Viele Menschen fragen sich, wie lange es dauert, bis die Haare nach einer Glatze wieder nachwachsen. Oftmals kursieren auch Mythen darüber, dass die Haare nach der Rasur dicker nachwachsen würden. In diesem Artikel gehen wir diesen Fragen auf den Grund und geben Ihnen alle wichtigen Informationen rund um das Thema Haarwachstum nach einer Glatze.
Unsere Großeltern glaubten oft an den Mythos, dass Haare nach der Rasur dicker nachwachsen. Doch was ist dran an dieser Annahme? Die Antwort ist: ein ganz klares Nein! Die Haare wachsen nach der Rasur nicht dicker nach, wie das Portal Gesundheit.de erklärt. Das sieht für uns nur so aus, weil wir mit der Rasur das Haar an einer dicken Stelle abschneiden und die relativ breite Schnittstelle bleibt.
Wächst das Haar nach, hat es logischerweise nach der Rasur keine Haarspitze mehr und schiebt stattdessen die Schnittstelle an vorderster Stelle nach. Wachsen nach ein paar Tagen die ersten Haarstoppel nach, könnte man tatsächlich glauben, die Haare seien dicker als zuvor. Auch an der Haardichte und an der Haarfarbe ändert sich nach einer Rasur ebenso nichts. Genauso, wie das Haar nach der Rasur dicker erscheinen kann, kann es auch dunkler und dichter aussehen. Auch hier greift wieder die optische Täuschung durch die nachwachsende Breite der Schnittstelle.
Auch an der Wachstumsgeschwindigkeit ändert sich bei den Haaren nach einer Rasur nichts. Im Übrigen wird das Wachsen der Haare von deinen Genen gesteuert. Haare von Asiaten wachsen in der Regel am schnellsten.
Gianni Di Franca, Redken-Stylist mit eigenem Salon in München, erklärt: „Ob Haare wieder nachwachsen, hängt alleine von den Genen ab. Manche Männer verlieren ihr Haar schon mit 20 Jahren, manche mit 40 und manche bekommen nie eine Glatze. Mit einer Rasur hat das nichts zu tun.“
Anders sieht es aus, wenn Haare mit einer Pinzette ausgezupft werden. Hier wird das Haar mit der Wurzel entfernt und es kann zu einem veränderten Haarwuchs kommen.
Die Antwort auf die Frage, wie schnell Haare wachsen, lässt sich nicht pauschal beantworten. Denn das hängt vom Haartyp, dem Geschlecht, dem Alter sowie weiteren Einflussfaktoren ab. Das durchschnittliche Haarwachstum pro Tag liegt bei ca. 0,3 bis 0,5 Millimeter täglich. Im Normalfall legt ein Haar pro Monat rund 1 bis 1,5 Zentimeter zu. Das ist zwar keine Rekordgeschwindigkeit, aber ein biologisches Wunderwerk, auf das dein Haarstylist mit einer Mischung aus Ehrfurcht und Tatendrang blickt!
Spannend ist, dass das Wachstum bei jedem Menschen unterschiedlich ausfällt und von Faktoren wie Genetik, Pflege und Lebensstil abhängt.
Es gibt unzählige Mythen und Hausmittel, wie du dein Haar dazu bringen kannst, schneller zu sprießen. Doch was davon hilft wirklich?
Nach einer Glatze beginnt das Haar mit seinem normalen Wachstumstempo, also etwa 0,3 bis 0,5 Millimeter pro Tag. Keine Sorge - du wirst nicht ewig ohne Haarpracht herumlaufen! Gerade das erste Nachwachsen nach einer Rasur kann sich zwar langsam anfühlen, aber Geduld ist der Schlüssel.
Sorgen muss man sich hier aber auf keinen Fall machen, wie Gianni Di Franca bestätigt: „Es spricht nichts dagegen, sich auch im fortgeschrittenen Alter die Haare zu rasieren, wenn es zum Typ passt.” Anders sieht es bei Haarausfall aus.
Jeder Mensch hat etwa 90 000 bis 150 000 Haare auf dem Kopf. Davon verliert er täglich 60 bis 100. Es handelt sich um einen natürlichen Erneuerungsprozess, der vom Haarfollikel ausgeht. Dieser durchläuft regelmäßig einen dreiphasigen Zyklus. Der größte Teil der Haare befindet sich in der Wachstumsphase (Anagenphase). Hier wächst das Haar und braucht dazu ausreichend Nährstoffe. Das dauert in der Regel mehrere Jahre. In der Übergangsphase (Katagenphase) bekommt das Haar keine Nährstoffe mehr; nach der Ruhephase (Telogenphase) fällt es aus. Der Verlust von Haaren ist also völlig normal.
