Haarbruch Erkennen: Ursachen, Unterschiede zu Spliss und Tipps zur Vorbeugung

Sie haben strapaziertes Haar und kämpfen gegen Haarbruch am Ansatz oder an den Spitzen? Machen Sie Schluss mit brüchigem Haar! Dieser Artikel gibt Ihnen wertvolle Infos und Tipps, wie Sie Haarbruch erkennen, von Spliss unterscheiden und effektiv vorbeugen können.

Was ist Haarbruch und wie sieht er aus?

Ihnen fallen vermehrt einzelne Härchen auf, die kürzer sind als andere und Ihr Haar sieht insgesamt strohig und spröde aus? Dann leiden Sie wahrscheinlich an Haarbruch. Üblicherweise brechen Haare bei unzureichender Pflege in der Mitte oder an den Spitzen ab - gerade, wenn Sie Ihre Haare wachsen lassen und der letzte Friseurbesuch schon etwas zurückliegt.

Man erkennt Haarbruch an kleinen weißen Punkten, an denen das Haar abgebrochen ist. Das kann an den Spitzen, aber auch in den Längen oder sogar am Ansatz sein. Sie erkennen Haarbruch an kleinen weißen Punkten am Ende des abgebrochenen Haars.

Unterschied zwischen Spliss und Haarbruch

Ein weitverbreiteter Irrglaube ist, dass Haarbruch und Spliss das Gleiche sind. In den meisten Fällen sprechen wir zuerst von Spliss, wenn sich das Haar an den Spitzen in zwei oder mehrere Teile teilt. Das Haar wirkt auch bei Spliss trocken und glanzlos, bricht aber noch nicht ab. Im Gegensatz zu Spliss, bei dem sich geschädigtes Haar an den Spitzen spaltet, führen stärkere Strukturschäden im Haar dazu, dass es abbricht und so eine erkennbare Bruchstelle entsteht. Wenn die Haare an verschiedenen Stellen abbrechen, handelt es sich um Haarbruch.

Wie entsteht Haarbruch?

In der Regel entsteht Haarbruch durch äußere Einflüsse, die das Haar austrocknen, seine Flexibilität reduzieren und die Oberflächenstruktur angreifen. Ursachen für Haarbruch gibt es viele. Verschiedene äußere Einwirkungen - egal ob trockene Luft, zu heißes Föhnen, Blondieren oder Färben, ja sogar die Sonnenstrahlung kann zu Haarbruch führen. Lange Haare sind meist anfälliger als kurze Haare, da das Haar aufgrund seines Alters an den Spitzen leichter bricht.

Neben Umweltfaktoren zählen dazu Styling-Strapazen und Pflege-Mangel. Manchmal liegen die Ursachen für Haarbruch aber auch im Inneren des Körpers. Falsche Ernährung und dadurch entstehender Nährstoffmangel oder auch Stress können die Haargesundheit ebenfalls negativ beeinflussen und zu Haarbruch führen.

Ohne es zu bemerken, setzen wir unsere Haare im Alltag nämlich zahlreichen Belastungen aus. All das kann für das Haar eine Tortur werden:

  • Mechanische Belastungen
  • Chemische Einflüsse
  • Hitze
  • Seelischer Stress
  • Falsche Ernährung

Mechanische Belastungen lassen sich nicht gänzlich vermeiden, aber reduzieren. An erster Stelle steht das Kämmen und Bürsten deiner Haare. Das falsche Werkzeug kann hier die Ursache für Haarbruch darstellen: Günstig verarbeitete Kunststoffbürsten weisen oft Kanten und Spitzen auf, die am Haar reißen. Investiere lieber in eine hochwertige Bürste mit Naturborsten. Damit schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe: Während du dein Haar bürstest, verteilen die Borsten Fett in deinem Haar, das es braucht, um gesund und glänzend zu bleiben.

Chemische Einflüsse sind vor allem Haarfarben und Blondierungen. Farbpigmente werden der Haarstruktur zugefügt oder gar entzogen - selbst für gesundes Haar die reinste Tortur. Ist eine Farbbehandlung unverzichtbar, verwende eine Tönung oder frage deinen Frisör nach schonenden Methoden.

Oft herrscht der Irrglaube „Viel hilft viel“. Aber übermäßige Hitze kann geschädigtem Haar den Rest geben. In den meisten Fällen werden Haartrockner, Glätteisen und Lockenstäbe zu heiß eingestellt und zerstören bei regelmäßiger Anwendung die Haarsubstanz.

