Warme Sommertage sind ideal für eine erfrischende Pferdedusche. Aber auch in anderen Fällen kann eine Nasswäsche notwendig sein, zum Beispiel vor einem Turnier, um den Vierbeiner auf Hochglanz zu bringen. Oder bei Ekzemerpferden mit Hautproblemen.
Die Haut bildet den natürlichen Schutzwall des Pferdes. Als das größte Organ ist sie tagtäglich mit vielen Gift- und Schadstoffen konfrontiert, vor denen sie das Pferd schützen soll. Dadurch und durch den Schweiß nach dem Training ist sie der perfekte Ort für eine Ansammlung von Bakterien und Pilzen. Die Haut hat also ziemlich viel zu arbeiten, damit das Pferd gesund bleibt.
Du kannst die Hautgesundheit deines Pferdes unterstützen, indem du ihm bei Bedarf eine Pferdedusche gönnst. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, dem Pferd im Sommer so oft wie möglich eine angenehme Abkühlung zu verschaffen. Pferdeshampoo sollte jedoch immer sparsam und so selten wie möglich benutzt werden, weil es die natürliche Schutzschicht der Haut angreift, die das Pferd gegen Nässe und Kälte schützt.
Eine alte Weisheit besagt: "Dreckige Pferde sind glückliche Pferde". Und jeder Reiter gönnt seinem Pferd ein wohliges Wälzen auf der Koppel. Kein Reiter möchte mit einem dreckigen Pferd auf dem Turnier starten. Denn bei zu viel Matsch hilft auch das beste Mähnenspray nichts mehr. Und nach einem langen Winter entfernt eine gründliche Wäsche Staub und Hautschuppen.
Zudem gibt es Pferde, die regelmäßig gewaschen werden sollten, z.B. Pferde mit Sommerekzem, die oft mit Hautpflegemitteln behandelt werden. Durch die fettige Zusammensetzung dieser Produkte bildet sich oft eine regelrechte Fettschicht auf der Haut. In dieser Fettschicht können Staub und Schmutz festkleben und die Haut reizen. Um diese Fettschicht zu entfernen, sollte man stets ein mildes Pferdeshampoo verwenden.
Auf die Reihenfolge kommt es an! Das Herz-Kreislauf-System des Pferdes reagiert empfindlich auf kaltes Wasser, daher sollte man das Pferd langsam an das Wasser gewöhnen, um Probleme mit dem Kreislauf zu vermeiden. Der Wasserstrahl sollte dabei nicht zu hart eingestellt sein.
Die artgerechteste Art und Weise, das Pferd nach der Wäsche trocknen zu lassen, ist das Wälzen im Sand. Da dies nicht immer möglich ist.
Diese Fragen stellen sich als allererste, wenn man sich damit beschäftigt, welches Shampoo denn nun die beste Wahl für das eigene Pferd ist. Doch braucht man nun überhaupt ein Pferdeshampoo oder nicht? Grundsätzlich empfiehlt es sich natürlich. Aber man sollte es so wenig wie möglich und so sparsam wie möglich benutzen. Der Markt für Pferdeshampoos gibt eine Vielzahl von Produkten her. Leider ist das aber manchmal nicht zu vermeiden. Beispielsweise wenn Flecken sich gar nicht mehr ausbürsten lassen.
Für Schimmel gibt es spezielle Shampoos, die viele Blauanteile enthalten und so das Fell weißer leuchten lassen. Auch für Braune und Rappen finden sich im Handel spezielle Farbshampoos, die die Farbe des Pferdes unterstreichen. Ein Weißshampoo, das eventuell sogar leicht aufhellt, hat nun wirklich nichts auf einem dunklen Pferd verloren. Besser ist immer ein Abspritzen mit klarem Wasser.
Im Unterschied zu menschlichem Haar fettet das Fell des Pferdes kaum nach, und wenn man dieses wäscht, greift man immer gerade diesen natürlichen Schutz an. Geht es lediglich um den Schweif, braucht es nicht immer ein teures Pferde- oder Farbshampoo sein. Man sollte nur darauf achten, dass es nicht zu viele Geruchsstoffe enthält.
