Wie man sich richtig intim rasiert: Eine umfassende Anleitung für glatte Haut

Weich, geschmeidig, haarlos - so fühlt sich die Haut nach einer Intimrasur an. Der Trend zur haarlosen Vulva ist nicht neu: Schon im alten Ägypten war die Intimrasur für Frauen wie auch für Männer beliebt. Das hat rein ästhetische Gründe. Manche finden eine rasierte Haut einfach schöner und fühlen sich attraktiver damit. Auch im Sommer, wenn am Badeanzug nichts herausschauen soll, bietet sich eine Intimrasur im Bikinibereich an.

Mit den richtigen Produkten und Tools geht die Rasur einfach von der Hand und hinterlässt eine geschmeidige Haut ohne Spannungsgefühle, Rasurpickel und Irritationen. Alles, was du dazu brauchst, sind drei Produkte:

  1. Ein Rasierschaum oder -gel bereitet Haut und Haare für die Rasur vor.
  2. Mit einem Rasierer entfernst du dein Schamhaar in Minutenschnelle.
  3. Ein Aftershave für den Intimbereich pflegt die Haut im Anschluss und macht sie seidig weich.

Doch wie gelingt eine schonende Intimrasur, und welche Produkte sind dafür am besten geeignet? Dieser Artikel bietet eine detaillierte Anleitung und wertvolle Tipps, um Irritationen, Rasierpickel und eingewachsene Haare zu vermeiden.

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Was macht eine schonende Intimrasur aus?

Sensible Haut kann allerdings schnell irritiert auf eine Rasur reagieren. Das liegt zum einen daran, dass häufiges und schnelles Rasieren die empfindliche Partie strapaziert. Damit deine Intimrasur so schonend wie möglich ist, sind drei Punkte besonders wichtig:

  • Zunächst brauchen Haut und Haar eine gute Vorbereitung durch ein Bad oder Pflegeprodukte wie Rasierschaum oder -gel. Sie machen unter anderem die Härchen weich, wodurch sie leichter gekappt werden.
  • Eine behutsame Rasur-Technik, bei der du nur einmal über dieselbe Stelle fährst, schont deine Haut. Das klappt am besten mit scharfen Klingen.
  • Direkt im Anschluss, aber auch an den Tagen danach, gönnst du dem frisch rasierten Bereich eine regenerierende Pflege.

Grundsätzlich ist aber ein natürlich gehaltener Intimbereich ebenso hygienisch wie ein unbehaarter.

Die richtigen Produkte für eine seidig glatte Haut

Welchen Rasierer du nimmst, hängt von deinen Vorlieben ab. Einen Nassrasierer kannst du einfach unter der Dusche oder in der Badewanne benutzen. Wichtig hierbei ist eine scharfe Klinge. Wechsle sie deshalb alle zwei bis drei Wochen. Eine stumpfe Klinge reißt eher an den Härchen, anstatt sie sauber zu kappen. Das ziept und strapaziert die Haut. Bist du mit dem Nassrasierer fertig, spülst du ihn gründlich mit heißem Wasser ab und entfernst Haarreste und Rückstände. Verstaue die Klinge dann an einem trockenen Ort.

Einen elektrischen Rasierer nutzt du üblicherweise im Trockenen. Manche Modelle können aber auch nass verwendet werden. Ganz gleich, ob trocken oder nass: Mit einem elektrischen Rasierer kannst du je nach Aufsatz die Haare in deinem Intimbereich auch nur trimmen, anstatt sie komplett zu rasieren.

Da der Nassrasierer direkt auf der Haut aufliegt, sind Rasuren mit ihm besonders gründlich. Bei einem Elektro-Rasierer trennt ein dünnes, perforiertes Metallblatt die Schneidmesser von der Haut. Dadurch liegt er nicht direkt auf und die Härchen werden etwas weiter oben gekappt.

Hast du dich für einen Nassrasierer entschieden, trägst du vor der Rasur noch einen Rasierschaum oder ein -gel auf. Es macht die Härchen weicher und lässt die Klinge sanft über deine Haut gleiten. Dadurch schützt du sie vor möglichen Schnitten und erzielst ein glatteres Ergebnis. Alternativ kannst du auch zu Rasiercremes oder -seifen greifen.

