„Ist eine Haartransplantation schmerzhaft?“ - diese Frage beschäftigt viele, die über diese Behandlung von Haarausfall nachdenken. Die Frage ist berechtigt, denn die Kopfhaut gehört zu den empfindlichsten Stellen am Körper. Dank lokaler Anästhesie und postoperativer Schmerzmittel ist eine Haartransplantation jedoch in der Regel nicht schmerzhaft.
In diesem Artikel werden wir uns das Schmerzempfinden während und nach einer Haartransplantation genauer ansehen, die verschiedenen Betäubungsmethoden beleuchten und Ihnen wertvolle Informationen für eine erfolgreiche Heilung mit auf den Weg geben.
Vor Beginn des Eingriffs wird die Kopfhaut in der Regel mit einer Lokalanästhesie betäubt. Dies hilft, die Schmerzen während der eigentlichen Transplantation zu minimieren. Die örtliche Betäubung verhindert zwar erhebliche Schmerzen, aber einige Personen können während des Eingriffs dennoch ein leichtes Unbehagen, Druck- oder Ziehgefühl verspüren.
Um zu verstehen, wo es während eines Eingriffs zu Unannehmlichkeiten kommen kann, müssen wir uns die beiden verschiedenen Verfahren der Haartransplantation ansehen: FUT und FUE.
Bedenken Sie bitte auch, dass Sie zur Entnahme der Haar bei beiden Verfahren längere Zeit auf dem Bauch liegen müssen. Ihre Kopfhaut wird mit eine Lokalanästhesie betäubt, um die Entnahme und das Verpflanzen der Haartransplantate für Sie so angenehm wie möglich zu machen.
Nach dem Eingriff können bei einigen Patienten leichte Schmerzen oder Unwohlsein im Spender- und Empfängerbereich der Kopfhaut auftreten. Diese Beschwerden lassen sich häufig mit rezeptfreien Schmerzmitteln behandeln und klingen in der Regel innerhalb weniger Tage ab.
Der Genesungsprozess nach der Haar-OP kann bei jedem Patienten unterschiedlich verlaufen. Manche Menschen empfinden nur minimale Beschwerden, während die Genesung bei anderen etwas schwieriger sein kann. Die Kopfhaut kann empfindlich sein, und es kann zu Schwellungen, Schorfbildung und Juckreiz an den behandelten Stellen kommen.
Für manche Patienten ist weniger die Haartransplantation an sich das Problem, vielmehr ergeben sich bei Ihnen bereits aus der örtliche Betäubung der Kopfhaut ernste Schwierigkeiten. Denn sie sind sehr empfindlich und empfinden jegliche Injektionen - vor allem in die besonders sensitive Kopfhaut - als schmerzhaft.
Um Ihnen als Patientin oder Patient der KÖ-HAIR Klinik die Haartransplantation samt Betäubung so angenehm und schmerzarm wie möglich zu gestalten, bieten wir auf Wunsch als eine der wenigen Haarfachkliniken auch eine leichte Sedierung vor der lokalen Anästhesie an. Wir versetzen Sie damit in einen leichten Dämmerschlaf, um schmerzfrei die Lokalanästhesie der Kopfhaut durchzuführen. Sobald die örtliche Betäubung gesetzt ist, werden Sie wieder geweckt und wir fahren mit dem regulären Ablauf der Haartransplantation durch.
Für einen reibungslosen Ablauf der schmerzfreien Lokalanästhesie in leichtem Dämmerschlaf sollten Sie 10 Stunden vorher nichts mehr essen, keinen Alkohol, Kaffee oder Tee trinken und nur wenig Flüssigkeit zu sich nehmen. Auf Nikotin sollten Sie in der Woche vor Ihrer Haar-OP generell verzichten sowie keine Medikamente und Präparate mehr einnehmen.
Schwellungen nach einer Haartransplantation treten relativ häufig auf. Es handelt sich hierbei um eine natürliche Reaktion des Organismus. Besonders oft tritt die Schwellung im Bereich des Hinterkopfs auf. Denn von dieser Stelle werden dem Patienten die Spenderhaare entnommen. Eine Schwellung kann aber auch an den Transplantationsbereichen auftreten.
Ein weiterer Grund, weshalb es nach der Haartransplantation zu starken Schwellungen im Gesicht kommt, ist die Betäubung. Der Experte spritzt Ihnen dafür ein Lokalanästhetikum in Ihre Kopfhaut. Allerdings ist die Betäubungsflüssigkeit kurz nach dem Eingriff noch immer im Gewebe vorhanden. Dies äußert sich durch das Anschwellen desselben.
