Haarausfall Vermeiden: Tipps Für Volles Und Gesundes Haar

Geheimratsecken, Haarausfall, lichter werdendes Haar: Viele Männer kennen das. Aber auch Frauen sind betroffen. Haarausfall kann jeden treffen, Frauen genauso wie Männer. Die Ursachen sind vielfältig, aber Sie können etwas dagegen tun. In diesem Artikel geben wir Ihnen hilfreiche Tipps an die Hand - direkt vom Experten Dr. med. Christian Merkel.

Sie haben das Gefühl, dass Ihre Haare schwinden? In der Bürste und im Waschbecken landen plötzlich viel mehr Haare als sonst? Keine Sorge, dabei muss es sich nicht unbedingt um krankhaften Haarausfall handeln. Dass Sie gerade mehr Haare verlieren als sonst, kann auch harmlose Gründe wie einen Nährstoffmangel haben.

Unter Haarausfall (Alopezie) wird ein permanenter Verlust der Haare verstanden. Bedeutet: Ist das Haar einmal ausgefallen, wachsen sie in der Regel auch nicht mehr wieder nach. Aber: Haarausfall ist nicht Haarausfall. Im Schnitt verlieren Männer sowie Frauen 100 Haare am Tag - das klingt viel, ist aber ganz normal. Übrigens: Manchmal verlieren wir auch mehr Haare, saisonal oder hormonell bedingt. Auch das muss noch kein Haarausfall sein.

Haarausfall kann jeden treffen, Frauen genauso wie Männer. Die Ursachen sind vielfältig, aber Sie können etwas dagegen tun. In diesem Artikel stellen wir die möglichen Ursachen des Haarausfalls vor und zeigen Präventionsmaßnahmen auf. Lassen Sie Ihre Haare "in Ruhe"! Schneiden Sie Ihr Haar kurz.

Ursachen von Haarausfall

Haarausfall bei Männern kann unterschiedliche Ursachen haben. Zunächst besteht die Möglichkeit, dass der Haarausfall genetisch bedingt ist und die Glatze schlichtweg vererbt wurde. Schon gewusst? Das „Glatzen-Gen“ befindet sich mehrheitlich im Erbgut der Mutter. Darüber hinaus können aber auch andere Faktoren wie Stress, ungesunde Ernährung oder eine falsche Haarpflege zum Haarausfall führen.

Der gelegentliche oder progressive Haarausfall kann verschiedene Ursachen haben. Alles, was das ordnungsgemäße Wachstum der Haare beeinträchtigt oder das Einsetzen der Telogenphase beschleunigt, kann langfristig zu Haarausfall führen: Vitaminmangel - insbesondere der B-Gruppe - sowie Eisen- und Zinkmangel oder der Mangel an sonstigen Elementen, oxidative Belastung, Stress, Müdigkeit oder hormonelle Veränderungen wie z.B.

Bestimmte physische Belastungen, wie z. B. Krankheit oder Trauma, können die anagene Phase vorzeitig beenden und einen teilweise sehr starken Haarausfall (Telogenes Effluvium) verursachen. Nach der Schwangerschaft wirkt sich die hormonelle Umstellung aus: Während der Schwangerschaft regen Östrogene das Haarwachstum an und blockieren den natürlichen Haarausfall. Nach der Entbindung sinkt der Östrogenspiegel stark ab und mehr Haare als gewöhnlich treten gleichzeitig in die Telogenphase ein.

Das gleiche Prinzip gilt in den Wechseljahren: Es ist nicht mehr genug Östrogen vorhanden, um die schwächende Wirkung eines auch bei Frauen vorhandenen Testosteron-Derivats, DHT (Dihydrotestosteron), auf den Haarfollikel auszugleichen.

Je nachdem, in welcher Form sich der Haarausfall zeigt, liegen unterschiedliche Ursachen zugrunde. Erblich bedingter Haarausfall beispielsweise folgt einem ganz spezifischen Muster. Kommt es jedoch zu einem plötzlichen und meist diffusen Haarverlust auf dem gesamten Kopf, sind Hormone oder Stress ganz typische Ursachen. Als eine weitere Ursache für eine bestimmte Form von Haarausfall wird eine Autoimmunerkrankung vermutet.

