Das Rasieren zählt für viele Männer wie das Zähneputzen zur täglichen Körperpflege dazu. Durchschnittlich verbringt ein Mann rund 3350 Stunden seines Lebens damit, sich zu rasieren. Jeder dritte rasiert sich davon täglich, ein weiteres Drittel greift zumindest zwei- bis dreimal pro Woche zum Rasierer.
Egal, ob Nass- oder Trockenrasur - bei beiden Methoden ist sowohl eine Vor- als auch Nachbehandlung notwendig. Rund 58 Prozent der Männer bevorzugen die Nassrasur. Obgleich sie sehr gründlich ist, nimmt sie jedoch viel Zeit in Anspruch.
Um eine schonende Rasur zu erzielen und der Klinge weniger Widerstand zu bieten, müssen die Haare weich gemacht werden, weshalb eine Nassrasur immer nach einer warmen Dusche zu empfehlen ist. Rasieröl, -creme, -schaum oder -gel weichen Bartstoppeln auf. Bei besonders empfindlicher Haut ist ein Rasieröl ratsam, welches in die feuchte Haut einmassiert wird. Das Öl stellt die Bartstoppeln auf und macht sie zusätzlich geschmeidig. Männer, die kein Rasieröl verwenden, sondern auf Rasiercreme, -schaum oder -gel zurückgreifen, sollten das jeweilige Produkt einige Minuten einziehen lassen, um eine aufquellende Wirkung zu erzielen. Erst danach sollte mit der eigentlichen Rasur begonnen werden.
Am besten ist es, die Haut beim Rasieren mit der Hand zu spannen und die Klinge sanft und ohne Druck in Haarwuchsrichtung gleiten zu lassen. Bei starkem Bartwuchs zusätzlich gegen den Strich rasieren. Bei sehr starkem Bartwuchs ist ein weiterer Gang gegen den Strich zu empfehlen. Diese Technik erfordert etwas Übung, da die Haut gestrafft werden muss. Zwar ist eine Rasur gegen den Haarwuchs gründlicher, sie kann aber auch zu einer schnelleren Hautirritation führen. Wurden die Bartstoppeln entfernt, sollten Schaumreste mit kühlem Wasser abgespült werden, da sich die Poren so besonders gut schließen.
Von der Trockenrasur sind rund 42 Prozent aller Männer überzeugt, denn sie erfolgt schneller und hautschonender als die nasse Variante. Bei der Trockenrasur werden die Haare jedoch nicht geschnitten, sondern nur an der Hautoberfläche abgehobelt, die Rasur erfolgt also nicht so gründlich und man sieht die Stoppeln schneller.
Vor der Rasur sollte außerdem ein so genanntes Pre-Shave aufgetragen werden. Dieses richtet die Barthaare auf und enthält zudem noch antiseptische Wirkstoffe zum Schutz vor Entzündungen.
Unabhängig von Nass- oder Trockenrasur empfiehlt sich bei beiden Methoden eine anschließende Pflege. Die Haut ist gereizt und muss nun mit Produkten beruhigt werden, die auf die speziellen Bedürfnisse abgestimmt sind. Bei einer Nassrasur sollte unbedingt auf Produkte mit Alkoholgehalt verzichtet werden. Diese trocknen nämlich die Haut aus und brennen auf den frisch rasierten Stellen. Jedoch beansprucht auch die Benutzung eines Elektrorasierers die Haut, weswegen diese mit pflegenden Essenzen angereichert werden sollte.
Ein schonender Balsam ohne Alkohol, aber mit pflegenden Inhaltsstoffen wie Aloe oder Glyzerin ist hingegen bei empfindlicher Haut zu empfehlen. Bei normaler Haut pflegen und beruhigen fettfreie Fluide am besten.
Eingewachsene Barthaare können sehr unangenehm und schmerzhaft sein. Diese entstehen aufgrund eines erblich bedingten flachen Wuchswinkels. Hierbei treten die Haare schräg aus der Haut aus und wachsen in unmittelbarer Umgebung wieder ein. Um eingewachsene Haare zu vermeiden, ist es ratsam, diese nicht zu kurz zu rasieren, unabhängig davon, ob nass oder trocken rasiert wird. Sollte sich die betroffene Stelle entzünden, ist ein Hautarzt zu empfehlen.
Rasurbrand tritt häufig dann auf, wenn nach einer Nass- oder Trockenrasur die falschen oder gar keine Hautpflegeprodukte verwendet wurden. Dabei entsteht ein Brennen und Jucken der Haut, die zudem Rötungen und Reizungen aufweist. Oft geht Rasurbrand mit der Entstehung rötlicher Rasierpickel einher, die meist erst nach einigen Tagen wieder abklingen. Sollte sich das Hautbild binnen kurzer Zeit nicht bessern oder treten gar zusätzliche Entzündungen der Haarfollikel auf, ist ein Hautarzt aufzusuchen. Auf das Rasieren sollte in dieser Zeit verzichtet werden.
