Fast jeder leidet irgendwann im Leben einmal an schuppigem Haar. Gegen Schuppen kann man auch selbst etwas tun. Hausmittel wie selbst gemachte Haarkuren oder Haaröle lindern die Beschwerden. Lesen Sie hier, welche Hausmittel bei trockenen Schuppen helfen und was sie gegen fettige Schuppen tun können!
Es gibt einen Unterschied zwischen fettigen und trockenen Schuppen. Wichtig zu wissen ist, dass es einen Unterschied zwischen fettigen und trockenen Schuppen gibt. Viele greifen schnell zum Klassiker, dem Anti-Schuppen-Shampoo. Ob teuer oder billig: Die meisten wirken gut und pflegen das Haar.
Bei der Schuppenbildung werden kleine, nicht sichtbare Zellen im natürlichen Erneuerungsvorgang von der Haut am Kopf abgestoßen - das ist eigentlich bei jedem Menschen normal. Wenn die Schuppen am Haaransatz jedoch sichtbar werden, läuft etwas falsch. Es gibt einige Hausmittel, die insbesondere bei trockener Kopfhaut die Schuppenbildung verringern sollen. Die Anwendung ist aber oft umständlich oder aufwändig.
Ein Grund für sichtbare Schuppen kann falsche Haarpflege sein. Die Haare werden zu häufig gewaschen oder zu intensive Shampoos und Conditioner verwendet. Oder die Kopfhaut wird durch zu heißes Föhnen oder Heizungsluft im Winter ausgetrocknet. Auch Allergien, ungesunde Ernährung oder Hormonumstellungen, wie zum Beispiel in der Schwangerschaft, können Auslöser sein. Ursache sind meist Probleme mit der Kopfhaut. Schuppen sind also seltener Zeichen einer Krankheit, sondern oft ein lokales kosmetisches Problem.
Trockene Schuppen könnte man fast mit Schnee vergleichen, denn es sind kleine weiße Hautschüppchen, die vom Kopf herabrieseln und sich auf der Kleidung zeigen. Sie sind die Folge von trockener Kopfhaut und somit ein Zeichen dafür, das der Feuchtigkeitshaushalt auf dem Kopf gestört ist. Begleitet werden trockene Schuppen oft von Juckreiz und einem unangenehmen Spannungsgefühl.
Fettige Schuppen sind etwas größer, gelblich und ölig. Sie kleben an Kopfhaut und Haaren. Wie auch bei den trockenen Schuppen, sind fettige Schuppen die Folge von Unausgeglichenheit der Kopfhaut. Diese produziert nämlich auf ganz natürliche Weise Talg, der dabei helfen soll, die Haare und Kopfhaut vor äußeren Einflüssen zu schützen. In diesem Fall handelt es sich um eine Überproduktion der Talgdrüsen, die Haare und Kopfhaut fettig macht - und das sieht alles andere als schön aus.
Um trockene Schuppen loszuwerden, braucht die Kopfhaut Feuchtigkeit. Manche Menschen schwören darauf, dass Öl gegen Schuppen hilft. Sie können ein Haaröl gegen Schuppen kaufen oder einfach in Ihrem Küchenschrank nachschauen.
Ein wirksames Hausmittel bei trockenen Schuppen auf der Kopfhaut ist eine Öl-Kur. Ein wirksames Hausmittel bei trockenen Schuppen auf der Kopfhaut ist eine Öl-Kur. Gib ein paar Tropfen Öl auf die Kopfhaut uns massiere es ein. Lass es dann über Nacht einwirken. Du kannst die Methode regelmäßig alle drei Wochen wiederholen. Verwende dazu naturreine Öle in Bioqualität, um Pestizid-Rückstände zu vermeiden. Die ungesättigten Fettsäuren in den folgenden Ölen unterstützen die Haut dabei, wieder ins Gleichgewicht zu kommen.
Ein natürlicher Feuchtigkeitsspender ist beispielsweise Kokosöl. Daraus können Sie sich eine Haarmaske gegen Schuppen machen: Massieren Sie das Öl wie eine Kur ein und waschen Sie diese nach etwa 30 Minuten aus. Einziger Wermutstropfen: Das Öl lässt die Haare fettig wirken.