Sind es dauerhaft mehr als 100 Haare täglich, sprechen Mediziner von einem Effluvium. Ein solch akut gesteigerter Haarausfall führt aber nicht zwangsläufig zur Haarlosigkeit. Ein Verlust der Behaarung, eine sogenannte Alopezie, liegt erst vor, wenn es zu einer sichtbaren Lichtung kommt. Nicht zu verwechseln ist Haarverlust mit Haarbruch, bei dem Haare relativ weit oben am Ansatz abbrechen. Es bleiben kleine Stoppeln zurück.
Faktoren wie Haarmenge und -farbe, Dichte, Durchmesser und Länge werden grundsätzlich durch die Gene vorgegeben. Erbanlagen bedingen auch, dass Menschen mit genetischen Erkrankungen teilweise »andere« Haare haben. Ein Beispiel ist die Trisomie 21, die zu weichen glatten Haaren führt.
Prinzipiell kann Haarausfall viele Ursachen haben. Viele sind ungefährlich und erfordern keine medizinische Behandlung. Bei bettlägerigen Patienten oder Babys kann durch das ständige Liegen ein örtlicher Haarausfall am Hinterkopf auftreten. Nur bedingt beeinflussen lässt sich der altersabhängige Haarausfall, der früher oder später als natürlicher Prozess abläuft. Der altersabhängige Haarausfall zeigt sich meist erstmals im jüngeren Erwachsenenalter im Bereich der Stirnhöcker und am Scheitel und wird genetisch gesteuert.
Bei dieser androgenetischen Alopezie (Alopecia androgenetica, AGA) reagieren die Haarfollikel aufgrund einer erhöhten Anzahl an Rezeptoren für Testosteron und Dihydrotestosteron (DHT) besonders empfindlich auf die beiden Stoffe. Durch Einwirkung der Hormone verkürzt sich die Wachstumsphase und der gesamte Haarzyklus läuft beschleunigt ab. Die Haarfollikel verkleinern sich, ihre Funktion nimmt ab.
Zur Behandlung der androgenetischen Alopezie gibt es wirksame Medikamente wie das oral einzunehmende Finasterid sowie die äußerlich anzuwendenden Mittel Alfatradiol und Minoxidil (Tabelle 1). Minoxidil und Alfatradiol sind als Lösung (Minoxidil auch als Schaum) rezeptfrei in Apotheken erhältlich und sowohl für Frauen als auch für Männer geeignet. Minoxidil wirkt durch ein Zusammenspiel von Effekten wie einer Vergrößerung des Haarschaftdurchmessers und einer Verlängerung der Wachstumsphase. Frauen sollten eine zweiprozentige, Männer eine fünfprozentige Lösung zwei Mal täglich auftragen.
Wichtig für die Beratung: Zu Beginn der Anwendung kann auch eine Verschlechterung auftreten und die Zahl ausfallender Haare steigen. Nach zwei bis drei Monaten sollten erste Erfolge bemerkbar sein.
Auch Eisenmangel sowie ein Mangel an Biotin, B-Vitaminen, Zink oder Eiweiß stehen im Verdacht, Haarverlust zu verursachen (5).
Ein klassisches Beispiel für medikamentenbedingten Haarverlust ist die Chemotherapie. Zytostatika greifen gezielt sich schnell teilende Zellen an. Daher kann eine Therapie mit Zytostatika bewirken, dass alle Kopfhaare, die sich gerade in der stoffwechselaktiven Phase befinden, nach einer bis zwei Wochen in der Wurzel abbrechen.
Vier bis acht Wochen nach Ende der Chemotherapie wachsen die Haare in der Regel wieder nach, manchmal in einer anderen Farbe, manchmal auch dichter.
Apotheker können Frauen nicht nur über mögliche Nebenwirkungen der Chemotherapie aufklären, sondern ihnen auch helfen, sich auf den Haarverlust vorzubereiten. Es gibt mehrere Möglichkeiten, das kosmetische Problem zu kaschieren. Das kann zum Beispiel eine Perücke sein.
Neue Entwicklungen könnten es ermöglichen, massiven Haarverlust unter Chemotherapie künftig zu verhindern. Gute Ergebnisse erzielten Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) mit einer Methode der Kopfhautkühlung.
Wie der altersbedingte Haarausfall ist vermutlich auch die Neigung zum kreisrunden Haarausfall - zumindest teilweise - in den Genen angelegt, da dieser familiär gehäuft auftritt.
Eine ursächliche Therapie gibt es nicht. Der Arzt kann versuchen, mit entzündungshemmenden Mitteln, etwa Cortison-haltigem Haarwasser und systemisch wirksamen Corticoiden, die überschießende Immunreaktion des Körpers gegen die Haarfollikel zu stoppen.