Typische Ursachen für Haarausfall:

  • Genetik
  • Stress
  • Schwangerschaft / Geburt
  • Absetzen der Pille
  • Wechseljahre
  • Andauernde Müdigkeit
  • Autoimmunerkrankungen
  • Medikamente
  • Mangelernährung
  • Krankheit
  • Schilddrüsenfehlfunktion
  • Jahreszeitenwechsel

Die auslösenden Gründe sind meist erblich bedingt, hormonell ausgelöst oder durch falsche Gewohnheiten verursacht.

Formen von Haarausfall

Haarausfall kann sich auf unterschiedliche Weise zeigen, jede mit eigenen Ursachen und Merkmalen. Die spezifische Art des Haarausfalls zu kennen, hilft, die Behandlung gezielt anzupassen.

Erblich bedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie): Bei dieser Form werden die Haare vor allem an der Stirn lichter. Es bilden sich Geheimratsecken, später können auch die Haare am Hinterkopf weniger werden. Ursache: Die Haarwurzeln und Follikel bilden sich zurück. Grund dafür ist eine hohe Produktion des männlichen Geschlechtshormons Dihydrotestosteron (DHT).

Diffuser Haarausfall (diffuse Alopezie): Bei diffusem Haarausfall werden die Haare am ganzen Kopf lichter, sodass meist die Kopfhaut durchschimmert. Ursache: In der Regel lässt sich diese Form des Haarausfalls auf einen unausgeglichenen Nährstoffhaushalt zurückführen. Die Haarwurzeln bekommen zu wenig Nährstoffe, was den Wachstumszyklus der Haare stört und sie ausfallen lässt.

Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata): Bei dieser Form fallen Haare stellenweise aus, sodass runde kahle Stellen entstehen. Dabei können eine oder mehrere Partien am Kopf, im Bart, aber auch am Körper betroffen sein. Ursache: Generell spricht man hier von einer Autoimmunerkrankung, dessen Ursachen noch weitestgehend unklar sind.

Dies sind die häufigsten Formen von Haarausfall:

  • Androgenetische Alopezie: Dies ist die häufigste Form des Haarausfalls und betrifft sowohl Männer als auch Frauen.
  • Alopecia Areata: Diese Autoimmunerkrankung führt dazu, dass das Immunsystem die Haarfollikel angreift.
  • Telogeneffluvium: Oft vorübergehend tritt diese Art des Haarausfalls nach der Schwangerschaft, größeren Operationen, drastischem Gewichtsverlust oder extremem Stress auf.
  • Anageneffluvium: Dieser schnelle Haarausfall tritt in der Anagen- oder Wachstumsphase des Haarzyklus auf und wird oft durch Chemotherapie verursacht.
  • Traktionsalopezie: Diese Form des Haarausfalls wird durch dauerhafte Belastung oder Spannung auf den Haarwurzeln verursacht.

Was hilft gegen Haarausfall?

Mittel gegen Haarausfall gibt es einige. Doch eigentlich gibt es nur wenige Methoden, die Männerhaare wirklich wieder sprießen lassen. Zunächst sollten Sie in Erfahrung bringen, warum Ihre Haare ausfallen. Der erste Weg führt daher zur Hautärztin oder zum Hautarzt. Denn für eine erfolgreiche Therapie braucht es in jedem Fall eine Diagnose. Ob sich Ihr Haarausfall stoppen lässt, kommt auf die Ursache an:

Haarausfall, der auf einen Vitaminmangel zurückgeht oder durch bestimmte Erkrankungen und Medikamente bedingt ist, lässt sich gut mit einer ausgewogenen Ernährung beeinflussen. Ist der Haarverlust allerdings genetisch bedingt, ist er nicht so einfach zu stoppen. Hier können entsprechende Medikamente eine Lösung sein.

Haarausfall adé: Effektive Wege, um Haarausfall zu stoppen und das Haarwachstum zu fördern!

Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, um Haarausfall zu verhindern und das Haarwachstum zu fördern. Zu den Optionen gehören Medikamente, Haartransplantationen und Therapien mit niedrig dosiertem Licht. Lassen Sie sich von einem Facharzt beraten, welche Behandlungsmöglichkeiten für Sie geeignet sind.