Eine Massage mit einer kleinen Menge Olivenöl macht die Kopfhaut geschmeidig. Am besten lassen Sie das Öl über Nacht einwirken und waschen es dann erst aus. Das tut trockener und durch Shampoonieren stark beanspruchter Kopfhaut gut. Olivenöl: natürlicher Feuchtigkeitsspender bei trockener Kopfhaut, kann über Nacht einwirken, verleiht Haaren Glanz und Geschmeidigkeit
Massiere und bürste deine Kopfhaut sanft. Dadurch regst du die Durchblutung der Kopfhaut an, alte Hautschüppchen können sich lösen und du beugst neuen Schuppen vor. Harte Bürsten und Kämme strapazieren die Kopfhaut, Bürsten mit Naturborsten sind dagegen schonender. Bürsten mit Wildschweinborsten erhältst du in Natursupermärkten oder online, zum Beispiel bei Memolife.
Wenn Sie eine fettige Kopfhaut haben, sollten Sie auf keinen Fall zu einer Öl-Kur greifen. Probieren Sie bei dieser Art von Schuppen auf der Kopfhaut folgende Möglichkeiten aus:
Schuppen auf der Kopfhaut können auch bei einer zu fettigen Kopfhaut auftreten. Durch Überproduktion der Talgdrüsen entstehen Talgablagerungen, die sich mit den Hautschuppen zu Krusten oder Plaques verbinden. Die Apotheken Umschau berichtet, dass die Schuppen dann größer sind und eine leicht gelbliche Farbe haben.
Zur Pflege bei fettiger Kopfhaut kannst du Anti-Schuppen-Shampoos der Naturkosmetik verwenden. Am besten lässt du dich in der Apotheke oder hautärztlich beraten. Eine Haarspülung aus Kräuterextrakten wirkt tonisierend auf die schuppige Kopfhaut und beruhigt die Talgproduktion. Gieße für eine Haarspülung die getrockneten Blätter mit heißem Wasser auf und lasse sie etwa 15 Minuten ziehen. Sobald der Aufguss abgekühlt ist, kannst du ihn als Spülung nach der Haarwäsche verwenden. Eine regelmäßige Kur mit tonisierenden Kräuterölen reguliert die Talgproduktion und pflegt die Kopfhaut. Dadurch kannst du außerdem vermeiden, dass fettige Schuppen wieder auftreten. Massiere das Öl über Nacht als Kur ein und wasche es am nächsten Morgen mit einem milden Shampoo aus.
Ein beliebtes Mittel gegen ölige Schuppen ist Teebaumöl. Es verfügt über starke antimykotische Eigenschaften. Geben Sie ein bis vier Tropfen ätherisches Teebaumöl zu einem milden Shampoo dazu.
Manche Menschen sagen, Apfelessig helfe gegen Schuppen: Für ein Haarwasser mischen Sie jeweils eine halbe Tasse Apfelessig und destilliertes Wasser. Massieren Sie das Haarwasser gegen Schuppen zwischen den Haarwäschen gut in die Kopfhaut ein. Es fördert die Durchblutung.
Birkenwasser wird als Wundermittel gegen Schuppen angepriesen. Ob es tatsächlich ein hilfreiches Haarpflegemittel ist, ist wissenschaftlich nicht belegt. Fest steht nur: Der Inhaltsstoff Betulin regt die Durchblutung der Kopfhaut an und fördert die Wundheilung. In einer Studie konnten immerhin fünf von zwölf Probanden eine Verbesserung feststellen.
Ein weiteres natürliches Mittel gegen Schuppen ist Thymian. Probieren Sie es zum Beispiel mit einer Thymian-Zinnkraut-Spülung. Sie hemmt die Fettproduktion der Talgdrüsen und wirkt außerdem entzündungshemmend. Deshalb ist die Spülung ein beliebtes Hausmittel gegen Schuppen in der Pubertät. Und so mischen Sie eine Haarkur gegen Schuppen: Übergießen Sie jeweils einen Teelöffel Thymian, Zinnkraut und Rosmarin mit 100 Milliliter kochendem Wasser und fügen Sie etwas Apfelessig hinzu. Tragen Sie die Haarkur nach dem Haarewaschen auf, massieren Sie sie ein und - ganz wichtig - waschen Sie die Kur nicht mehr aus.
