Wie lange überleben Nissen im Haar? Alles Wissenswerte über Kopfläuse

Auch in zivilisierten Gesellschaften gibt es noch Parasiten, die am Mensch leben. Täglich stecken sich zahlreiche Kinder, aber auch Erwachsene in Deutschland mit Kopfläusen an. Jeder kann Läuse (Lat: Pediculose) bekommen - egal wie gründlich die eigene Körperhygiene ist. Erschrecken und Unsicherheit sind trotzdem oft die ersten Gefühle, wenn ein Kind Kopfläuse zeigt; Läuse zu bekommen, ist keine Schande und kein Zeichen von Unsauberkeit.

Dieser Artikel soll folgende Ziele verfolgen:

  • Hinweise zum praktischen Vorgehen beim Kopflausbefall
  • Ordnung in die widersprüchlichen Ratschläge bringen, die Sie überall erhalten
  • Antworten auf die vielen Fragen, die oft selbst Experten nicht beantworten können

Kopfläuse und Nissen erkennen und richtig behandeln | NYDA® Läuse- und Nissenkamm

Was sind Kopfläuse?

Kopfläuse sind winzige Parasiten, die sich im Haar einnisten und sich von Blut aus der Kopfhaut ernähren. Ihre Bisse können jucken, und manche Menschen ekeln sich vor den Tierchen. Davon abgesehen sind sie aber harmlos. Sie übertragen auch keine Krankheiten. Ihre Eier kleben nahe der Kopfhaut an den Haaransätzen. Die neue Lausgeneration schlüpft etwa innerhalb einer Woche. Kopfläuse vermehren und verbreiten sich schnell. Als ungebetene Gäste sind sie oft in Kitas, Kindergärten und Schulen zu finden. Kopfläuse machen sich nicht unbedingt sofort bemerkbar. Kopfläuse finden sich vor allem bei Kindern.

Manche Menschen glauben, Kopfläuse seien eine Folge von schlechter Hygiene. Für die Läuse spielt es aber keine Rolle, ob die Haare sauber oder schmutzig sind, da sie sich von Blut ernähren. Kopfläuse kann sich also jede oder jeder einfangen. Mädchen stecken sich etwas häufiger an als Jungen. Vermutlich liegt das daran, dass Mädchen häufiger und länger „die Köpfe zusammenstecken“ als Jungen. Kopfläuse sind weit verbreitet, vor allem unter Kindern zwischen 3 und 12 Jahren. Fachleute schätzen, dass etwa 1 bis 3 % der Kinder betroffen sind. Genaue Zahlen gibt es für Deutschland allerdings nicht. In Kindergärten, Kindertagesstätten und Schulen kommt es immer wieder zu Ausbrüchen.

Um zu kontrollieren, ob das eigene Kind oder man selbst Kopfläuse hat, eignet sich ein spezieller Läusekamm mit besonders engen Zinken. Ein Arztbesuch ist dazu nicht nötig. Läusekämme sind in Apotheken, Drogerien oder Sanitätshäusern erhältlich. Am besten macht man die Haare zuerst nass und kämmt dann vom Haaransatz aus in Richtung Haarspitzen Strähne für Strähne mindestens zweimal sorgfältig durch. Bei langem, lockigem oder besonders dichtem Haar hilft es, vorher eine Haarspülung aufzutragen, damit der Kamm besser durch die Haare gleitet. Am besten streicht man den Kamm nach jeder Strähne auf Küchenpapier aus - so lassen sich Kopfläuse gut erkennen.

Eine ausgewachsene Kopflaus ist 2 bis 3 Millimeter groß. Ihr Körper ist flach, flügellos und hat eine graubraune Farbe. Kopfläuse können im Gegensatz zu Flöhen nicht springen. Mit ihren sechs Beinen können sich Kopfläuse aber sehr gut an menschlichen Haaren festhalten und an ihnen entlanglaufen. Da sie sehr klein sind, ist es schwer, sie in einem Büschel Haare zu finden. Noch nicht ausgewachsene Läuse entdeckt man leichter mit einer Lupe. Ihre Eier (Nissen) legen Kopfläuse meist im Schläfen- und Nackenbereich oder hinter den Ohren ab. Sie kleben fest an den Haaransätzen, meist mit einem Abstand von höchstens einem Zentimeter zur Kopfhaut. Manchmal werden andere Teilchen im Haar wie Schuppen oder Hautschorf mit Nissen verwechselt.