Haarverlust kann in seltenen Fällen auch die Folge einer gestörten Impulskontrolle sein (14). Bei der Trichotillomanie reißen sich Betroffene vor allem unter Anspannung die eigenen Haare aus. Die Handlung wirkt auf sie entspannend und befriedigend.
Bei der Hypertrichose wachsen übermäßig lange, dicke oder dunkle Haare entweder lokal begrenzt oder am ganzen Körper. Während beide Geschlechter eine Hypertrichose entwickeln können, trifft Hirsutismus nur Frauen. Auffällig ist eine übermäßige, männlich geprägte Behaarung wie behaarte Brust und Bauch oder ein Damenbart.
Zur Diagnose untersucht der Dermatologe die Haarschäfte im Trichogramm (Haarwurzelstatusanalyse). Angesichts der vielen möglichen Ursachen sollte bei einem außergewöhnlich starken und länger anhaltenden Haarausfall ein Arzt, am besten ein Dermatologe, konsultiert werden.
Auch wenn Haarausfall an sich nicht gefährlich ist, verursacht er gerade bei Frauen einen immensen Leidensdruck. Sie sehen schöne gesunde Haare oft als Teil ihrer Weiblichkeit. Während bei jüngeren Männern eine absichtlich rasierte Glatze in der Regel sozial akzeptiert wird, wirft Haarlosigkeit bei Frauen meist nur unangenehme Fragen auf.
Mit diesem Haarwachstum-Rechner können Sie ganz einfach ermitteln, wie lange es dauert, bis Ihre Haare wieder eine bestimmte Länge erreicht haben.
In einem Jahr wachsen die Haare etwa 12-18 cm. Das entspricht ca. 1-1,5 cm pro Monat.
Um auszurechnen, wie lange es dauert, eine bestimmte Haarlänge zu erreichen, zieht man die jetzige von der gewünschten Länge ab und teilt das Ergebnis durch 12 bzw. 18 (also das Wachstum pro Jahr).
Wie schnell die Haare wachsen, hängt von verschiedenen Einflüssen wie Alter, Geschlecht und Haartyp ab.
Um zu berechnen, wie viele Jahre es dauert, bis man eine bestimmte Haarlänge erreicht hat, zieht man die jetzige von der gewünschten Länge ab und teilt das Ergebnis durch 12 bzw. 18. Teilt man stattdessen durch 1 bzw. 1,5, hat man die Dauer in Monaten errechnet.
Pro Tag wachsen Haare rund 0,03 bis 0,05 cm.
Wie lange es dauert, bis die gewünschte Haarlänge erreicht ist, ermittelt man mit folgenden Formeln:
\text{zu wachsende Haarlaenge}=\text{gewuenschte Haarlaenge}-\text{jetzige Haarlaenge}
Zuerst muss berechnet werden, wie viele cm die Haare noch wachsen sollen. Dazu zieht man von der gewünschten Haarlänge die jetzige Haarlänge ab.
\text{Dauer}=\frac{\text{zu wachsende Haarlaenge}}{\text{13 cm/Jahr}}
Man teilt das Ergebnis anschließend durch 12 oder 18, also die Anzahl der Zentimeter, die das Haar pro Jahr wächst. So kann man berechnen, wie viele Jahre es dauert, bis die gewünschte Haarlänge erreicht ist.
Beispiel: Die Haare sind 20 cm lang und sollen auf 40 cm wachsen:
(40 - 20) : 12 = 1,7 bzw. (40 - 20) : 18 = 1,1.
Es dauert also 1,1 bis 1,7 Jahre.
| Haarwachstum | Durchschnittliche Geschwindigkeit |
|---|---|
| Pro Tag | 0,03 - 0,05 cm |
| Pro Woche | 0,2 - 0,3 cm |
| Pro Monat | 1 - 1,5 cm |
| Pro Jahr | 12 - 18 cm |
Längere Haare bei Männern können richtig gut aussehen. Die Zeit zwischen Undercut und Langhaarfrisur ist allerdings herausfordernd. Wir zeigen dir, wie der Übergang gelingt und du immer gepflegt aussiehst.
Wer seine Haare wachsen lassen möchte, muss sie nicht unter einer Mütze oder einem Cap verstecken. Im Gegenteil: Sowohl die neue Wunschfrisur als auch die Übergangslösungen auf dem Weg dorthin können hervorragend aussehen. Bei pflegenden Formschnitten opferst du zwar jedes Mal ein paar Millimeter und erreichst dein Ziel möglicherweise etwas langsamer. Doch dafür siehst du gepflegt aus.
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