Medikamentöse Behandlungen

Finasterid: In Tablettenform und in geringer Dosis eingenommen, kann Finasterid den Haarausfall bei Männern hemmen. Das steckt dahinter: Das für den Haarausfall verantwortliche Hormon Dihydrotestosteron (DHT) entsteht durch eine natürliche Reaktion zwischen dem Hormon Testosteron und dem Enzym 5-alpha-Reduktase. Die Einnahme von Finasterid hemmt das Vorkommen des Enzyms und lässt auf diese Weise weniger DHT entstehen.

Minoxidil: Ursprünglich handelt es sich bei Minoxidil um ein Medikament gegen Bluthochdruck. In geringer Dosis und als Tinktur oder Schaum auf der Kopfhaut aufgetragen, erweitert es aber auch die Blutgefäße der Kopfhaut. So wird die Blut- und Nährstoffversorgung der Haare angeregt, das Haar wird gestärkt und das Wachstum neuer Haare wird gefördert.

Achtung: Bei beiden Mitteln sind Nebenwirkungen möglich, weshalb Sie die Anwendung unbedingt mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt besprechen sollten.

Weitere Tipps und Maßnahmen

Ernährung: Damit natürliche Funktionen wie das Haarwachstum ablaufen können, benötigt Ihr Körper Nährstoffe. Ihre Ernährung hat deshalb einen großen Einfluss auf Ihre Haare. Deshalb sollten Sie auf eine gesunde Ernährung mit wertvollen Nährstoffen wie Eisen, Zink, Biotin, und Omega-3-Fettsäuren achten. Für die Haare sind zudem die Vitamine A, C und E sowie B3, B6 und B12 wichtig. Tipp: Nahrungsergänzungsmittel können Sie bei der Nährstoffzufuhr unterstützen.

Haarpflege: Männer, die an Haarausfall leiden, können mit stärkenden Haarpflege-Produkten entgegenwirken. Beachten Sie dabei: Shampoos und Co. Sie sorgen lediglich für mehr Fülle und schenken den Haaren mehr Kraft. Tipp: Massieren Sie Ihre Kopfhaut beim Shampoonieren! Spare mit Stylingprodukten: Haargel, Haarspray und Co. beschweren Ihre Haare und nehmen ihnen optisch Fülle. Tragen Sie eine passende Frisur: Mit einem Haarschnitt können Sie lichte Stellen gezielt umspielen. Frage am besten Ihre Frisörin bzw. Ihren Frisör, wie Ihre Haare am besten fallen. Und wenn Sie keine Lust haben, sich ständig über die Fülle Ihrer Haare einen Kopf zu machen, vielleicht denken Sie doch mal über eine Glatze nach.

Mittlerweile gibt es Möglichkeiten, sich Haarwurzeln von anderen Hautpartien am Kopf transplantieren zu lassen. So können Sie lichte Stellen an Stirn oder Hinterkopf kaschieren. Für genaue Informationen zu Kosten und Ablauf des Eingriffs wenden Sie sich am besten an Ihre Dermatologin bzw. Ihren Dermatologen.

Das Ziel der Haarpflegeroutine während des Haarausfalls (bzw. zu seiner Begrenzung) besteht darin, das Haar so weit wie möglich zu erhalten und das Wachstum neuer Haare zu stimulieren. Es sollten milde Shampoos verwendet werden, um die Kopfhaut nicht zu reizen. Wirkstoffe zur Verbesserung der Mikrozirkulation und somit der Blutversorgung des Haarfollikels können in die Rezeptur integriert werden. Die Wirkstoffe von Pflegeprodukten, die speziell zur Bekämpfung von Haarausfall und zur Stimulierung des Haarwachstums entwickelt wurden, wirken sich lokal an der Haarwurzel aus.

Ihre Aufgabe besteht in der Anregung der Mikrozirkulation und in der Beruhigung der Kopfhaut sowie der Versorgung mit den für das Haarwachstum erforderlichen Elementen wie den B-Vitaminen. Die Anwendung dieser Produkte ist von wesentlicher Bedeutung: Eine mindestens einminütige Massage der Kopfhaut verbessert ihre Wirkung und fördert die Durchblutung. Spezifische Nahrungsergänzungsmittel sorgen dafür, dass das Haar ausreichend mit erforderlichen Nährstoffen versorgt wird.