Wie werden Läuse übertragen?

Das "Lausen", d.h. Läuse werden von Mensch zu Mensch übertragen, und zwar fast immer bei direktem Kopfkontakt. Man schätzt, dass der Kontakt mindestens 30 Sekunden dauern muss, damit die Übertragung erfolgt. Wenn Kinder in einem Bett schlafen, wanden sie in der Nacht hin und her. Kopfläuse springen nicht - im Gegensatz zu Flöhen. Kopfläuse können jeden treffen - sie sind häufig in Kindergärten oder Schulen. Gefahr besteht dort, wo Köpfe nahe genug beeinander sind, Kämme oä gemeinsam benutzt werden oder Haare auf Gegenständen liegen (zB Kopfstützen in Schulbussen).

Sicher verhindern lassen sich Kopfläuse nicht. Wenn ein Kind Kopfläuse hat, lässt sich jedoch einiges tun, damit sie sich nicht weiterverbreiten. Übertragen werden sie fast immer über Haar-zu-Haar-Kontakt zwischen Kindern. Da Kopfläuse alle 4 bis 6 Stunden Blut saugen müssen, sind sie fern von der Kopfhaut in der Regel nicht lange überlebensfähig. Fällt eine Laus vom Kopf, ist sie sehr schnell geschwächt und überlebt bei Zimmertemperatur maximal 2 bis 3 Tage. Auch ihre Eier müssen sich nahe der Kopfhaut befinden, da die Jungtiere zum Schlüpfen warme Temperaturen benötigen. Daher ist eine Übertragung über Gegenstände unwahrscheinlich. Völlig ausschließen lässt sich das allerdings nicht - wer auf Nummer sicher gehen will, achtet darauf, dass Kinder zum Beispiel Mützen, Schals oder Bürsten nicht gemeinsam benutzen.

Die Frage, wie man sich mit Läusen anstecken kann, lässt sich recht einfach beantworten: durch direkten Haar-zu-Haar-Kontakt. Die kleinen Blutsauger sind weder in der Lage zu fliegen noch zu springen, können sich dafür mit ihren Klammerbeinen aber umso besser festhalten und sehr gut und schnell klettern. Stattdessen profitieren die Parasiten, wenn die Haare einer bereits von Läusen betroffenen Person direkt mit denen einer anderen in Berührung kommen. Die Läuse nutzen diese Einladung gerne und eine Ansteckung ist sehr wahrscheinlich. Mit mangelnder Hygiene hat eine Läuse-Ansteckung rein gar nichts zu tun - dabei handelt es sich nur um ein Gerücht. Den Insekten ist für die Übertragung jeder Kopf recht, ganz unabhängig von Farbe, Struktur und Zeitraum seit dem letzten Waschen.

Ursache für die Übertragung der Kopfläuse auf andere Menschen sind hauptsächlich Männchen auf der Suche nach einem paarungswilligen Weibchen. Die Läuse klettern natürlicherweise in die Deckhaare, sobald die Haarsträhnen in Bewegung geraten (beispielsweise beim Spielen). Eine Ansteckung mit jungen Läusen oder Eiern ist jedoch unmöglich: Erstere haben noch keine vollständig entwickelten Beine und sind deshalb nur unzureichend beweglich. Kopfläuse sind an die konstanten Bedingungen des menschlichen Kopfes (28-29 °C) angepasst. Kopfläuse sind auf den Menschen spezialisiert und ihr Überleben ist außerhalb dieses Lebensraums nicht möglich.

