Haare glätten mit Glätteisen: Eine ausführliche Anleitung für perfekte Ergebnisse

Haare glätten - keine große Kunst? Doch! Denn wenn du dein Haar nicht richtig glättest, kräuselt es sich relativ schnell und hat keinen schönen Glanz. Außerdem kann eine unsachgemäße Verwendung des Glätteisens zu Haarschäden führen. Hier bist du nur 5 kleine Schritte von der perfekten, glatten Mähne entfernt. Wie du dein Haar richtig mit dem Glätteisen glättest und worauf es dabei ankommt, erfährst du hier!

Mit dem Glätteisen Locken machen – Tipps von den Langhaarmädchen!

Das Glätteisen ist zum wichtigen Stylingtool für die meisten avanciert, denn kaum ein anderes Friseurprodukt ist so vielseitig einsetzbar wie der Haarglätter. Dennoch bleibt es uns manchmal ein Rätsel wieso das Haar nach dem Friseurbesuch noch glatter ist, als wenn man selbst Hand anlegt. Und hier ist der springende Punkt: Auf die richtige Technik kommt es an! Denn die richtigen Handgriffe sorgen nicht nur für absolut glattes Haar, sondern schenken auch wunderschönen Glanz - mit langem Halt!

Wenn du dir einen Sleek Look wünscht, dann ist es wichtig, das Haar zuerst mit einer Rundbürste glatt zu föhnen. Dies schließt einerseits die Schuppenschicht und sorgt so für einen natürlichen Glanz. Andererseits ist das Haar durch die geschlossene Cuticula besser geschützt. Das Haar muss komplett trocken sein, bevor du zum Glätter greifst. Ansonsten verbrennst du das Haar oder es bricht ab. Apropos Glätter - welcher ist eigentlich der richtige?

Das wichtigste vorweg: die Qualität des Glätteisens ist entscheidend. Ein professionelles Glätteisen erkennt ihr daran, dass es keramikbeschichtet ist. Die Keramikbeschichtung verteilt die Wärme gleichmäßig über die gesamte Platte und verhindert so, dass punktuell zu hohe Stylingtemperatur entsteht. Womit wir beim nächsten Kriterium wären: die Stylingtemperatur sollte 180°C nicht übersteigen. Je feiner und poröser das Haar ist, desto niedriger sollte der Temperaturregler eingestellt werden.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Haare richtig glätten

Hier sind die Schritte, um deine Haare richtig zu glätten:

  1. Step 1: Haare bürsten
    Bevor du mit dem Glätten beginnst, solltest du dein Haar gründlich bürsten, um Knötchen zu lösen. Am besten verwendest du hierfür entweder eine gewöhnliche Pflegebürste oder eine Entwirrbürste, wie etwa die Olivia Garden Essential Care Flex für normales Haar.
  2. Step 2: Hitzeschutz auftragen
    Hitzeschutz ist vor dem Glätten unerlässlich. Am besten Strähne für Strähne aus etwa 30 cm Entfernung ansprühen. Danach warten, bis das Haar getrocknet ist, denn wenn es feucht ist, verbrennt es. Wir empfehlen dir an dieser Stelle den . Erstens riecht er gut, zweitens trocknet er schnell ein und drittens verleiht er verlässlichen Schutz beim Hitzestyling.
  3. Step 3: Das Haar in Passées abteilen
    Beim Glätten ist es wichtig, dass das Haar in Passées abgeteilt wird. Am besten beginnst du im Nacken und teilst das Haar grob mit einem Stielkamm in zwei Partien ab. Die eine steckst du mit einer Spange am Hinterkopf fest, das übrige Passée teilst du nach Haardicke auf. Zwischen 1 und 3 Zentimetern gilt hier als grobe Faustregel. Je dichter und dicker das Haar, desto dünner musst die Strähne wählen. Das gilt auch für sehr lockiges Haar. Wenn du feines Haar hast, dann genügt ein 3 cm dickes Passée.
  4. Step 4: Die richtige Reihenfolge
    Beginne im Nacken und arbeite dich nach oben Richtung Hinterkopf vor. Erst danach konzentrierst du dich auf die Seiten. Auch hier beginnst du wieder von unten nach oben.
  5. Step 5: Haare richtig glätten
    Mit einem hitzersesistenten Kamm nimmst du ein Passée auf und gleitest mit dem Kamm langsam mit leichtem Zug in Richtung Haarspitzen. Wir empfehlen dir den Hercules Sägemann Carbon Kamm HS C4 da er hitze- und chemikalienbeständig ist und abgerundete Zähne hat, was das Haar und und die Kopfhaut schont. Das Glätteisen wird dabei ganz dicht an den Kamm herangeführt. Du ziehst das Haar langsam mit einer flüssigen Bewegung nach unten, wobei du die Spitzen ganz leicht nach Innen glättest. Dieser Trick sorgt einerseits für mehr Glanz und lässt andererseits die Spitzen dichter wirken.

