„Deine Haare werden ja immer grauer!“ Haben Sie auch schon einmal so einen Satz aus Ihrem Umfeld gehört? Das kann nerven. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass viele Menschen ihre grauen Haare verbergen wollen und sie lieber färben, als das Grau herauswachsen zu lassen. Auch wenn in den vergangenen Jahren eine regelrechte Bewegung hin in Richtung „Steh zu deiner Naturhaarfarbe“ aufkam, färben sich immer noch etwa 70 Prozent aller Frauen* ihre grauen Haare. Wenn auch Sie schon die erste weiße Strähne entdeckt haben oder den grauen Haaransatz kaschieren wollen, haben wir hier die besten Methoden und wichtige Informationen zum Färben von grauen Haaren für Sie.
Ob Sie Ihre grauen Haare färben oder nicht, hängt vollkommen von Ihrem persönlichen Geschmack, Ihren individuellen Vorlieben und Ihrem Lebensstil ab. Viele Menschen lieben den Look und die Natürlichkeit ihrer grauen Haare und tragen ihr Granny Hair mit Stolz, während andere sich mit einer frischen Haarfarbe einfach wohler fühlen. Überlegen Sie, was Sie selbst bevorzugen und wie viel Zeit und Aufwand Sie in die Pflege Ihrer gefärbten Haare investieren möchten.
Falls Sie sich für das Färben entscheiden, sollten Sie die verschiedenen Optionen sorgfältig abwägen. Permanente, semi-permanente und temporäre Färbemittel haben jeweils unterschiedliche Vor- und Nachteile. Bedenken Sie vor allem den Aufwand der unterschiedlichen Methoden. Während permanente Haarfarben zum Beispiel regelmäßige Ansatzbehandlungen benötigen, verblassen temporäre Färbungen nach einigen Haarwäschen. Im Idealfall sprechen Sie erst einmal mit einer Haarexpertin oder einem Experten Ihres Vertrauens, um zu entscheiden, was für eine Art von Farbe Ihrer Haarstruktur gut tun würde.
Tipp: Falls Sie sich dazu entschließen, Ihrer grauen Mähne treu zu bleiben und diese perfekt in Szene zu setzen, so sollten Sie bei der Pflege unbedingt auf intensiv feuchtigkeitsspendende Produkte wie ein Haaröl setzen. Für ein kühles, schönes Grau sollten Sie zudem regelmäßig zu einem Silbershampoo greifen, um dem Haar einen ungewollten Gelbstich zu entziehen.
Wie Sie beim Färben Ihrer grauen Haare vorgehen sollten, um ein gleichmäßiges Ergebnis mit perfekter Abdeckung zu erzielen, erfahren Sie im Folgenden:
Wie genau Sie den grauen Härchen den Kampf ansagen, bleibt Ihnen überlassen. Wir stellen Ihnen die beliebtesten Vorgehensweisen zum Färben grauer Haare vor.
Die beste und meistgenutzte Methode, um graue Haare zu färben, ist mit konventioneller Haarfarbe. Bei der Färbung legen sich die chemischen Farbpigmente um die Haare und verändern so dauerhaft die Farbe. Im Normalfall müssen Sie alle drei bis sechs Wochen nachfärben, da ein grauer Ansatz nachwächst.
Der Nachteil: Das dauerhafte Färben mit chemischer Haarfarbe ist für empfindliche Kopfhaut oft sehr belastend und verursacht Reizungen. Auch die Haare können dabei kaputtgehen.
Pflege-Tipps: Gefärbte Haare müssen Sie daher auf jeden Fall intensiv und regelmäßig mit Conditioner und Kuren pflegen. Auch spezielles Shampoo für coloriertes Haar ist empfehlenswert. So bleiben der Glanz und die Farbe länger erhalten.
Wenn Sie von Natur aus nicht gerade dunkle Haare haben, müssen Sie eventuell nicht den ganzen Kopf färben. Es reichen einzelne Strähnchen. Dafür nehmen Sie am besten professionelle Hilfe in Anspruch, denn die Auswahl der richtigen Strähnen und der korrekte Auftrag der Farbe ist in diesem Fall deutlich anspruchsvoller, als wenn der komplette Schopf gefärbt wird.
Blonde Haare sind von Natur aus schon hell, daher ist es leicht, die grauen Haare in den Look zu integrieren, ohne dass sie groß auffallen.
Ähnlich sieht es bei roten Haaren aus. Auch hier kann man mit gefärbten Strähnchen die Übergänge so sanft gestalten, dass die weißen Haare unauffällig integriert werden.
Ist Ihre Naturhaarfarbe Mittelbraun oder auch Hellbraun, sollten Sie sich auf jeden Fall vom Profi beraten lassen. Er weiß, inwieweit er die grauen Haare mit Strähnen kaschieren kann oder ob Sie doch zu einer kompletten Färbung greifen müssen.