Die Lebensstadien der Kopflaus

Die Kopflaus entwickelt sich in 3 Stadien: aus dem Ei (Nisse) schlüpft nach 7-10 Tagen eine Nymphe (Larve). Die Larve benötigt sehr rasch eine Blutmahlzeit, sonst stirbt sie in ca. 1-2 Stunden. Erwachsene Läuse stechen ebenfalls alle 2-3 Stunden, überleben aber auch 2-3 Hungertage. Juckreiz verursacht der Speichel der Laus, der das Blut am Gerinnen hindert. Bei regelmässiger Blutmahlzeit sind sie in ca. 10 Tagen erwachsen und geschlechtsreif. Die erwachsene (adulte) Laus legt täglich bis zu 10 Eier, insgesamt ca. 100-200 Eier und klebt diese in der Nähe der Kopfhaut an die Haare. Mit dem Wachsen der Haare wandern die Eier immer weiter von der Kopfhaut weg. Ein kompletter Generationszyklus dauert also ca. 17-22 Tage (wichtig für die Bekämpfung).

Wenn man am Ende langer Haare Nissen vorfindet, muss der Lausbefall schon lange Zeit bestehen. Solche Nissen, die einige Zentimeter entfernt am Haar kleben, sind praktisch immer leer und harmlos. Die idealen Temperaturen für eine Kopflaus liegen bei 28-29 Grad Celsius. Ab 22 Grad verlangsamt sich alles bei ihr, bei 10Grad ist sie praktisch gelähmt, Tiefkühltemperaturen überlebt sie nicht. Die männliche Laus stirbt nach ca. 2 Wochen, Weibchen können dagegen auch 1 Monat alt werden bis sie an Altersschwäche verscheiden.

Wie bekämpft man Kopfläuse am besten?

Mit dem anfangs skizzierten "Notfallplan" sind die allermeisten Läuse getötet und die Ansteckungsgefahr weitgehend gebannt. Um sicher zu gehen, sollten Sie bei Lausverdacht bald Ihren Hausarzt, Kinderarzt oder Hautarzt aufsuchen, um den Verdacht zu klären und offene Fragen zu besprechen. Die Behandlung sollte möglichst bald beginnen, um eine weitere Verbreitung zu unterbinden. Es gibt keinen Grund, sich bei Lausbefall zu schämen. Vom Arzt erhalten Sie ein spezielles Medikament gegen die Läuse verordnet (zB InfektoPedicul, Jacutin Pedicul oder Goldgeist). Jedes dieser Medikamente hat Vorteile und Nachteile, die im Internet ausführlich diskutiert werden. Meines Erachtens ist InfektoPedicul mit dem Wirkstoff Permethrin ein wirksames, und von den chemischen Produkten da...

Eine Behandlung ist nur erforderlich, wenn lebende Läuse oder lebensfähige Eier gefunden werden. Dann ist schnelles Handeln wichtig, um zu vermeiden, dass sie sich weiter ausbreiten.

  • Mittel mit Insektengift (Insektizide)
  • Mittel mit Silikonöl (Dimeticon)

Es werden auch Mittel auf pflanzlicher Basis (zum Beispiel mit Kokosöl) angeboten. Deren Wirksamkeit ist, ebenso wie die von Hausmitteln wie Olivenöl oder Mayonnaise, in Studien nicht gut untersucht. Mittlerweile haben Kopfläuse gegen manche Insektizide Resistenzen entwickelt, weshalb diese Mittel weniger gut wirken als früher. Häufiger werden inzwischen Mittel mit Silikonöl eingesetzt. Sie kommen ohne Insektengift aus und es gibt keine Probleme mit Resistenzen. Diese Mittel bedecken die Kopfläuse mit einer Ölschicht, sodass sie ersticken.

Die meisten Behandlungen müssen nach etwa 7 bis 10 Tagen wiederholt werden. Die meisten Mittel gegen Läuse müssen nicht selbst bezahlt werden, sondern sind für Kinder bis zum 12. Lebensjahr auf Rezept in Apotheken erhältlich. Für das Rezept genügt meist ein Anruf in der Kinderarztpraxis. Das Auskämmen der Haare mit einem Läusekamm reicht als alleinige Behandlung nicht aus. Es ist aber wichtig, um den Erfolg der Behandlung zu überprüfen. Wenn ein Kind nach einer Kopflaus-Behandlung noch ein paar Nissen hat, sich aber eine Weile keine Läuse mehr entdecken lassen, sind die Parasiten vermutlich weg. Nissen oder Teile davon können aber noch Wochen nach dem Befall an den Haaren kleben. Das Alter der Nissen lässt sich daran abschätzen, wie weit sie von der Kopfhaut entfernt sind. Haare wachsen etwa einen Zentimeter pro Monat.

