange für einige Sekunden sanft zusammen. Make-up-Artists schwören übrigens darauf, den Wimpern-Curler kurz unter den heißen Föhn zu halten - eine Art Lockenstab für die Wimpern sozusagen. Aber Achtung: Die Zange sollte nicht zu heiß werden, da sonst Ihre Wimpern geschädigt und die empfindliche Haut am Auge leicht verbrennen kann.
Tragen Sie einen dunklen Kajal entlang Ihrer oberen Wasserlinie auf, bevor Sie zur Mascara greifen. Und schon kann’s losgehen mit dem Tuschen. Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass wir beim Auftragen unserer Mascara immer geradeaus in den Spiegel sehen? Eigentlich logisch, da wir uns mit dem Mascarabürstchen ja nicht ins Auge stechen wollen. Make-up-Artists lassen ihre Models jedoch gerne in verschiedene Richtungen blicken, um ein perfektes Resultat zu erzielen. Probieren Sie daher beim nächsten Mal einen kleinen Perspektivenwechsel und schauen Sie beim Tuschen der oberen Wimpern nach unten.
Bevor Sie das Mascara-Bürstchen an Ihren Wimpern ansetzen, sollten Sie überschüssiges Produkt immer abstreifen. Aber Achtung: Streifen Sie es am Rand Ihrer Mascara ab, lagern sich die Rückstände dort an und trocknen aus. Je näher, desto besser - setzen Sie Ihr Mascara-Bürstchen für verführerische Klimper-Wimpern so nah wie nur möglich am Ansatz Ihrer Wimpern an. Im nächsten Schritt bewegen Sie das Bürstchen sanft in einer Zickzack-Bewegung hin und her und ziehen es durch die gesamte Wimpernlänge.
Seit No-Make-up-Looks in der Beauty-Welt durch die Decke gehen, stellen wir uns immer öfter die Frage “die unteren Wimpern tuschen oder nicht”. Beide Varianten haben ganz klare Vorteile. Betonen Sie nur die oberen Wimpern, wirkt die Augenpartie automatisch geliftet - ganz im Stil des derzeit so trendigen „Foxy Eye-Looks”. Tuschen Sie dagegen die oberen und unteren Wimpern, wirken die Augen optisch größer. Aber Achtung: Entscheiden Sie sich dazu, auch die unteren Wimpern zu tuschen, tragen Sie die Mascara nur ganz zart auf. Betonen Sie die unteren Wimpern zu stark, zieht das Ihr Auge optisch nach unten. Ungeschminkt fallen die oberen Wimpern schließlich auch stärker auf als die unteren Härchen.
Mit unseren praktischen Tipps sind sie nun bestens auf den perfekten Augenaufschlag vorbereitet. Bringen Sie Ihre Wimpern mit Hilfe einer Wimpernzange in Form und arbeiten Sie beim Tuschen akkurat, ohne dabei die typischen Mascara-Fehler zu begehen. Durch das aktuelle Tragen einer Mund- und Nasenbedeckung gewinnt die Augenpartie automatisch mehr Aufmerksamkeit. Deshalb: Setzen Sie jede Augenform schnell und schön in Szene.
DR. GRANDEL Profi-Tipp:
tags: #Wimpern #Unterlid #tuschen #Tutorial
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