Kaputte Wimpern durch Wimpernextensions: Ursachen und Behandlung

Flapp, flapp! Wer sich schon einmal Wimpern-Extensions gegönnt hat, bleibt oft dabei. Denn man spart sich nicht nur Zeit und Nerven am Morgen, man sieht auch einfach fabelhaft aus. Und zwar ganz egal, ob man gerade aufgestanden ist oder eine Stunde Joggen war: Der Augenaufschlag sitzt!

Viele Frauen verlieren ihre XXL-Wimpern wieder schneller als erwartet - bei guter Pflege können sie nämlich eigentlich bis zu sechs Wochen halten. Schuld sind wir aber meist selbst: Denn diese Fehler lassen laut Beautyexperte Tommy Toro aus München deine Fake-Wimpern schneller ausfallen!

Wie Wimpern-Extensions funktionieren

Dass Wimpern früher oder später ausfallen, ist an und für sich ein ganz natürliches Prozedere: Schließlich erneuert sich unser Wimpernkranz ungefähr alle drei Monate komplett. Eine Wimper wächst bis zu 6 Wochen lang zu ihrer vollen Länge, verharrt dann in der sogenannten Ruhephase und fällt erst dann aus, wenn ihre Zeit rum ist.

Da bei einer Wimpernverlängerung je eine künstliche Wimper auf eine natürliche Wimper gesetzt wird (keine Sorge, der Kleber ist hautfreundlich und speziell dafür entwickelt), sollte die Fake-Wimper die natürliche Lebensdauer der Wimper lang halten und gemeinsam mit ihr ausfallen.

Allerdings kann es vorkommen, dass Wimpern-Extensions früher ausfallen als erwartet. Hier sind einige häufige Ursachen und wie man sie vermeidet.

7 Gründe, warum Wimpern-Extensions früher ausfallen

Laut Beautyexperte Tommy Toro gibt es mehrere Fehler, die dazu führen können, dass Fake-Lashes früher abfallen:

  1. Du benutzt ölhaltige Abschminklotions? Finger weg davon, denn die Inhaltsstoffe lösen die Klebeverbindung zwischen der Naturwimper und der Extension. Besser: Speziell entwickelte Pflegeprodukte für Extensions verwenden.
  2. Du bist nahe am Wasser gebaut und weinst oft? Da heißt es in Zukunft besser zusammenreißen. Denn Tränen sind säurehaltig und lösen ebenfalls den Kleber.
  3. Du benutzt Mascara? Vorsicht, denn die meisten Mascaras haben ölhaltige Inhaltsstoffe. Selbst wenn du dir damit nur die unteren Wimpern tuschst (auf denen keine Extensions angebracht werden), so kommt der obere Wimpernrand durch Blinzeln mit der Mascara in Berührung und schwupp, schon löst sich der Kleber. Besonders zu vermeiden: wasserfeste Wimperntusche!
  4. Du hantierst gerne mit der Wimpernzange? Lieber nicht! Denn der Druck auf die Wimpern kann dazu führen, dass diese brechen und sich ablösen.
  5. Die Wimpern sind verklumpt und kleben zusammen? Dann wurden sie nicht sorgfältig aufgeklebt. Der Grund für die „Wimpern-Päcken“: Wenn eine Extension-Wimper mit zwei Naturwimpern zusammengeklebt wird, dann kann es sein, dass die eine Wimper früher ausfällt - und die andere dadurch an der Wurzel mit ausreißt. Vorsicht: Dadurch entstehen Lücken im Wimpernkranz! Laut Tommy bemerkt man das nach etwa 2 Wochen, wenn es beim über's Lid streichen piekst wie kleine Nadelstiche. Sollte das der Fall sein, kann es sogar zu einer Lidentzündung kommen. Sofortiges Ablösen in einem professionellen Studio ist die einzige Lösung.
  6. Du reibst dir oft die Augen? Versuche das lieber zu vermeiden. Mit dem Gesicht im Kissen vergraben zu schlafen ist zum Beispiel kein Problem - doch zu dolles Reiben um die Augen kann die Wimpern unnötig strapazieren und zum Ausfallen führen.
  7. Wurden deine Wimpern vor dem Kleben gründlich gereinigt? Wenn nicht, dann ist die Wimper von Mascararesten & Co. noch ummantelt - was verhindert, dass der Kleber direkt am Naturhaar angebracht wird. Fazit: Die Extension hält nicht so gut!