Backpulver gilt als natürliches Peeling. Es soll Hautschuppen lösen und gleichzeitig entfettend und pilzhemmend wirken. So geht’s: Massieren Sie einen Teelöffel Pulver nach der Haarwäsche in die feuchte Kopfhaut ein. Kurz einwirken lassen und dann gründlich ausspülen.
Auch Zitrone ist ein natürlicher Helfer gegen fettige Schuppen. Pressen Sie sie aus und massieren Sie den Saft gut in die Kopfhaut ein. Etwa zehn Minuten einwirken lassen, dann mit einem milden Shampoo auswaschen. Übrigens: In Tierversuchen erwies sich der Inhaltsstoff Limonin, der in den unreifen Früchten enthalten ist, auch als vielversprechendes Mittel gegen Haarausfall.
Hier ist eine Tabelle, die die verschiedenen Hausmittel und ihre Anwendungen zusammenfasst:
| Hausmittel | Anwendung | Wirkung |
|---|---|---|
| Kokosöl | Als Haarmaske auftragen und nach 30 Minuten auswaschen | Spendet Feuchtigkeit bei trockener Kopfhaut |
| Olivenöl | Über Nacht einwirken lassen und morgens auswaschen | Macht die Kopfhaut geschmeidig |
| Teebaumöl | Einige Tropfen dem Shampoo beifügen | Antimykotisch, wirkt gegen fettige Schuppen |
| Apfelessig | Mit Wasser verdünnen und als Haarwasser verwenden | Fördert die Durchblutung der Kopfhaut |
| Backpulver | Nach der Haarwäsche in die Kopfhaut einmassieren und ausspülen | Wirkt als Peeling und entfettet |
| Zitrone | Zitronensaft in die Kopfhaut einmassieren und auswaschen | Hilft gegen fettige Schuppen |
Zu häufiges Haarewaschen sollte vermieden werden, da die Kopfhaut so keine Möglichkeit hat, selbst die notwendige Fettschicht zum Schutz zu bilden und somit austrocknet. Beim Waschen immer darauf achten, lauwarmes Wasser zu verwenden und gründlich auszuspülen. Die Auswahl des Shampoos kann für die Pflege von schuppigen Haaren wesentlich sein. Viele Haarwaschmittel wirken fettreduzierend, weshalb man auf ein eher mildes Produkt setzen sollte. Wenn man das richtige Anti-Schuppen-Shampoo gewählt hat, sollte man dies keinesfalls länger als 30 Tage benutzen, um die Balance der Kopfhaut nicht auseinander zu bringen.
Auch bei der Bürste kann man einiges falsch machen, da falsche Bürsten die Kopfhaut unnötig reizen. Am besten sind Haarbürsten mit Naturborsten, da sie den Talg im Haar gut verteilen und Schuppen bei regelmäßiger Anwendung verschwinden lassen. Zu heißes Föhnen und Glätten oder alkoholhältige Produkte wie Haarspray oder Schaumfestiger sollten nur sparsam verwendet werden, um die Kopfhaut nicht zusätzlich zu belasten. Auch bei der Ernährung gilt: Weniger ist mehr! Zu viel Zucker, Alkohol oder Kaffee bringen die Hautflora aus der Balance und begünstigen so auch die Schuppenbildung auf dem Kopf. Eine ausgewogene, gesunde Ernährung gilt als Basis bei allen Mitteln gegen Schuppen.
Bei hohen Temperaturen im Sommer entsteht nicht selten ein Sonnenbrand auf der Kopfhaut, was Schuppen begünstigt. Daher sollte man immer eine Kopfbedeckung tragen oder Haar und Haut mit einem UV-Schutz-Spray schützen. Hausmittel haben ihre Grenzen. Wenn die Beschwerden über einen längeren Zeitraum bestehen, nicht besser oder sogar schlimmer werden, sollten Sie sich immer ärztlich untersuchen lassen.
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