Seelischer Stress, der auch noch länger anhält, wirkt sich ebenfalls negativ auf deine Haargesundheit aus. Für das Haarwachstum benötigt dein Körper wichtige Nährstoffe. Fast Food & Co. sind zwar lecker, aber auf Dauer nicht gesund. Damit dein Haar schön und gesund bleibt, benötigt es wertvolle Vitamine, Mineralien und Spurenelemente.

Warum brechen Haare vom Haargummi

Wie kann ich Haarbruch stoppen? 5 Tipps

Ist das Haar einmal abgebrochen, ist der Schaden leider irreparabel. Einmal abgebrochene Haare lassen sich nicht mehr reparieren. Doch keine Sorge: erste, oberflächliche Schäden lassen sich wieder ausbessern und mit der richtigen Pflege können Sie Haarbruch optimal vorbeugen.

Wenn der Haarbruch erstmal fortgeschritten ist, hilft nur der Griff zur Schere um das Problem in den Griff zu bekommen. Aber sind wir uns ehrlich, freiwillig möchte keiner mehrere Zentimeter der Traummähne wegen Haarbruch hergeben. Deshalb habe ich Tipps, mit denen du Haarbruch stoppen kannst:

  1. Haarbruch vorbeugen mit der richtigen Haarpflege: Um Haarbruch vorzubeugen, sollte man auf die richtigen Haarpflegeprodukte zurückgreifen. Angefangen von Shampoo, Treatment und Haaröl - am besten gleich das volle Programm. Das Haar wird durch die Inhaltsstoffe gestärkt und somit bricht es, trotz Sonnenstrahlung, Styling und Färben nicht so schnell ab.
  2. Haarbruch stoppen mit Hausmitteln: Wer den Haarbruch auf natürliche Weise stoppen möchte, der sollte es mit natürlicher, veganer Haarpflege versuchen.
  3. Schonende Bürste für weniger Haarbruch: Auch beim Bürsten können Haarschäden entstehen, wenn man es falsch oder grob macht. Die richtige Bürste, die sanft entwirrt und die Kopfhaut massiert, ist der erste Schritt, wenn Haarbruch gestoppt werden soll.
  4. Richtige Frisuren bei Haarbruch: Wer zu Haarbruch neigt, sollte auf Hitzestyling wenn möglich verzichten. Wenn die Haare einmal zusammengebunden werden, sollten Gummis ohne scharfe Metallhülsen verwendet werden, um die Haarstruktur zu schonen.
  5. Regelmäßig schneiden und Haarbruch stoppen: Die Haarspitzen regelmäßig etwa einen Zentimeter schneiden zu lassen ist die zuverlässigste Lösung, um Haarbruch zu stoppen. Lassen Sie sich alle sechs bis acht Wochen die Spitzen schneiden. Abgebrochene Haarenden lassen sich auf diese Weise entfernen und das Haar sieht wieder frisch und gesund aus.

Weitere Tipps zur Vorbeugung und Behandlung von Haarbruch

  • Spitzenfluide und Öle versorgen die trockenen Enden wieder mit Feuchtigkeit sowie wichtigen Nährstoffen und reparieren die Spitzen. Ein einfaches und effektives Hausmittel gegen Haarbruch ist Kokosöl.
  • Was ebenfalls oft gegen Haarbruch hilft, ist eine Keratin-Behandlung in Ihrem Friseursalon. Dabei handelt es sich um ein Glättungsverfahren aus Brasilien, bei dem das Haar mit Keratin angereichert wird. Dieses elastische Eiweiß ist der natürliche Hauptbestandteil unserer Haare und baut sie von innen wieder auf. Das Ergebnis: kräftiges Haar, das glatt und geschmeidig ist. Es gibt auch Shampoos, Spülungen und Kuren, die Keratin enthalten und bei regelmäßiger Anwendung vor Haarbruch schützen.
  • Gönnen Sie Ihren Haaren einmal in der Woche ein Pflege-Plus in Form einer Haarkur. Diese enthalten Repair-Wirkstoffe, die das Haar wieder gesund und geschmeidig machen.
  • Nasses Haar sollten Sie immer trocken tupfen, niemals rubbeln. Statt klassischer Handtücher, die die schützende Schuppenschicht aufrauen können, schwören Haarprofis auf ausgediente Baumwollshirts.
  • Nutzen Sie Haartrockner mit Ionen-Technik. Diese entziehen den Haaren weniger Feuchtigkeit, weil die Ionen die Wassermoleküle in kleinere Bestandteile aufspalten, die das Haar besser aufnehmen kann.
  • Achten Sie beim Kauf von Glätteisen und Lockenstab auf eine Keramikbeschichtung der Heizelemente im Gerät.
  • Streichen Sie mit der Bürste vorsichtig durch die Haare und beginnen Sie dabei immer an den Spitzen.
  • Verteilen Sie vor dem Föhnen und Stylen immer einen Hitzeschutz im Haar. Zu hohe Temperaturen können sonst die Struktur schädigen und Haarbruch fördern.