Weitere Gründe für vorzeitigen Ausfall von Wimpernextensions

Neben den oben genannten Gründen gibt es noch weitere Faktoren, die die Haltbarkeit von Wimpernextensions beeinflussen können:

  • Schlechte Qualität der Wimpernextensions: Sowohl der Wimpernkleber als auch die Fasern der künstlichen Wimpern müssen eine hohe Qualität haben, damit Du lange was von ihnen hast. Bestimmte Inhaltstoffe im Wimpernkleber können zu allergischen Reaktionen führen, schließlich sind die Augen eine sensible Region.
  • Unsaubere Arbeit: Bevor künstliche Wimpern angebracht werden können, müssen die eigenen Wimpern gründlich gereinigt werden. Sie müssen komplett sauber und fettfrei sein und es dürfen keine Rückstände von Schweiß, Make-Up oder kleine Hautschüppchen mehr auf den eigenen Wimpern sein. Nur so kann der Klebstoff seine maximale Wirkung entfalten und für einen langen Halt sorgen.
  • Feuchtigkeit während des Anbringens der Lashextensions: Die Wimpernextensions dürfen während des Anbringens auf keinen Fall feucht werden. Die Wimpern dürfen während der Behandlung nicht nass werden, weder durch Tränenflüssigkeit noch durch andere Flüssigkeiten oder zu hohe Luftfeuchtigkeit.
  • Mangelnde Pflege der Wimpernextensions: Wimpernextensions müssen gepflegt werden - und zwar gründlich. Damit Deine künstlichen Lashes möglichst lange halten, empfehlen wir eine regelmäßige Pflegeroutine. Reinige täglich den Lidrand, damit Schminkreste und Talgablagerungen die Verbindungen nicht unnötig vorzeitig lösen.
  • Wimpernserum: Wird dieses Serum jedoch abgesetzt, können die Wimpernextensions drunter leiden. Das liegt daran, dass die Naturwimpern keine Wachstumshormone mehr bekommen und dadurch in der Regel nach fünf bis sechs Wochen beginnen auszufallen - und mit ihnen die Wimpernextensions.
  • Hormonelle Veränderungen: Auch unsere Wimpern können von hormonellen Veränderungen - wie einer Schwangerschaft, dem Absetzen der Pille oder einer Schilddrüsen Erkrankung - beeinträchtigt werden. Kommt es zum Haarausfall, sind häufig auch die Wimpern und Augenbrauen betroffen.
  • Ölhaltige Kosmetikprodukte: Ölhaltige Kosmetikprodukte wie Cremes oder Make-Up Entferner sind Gift für Deine Wimpernextensions, denn diese kriechen in die Verbindung zwischen Echthaar und Kunsthaar und lösen sie.
  • Zu viele Berührungen: Auch wenn Wimpernextensions noch so gut angebracht wurden, kann zu viel Berührung und Reibung ihnen schaden. Unterbewusst fassen wir uns häufig ins Gesicht oder reiben uns die Augen.

Was tun, wenn die Wimpern kaputt sind?

Der Schock nach dem Entfernen der Extensions ist oft groß: Du hast kaputte Wimpern nach der Wimpernverlängerung und sie sehen dünn und brüchig aus. Keine Panik - du bist mit diesem Problem nicht allein! Viele Frauen machen diese Erfahrung. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Pflege und etwas Geduld kannst du deine Wimpern wieder zu alter Stärke zurückführen.

Hier sind einige Tipps, wie du deine Wimpern nach einer Wimpernverlängerung wieder aufbauen kannst:

  • Erste Beruhigungsphase: Lass deine Wimpern in dieser Phase einfach „atmen“ und verwende nur milde, ölfreie Reiniger für die sanfte Reinigung mit lauwarmem Wasser.
  • Aktive Maßnahmen: Für die Anwendung trägst du das gewählte Öl abends dünn auf die Wimpernbasis auf. Ein sauberer Wimpernbürstchen oder Wattestäbchen eignet sich dafür perfekt.
  • Ernährung: Auch von innen kannst du deine Wimperngesundheit unterstützen. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Nüssen und Fisch unterstützt die Regeneration von innen heraus.
  • Nachhaltige Routine: Informiere den Stylisten unbedingt über deine vorherigen Probleme.

WIMPERNVERLÄNGERUNG!? - ALLE Informationen über die richtige Pflege von KÜNSTLICHEN Wimpern

Wimpernausfall und wie man ihn behandelt

Wimpernausfall ist ein Phänomen, das weit über den natürlichen Haarwachstumszyklus hinausgeht. Obwohl es normal ist, dass Wimpern ausfallen und wieder nachwachsen, kann übermäßiger Wimpernausfall ein Anzeichen für tiefer liegende Probleme sein.

Ab wann spricht man von krankhaften Wimpernausfall? Pauschal lässt sich sagen, dass wir im Durchschnitt ca. 4-8 Wimpern-Härchen pro Tag verlieren. Ist es mehr, könnte ein Wimpernausfall (lat. Madarosis) vorliegen.

Ursachen für Wimpernausfall

Wimpernverlust kann vielfältige Gründe haben. Kurzfristige Vorfälle lassen sich meist auf mechanische Reizungen zurückführen oder Schwankungen im Vitamin-Haushalt. Nicht selten sind aber auch Hormon-Ungleichgewicht, Mangel an Nährstoffen oder Infektionen die Ursache für Wimpernausfall.