Bekämpft werden die Läuse mit einem zugelassenen Läusemittel, das am Tag 1 und unbedingt am Tag 8 nach dem festgestellten Befall angewendet werden muss. Die Gebrauchsanleitung des Mittels muss dabei peinlich genau eingehalten werden. Zusätzlich sollten am Tag 1, 5, 9 und 13 die nassen Haare mit einer Pflegespülung ausgekämmt werden. Darüber hinaus sind täglich Nachkontrollen durchzuführen, vor allem um Nissen abzusammeln.

Sollten Sie bei Ihren Kindern Kopfläuse entdecken, ist eine sofortige Behandlung erforderlich, um eine weitere Ausbreitung und Übertragung auf andere Personen zu vermeiden. Dazu besorgen Sie sich in der Apotheke eines der entsprechend anerkannten Mittel, die als Shampoo, Spray oder Lotion erhältlich sind.

Generell gehen Sie wie folgt vor:

  • Tag 1: Die Kopfhaut wird mit dem entsprechenden Mittel genau nach Anweisung behandelt, d.h. auf die Haare aufgetragen und nach der vorgeschriebenen Einwirkzeit mit einem Nissenkamm sorgfältig ausgekämmt.
  • Tag 5: Haare mit Pflegespülung shamponieren und nass auskämmen. Dieser Zwischenschritt dient dazu, nachgeschlüpfte Larven zu entfernen, bevor sie mobil werden
  • Tag 9-10: Es kann sein, dass einige Nissen die erste Behandlung überleben, selbst wenn sie korrekt durchgeführt wurde. Versuchen Sie beim Auskämmen nicht nur alle Läuse zu erwischen, sondern auch möglichst viele Nissen. Das kann mühsam sein, denn die kleinen weißen Eier sind weniger als 1mm groß. Hartnäckige Nissen lassen sich ggf. nur mit den Fingernägeln entfernen.

Das Entfernen der Nissen ist zu empfehlen, da nach 7-10 Tagen aus dem Ei eine Larve schlüpft, die dann nach weiteren 7-10 Tagen ausgewachsen ist. Die weiblichen Läuse beginnen dann kurze Zeit später wieder mit dem Eierlegen…Aber: das Allerwichtigste ist die zweite Behandlung mit dem Anti-Läusemittel nach 9-10 Tagen. Um Kopfläuse nachhaltig loszuwerden, reicht eine konsequente Behandlung nach dem oben genannten Schema.

Es gibt unterschiedliche Kategorien von Läusebekämpfungsmitteln mit bekanntem Wirkprinzip:

  • Arzneimittel auf Basis von Insektengiften greifen das Nervensystem der Läuse an und töten sie dadurch ab: Goldgeist forte, Infectopedicul, Jacutin Pedicul Spray (es gibt allerdings Studien aus Frankreich, England, Israel, in denen Läuse zunehmende Resistenzen gegen diese Stoffe - Pyrethrum, Permethrin - entwickelt haben. Studien aus Deutschland sind abzuwarten).
  • Mittel auf Basis des Silikonöls Dimeticon verkleben die Atemwege der Läuse, die daher ersticken (Nyda L, EtoPril, Jacutin Pedicul Fluid)

Alle Mittel müssen streng nach Gebrauchsanweisung verwendet werden, d.h wie immer gilt:„Lesen Sie die Packungsbeilage oder fragen Sie Ihren Kinderarzt oder Apotheker…“.

Vorbeugung

Ansteckungen werden vermieden indem Kopf-Kopf-Kontakte unterbunden werden. Das Zusammenbinden von langen Haaren erschwert die Übertragung und Ansteckung.