Experten Tipp: Nicht schnell eine Strähne immer wieder glätten. Es ist wichtig, dass du jede Strähne langsam, aber dafür nur einmal glättest. So ist sichergestellt, dass sie gleich beim ersten Durchgang glatt ist. Mehrere Durchgänge erhöhen das Risiko von irreparablen Haarschäden, danach kann euch nur nur noch die Schere retten.

Diesen Vorgang wiederholst du so lange, bis alle Strähnen perfekt geglättet sind.

Zum Abschluss kommt Haarspray auf das Ergebnis. Hier ist ein flexibler Haarspray wie etwa der Wella Performance Haarspray sehr empfehlenswert. Er hat eine schnell trocknende Textur und gibt guten, aber flexiblen Halt und schützt sogar vor Luftfeuchtigkeit.

Manche verwenden auch gerne zusätzlich noch einen Glanzspray oder ein Serum, um den Glanz zu intensivieren.

7 Tipps für schonendes Glätten

Kann man beim Haareglätten eigentlich etwas falsch machen? Allerdings! Wenn die Vorbereitung, die richtige Pflege und die Technik nicht stimmen, kann das Haar schnell kaputt gehen. Deshalb zeigt uns unsere Expertin Shantala vom Salon La Jolie in München, wie man seine Haare am besten und einfachsten glättet. Hier kommen die besten Tipps vom Profi.

  1. Das A und O ist der Hitzeschutz
    Die Platten eines Glätteisens können bis zu 230 Grad heiß werden. Eine enorme Hitze, welche die natürliche Feuchtigkeit des Haares verdunsten lässt und so der Haarstruktur schaden kann. Ein Hitzeschutz minimiert die durch das Stylen mit Hitze verursachten Schäden, indem er sich wie eine Schutzbarriere um die einzelnen Haare legt. Gleichzeitig haben viele Hitzeschutzssprays auch einen Pflegeeffekt, erleichtern das Durchbürsten bei widerspenstigem Haar und beugen Spliss sowie Frizz vor. Ein Spray als Schutz sollten Sie übrigens für alle Styling-Tools verwenden. Auch ein Lockenstab erreicht eine starke Hitze und selbst ein Föhn hat eine höhere Temperatur, als es für Ihr Haar gut ist. Die Anwendung: Achten Sie auf die Gebrauchsanweisung. Im Normalfall wird das Produkt gleichmäßig ins nasse oder handtuchtrockene Haar gegeben. Sparen Sie die Kopfhaut aus, sie kann schnell fettig wirken.
  2. Das Haar vor dem Glätten gut trocknen
    Der größte Fehler beim Haare glätten: Sie haben Ihren Haaren nach dem Waschen nicht genug Zeit gegeben, zu trocknen. Die noch leicht feuchten Haare knistern, wenn sie mit dem Glätteisen in Berührung kommen. Kein gutes Zeichen! Denn nicht komplett trockenes Haar ist extrem empfindlich. Der noch aufgeweichten Schuppenschicht kann durch die Hitze großer Schaden zugefügt werden. Achten Sie also darauf, dass Sie Ihr Haar vor dem Glätten komplett trocken föhnen. Unser Tipp: Glätten Sie Ihr Haar erst am nächsten Morgen - dann hat es nach dem Waschen genug Zeit zu trocknen.
  3. Die Temperatur am Glätteisen richtig einstellen
    Damit Sie Ihre Haare so schonend wie möglich glätten, sollte das Glätteisen die richtige Temperatur haben. Viele Haarglätter erreichen bis zu über 230 Grad. Das ist zu heiß für die Haarstruktur. Auch wenn Sie das Gefühl haben, dass es mit dem Haare glätten leichter und schneller geht, je heißer Ihr Glätteisen ist, sollten Sie eine Temperatur von 180 Grad nicht überschreiten. Dies gilt vor allem bei Locken, denn krauses Haar ist von Natur aus besonders trockenes und strapaziertes Haar. Ein gutes Glätteisen lässt sich nicht nur an- und ausschalten, sondern hat auch eine Temperatur-Regelung. Unsere Empfehlung: Legen Sie sich ein Glätteisen mit integriertem Hitzeschutzsensor zu. Der misst kontinuierlich den Feuchtigkeitsgrad im Haar und optimiert die Temperatur dahingehend, um vor Haarschäden zu schützen.
  4. Die Aufteilung erleichtert das Glätten
    Expertin Shantala empfiehlt das Haar am Mittelscheitel in zwei Partien zu teilen und eine Seite mit einer großen Klammer nach oben zu stecken. Die offene Strähne jeweils nacheinander in kleine Partien teilen - die Breite sollte etwa der Länge eines Daumens entsprechen. Den Rest ebenfalls nach oben stecken. Achten Sie darauf, dass Sie nicht zu dünne Strähnen glätten - sie würden zu viel Hitze abbekommen und dadurch leichter brechen. Die einzelnen Partien sollten zwischen zwei und vier Zentimeter dick sein. So erzielen Sie die besten Ergebnisse.
  5. Die Haare glätten mit Glätteisen: die richtige Technik
    Setzen Sie einen Kamm oder eine Bürste unten an die offene Strähne an. Legen Sie das Glätteisen darüber und ziehen es langsam in Richtung Spitzen. Wenn einmal Durchziehen nicht reicht, dann wiederholen Sie das gegebenenfalls, bis die Strähne so glatt ist, wie Sie es sich wünschen. Der Profi-Trick: Damit Ihre Frisur am Ende glatt aber nicht platt ist, sollten Sie das Glätteisen nicht gerade nach unten ziehen, sondern waagrecht vom Kopf weg. Mit dieser Methode bekommen Ihre Haare mehr Volumen.
  6. Die Haare auskühlen lassen und fixieren
    Für die perfekte Frisur wiederholen Sie den Glättvorgang Strähne für Strähne. Die fertigen Partien dann nach unten hängen lassen und nicht wieder nach oben klemmen - so würden nur kleine Knicke entstehen, da das Haar im warmen Zustand leichter "formbar" ist. Lassen Sie das geglättete Haar mindestens 15 Minuten auskühlen. Dann können Sie sich einen Zopf oder eine Hochsteckfrisur machen. Für den perfekten Sleek-Look sprühen Sie zum Schluss noch Glanz- oder Fixierspray über den Kopf. So bleibt das glatte Haar auch wirklich lange glatt.
  7. Das Glätteisen putzen
    Reinigen Sie Ihr Stylinggerät regelmäßig mit einem sanften Mikrofasertuch und etwas Wasser. Denn auf den heißen Platten sammeln sich Reste der Pflegeprodukte und können so das Glättergebnis beeinträchtigen. Mit verschmutzten Keramikplatten können Sie nicht mehr so leicht durch Ihr Haar fahren - außerdem können die Rückstände bei Hitze zu stinken anfangen. Die Reinigung Ihres Glätteisens sollte natürlich erfolgen, wenn das Gerät nicht am Strom hängt und bereits ausgekühlt ist.