Die Gesichtsrasur ist ein Ritual, das für viele Männer zur morgendlichen Routine dazugehört. Wie oft eine Gesichtsrasur durchgeführt werden sollte, ist grundsätzlich von verschiedenen Faktoren abhängig. Zunächst ist das Gesicht natürlich die erste Visitenkarte und wohl kaum jemand findet es wahrscheinlich besonders anziehend, einem Yeti oder einem Struwwelpeter zu begegnen. Wir oft sich ein Mann rasieren soll, hängt von unterschiedlichen Faktorne, aber auch von den eigenen Vorlieben ab.
Manche Männer gönnen sich nur einmal die Woche eine Nassrasur. Ein weiterer Faktor, der bei der Bartpflege eine nicht unwesentliche Rolle spielt, ist die Hautgesundheit. Sind Sie eher ein Typ, dessen Haut sehr sensibel reagiert? Dann ist eine Nassrasur genau das Richtige für Sie. Beim Nassrasierer können sich die Klingen sehr gut anpassen und das Barthaar wird nah an der Oberfläche der Haut abgeschnitten, sodass eine tägliche Rasur meist auch nicht vonnöten ist. Beachten Sie zudem, dass regelmäßiges Rasieren unter Umständen zu Rötungen, Hautirritationen oder zu trockener Haut führen kann. Sollten Sie einen glattrasierten Look bevorzugen, so werden Sie sich wahrscheinlich jeden Tag rasieren müssen. Natürlich ist das Bartwachstum bei jedem unterschiedlich stark ausgeprägt, bei einer Rasur am Abend ist aber meist am nächsten Tag bereits wieder ein Bartschatten erkennbar.
Auch der kratzige Dreitagebart hat sein Image schon längst aufpoliert und viele Frauen finden ihn sogar sehr anziehend. Wie der Name schon verrät, wird er nur etwa alle drei Tage rasiert, was den Vorteil hat, dass die Haut weniger Strapazen ausgesetzt ist. Es gibt aber natürlich auch Männer, die sich nur einmal pro Woche eine Rasur gönnen. Unbedingt empfehlenswert ist das allerdings nicht.
Und wie sieht es mit Vollbart-Trägern aus? Wie oft sich ein Mann rasiert, hängt also sehr stark von den eigenen Vorlieben ab. Manche bevorzugen ein glattes Gesicht, andere die Vollbart-Variante oder einen Dreitagebart. Grundsätzlich sollte man sich mit seinem Bart-Favoriten vor allem wohlfühlen und natürlich sollte dieser gepflegt aussehen.
Jede Bartfrisur bzw. jeder Bartstyle benötigt eine individuelle Pflegeroutine, damit die Frisur den gewünschten Look behält. Was ist bei den einzelnen Varianten zu beachten, um eine perfekte Bartrasur durchzuführen?
Beim Vollbart rasieren kannst Du Dir normalerweise ganz entspannt 3-4 Wochen Zeit lassen, bevor Du zu Schere oder Rasiergerät greifst. In diesen Abständen kannst Du den Vollbart stutzen und in Form bringen. Dabei werden herausstehende Härchen und ungleichmäßig gewachsene Stellen korrigiert. Wünschst Du Dir jedoch darüber hinaus definierte Konturen oder soll der Vollbart nicht über das ganze Gesicht reichen, ist etwas mehr Aufwand nötig. Die Konturen schneidest Du am besten einmal in der Woche nach.
Bei einem Schnurrbart bleiben nur die Barthaare über der Oberlippe stehen. Alle anderen Bereiche des Gesichts werden täglich oder im Abstand von zwei Tagen glattrasiert. Den Schnurrbart selbst solltest Du alle 2-3 Wochen stutzen und so in Form bringen. Falls Du etwas weniger Aufwand betreiben möchtest, lässt sich ein Schnurrbart ausgezeichnet mit einem 3-Tage-Bart kombinieren.
Einen 3-Tage-Bart rasierst Du nie ganz ab. Er wird ungefähr einmal in der Woche mit einem elektrischen Bartschneider getrimmt. Dabei kannst Du die Bartlänge zwischen einem und 5 mm einstellen. Achte beim 3-Tage-Bart darauf, die Konturen sauber zu gestalten. So sieht dieser Look besonders gepflegt und stylisch aus.
Ein 5-Tage-Bart unterscheidet sich vom 3-Tage-Bart lediglich in der Länge der Barthaare. Er ist eine Zwischenstufe, bevor man den Bart Vollbart nennen würde. Die Haarlänge beträgt bei dieser Bartfrisur etwas mehr als 5 mm. Der 5-Tage-Bart wird am besten ebenfalls einmal in der Woche getrimmt und so in Form gebracht.
Beim Glattrasieren wird einfach das gesamte Gesicht rasiert, um alle Barthaare zu entfernen. Für die Glattrasur eignen sich sowohl Nassrasur als auch Trockenrasur. Achte dabei darauf, Haut und Haare sanft zu reinigen und mit geeigneter Rasiercreme auf die Rasur vorzubereiten. Im Anschluss wendest Du am besten ein pflegendes Aftershave an, um die Haut zu beruhigen und die Poren zu schließen.