  • Falsche Wimpern
  • Narbenbildung
  • Stress
  • Medikamente
  • Chemotherapie
  • Lidfehlstellung
  • Vitaminmangel

Diagnose und Behandlung

Um den Wimpernausfall zu verstehen, ist es unerlässlich, einen medizinischen Experten zu konsultieren. Die Behandlung des Wimpernausfalls hängt stark von der zugrunde liegenden Ursache ab und kann daher von Fall zu Fall sehr unterschiedlich sein.

  • Mangelzustände beheben
  • Änderung der Pflege
  • Medikamentöse Behandlung
  • Therapie der Grunderkrankung
  • Regenerative Therapien

Wimperntransplantation als Option

Wenn keine Wimpern mehr wachsen und sich die Haarwurzeln nicht mehr erholen können, ist eine Wimperntransplantation eine gute Option. Bei einer Wimperntransplantation werden Haarfollikel entnommen und an den Lidrand transplantiert, um das Wachstum neuer Wimpern zu ermöglichen.

Vorbeugung ist besser als Heilung

Haut und Haar pflegen wir alle ganz selbstverständlich und mit Hingabe. Die Wimpern werden bei unseren Schönheitsroutinen allerdings oft vernachlässigt - dabei brauchen auch sie unsere Aufmerksamkeit. Nur, wenn sie gesund sind, können sie Ihre Aufgabe zuverlässig erfüllen: Sie schützen unsere Augen.

Beispielsweise schirmen die Wimpern die Augen vor kleinen Insekten und Schmutzpartikeln ab. Zusammen mit den Augenbrauen halten sie außerdem Wasser fern, damit wir auch in Regen und Schnee gute Sicht haben.

Insgesamt haben wir am Oberlid 150 bis 250 längere Wimpern und am Unterlid 50 bis 80 kürzere. Alle 100 bis 150 Tage fallen Sie aus und neue Wimpern wachsen nach.

Wenn dieser Prozess gestört ist, sind die Wimpern in einem desolaten Zustand: brüchig und ausgedünnt. Das gilt es zu vermeiden oder - wenn es bereits zu spät ist - zu beheben!

Tipps zur Vorbeugung von Wimpernschäden

  • Verwenden Sie unsere Booster oder Hausmittel wie Jojobaöl und Rizinusöl prophylaktisch.
  • Schenken Sie einfach immer, wenn Sie Ihre Haare mit einer hochwertigen Spülung oder Kur pflegen, auch Ihren Wimpern Aufmerksamkeit.
  • Achten Sie auf hochwertige und schonende Produkte, die Ihre Wimpern nicht austrocknen!
  • Wenn Sie für mehr Schwung eine Wimpernzange benutzen, dann bitte immer vor dem Auftragen der Mascara!
  • Achten Sie allgemein darauf, Ihre Wimpern nicht zu sehr zu strapazieren - sie müssen nicht immer das größte Volumen haben. Auch naturbelassene Wimpern sind schön, wenn sie gepflegt sind.
  • Sehr wichtig ist es, dass Sie sich abends abschminken. Wenn Sie Wimperntusche über Nacht auf den Wimpern lassen, können sie austrocknen und brüchig werden.
  • Wenden Sie wasserfeste Mascara nicht zu oft an. Sie ist schwieriger abzuschminken und durch die Reibung fallen die Wimpern schneller aus.

Die Rolle der Ernährung

Genauso wie Haut, Nägel und Kopfhaare wollen auch Wimpern gefüttert werden, und zwar mit Mikronährstoffen: „Die Haarwurzeln benötigen ausreichend Eisen, Aminosäuren, Zink, Selen, verschiedene Formen von Vitamin B (wie Biotin), Eiweiß, Omega-3-Fettsäuren, Vitamin D, Silizium, um nur einige Nährstoffe zu nennen.“

Ob eine Mangelerscheinung vorliegt, kann beim Arzt untersucht und notfalls mit Nahrungsergänzungsmitteln ausgeglichen werden.

Weitere Ursachen für Wimpernprobleme

Medizinerin Adler sagt, an dem Zustand der feinen Härchen kann man auch anderes ablesen. Schilddrüsenerkrankung, zum Beispiel, verlangsamten den Stoffwechsel. „Außerdem können Entzündungen oder eine Autoimmunerkrankung Ursache für Haarausfall an den Wimpern sein. Alopecia areata, also kreisrunder Haarausfall, kann sich auch an den Wimpern zeigen.“

Grund für brüchige Wimpern oder ihr spärliches Wachstum können neben den Genen auch Umwelteinflüsse wie Stress sein. Und ganz natürlich verliert der Wimpernkranz auch mit dem Älterwerden meist an Volumen und Farbintensität.

Fazit

Kaputte Wimpern nach Wimpernextensions sind zwar ärgerlich, aber in den meisten Fällen reversibel. Der Heilungsprozess dauert meist 8-12 Wochen, aber bereits nach wenigen Wochen wirst du erste Verbesserungen bemerken. Folge dem 3-Phasen-Rettungsplan: Erst schonen, dann aktiv pflegen, schließlich langfristig stärken.

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