Besonders in hellem Haar sind Strähnchen eine gute Methode, graue Haare abzudecken
Viele Frauen* wollen ihre Haare nicht regelmäßig mit Chemie belasten und greifen daher lieber zu natürlichen Mitteln. Manchen bleibt auch nichts anderes übrig, da die Haut auf dem Kopf und um den Haaransatz vom Färben so stark gereizt ist, dass sie brennt. Für sie empfiehlt sich eine biologische Pflanzen-Haarfarbe. Auch sie kann graue Haare sehr gut abdecken und wäscht sich nicht so schnell raus wie eine Tönung.
Der Nachteil: Mit den Pigmenten aus der Natur lassen sich nicht so viele Nuancen herstellen wie mit chemischen Farben. Henna-Farben sind meistens sehr Ton in Ton, verleihen dafür aber einen schönen Glanz. Wenn Sie Henna verwenden und irgendwann eine andere Art der Färbung ausprobieren wollen, müssen Sie das Ihrer Fachkraft beim Friseur unbedingt mitteilen. Oftmals reagiert die konventionelle Haarfarbe sehr schlecht auf die Bio-Pflanzenhaarfarbe.
Ziehen sich nur ein paar einzelne Silberfäden durch Ihr Haar, können Sie getrost erst einmal zur Haartönung greifen. Auch sie verleiht einen wunderschönen Glanz, hat eine leichte Abdeckungskraft und vor allem ist das Auftragen viel einfacher. Eine Tönung wäscht sich in der Regel nur nach einigen Haarwäschen wieder aus, sodass Sie diese regelmäßig anwenden müssen.
Wollen Sie einen gänzlich neuen Farbton im Haar, dann funktioniert das vor allem bei Blond perfekt. Bei dunklen Haaren werden hingegen nur die grauen Strähnen übertönt. Beachten Sie, dass Tönungen graue Haare nicht so gut abdecken wie eine chemische Färbung. Außerdem sollte Ihnen klar sein, dass weißes Haar die Farbpigmente anders aufnimmt als Haare, die noch nicht grau sind.
Es kann leicht passieren, dass Sie mal nicht rechtzeitig zum Friseursalon oder zum Nachfärben kommen und dann im Spiegel einen grauen Ansatz sehen. Ist Ihr Haar dunkel, ist der Kontrast zum Weiß natürlich noch größer und auffälliger. Auch langes Haar alle paar Wochen immer komplett färben zu lassen, ist nicht nur zeitaufwendig, sondern auch kostenintensiv und macht das Haar kaputt.
Hier reicht es oftmals, mit ein bisschen Farbe nachzuhelfen. Das eingefärbte Spray müssen Sie nur auf den Ansatz sprühen und kaschiert so die grauen Haare. Achten Sie darauf, dass Sie ein Spray in Ihrer Haarfarbe wählen. Also dunkel für dunkles Haar und hell für blondes Haar.
Nach dem Färben benötigen Ihre Haare besondere Zuwendung, um die Farbe zu erhalten und das Haar gesund zu halten. Greifen Sie daher zu Haarpflege-Produkten, die speziell für coloriertes Haar entwickelt wurden. Diese sind darauf abgestimmt, die Farbe zu schützen und gleichzeitig Feuchtigkeit zu spenden.
Vermeiden Sie zudem häufiges Waschen und Shampoos mit starken Reinigungsmitteln (wie zum Beispiel Peeling-Partikeln), die die Farbe schneller verblassen lassen. Einmal wöchentlich können Sie Ihrem Haar darüber hinaus mit einer reichhaltigen Haarkur oder Maske etwas Gutes tun - dadurch unterstützen Sie die Reparatur und Stärkung der durch das Färben beanspruchten Haarstruktur.
| Methode | Vorteile | Nachteile | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| Konventionelle Haarfarbe | Dauerhafte Farbveränderung, gute Grauabdeckung | Kann Kopfhaut und Haare belasten, regelmäßiges Nachfärben notwendig | Vollständige Grauabdeckung |
| Strähnchen | Schonender als Komplettfärbung, natürliches Ergebnis | Nicht für vollständige Grauabdeckung geeignet, anspruchsvoller Auftrag | Vereinzelte graue Haare |
| Pflanzliche Haarfarben | Natürliche Inhaltsstoffe, schonender für Kopfhaut und Haare | Weniger Farbnuancen, eventuell mehrfache Anwendung nötig | Empfindliche Kopfhaut, Wunsch nach natürlichen Produkten |
| Tönung | Leichte Abdeckung, einfacher Auftrag, verleiht Glanz | Wäscht sich schnell aus, nicht für vollständige Grauabdeckung geeignet | Wenige graue Haare, Wunsch nach Glanz |
| Ansatz-Kaschierspray | Schnelle und einfache Anwendung, kaschiert grauen Ansatz | Nicht dauerhaft, muss regelmäßig angewendet werden | Schnelle Lösung für grauen Ansatz |
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