Spezielle Produkte gegen Haarbruch

Es gibt eine Reihe von Produkten, die speziell entwickelt wurden, um Haarbruch zu reduzieren und das Haar zu stärken:

  • Olaplex: Olaplex dient dem Aufbau, der Reparatur und der Pflege von strukturgeschädigtem Haar und ist besonders für coloriertes, blondiertes oder überstrapaziertes Haar geeignet.
  • Kérastase Genesis: Diese Haarpflegeserie stoppt Haarbruch und Haarausfall. Die Inhaltsstoffe Edelweiß, Ingwer und Aminexil verbessern die Haargesundheit und verringern Haarbruch nachweislich um 65,9%.
  • K18 Haarmaske: Diese biomimetische Haarmaske repariert das Haar gänzlich. Der Wirkstoff K18 Peptid dringt in das Haarinnere ein, kopiert die gesunde Haarstruktur und füllt Aminosäuren auf.
  • Wellaplex: Ein professionelles Reparatursystem, das die Haargesundheit langanhaltend verbessert.
  • Fibreplex & Color Enablers von Schwarzkopf Professional: Schützt das Haar während und nach dem Färben und Blondieren und sorgt für eine dauerhaft gesunde Haarstruktur.
  • Goldwell Sun Reflects: Bietet Schutz für sonnengestresstes Haar und baut gleichzeitig die Haarstruktur wieder auf.
  • KMS Moistrepair: Gleichen den Feuchtigkeitshaushalt im Haar aus und bilden somit einen natürlichen Schutz, der spröde Stellen und Haarbruch verhindert.

Haarbruch oder neues Haarwachstum?

Nach einer Phase des Haarausfalls oder nach einer intensiven Haarbehandlung kleine, feine Härchen entdeckt? Die Unterscheidung zwischen neuen, gesunden Haaren und abgebrochenen Strähnen ist essentiell, denn während erstere auf Regeneration und Erholung der Haarfollikel hindeuten, deuten letztere häufig auf Schädigungen hin. Nachwachsende Haare zu erkennen erfordert ein geschultes Auge und Wissen über die charakteristischen Merkmale neuer Haarsträhnen.

  • Spitze Haarenden: Während abgebrochene Haarsträhnen häufig stumpf und ausgefranst sind, haben nachwachsende Haare spitze, konisch zulaufende Enden.
  • Gleichmäßiges Wachstumsmuster: Sie wachsen in einem harmonischen, regelmäßigen Muster - im Gegensatz zu unregelmäßig auftretendem Haarbruch, der meist an belasteten Stellen zu finden ist.
  • Weiche, zarte Textur: Nachwachsende Haare fühlen sich in der Regel weicher und feiner an als die bereits länger vorhandenen Haare, da sie noch nicht durch Umweltfaktoren oder Styling belastet wurden.
  • Unterschiedliche Färbung: Da neue Haare noch nicht durch Sonne oder chemische Produkte verändert wurden, können sie heller wirken - oder in bestimmten Fällen sogar intensiver pigmentiert sein.

So finden Sie heraus, ob Ihr Haarausfall behandelt werden sollte

  • Führen Sie einen Haarkalender und zählen Sie zwei Wochen lang jeden Tag die ausgegangenen Haare, um einen Durchschnitt zu ermitteln. Übrigens:Bei jeder Haarwäsche gehen meist mehr Haare verloren als beim bloßen Kämmen.
  • Bei echtem Haarausfall (lat. Apolecia) sind lichtere Stellen auf der Kopfhaut erkennbar und der überdurchschnittliche Haarverlust hält über einen längeren Zeitraum an.

Tabelle: Ursachen und Gegenmaßnahmen bei Haarbruch

Ursache Gegenmaßnahmen
Mechanische Belastungen (Kämmen, Bürsten) Hochwertige Bürsten mit Naturborsten verwenden, sanft kämmen
Chemische Einflüsse (Färben, Blondieren) Schonende Tönungen verwenden, Friseur nach schonenden Methoden fragen
Übermäßige Hitze (Föhnen, Glätten) Haartrockner, Glätteisen und Lockenstäbe nicht zu heiß einstellen
Seelischer Stress Stress vermeiden oder für ausreichend Erholung sorgen
Falsche Ernährung Wertvolle Vitamine, Mineralien und Spurenelemente zu sich nehmen

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