Wie man Beine richtig rasiert ohne Schnitte: Eine umfassende Anleitung

Die Härchen und Stoppeln werden länger, die Temperaturen steigen - spätestens jetzt sollten Sie Ihre Beine rasieren. Doch wie rasiert man Beine richtig, um Schnitte zu vermeiden und ein optimales Ergebnis zu erzielen? Dieser Artikel bietet Ihnen eine umfassende Anleitung mit Tipps und Tricks für eine perfekte Rasur.

Vorbereitung ist das A und O

Eine gute Vorbereitung ist entscheidend für eine erfolgreiche Rasur. Hier sind einige Schritte, die Sie beachten sollten:

  1. Anfeuchten der Haut: Befeuchten Sie die zu rasierenden Stellen mit lauwarmem Wasser. Das öffnet die Poren und schafft beste Voraussetzungen, um möglichst alle Haare mit dem Rasierer zu erwischen.
  2. Peeling verwenden: Verwenden Sie ein sanftes Peeling, denn das hat denselben Effekt, wie wenn Sie vor der Rasur die Beine mit warmem Wasser anfeuchten - es öffnet die Poren und beugt eingewachsenen Haare vor, da abgestorbene Hautschüppchen von der Hautoberfläche entfernt werden. Das Peeling vor dem Rasieren beispielsweise befreit die Haut von abgestorbenen Hautschüppchen, sodass die Klinge dichter über die Haut gleiten und jedes noch so kleine Haar erwischen kann.
  3. Rasierprodukt auftragen: Tragen Sie ein pflegendes Rasiergel oder -schaum auf, um sanfter mit den Klingen über die Härchen gleiten zu können. Natürliche Öle wie Kokos- und Macadamiaöl werden gern anstelle von Rasierschaum, -gel und Co. eingesetzt, denn sie pflegen die Haut während der Rasur, machen sie aber auch schön lange geschmeidig - auch noch lange nach der Rasur.
  4. Rasieröl verwenden: Egal, ob Sie sich trocken oder nass die Beine rasieren möchten, vier bis fünf Tropfen eines speziellen Rasieröls pflegen Ihre Haut währenddessen ausgiebig und lassen die Klingen schöner über Ihre Haut gleiten.

Die richtige Technik

Die richtige Technik ist entscheidend, um Schnitte und Hautirritationen zu vermeiden:

  1. Haarwuchsrichtung beachten: Rasieren Sie Ihre Beine immer entgegen der Haarwuchsrichtung, heißt: von unten nach oben - und NIE andersherum. Wenn es um die Bikinizone geht, ist es deutlich angenehmer, nicht entgegen sondern mit der Haarwuchsrichtung zu rasieren. Unter den Achseln können Sie sich in der Regel frei austoben, denn hier funktioniert es meist am besten kreuz und quer.
  2. Klinge regelmäßig wechseln: Sie verwenden schon relativ lange die jetzige Klinge Ihres Rasierers? Vergessen Sie das Wechseln dieser nicht! Mit stumpfen Rasierklingen verletzen Sie sich schneller und erzielen keine erfreulichen Rasur-Ergebnisse. Je nachdem, wie häufig Sie sich die Beine rasieren, sollten Sie die Klingen mindestens einmal im Monat austauschen. Einwegrasierer werden - wie es der Name bereits verrät - nach einmaligem Gebrauch gewechselt.
  3. Rasierer nicht aufdrücken: Achten Sie dabei unbedingt darauf, dass Sie den Rasierer nicht auf die zu rasierende Haut drücken, um unnötige Schnitte, etc. zu vermeiden.
  4. Klinge säubern: Sie säubern immer erst nach der kompletten Rasur Ihre Rasierklinge? Dann sollten Sie spätestens jetzt damit anfangen, sie nach jedem Rasierstrich unter heißem Wasser abzuspülen. Andernfalls verstopfen die rasierten Härchen die Klinge und sorgen dadurch für unschöne Rasur-Ergebnisse.

Montags-Tipp: Geschmeidige, glatte Sommer-Beine - ganz ohne Rasiergel

Nach der Rasur ist vor der Pflege

Die richtige Pflege nach der Rasur ist genauso wichtig wie die Vorbereitung:

  1. Kaltes Wasser verwenden: Waschen Sie Ihre Beine nach der Rasur mit kaltem Wasser, denn das sorgt dafür, dass sich die Hautporen schneller schließen und beugt so Irritationen vor.
  2. Feuchtigkeit spenden: Nachdem Sie Ihre Beine rasiert haben, brauchen Sie Ihre Haut nur trocken zu tupfen. Dann eine feuchtigkeitsspendende (After-Shave)-Lotion oder ein Körperöl (bestenfalls alkoholfrei) direkt auftragen, um die Haut mit ausreichend Feuchtigkeit zu versorgen, sie zu kühlen, zu regenerieren und zu beruhigen. Das Auftragen von Babypuder wird nach dem Rasieren ebenfalls empfohlen, denn es beugt in der Regel Juckreiz vor.
  3. Sonne meiden: Wenn Sie Ihre Beine rasiert haben, sollten Sie unmittelbar davor und danach die direkte Sonneneinstrahlung meiden, denn das kann unnötige Rasierpickel und gereizte Haut hervorrufen.
  4. Enge Kleidung vermeiden: Auch das Vermeiden von engen Hosen nach dem Beinerasieren ist sehr hilfreich, denn so wird die Haut nicht unnötig gereizt. Geben Sie Ihrer Haut deshalb unbedingt mindestens 15 Minuten Zeit, um sich vollständig nach der Rasur zu erholen.