Weitere Tipps und Tricks

Hier sind einige zusätzliche Tipps, um deine Haare noch besser zu glätten:

  • Haare möglichst lang und auf einer Länge tragen. So hängen sich Wellen und Locken aus. Stufige Haarschnitte begünstigen hingegen, dass sich einzelne Strähnen kringeln oder wellen.
  • Wer lange Haare hat, verwendet zum Glätten am besten eine Paddelbürste. Dank der breiten Fläche lassen sich die Strähnen beim Föhnen leichter auf Spannung halten. Kurze Haare glätten Sie am besten mit einer kleinen Rundbürste.
  • Verzichten Sie auf ein Glätteisen mit Metallplatten. Einige Geräte verfügen über bewegliche Platten. Sie passen sich an und erwärmen die Strähnen gleichmäßig.
  • Gesundes und gepflegtes Haar ist die ideale Grundlage für den selbstgemachten Sleek Look. Unsere Haar-Ampel verrät, welche Pflegefehler das Haar am meisten strapazieren.
  • Ein Beautyhelfer aus dem Lebensmittelregal: Kokosöl eignet sich für trockene Haarspitzen, als Kurpackung oder wenn die Haare zu sehr fliegen. All das ist bei glatten Looks besonders wichtig. Und das Tollste: Kokosnussöl duftet auch noch nach Urlaub.

Glätteisen vs. Föhn: Was ist schonender?

Grundsätzlich gilt: Hitze strapaziert das Haar und kann zu Haarschäden führen. Nicht nur mit Glätteisen, sondern auch mit Föhn und Bürste lassen sich Haare richtig glätten. Ziehen Sie das handtuchtrockene Haar mit etwas Spannung in einzelnen Strähnen über eine Bürste und föhnen Sie es trocken. Vor dem Föhnen Hitzeschutz aufsprühen. Der Grund: Nicht nur das Glätteisen, sondern auch Föhnhitze schädigt das Haar. Allerdings ist das Glätten mit dem Föhn weitaus weniger schädlich. Die Temperatur liegt hier bei maximal 80 Grad statt bei ca.

Die richtige Temperatur für verschiedene Haartypen

Um Dein Haar zu schonen, solltest Du so wenig Hitze wie möglich verwenden. Gut zu wissen: Verschiedene Haartypen benötigen unterschiedliche Temperaturen, um den glatten Zustand zu erreichen. Orientiere Dich einfach an unserem Leitfaden:

Haartyp Empfohlene Temperatur
Dünnes und feines Haar 130 bis 150 Grad
Normales Haar circa 170 Grad
Dickes Haar 180 Grad
Extensions möglichst niedrige Temperatur

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