Was Sie tun können, um Schwellungen zu reduzieren:
Nicht nur der Empfängerbereich, sondern auch der Donor-Bereich muss nach der Eigenhaarverpflanzung intensiv gepflegt werden. 48 Stunden nach dem Eingriff wird sowohl der Empfänger- als auch der Spenderbereich mit einer speziellen Lotion eingerieben. Sie muss eine gewisse Zeit einwirken. Im Anschluss wird die Lotion vorsichtig mit lauwarmem Wasser ausgespült. Die Lotion macht die Haut geschmeidig und lässt die Krusten leichter abheilen.
Mit einem PH neutralem Shampoo oder Babyshampoo sollte der Spenderbereich täglich einmal gewaschen werden - bis alles Wundkrusten nach ca. In den ersten 1-2 Nächten kann es in der Entnahmezone etwas nachbluten. Daher wird dieser Bereich nach der OP verbunden. Am nächsten Tag wird der Verband in der Klinik abgenommen und die Mikrowunden verheilen an der Luft innerhalb weniger Tage.
Im Rahmen der Haartransplantation Vorbereitung ist es besonders wichtig, schon mindestens zwei Wochen vor dem Eingriff auf Zigaretten und Alkohol zu verzichten. Es wird dringend empfohlen, nach der Haartransplantation mindestens zwei bis vier Wochen lang nicht zu rauchen, um den Heilungsprozess nicht zu beeinträchtigen.
Rauchen kann die Durchblutung der Kopfhaut verringern und die Sauerstoffversorgung der transplantierten Bereiche negativ beeinflussen, was zu schlechterer Heilung und möglicherweise zum Absterben der Follikel führen kann. Sie sollten ebenso mindestens zwei Wochen auf Alkohol verzichten. Alkoholgenuss führt zur Verdünnung des Bluts, was zu verstärkten Blutungen führen kann.
Auch wenn die FUE-Haarverpflanzung ein schonendes Verfahren ist, kann es zu Komplikationen bzw. Nebenwirkungen kommen. Das Entnahmeinstrument sticht in den Spenderbereich Mikrowunden. Durch das Trauma und den Schock einer Haar OP können in sehr seltenen Fällen auch die umliegenden Haare in Mitleidenschaft gezogen werden und ausfallen (Shockloss-Haarausfall nach Haartransplantation).
Wenn die Krusten im Spenderbereich zu früh entfernt werden, können Schmutz und damit auch Bakterien eindringen. Da der Entnahmezone sehr viele kleine Wunden zugefügt werden, bleibt natürlich anfängliche eine gewisse Rötung zurück. Je nach Hauttyp fällt diese unterschiedlich intensiv aus. Nach ca. 10-14 Tagen ist diese jedoch in den meisten Fällen nahezu komplett abgeklungen.
Einige Patienten berichten über ein unangenehmes Gefühl im Entnahmebereich in den ersten 1-2 Wochen nach der OP. Der Fachbegriff für dieses Phänomen ist „Hyperästhesie“. Hierbei handelt es sich um eine erhöhte Sensibilität der Kopfhaut bzw. eine Irritation des Nervengewebes. In den ersten Wochen und Monaten nach einer Haarverpflanzung kann es im Spenderareal zu Pickelbildung kommen. Dies ist in der Regel ein gutes Zeichen, da Haare durch die Haut dringen.
Bei jeder OP kann ein sehr kleiner Teil der Grafts nicht 100%ig intakt und gesund entnommen werden. Dies wird als „Transsektion“ bezeichnet.
In den allermeisten Fällen können wir Opfern einer misslungen Haartransplantation helfen und das Ergebnis sichtbar verbessern. Hier hängen die individuellen Erfolgsaussichten aber stets vom Einzelfall ab. Haarfollikel sind ein endliches Gut, sind sie einmal entnommen, wachsen sie nicht einfach nach. Allerdings gibt es die Möglichkeit andere Körperhaare als Transplantat zu nutzen (sog.
Am einfachsten zu korrigieren sind Haartransplantationen mit niedriger Anwuchsrate. Im Idealfall wurde dafür nicht die Streifenmethode mit starker Narbenbildung oder die aggressive Entnahme mittels FUE Methode verwendet. Dann sind ggf. noch genug Spenderhaare vorhanden, um eine Korrektur durchzuführen.