Umgang mit Rasierpickeln und Rasurbrand

Trotz aller Vorsicht können Rasierpickel und Rasurbrand auftreten. Hier sind einige Tipps, was Sie tun können:

  • Rasierpickel: Legen Sie ein warmes Handtuch für einige Minuten auf die betroffene Stelle. Das lindert die Rasierpickel und die eingewachsenen Haare können besser durch die Haut kommen.
  • Rasurbrand: Leiden Sie nicht an Rasierpickel nach dem Beinerasieren, sondern an Rasurbrand, hilft Ihrer Haut vor allem Feuchtigkeit. Durch eine feuchtigkeitsspendende Pflege fangen die geröteten Pickel bestenfalls gar nicht erst zu jucken an. Kühlen Sie die betroffene Stelle mit einer Lotion mit Aloe Vera oder einem kalten Tuch, um die gereizte Haut zu beruhigen.
  • Entzündungen: Sollten sich die Rasierpickel oder geröteten Stellen entzünden, ist eine Behandlung bei einem Dermatologen ratsam.
  • Schnitte: Sie haben sich während des Rasierens geschnitten? Kühlen Sie die betroffene Stelle mit Eiswürfeln oder stoppen Sie die Blutung mit einem Alaunstift.

Weitere Tipps für glatte Beine

  • Bester Zeitpunkt für die Rasur: Während die meisten morgens das Rasieren der Beine in ihre Beauty-Routine einbauen, fanden Experten heraus, dass abends die beste Zeit für eine Rasur ist. Warum? Nachts schwellen die Beine gern mal durch die Wärme im Bett an, wodurch sich am Morgen danach die kleinen Härchen eher noch verstecken und sie so deutlich schwerer zu kürzen sind beim Rasieren.
  • Häufigkeit der Rasur: Wie oft Sie den Rasierer in die Hand nehmen, hängt unter anderem ganz davon ab, welcher Haartyp Sie sind, welche Farbe Ihre Beinhaare haben, wie stark Ihr Haarwachstum ist und wie viel Lust Sie für eine Regelmäßigkeit mitbringen - eine einheitliche Regel gibt es dafür nicht. Im Allgemeinen ist es ratsam, sich alle zwei bis drei Tage die Beine zu rasieren, wenn Sie eine besonders glatte Haut erzielen möchten. Stören Sie Stoppeln nicht, reicht auch eine Rasur nach drei bis fünf Tagen. Und wenn Sie sich gar nicht die Beine rasieren möchten, ist das auch vollkommen in Ordnung.
  • Vermeiden Sie die Rasur bei Hautproblemen: Unbedingt vermeiden sollten Sie eine Beinrasur, wenn an den zu rasierenden Stellen offene Wunden, Schmerzen, Hautausschlag oder gar Rasurbrand vorliegen.

Nachhaltige Rasur mit Rasierhobel

Eine nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Plastikrasierern ist der Rasierhobel. Hier sind einige Tipps für die Verwendung:

  1. Vorbereitung: Rasiere dich am besten am Ende deiner Dusche oder deines Bads. Denn dann ist deine Haut schön weich und deine Poren geöffnet.
  2. Rasierprodukt: Benutze eine (Rasier-)Seife oder ein Rasiergel. Dann gleitet der Rasierhobel etwas geschmeidiger über deine Haut.
  3. Winkel: Lege den Rasierhobel etwa im 30-Grad-Winkel an die zu rasierenden Stellen an.
  4. Haut straffen: Mit der freien Hand solltest du die Haut an der zu rasierenden Stelle etwas spannen oder gerade ziehen, bevor du mit dem Rasierhobel darüber fährst.
  5. Nicht zu fest drücken: Lass' den Rasierhobel einfach für dich arbeiten - mit seinem schwereren Eigengewicht kommt der Druck beim Rasieren nämlich von ganz alleine.
  6. Regelmäßige Rasur: Warte nicht zu lang bis zur nächsten Rasur. Um mit dem Rasierhobel ein gutes Rasier-Ergebnis zu erzielen, sollten deine Haare im besten Fall nicht mehr als 5-6 mm lang sein.
  7. Pflege: Wasche deinen Rasierhobel nach dem Gebrauch gut ab und bewahre ihn trocken auf.

Methoden der Haarentfernung an den Beinen

Neben der Rasur gibt es weitere Methoden, um die Beine zu enthaaren:

  • Waxing: Haare werden an der Wurzel entfernt, hält 4-6 Wochen.
  • Epilieren: Ähnlich wie Waxing, aber mit einem elektrischen Gerät.
  • Sugaring: Natürliche Methode mit Zuckerpaste, entfernt Haare an der Wurzel.
  • Haarentfernungscreme: Schmerzlos, aber die Haare wachsen schneller nach.
Methode Dauer der Glätte Schmerzhaftigkeit Vorteile Nachteile
Rasieren 1-2 Tage Schmerzfrei Schnell, einfach, günstig Kurze Haltbarkeit, Stoppeln
Waxing 4-6 Wochen Schmerzhaft Lange Haltbarkeit Schmerzhaft, eingewachsene Haare möglich
Epilieren 4-6 Wochen Schmerzhaft Lange Haltbarkeit Schmerzhaft, eingewachsene Haare möglich
Sugaring 4-6 Wochen Weniger schmerzhaft als Waxing Natürlich, lange Haltbarkeit Technik erfordert Übung
Haarentfernungscreme 3-4 Tage Schmerzfrei Einfach Kurze Haltbarkeit, chemische Inhaltsstoffe

Mit diesen Tipps und Tricks steht einer glatten, haarfreien Haut nichts mehr im Wege!

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