Wimpernepithelzellen sind spezialisierte Zellen, die in verschiedenen Geweben des Körpers vorkommen und wichtige Funktionen erfüllen. Dieser Artikel beleuchtet das Vorkommen und die Aufgaben dieser Zellen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Augenlid und anderen relevanten Bereichen.
Die Wimpern sind leicht verdickte Haare, die in 2-3 Reihen an der vorderen Lidkante (Limbus palpebrae anterior) angeordnet sind und am medialen Augenwinkel fehlen. Sie sind mit holokrinen Gll.sebaceae (Zeis-Drüsen) und die apokrinen Gll.ciliares (Moll-Drüsen) assoziiert.
Der äußere Lidbereich ist der Übergang, in dem das mehrschichtig verhornte Plattenepithel, das das Lid von außen bedeckt, in das mehrschichtige iso- bis hochprismatische Epithel der Tunica conjunctiva übergeht.
Anatomie des Augenlids (Quelle: Wikipedia)
Das Epithel, dessen Zellen höher als breit sind und in mehreren Schichten übereinander liegen, bildet die Tunica conjunctiva. Diese bedeckt die Hinterfläche von Ober- und Unterlid sowie den vordersten Teil der Sklera.
Die Umschlagstelle der Conjunctiva bulbi befindet sich auf der Tunica conjunctiva des Augenlids.
Becherzellen sind unizelluläre, schleimproduzierende Drüsen, die zwischen den Säulenepithelzellen des Respirationstrakts und des Darms vorkommen. In den Bronchien machen sie etwa 10 % der Epithelzellen aus. Sie produzieren hoch visköse Muzine, wesentliche Bestandteile der oberflächlichen Schleimschicht. Bei Rauchern ist ihre Anzahl erhöht.
Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme von Becherzellen (Quelle: Wikipedia)
Das Leben hat sich im Wasser aus niederen Formen entwickelt. Diese niederen Formen sind heute noch als tierische und pflanzliche Einzeller zu beobachten. Durch Anpassungserscheinungen sind daraus neue Funktionseinheiten geworden. Daraus ergibt sich die heutige Hierarchie aller Lebewesen.
Lebensmerkmale, die in ihrer Gesamtheit Leben ausmachen, sind Stoff-, Energie- und Informationswechsel; Bewegung; Fortpflanzung/Vermehrung und Vererbung; Entwicklung und Wachstum; Individualität; Reizbarkeit, Anpassungs- und Regulationsfähigkeit; Beziehungen zu anderen Organismen und die daraus resultierende Hierarchiebildung.
Einzeller sind Organismen, die nur aus einer einzigen Zelle bestehen. Zu ihnen zählen Prokaryonten und Protisten sowie einzellige Pilze und Algen. Kernhaltige Einzeller sind einzellig mit meist einem Zellkern (Wimperntierchen mit zwei Kernen) und zahlreichen Zellorganellen, die alle Lebensfunktionen ausführen. Einige Gruppen leben in Zellkolonien.
Zellkolonien sind Zusammenlagerungen einer meist arttypischen Anzahl von Einzellern, die häufig durch eine Gallerthülle miteinander verbunden sind. Bei den einfachsten Kolonien ist jede Zelle für sich selbst lebensfähig. Die Bildung der Kolonie gewährt lediglich einen gewissen Schutz für die Einzelzelle. Bei hochorganisierten Zellkolonien sind die einzelnen Zellen für bestimmte Aufgaben spezialisiert (z.B. Volvox). Damit stellen diese Kolonien Zwischenglieder zwischen Ein- und Vielzeller dar.
Volvox Zellkolonie (Quelle: Wikipedia)
Differenzierung ist ein Entwicklungsprozess, bei dem sich ursprünglich gleichartige Zellen strukturell und funktionell spezialisieren. Es entstehen verschiedene Zelltypen.
Ein Gewebe ist ein Verband von Zellen gleichen Baus, die auch gleiche Funktionen ausüben. Wenn man die Differenzierung innerhalb der Pflanze genauer betrachtet fällt auf, dass gleich gebaute Zellen meist in größeren Verbänden vorkommen. Diese Zellverbände gleichen Typs mit gleichen Aufgaben nennt man bekanntlich Gewebe.
Mit steigender Organisation wächst die Differenzierung der Gewebe. Man unterscheidet zwei Hauptgruppen: Bildungsgewebe, deren Aufgabe es ist, neue Gewebe zu erzeugen, und Folgegewebe/Dauergewebe, die aus den Bildungsgeweben hervorgehen, wenn diese ihre endgültige Gestalt und Größe erreicht haben. Sie haben verschiedenartige Funktionen.
Als Zilie oder Cilium bezeichnet man eine besondere Form des Zellfortsatzes bei Zellen von eukaryoten Organismen. Solche werden auch Kinozilien, Flimmerhärchen oder Wimpern genannt und mit den ähnlich aufgebauten, etwas längeren Geißeln der Eukaryonten als Undulipodien zusammengefasst.
Derartige Kinozilien sind öfters in großer Anzahl an der Zelloberfläche von Einzellern oder Vielzellern ausgebildet. Einige Wimpertierchen besitzen Gruppen von Zilien, die miteinander in Verbindung stehen. Solche Gruppierungen von Fortsätzen werden auch Cirrus genannt.
Im Unterschied zu den meist aktiv bewegbaren, „motilen“ sekundären Zilien sind primäre Zilien zumeist nur passiv beweglich. Fast alle Zellen von Wirbeltieren besitzen eine einzelne nichtmotile Zilie, auch „primäres Cilium“ genannt.
Schema einer Zilie (Quelle: Wikipedia)
Knochenzellen sind stark miteinander verflochten und verknüpft. Wimpernepithelzellen dienen als Barriere (Schutz), sind für die Sekretion (Stoffabgabe) und Resorption (Stoffaufnahme) verantwortlich und haben eine Abwehrfunktion.
| Zelltyp | Funktion | Vorkommen |
|---|---|---|
| Wimpernepithelzellen | Schutz, Sekretion, Resorption, Abwehr | Augenlid, Atemwege |
| Becherzellen | Schleimproduktion | Atemwege, Darm |
| Kinozilien | Bewegung von Flüssigkeiten und Partikeln | Atemwege, Eileiter |
| Primäre Zilien | Sensorische Funktion | Fast alle Zellen von Wirbeltieren |
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