Rund 30 Prozent der Frauen und 20 Prozent der Männer leiden an Schuppen. Das kann unterschiedliche Ursachen haben, zum Beispiel Hautprobleme, die falsche Pflege, hormonelle Veränderungen, Ernährung oder erbliche Veranlagung. Sie äußern sich durch Hautschuppen, die sich am Ansatz, in den Längen und auf den Schultern sammeln. Oft können diese Beschwerden bereits durch die Verwendung eines Anti-Schuppen-Shampoos aus dem Drogeriemarkt gelindert werden.
Da Menschen mit Schuppen bereits eine empfindliche Kopfhaut haben, ist es dabei wichtig, ein möglichst verträgliches Produkt zu wählen.
Für den Test wurden die Inhaltsstoffe der Shampoos analysiert. Synthetische Wirkstoffe wie Piroctonolamin sind mild und gut verträglich, können in Naturkosmetikprodukten allerdings nicht verwendet werden. Dort werden stattdessen antimikrobielle Pflanzenextrakte und -öle im Kampf gegen die Schuppen eingesetzt. Darunter sind Rosmarin, Brennnessel, Wacholder oder Weizenkeimöl.
Im Gegensatz dazu gehören Climbazol, Zinkpyrithion und Selendisulfid zu den Wirkstoffen, vor denen die Expertinnen und Experten von „Öko-Test“ warnen, da sie der Haut und/oder der Umwelt schaden können.
Im Verträglichkeitstest von „Öko-Test“ waren nur zwölf der 50 getesteten Anti-Schuppen-Shampoos komplett frei von schädlichen Inhaltsstoffen. Diese zwölf Produkte (darunter auch alle Naturkosmetik-Shampoos) haben die Bestnote „sehr gut“ erhalten. Die Note „gut“ wurde 15-mal vergeben, während sieben weitere Shampoos immerhin „befriedigend“ und drei „ausreichend“ waren.
Schuppen entstehen oft, wenn die Kopfhaut aus dem Gleichgewicht gerät: Pilze breiten sich auf der Kopfhaut aus und sorgen für die klassischen Beschwerden. Der in vielen Shampoos enthaltene Wirkstoff Piroctonolamin soll dabei helfen, die Pilze „in Schach zu halten“. Für Öko-Test ist er die beste Wahl, neben verschiedenen Pflanzenextrakten, die helfen können. Die Substanz gilt als mild und gut verträglich, außerdem konnte sie sich in Studien behaupten und das Pilzwachstum einschränken.
In Naturkosmetika ist der synthetische Wirkstoff jedoch nicht erlaubt - diese setzen daher auf pflanzliche Substanzen wie Rosmarin, Brennnessel oder Wacholder. Sie alle sollen antimikrobiell wirken oder die Talgproduktion regulieren. Auch diese Extrakte werden von Öko-Test grundsätzlich als empfehlenswert bewertet.
Kritisch werden hingegen andere Wirkstoffe gesehen: Climbazol, Zinkpyrithion und Selendisulfid seien zwar wirksam, hätten jedoch Nachteile. „Climbazol gehört zur Gruppe der umstrittenen halogenorganischen Verbindungen und reichert sich in Gewässern und Sedimenten an.“ Auch die anderen beiden Verbindungen ernten Kritik: „Zinkpyrithion und Selendisulfid gelten als hautirritierend und gehören deshalb aus unserer Sicht nicht auf eine gereizte Kopfhaut.“
Weitere Problemstoffe sind beispielsweise Formaldehydabspalter, PEG-Verbindungen, das Tensid Natriumlaurylsulfat und Duftstoffe wie Lilial und künstlicher Moschusduft.
Zu den Testsiegern zählt unter anderem die Naturkosmetikmarke von Dm: Das Alverde Anti-Schuppen-Shampoo Bio Paranuss/Bio-Rosmarin schnitt neben dem Weleda Weizen Schuppen-Shampoo und verschiedenen anderen Naturkosmetik-Produkten mit „sehr gut“ ab.
Die Weleda Pflegeprodukte unterstützen mit ihren natürlichen Wirkstoffen auf einzigartige Weise die harmonische Verbindung von Mensch und Natur. Die hauteigenen Kräfte werden gefördert und das innere Gleichgewicht wieder hergestellt. Für Schönheit in ihrer natürlichsten Form.
Weleda bietet verschiedene Shampoos an, die sich für unterschiedliche Bedürfnisse eignen:
Einige Kunden haben jedoch auch negative Erfahrungen mit Weleda Shampoos gemacht. So wurde beispielsweise berichtet, dass das Hirse Pflegeshampoo das Haar strähnig macht und ihm keine Festigkeit verleiht. Es gibt aber auch positive Rückmeldungen, insbesondere von Kunden, denen das Hirse-Shampoo bei Schuppenproblemen geholfen hat.
Neben den Testsiegern gibt es auch andere empfehlenswerte Anti-Schuppen-Shampoos. Zu den mit „gut“ bewerteten Produkten zählen die Drogerie- und Supermarkt-Vertreter von Müller (Aveo), Dm (Balea), Norma (Elcurina), Edeka (Elkos), Netto (Hairwell), Rossmann (Isana), Rewe/Penny (Today) und Aldi (Kür). Auch Sebapharma schneidet mit dem Sebamed Antischuppen Shampoo mit „gut“ ab.
Die Shampoos sollten allesamt gründlich auf der Kopfhaut einmassiert werden. „Wichtig für die Anwendung: Lassen die Schuppen nach, reicht es das Anti-Schuppen-Shampoo nur ein bis drei Mal die Woche zu nutzen und dazwischen eine milde Haarpflege zu wählen.“ Tritt keine Besserung ein, sollte der Gang zum Dermatologen erfolgen, da auch Erkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte dahinterstecken können.
| Produkt | Bewertung (Öko-Test) | Hauptwirkstoffe | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Weleda Weizen Schuppen-Shampoo | Sehr gut | Weizenkeimöl, Rosmarin | Naturkosmetik |
| Alverde Anti-Schuppen-Shampoo Bio Paranuss/Bio-Rosmarin | Sehr gut | Paranuss, Rosmarin | Naturkosmetik |
| Sebamed Antischuppen Shampoo | Gut | Piroctonolamin | pH-Wert 5,5 |
| Head & Shoulders Classic Clean Anti-Schuppen Shampoo | Ungenügend | Zinkpyrithion, Natriumlaurylsulfat | Enthält umstrittene Inhaltsstoffe |
Bei der Wahl des richtigen Shampoos sollte man nicht nur auf die Inhaltsstoffe achten, sondern auch die individuellen Bedürfnisse der Kopfhaut berücksichtigen.
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