Nach der Rasur pflegst du die Haut mit einem milden Aftershave, das für den Intimbereich geeignet ist. Diese Körperstelle ist besonders empfindlich und braucht daher eine extra sanfte Pflege. Deswegen nutzt du am besten ein Aftershave ohne Duftstoffe. Inhaltsstoffe wie Propolis oder Panthenol beruhige n die durch das Rasieren strapazierte Haut und wirken zudem anti-inflammatorisch. Das heißt, sie wirken Entzündungen und Pickeln aktiv entgegen. Phospholipide stabilisiere n die Hautbarriere und helfen dabei, die oberste Hautschicht zu regenerieren.

Step by Step zu einem glatt rasierten Intimbereich

Du hast den Rasierer deiner Wahl? Dann kann es auch schon losgehen. Wichtig: Nimm dir Zeit! Hast du Zeitdruck, hetzt du dich und die Gefahr von Schnitten und späteren Rasurpickeln steigt.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Wasche zunächst deinen Intimbereich, sodass mögliche Schweiß- oder Lotionrückstände vollständig abgewaschen sind. Das macht sowohl Haut als auch Haar weicher und erleichtert die Rasur. Nutzt du einen elektrischen Rasierer, trocknest du den Bereich gut ab.
  2. Nimm nun eine Stellung ein, die für dich bequem ist. Das kann im Stehen, aber auch im Sitzen sein. Probiere einfach aus, welche Position du angenehm findest.
  3. Setze den Rasierer an und gehe dann von oben nach unten vor. Dabei streichst du den Rasierer ohne Druck in Haarwuchsrichtung. Dadurch beugst du Rötungen und Rasierpickeln im Intimbereich vor. Alternativ rasierst du gegen die Wuchsrichtung. Das hinterlässt ein glatteres Ergebnis, strapaziert die Haut aber auch mehr.
  4. Hast du einen Nassrasierer, wäschst du diesen nach jedem Strich aus. So stellst du sicher, dass er scharf bleibt und gründlich rasiert.
  5. Hast du alle gewünschten Haare entfernt, spülst du die Haut kalt ab. Das kalte Wasser lässt die Haut zusammenziehen und verhindert so, dass Bakterien in die Haut eindringen und für Entzündungen sorgen. Außerdem kühlt und beruhigt es deine Haut.
  6. Im Anschluss tupfst du sie sanft trocken.

Tipp: Für eine extra schonende Rasur kombinierst du elektrischen und Nassrasierer. Dazu fängst du mit dem Elektro-Rasierer an und stutzt die Härchen auf ein bis zwei Millimeter Länge. Die gekürzten Haare rasiert du nass nach.

Nach der Rasur gönnst du deiner Haut eine Portion Pflege. Creme sie mit einer milden Aftershave-Lotion ein. Sie spendet Feuchtigkeit und beruhigt gereizte Hautpartien.

Tägliche Pflege für eine gesunde Haut

Durch die Rasur wird die Hornschicht, also die Schutzbarriere deiner Haut, gestört. Feuchtigkeit entweicht dadurch beispielsweise wesentlich schneller und ein trockenes Spannungsgefühl entsteht. Um deine Haut dabei zu unterstützen, die Barriere erneut aufzubauen, benutzt du eine tägliche Pflege wie ein beruhigendes Aftershave oder Gel.

  • Luftige Unterwäsche: Trage lockere Baumwoll-Unterwäsche, anstatt enger Spitzen-Höschen aus Polyester. Luftige Wäsche aus natürlichen Fasern lässt Luft zirkulieren und saugt zudem Schweiß zuverlässig auf.
  • Regelmäßige Auszeit: Auch wenn die Haare im Intimbereich mitunter sehr schnell nachwachsen: Rasiere dich nicht jeden Tag und gib deiner Haut die nötige Regenerationszeit. Am besten lässt du mindestens zwei Tage zwischen den Rasuren.
  • Schweiß und Reibung vermeiden: Schweißtreibende Aktivitäten sind direkt im Anschluss an deine Rasur tabu - das gilt für Sport, aber auch für intime Stunden.