Hier sind einige Tipps, wie Sie Haarausfall wirksam vorbeugen können:

  • Ernährung anpassen: Eine ausgewogene Ernährung mit Zink, Biotin, Folsäure und Omega-3-Fettsäuren kann helfen.
  • Nahrungsergänzungsmittel: Ergänzen Sie Ihre Ernährung bei Bedarf mit Vitamin D und anderen wichtigen Nährstoffen.
  • Regelmäßige Friseurbesuche: Lassen Sie Ihre Haarspitzen regelmäßig schneiden, um Spliss zu vermeiden.
  • Richtige Haarwäsche: Waschen Sie Ihre Haare nicht zu oft und verwenden Sie ein mildes Shampoo.
  • Extraportion Pflege: Verwenden Sie regelmäßig Haarkuren, um trockenes Haar zu unterstützen.
  • Kopfhaut nicht vernachlässigen: Pflegen Sie Ihre Kopfhaut mit speziellen Seren und Masken.
  • Konsequenter Sonnenschutz: Schützen Sie Ihr Haar vor UV-Strahlen.
  • Haarausfall frühzeitig diagnostizieren: Lassen Sie Ihren Verdacht auf Haarausfall von einem Facharzt abklären.
  • Traktion vermeiden: Vermeiden Sie zu straffe Zöpfe und Haargummis.
  • Kopfhauterkrankungen behandeln: Lassen Sie Kopfhautschuppen von einem Dermatologen abklären.

Welche Vitamine helfen bei Haarausfall?

Vitamin D, B-Vitamine sowie Biotin sind maßgeblich mit verantwortlich für ein gesundes Haar- & Hautwachstum. Auch Vitamin A, C und E, sowie Zink, Kupfer, Eiweiß und Eisen braucht der Körper für eine gesunde Funktion. An einem gesunden Haarwachstum und einer normalen Hautfunktion sind folgende Nährstoffe besonders beteiligt:

  • Biotin (Vitamin H)
  • Vitamin A
  • Vitamin C
  • Zink
  • Niacin
  • Vitamin D
  • Vitamin E
  • B-Vitamine
  • Selen
  • Folsäure
  • Jod
  • Cholin
  • Kalzium

Hat der Körper eine Fülle an Nährstoffen wie z.B. Zink, Biotin, Folsäure und Omega-3-Fettsäuren, wie sie z.B. in fettem Seefisch oder hochwertigen Pflanzenölen vorkommen, zur Verfügung, kann er diese Energie auch in Haare und Nägel stecken. Auch ein Vitamin B-Komplex wirkt unterstützend. Avocados, Milchprodukte, Eigelb, Hülsenfrüchte und Fisch sind die idealen Haar-Superfoods. Aber auch Nüsse und Samen, Champignons und Brokkoli versorgen den Organismus mit wertvollen Nährstoffen und Vitaminen.

Die meisten Deutschen leiden in den Wintermonaten an einem Vitamin-D-Mangel, so dass die Einnahme von Vitamin D gerade im Winter empfohlen wird. Einem Vitamin- und Nährstoffmangel, wie er durch anhaltenden Stress entsteht, beugen Sie mit einem hochwertigen Nahrungsergänzungsmittel und ausgewogener Ernährung vor. So unterstützen Sie Ihre Haare von innen heraus und können gesunden Haarwuchs anregen.

Hier ist eine Tabelle, die die wichtigsten Nährstoffe für das Haarwachstum zusammenfasst:

Nährstoff Funktion Lebensmittelquellen
Vitamin D Unterstützt das Haarwachstum Fetter Fisch, Eigelb, angereicherte Lebensmittel
B-Vitamine (Biotin, B12) Fördern gesundes Haarwachstum Eier, Milchprodukte, grünes Blattgemüse
Vitamin A Wichtig für die Zellentwicklung Karotten, Süßkartoffeln, Spinat
Vitamin C Antioxidans, unterstützt die Kollagenproduktion Zitrusfrüchte, Erdbeeren, Paprika
Vitamin E Schützt die Haarfollikel Nüsse, Samen, Pflanzenöle
Zink Wichtig für Haarwachstum und Reparatur Fleisch, Nüsse, Samen
Eisen Transportiert Sauerstoff zu den Haarfollikeln Rotes Fleisch, Spinat, Hülsenfrüchte
Omega-3-Fettsäuren Entzündungshemmend, fördert die Haargesundheit Fetter Fisch, Leinsamen, Chiasamen

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