Die Koteletten bieten Dir zahlreiche Möglichkeiten für einen individuellen Stil bei Deiner Bartfrisur. Du kannst sie kurzhalten wie einen 3-Tage-Bart, ihnen eine spezielle Form geben oder sie etwas länger wachsen lassen und damit einen Übergang zu einem Kinnbart oder Vollbart schaffen. Wichtig beim Koteletten rasieren ist eine saubere Kontur. Nutze dafür einen Kamm oder eine Bartschablone, damit Du die richtige Linie findest. Zum Konturen rasieren eignen sich sowohl ein elektrisches Rasiergerät als auch ein Nassrasierer.
Tipp: Achte beim Schneiden der Konturen immer darauf, möglichst symmetrisch zu arbeiten.
Dass Männer sich die Beine rasieren, ist nicht sehr geläufig. Wenn ein Mann zum Rasierer greift, wird schnell nach den Gründen gefragt. Das sind sie:
Dass sich auch Männer die Beine rasieren, ist nichts Neues und gehört für viele zur regelmäßigen Körperpflege. Lange galt es als Tabu, dass Männer sich die Beine rasieren, weil es gesellschaftlich als zu weiblich angesehen wurde. Im Jahr 2024 sollten aber alle Männer verstanden haben, dass sie sich ihr Selbstbewusstsein nicht einfach mit einem Rasierer entfernen können und ein paar Beinhaare nicht ihre Männlichkeit definiert.
Für Profis wie Cristiano Ronaldo gehört es zum Sportler-Alltag, dass die Beine glatt rasiert sind. Im Hochleistungssport ist es weitverbreitet, dass Männer sich die Beine rasieren und das aus den unterschiedlichsten Gründen. Bei Profi-Schwimmern kommt es auf Tausendstel-Sekunden im Becken an. Ein rasierter Körper hat nachweisbar weniger Widerstand im Wasser und viele Schwimmer bestätigen, dass sie ein besseres, intensiveres Wassergefühl bekommen.
Bei diesen Sportarten hat die Beinrasur einen medizinischen Hintergrund. Stürzt ein Radfahrer oder Fußballer, kommt es häufig zu Schürfwunden. Diese lassen sich viel besser reinigen, wenn keine Haare im Weg sind. Außerdem halten Tapes und Pflaster auf glatter Haut viel besser und lassen sich viel schmerzfreier entfernen.
Für fast alle Profi-Sportler gilt, dass sie häufig Massagen oder Physiotherapie bekommen. Glatte, unbehaarte Haut lässt sich besser und intensiver massieren und bearbeiten.
Ganz klare Antwort: Ja, auf jeden Fall. Auch Männer haben schöne Beine und das Recht, diese so zu zeigen, wie sie wollen. Viele Gym-Sportler greifen regelmäßig zum Rasierer, weil ein glattrasiertes Bein die hart erarbeitete Beinmuskulatur betont. Das gilt natürlich auch für den Rest deines Körpers, weshalb es nicht verwunderlich ist, dass sich Bodybuilder oft vom Hals abwärts komplett rasieren.
Eine ausgeprägte Beinmuskulatur ist ohne Haare besser sichtbar.
Ja, die bekanntesten Alternativen sind Waxen oder Epilieren. Von beiden Methoden erhältst du ein Ergebnis, das um einiges länger anhält, als bei einer Rasur, aber in der Anwendung um einiges schmerzhafter ist.
Unser Favorit, wenn es um ein lang anhaltendes Ergebnis geht, ist eine IPL-Behandlung (IPL steht für: Intense Pulsed Light). Bei diesem Verfahren wird ein Lichtstrahl auf die Haarfollikel konzentriert, wodurch diese erhitzt werden und das Nachwachsen der Haare verhindert wird. Je nach Haut- und Haartyp hast du nach ein paar Anwendungen bis zu 12 Monaten glatte Haut.
Wichtig: IPL kann nicht bei jedem Hauttyp angewendet werden. In der Regel nur bei hellen bis mittelbraunen Hauttypen und bei natürlich blondem bis dunkelbraunem/schwarzem Haar. Je größer der Unterschied zwischen Haut- und Haarton, umso einfacher lässt sich ein gutes Ergebnis erzielen.
Leider ja. Viele empfinden es als sehr unangenehm, wenn die Haare nachwachsen und die kleinen Stoppel am Hosenbein reiben. Deshalb greifen manche Männer in den Wintermonaten eher nicht zum Rasierer.
Ein weiterer Nachteil, den bestimmt viele Männer von der Gesichtsrasur kennen, sind eingewachsene Haare. Dies kann die bei Beinhaaren natürlich auch passieren und um das zu vermeiden, ist eine gute Pflege und regelmäßiges Peeling wichtig.
Rasierte Männer-Beine sind kein Trend, sondern reine Geschmacksache oder ein sportlich-medizinischer Vorteil.
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