Alternative Methoden zur Haarentfernung im Intimbereich

Neben der Rasur gibt es noch einige andere Methoden, die für den Intimbereich infrage kommen:

  • Waxing: Warmes Wachs wird in Haarwuchsrichtung auf die Haut aufgetragen und ruckartig entgegen dem Haarwuchs wieder abgezogen. Dadurch wird das Haar mitsamt der Wurzel entfernt und du genießt eine bis zu vier Wochen glatte Haut.
  • Sugaring: Eine Zuckerpaste wird entgegen der Haarwuchsrichtung aufgetragen und mit ihr wieder abgezogen. Das Schamhaar wird mit der Wurzel entfernt und bleibt bis zu vier Wochen weg.
  • Epilieren: Ein Epilierer entfernt die Haare mittels sich drehender Pinzetten mitsamt der Haarwurzel. Auch hier brauchen die Härchen bis zu vier Wochen, um wieder nachzuwachsen.

Intimrasur: Vor- und Nachteile im Überblick

Kim Kardashian hat einen eigenen Intim-Stylisten, der sich um ihre Intimzone inklusive Make-up kümmert. Sogar einer Laserbehandlung mit dem “Morpheus 8” soll sie sich in ihrem Intimbereich unterzogen haben. Und Schauspielerin Kate Winslet soll für ihre Rolle in “Der Vorleser” ein Schamhaar-Toupet getragen haben, da sie selbst nach jahrelangem Waxing nicht mehr über die Grundvoraussetzungen für die haarigen Nacktaufnahmen verfügte.

Trotz trendiger Haarentfernungsmethoden wie Sugaring, Lasern und Waxing greifen die meisten Frauen noch immer zum Rasierer. Laut einer in der “Gesellschaft für Konsumforschung” veröffentlichten Studie bevorzugen 70 Prozent der Damen eine Nassrasur.

Hier eine Übersicht über die Vor- und Nachteile der Intimrasur:

Vorteile der Intimrasur Nachteile der Intimrasur
Schnelle und kostengünstige Haarentfernung zu Hause Haare wachsen schnell nach (ca. 2 Tage)
Ästhetisch ansprechend für viele Risiko von Schnittverletzungen
Angenehmerer Geruch der Geschlechtsteile (subjektiv) Hautirritationen, Pickel, Brennen, Entzündungen, eingewachsene Haare
Gefühlsintensiverer Sex (subjektiv) Eintrittsstelle für Krankheitserreger bei Rasurverletzungen

Die 3 besten Tipps für die perfekte Intimrasur

  1. Tipps gegen Pickel und Rötungen: Wer zu Irritationen neigt, der sollte seinen Intimbereich nach der Rasur unbedingt pflegen. Reste von Rasierschaum oder Rasiergel direkt nach der Rasur mit kaltem Wasser abspülen, damit sich die Poren wieder schließen und Bakterien keine Chance haben, über Schnittwunden in den Körper einzudringen. Spezielle Pflege, z.B. Aloe-vera-Gel, sorgt nach der Intimrasur dafür, dass sich die strapazierte Haut beruhigt, keine Schwellungen oder Rötungen entstehen und die enthaarten Stellen geschmeidig bleiben.
  2. Tipps gegen eingewachsene Haare: Gegen eingewachsene Haare helfen insbesondere Peelingcremes. Ein regelmäßiges Peeling (der äußeren Schamlippen!) ist auch eine gute Möglichkeit, um eingewachsenen Haaren und daraus entstehenden Entzündungen vorzubeugen. Tritt ein Furunkel oder Ekzem auf, nimm bitte Kontakt zu deinem Arzt bzw. deiner Ärztin auf.
  3. Die richtige Unterwäsche: Nach der Rasur solltest du nicht direkt Unterwäsche anziehen, sondern die Haut an der Luft regenerieren lassen. Das geht am besten nachts. Tagsüber helfen lockere, luftig geschnittene Pantys aus Baumwolle gegen Reizungen.

Mit diesen Tipps und Tricks steht einer seidig glatten Intimrasur nichts mehr im Wege!

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