Wenn ein Kind Kopfläuse hat, lässt sich jedoch einiges tun, damit sie sich nicht weiterverbreiten:

  • Kämme, Bürsten, Haarspangen und Haargummis mit heißem Wasser und Seife gründlich reinigen und ein paar Tage nicht benutzen
  • Benutzte Bettwäsche, Schlafanzüge, Kleidung und Handtücher bei 60 Grad waschen oder in den Trockner geben
  • Kleidung und Gegenstände wie Kuscheltiere, die nicht bei 60 Grad waschbar sind, drei Tage in einer Plastiktüte verschließen

Haustiere müssen nicht behandelt werden: Kopfläuse befallen keine Tiere, sondern nur Menschen.

Es ist unwahrscheinlich, dass Läuse über Gegenstände übertragen werden. Trotzdem wollen wir sicher sein. Daher ziehen Sie bitte die Bettwäsche ab, und suchen Sie die gebrauchte Wäsche der letzten Tage zusammen. Gerne können Sie auch die Kuscheltiere der Kinder, mit denen tatsächlich gekuschelt wurde, die Kopfbezüge der Autositze und andere aktuelle Kontakttextilien auf einen Haufen legen. Saugen Sie die Wohnung und entleeren Sie den Staubbeutelinhalt in die Mülltonne (um lose Haare mit Nissen zu beseitigen). Die gesammelten Textilien können Sie in einen Plastiksack stecken und im Keller oder auf dem Balkon deponieren; nach 3 Tagen sind alle lebenden Läuse ausgetrocknet und tot. Frisch geschlüpfte Läuse aus Nissen sterben sogar in wenigen Stunden, wenn sie nicht sofort Blut erhalten.

Die klebrigen Nissen bleiben auch nach einer erfolgreichen Behandlung des Kopflausbefalls oft noch lange an den Haaren haften. Versuchen Sie zunächst, die Nissen mit Pflegespülung und einem engzinkigen Läusekamm herauszukämmen.

Wichtige Informationen für Eltern

Das Vorurteil, Läuse hätten mit mangelnder Sauberkeit zu tun, ist immer noch verbreitet - und kann für Eltern und Kinder belastend sein. Tatsächlich gibt es keinen Zusammenhang zwischen persönlicher Hygiene und Kopfläusen. Da sich Kopfläuse sehr schnell verbreiten, sind Erziehungsberechtigte gesetzlich dazu verpflichtet, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in öffentlichen Einrichtungen wie Kitas und Schulen über einen Kopflaus-Befall zu unterrichten. Das kann unangenehm sein, ist aber kein Grund, sich zu schämen. Kopfläuse treten in Kitas und Schulen immer wieder auf. Außerdem ist es wichtig, auch Familienangehörige sowie Freundinnen und Freunde zu informieren, die mit dem Kind in Kontakt waren.

Der Gesetzgeber schreibt außerdem vor, dass Kinder mit Kopfläusen zu Hause bleiben müssen, bis sie von den Läusen befreit sind. Wenn ein Kind mit einem nachweislich wirksamen Mittel behandelt wurde, darf es am nächsten Tag wieder in die Kita oder zur Schule gehen. Zur Frage, welche Mittel das sind und für welche Präparate die gesetzliche Krankenkasse die Kosten übernimmt, kann man sich in der Kinderarztpraxis oder in der Apotheke beraten lassen. Vielen Einrichtungen reicht die Erklärung der Eltern, dass die Kinder behandelt wurden.

Das Gesundheitsamt Augsburg empfiehlt beim Auftreten eines Kopflausbefalles in einer Klasse eine umgehende Information aller Eltern der Klasse über den Befall. Dies sollte verbunden sein mit einer Aufforderung an die Eltern ihre Kinder zu Hause auf Läuse zu untersuchen und dies der Schule zu bestätigen. Die Schule sollte hierüber eine Liste führen. Erhält die Schule innerhalb dreier Tage keine Rückmeldung, darf das Kind durch sachkundiges Personal kontrolliert werden. Befallene Kinder können unmittelbar nach der ersten Behandlung die Schule wieder besuchen. Eine Bestätigung der Eltern, dass sie eine Behandlung mit einem zugelassenen Mittel durchgeführt haben, ist ausreichend. Eltern sind lauf §34 des Infektionsschutzgesetztes verpflichtet, den Kopflausbefall sofort der Schule oder anderern Gemeinschaftseinrichtungen zu melden.

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