Mit dem richtigen Shampoo können nicht nur Dreck und Staub, sondern auch Bakterien und Hautschuppen aus dem Fell gewaschen werden. Shampoos speziell für Schimmel enthalten meistens einen höheren Blauanteil. Diese sorgen dafür, dass das weiße Haar heller strahlen kann. Spezielle Schimmelsprays lassen selbst hartnäckige Flecken von Urin, Mist oder Gras verschwinden und das Fell wieder schön weiß strahlen.
Für dunkle Pferde eignet sich ein Pflegeprodukt mit Walnuss-Sud (z.B. Leovet Power Shampoo), um die Fellfarbe optimal zur Geltung zu bringen. Für alle Farben geeignet sind Pferdeshampoos mit Seidenprotein, die für ein weiches, glänzendes Fell sorgen.
Hier ist eine Tabelle mit einigen beliebten Pferdeshampoos und ihren Eigenschaften:
| Modell | Preis | PH-neutral | Effekt | Lieferzeit |
|---|---|---|---|---|
| Leovet Care & Color Power Shampoo | ca. 13 € | keine Herstellerangabe | Glanz, leichte Kämmbarkeit, Volumen, UV-Schutz | Sofort lieferbar |
| Emma Pferdeshampoo | ca. 12 € | Ja | Reinigung, Pflege, Glanz | Sofort lieferbar |
| Peticare Pferde-Shampoo | ca. 48 € | keine Herstellerangabe | Reinigung, Pflege | Sofort lieferbar |
| Pferdepfle24 Basis Shampoo | ca. 10 € | Ja | Reinigung, Feuchtigkeitsspende, leichte Kämmbarkeit, Glanz | Sofort lieferbar |
| Speed 33100904 | ca. 13 € | keine Herstellerangabe | Reinigung, Pflege, Glanz | Sofort lieferbar |
Das Shampoo lässt sich am besten verteilen, wenn man die benötigte Menge (ca 1-2 Esslöffel) in einem Eimer Wasser auflöst und das Pferd mit der Lösung abwäscht. Alternativ sind Sprühshampoos (z.B. das Pferd mit klarem Wasser sehr gründlich abwaschen.
Nach dem Waschen kann man das Wasser zunächst mit einem Schweißmesser (z.B. das Effol Orca Schweißmesser) abziehen. Danach sollte das Pferd möglichst windgeschützt trocknen können. Anschließend können Mähne und Schweif noch mit einem Mähnenspray eingesprüht werden.
Manche Pferde lassen sich nicht gerne abspritzen. Das (kalte) Wasser und der Gartenschlauch sind ihnen unheimlich. Wenn das Pferd vor allem Angst vor dem Wasserschlauch hat, hilft oft ein Eimer mit Schwamm um das Pferd nass zu machen. Im Gegensatz zum Schlauch bewegt sich der Eimer nicht auf dem Boden und macht auch kein zischendes Geräusch.
Anderen Pferden ist kaltes Wasser unangenehm. Besonders am Rücken sind viele Pferde empfindlich. Am besten fängt man an den Hinterhufen an und arbeitet sich langsam nach oben. Das Wasser muss auch nicht voll aufgedreht werden. Ein weicherer Strahl ist für das Pferd angenehmer. Zudem verbraucht man nicht so viel Wasser für die Wäsche des Pferdes.
Die Haut des Pferdes hat einen anderen pH-Wert als die menschliche Haut. Daher sollten Pferde mit speziellem Pferdeshampoo gewaschen werden, das darauf abgestimmt ist und die Haut auch nicht zu sehr entfettet.
Das Fell des Pferdes soll natürlich schön aussehen, hat darüber hinaus aber auch eine Schutzfunktion gegen Witterungseinflüsse. Um die Pferdehaut nicht unnötig zu reizen, empfiehlt es sich, zu pH-neutralen Shampoos zu greifen. Anders als das Haar von Menschen fettet Pferdehaar kaum. Herkömmliche Haarwäschen können daher den natürlichen Schutzfilm angreifen.
Liegt ein gesunder Haut-pH-Wert für den Menschen bei ungefähr 5,5, weist die Pferdehaut einen Wert von 4,8 bis 6,8 auf. Auf Grund dieses Unterschieds ist es ratsam, bei der Wäsche der Pferde auf spezielle Shampoos zurückzugreifen. Milde Pflegeprodukte mit rückfettenden Bestandteilen eignen sich daher besser, um die besonderen Bedürfnisse zu berücksichtigen. Handelsübliche Shampoos für den Menschen sind für die Pferdewäsche daher ungeeignet.
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