Besonders schwer zu korrigieren sind zwar gesunde transplantierte Haare, die aber optische Makel haben. Beachtet der Operateur die natürliche Haarlinie an der Stirn oder Wuchsrichtung der Haare nicht bei seiner Arbeit, entsteht ein unnatürliches Ergebnis. Der sogenannte Puppenkopfeffekt und falsche Wuchsrichtung der Haare verursachen einen hohen Korrekturaufwand.
Es gibt verschieden Anzeichen dafür, dass nach einer vermeintlich erfolgreichen Haartransplantation etwas nicht stimmt. Sie treten zu unterschiedlichen Zeiten nach dem Eingriff auf. Ein erster Hinweis sind oft starke Schmerzen nach der Transplantation. Sie sind ein Zeichen dafür, dass die Haare nicht auf schonende Art und Weise entnommen wurden. Ein weiteres eindeutiges Anzeichen für eine misslungene Eigenhaartransplantation ist, wenn die Stelle auch Monate nach dem Eingriff gerötet und kahl bleibt.
Nicht jede Haartransplantation ist entweder ein voller Erfolg oder ein absoluter Fehlschlag. Es gibt auch Fälle, bei denen die verpflanzten Follikel zwar anwachsen, die aber am Ende unnatürlich aussehen. Das kommt häufig bei Operateuren mit fehlender Erfahrung und Expertise vor. Bei einer Haartransplantation müssen sowohl die Verteilung der Haare auf dem Kopf als auch deren individuelle Stärke und Wuchsrichtung berücksichtigt werden. Passiert das nicht, wirkt das Ergebnis unnatürlich und künstlich.
Haartransplantationen gehören zu den anspruchsvollsten ästhetischen Eingriffen überhaupt. Eine große Klinikkette mit mehreren Standorten in Deutschland und auch in München musste dem Kläger 20.000 € Schmerzensgeld und Schadenersatz zahlen. Durch die unsachgemäße misslungene Operation in München verlor der Patient durch die Infektion annährend 2000 transplantierte Haarfollikel.
Auch die moderne FUE Methode, die vom Grundsatz eine Gewebe-schonende Entnahmetechnik darstellt, kann in den Händen von unqualifizierten Ärzten und vor allem nicht-ärztlichem Personal große Schäden am Spenderareal verursachen.
Ein weiterer Faktor für das Misslingen von Haartransplantationen kann fehlende oder falsche postoperative Pflege sein. Nach dem Eingriff sind die Haarfollikel an ihrer neuen Position außerordentlich empfindlich. Die häufig fehlenden ärztlichen Anweisungen zur postoperativen Pflege führen zur partiellen Zerstörung der sensiblen Transplantete.
Ganz wichtig ist die Entscheidung für eine moderne Transplantationsmethode, wie z.B. die FUE- oder die I-FUE Methode. Nur diese garantieren eine patientenschonende Behandlung. Zudem sollte die komplette Behandlung ausschließlich von ärztlich ausgebildetem Personal durchgeführt werden, welches neben fachlicher Kompetenz auch hohe hygienische Standards gewährleistet.
Gute Qualität hat auch in der Haartransplantation seinen Preis, weshalb auf Billiganbieter verzichtet werden sollte. Eine gute Informationsquelle ist das Internet. In unabhängigen Foren, wie z.B. Reza P. Reza P. Azar ist einer der Pioniere innovativer Haarausfallbehandlungen und der modernen Haarchirurgie. Seit 2008 leitet er das „Zentrum für moderne Haartransplantation", in dem er als Haarchirurg und Experte für Haarausfalldiagnosen, -therapien und -behandlungen tätig ist. Durch Forschungsarbeiten und ständige Weiterentwicklungen prägt er die Entwicklungen der modernen Haarchirurgie. Die Erfolgsraten bei Haarausfallbehandlungen liegen bei über 90%.
Falls Sie sich für eine Haartransplantation interessieren, aber bisher aus Angst vor Schmerzen von diesem Eingriff Abstand genommen haben, konnten wir Ihnen bis hierher die Angst hoffentlich ein wenig nehmen. Wenn Sie sich weiter über die Möglichkeiten der Haar OP und weitere Behandlungsmöglichkeiten gegen Haarausfall informieren möchten, laden wir Sie gerne zu einem unverbindlichen Beratungsgespräch ein. Bei diesem Termin nehmen unsere Haarexperten Ihre Haarsituation in Augenschein, erläutern Ihnen die Behandlungsmöglichkeiten und gehen auf alle noch offenen Fragen ein.
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