Welches Shampoo hilft bei juckender Kopfhaut?

Eine juckende Kopfhaut kann sehr belastend sein. Oft steckt nur ein ungeeignetes Shampoo dahinter, aber es können auch ernstere Ursachen verantwortlich sein. Hier erfahren Sie, welche Shampoos helfen können und was Sie sonst noch tun können, um den Juckreiz zu lindern.

Ursachen für juckende Kopfhaut

Die Ursachen für juckende Kopfhaut sind vielfältig und nicht immer leicht zu erkennen.

  • Trockene Kopfhaut: Eine Kopfhaut, die genetisch bedingt zu wenig Talg produziert, reagiert schnell mit Rötungen, Spannungsgefühl, Brennen und Jucken.
  • Fettige Kopfhaut: Auch das gegenteilige Extrem kann eine juckende Kopfhaut verursachen. Ist die Talgproduktion zu hoch, sammelt sich Talg auf der Kopfhaut und kann diese reizen.
  • Sonne und Hitze: Zu starke Sonneneinstrahlung oder zu heißes Föhnen können die Kopfhaut austrocknen oder schädigen.
  • Hormonelle Ursachen: Während der Schwangerschaft oder der Wechseljahre können hormonelle Veränderungen zu juckender Kopfhaut führen.
  • Kontaktdermatitis: Viele Inhaltsstoffe in Haarpflegeprodukten können die Kopfhaut reizen und sogar einen Ausschlag verursachen.
  • Allergien: Juckende Kopfhaut ist oft eine Begleiterscheinung von Allergien.
  • Jahreszeiten: Im Sommer können Hitze und UV-Strahlung die Kopfhaut austrocknen, im Winter die trockene, kalte Luft.
  • Stress: Stress kann die Talgproduktion erhöhen und die Fähigkeit der Kopfhaut, Feuchtigkeit zu speichern, verringern.

Auch verschiedene Erkrankungen äußern sich mitunter über Probleme mit der Kopfhaut. Dazu zählen die Schuppenflechte oder das Seborrhoische Kopfhautekzem.

Stress oder hormonelle Veränderungen können ebenfalls Beschwerden auslösen. Die Kopfhaut spannt in solchen Fällen meistens, oft brennt oder juckt sie auch. Eventuell bilden sich Schuppen oder rote Flecken.

Die Kopfhaut besteht aus mehreren Schichten. Die Epidermis (Oberhaut) bildet die oberste Schicht, gefolgt von der darunterliegenden Dermis (Lederhaut) und der Subkutis (Unterhaut). Eingebettet in die verschiedenen Hautschichten liegen Nerven, Haarfollikel und Schweiß- sowie Talgdrüsen.

Normalerweise befindet sich der Feuchtigkeitsgehalt der Kopfhaut im Gleichgewicht. Auch der schützende Talg wird gleichmäßig über die Haarfollikel abgegeben, um Haar und Kopfhaut geschmeidig zu halten. Die Kopfhaut ist durch ihre schützende Barriere vor äußeren Einflüssen gut geschützt. Wird dieses fein abgestimmte System jedoch durcheinandergebracht, schwächt das die natürliche Schutzfunktion der Kopfhaut.

Eine juckende Kopfhaut ist kein direkter Auslöser für Haarausfall. Geht der Juckreiz jedoch mit Entzündungen einher, begünstigt dieser Zustand der Kopfhaut einen verstärkten Haarverlust.

Die Bildung von Schuppen ist zunächst einmal normal. Schuppen entstehen, wenn die Kopfhaut im Verlauf ihres natürlichen Regenerationsprozesses abgestorbene Hautzellen abstößt. Kommt es allerdings durch bestimmte Einflüsse zu einer übermäßigen Abstoßung der Hautschüppchen, fällt uns dies nach einiger Zeit auf.

Dabei unterscheiden wir zwischen weißen, trockenen Schuppen aufgrund einer trockenen Kopfhaut und gelblichen, anhaftenden Schuppen bei fettiger Kopfhaut.

Neben Stresshormonen wirken noch weitere Hormone auf die Kopfhaut ein. Dabei geht es hauptsächlich um ein Ungleichgewicht zwischen den weiblichen Östrogenen und den männlichen Androgenen. Hormonelle Umstellungen - wie beispielsweise die Pubertät, das Absetzen der Pille, eine Schwangerschaft oder die Wechseljahre - kurbeln die Talgproduktion in der Kopfhaut an oder verringern sie.

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Was können Sie gegen juckende Kopfhaut tun?

Gereizte, trockene und juckende Kopfhaut braucht Schutz und die richtige Pflege. Vermeiden Sie alles, was für die Haut eine zusätzliche Belastung darstellen könnte.

Bei akutem Juckreiz gilt: Nicht kratzen! Wenn Sie es nicht aushalten, klopfen Sie leicht mit den Fingern auf die Kopfhaut. Außerdem trägt Kälte dazu bei, den Juckreiz auf der Kopfhaut zu lindern. Legen Sie sich ein feuchtes Handtuch oder ein in ein Geschirrtuch gewickeltes Kühlpad auf den Kopf.

Ein weiterer Tipp: Spezielle medizinische Shampoos können helfen, die Beschwerden zu lindern. Sie enthalten Inhaltsstoffe, die antimykotisch, juckreizlindernd oder entzündungshemmend wirken. Idealerweise lassen Sie sich vor dem Einsatz eines solchen Shampoos ärztlich beraten.

Gesunde Kopfhaut: Hausmittel gegen den Juckreiz

  • Apfelessig: Apfelessig gilt als antioxidativ und antimikrobiell und kann gegen Juckreiz und Ausschläge eingesetzt werden. Eine Lösung aus Wasser und Bioapfelessig im Verhältnis 1:1 kann gegen eine juckende Kopfhaut helfen. Wenden Sie die Mischung mehrmals pro Woche an und spülen Sie die Kopfhaut nach Auftragen der Lösung gründlich ab.
  • Kokosnussöl: Kokosnussöl werden antimykotische und antibakterielle Eigenschaften zugeschrieben. Bei trockener, juckender Kopfhaut kann das wohltuend wirken. Verwenden Sie Öl in Bioqualität.
  • Pfefferminzöl: Pfefferminzöl kann bei Juckreiz helfen. Mischen Sie das Pfefferminzöl mit einem anderen Öl wie Olivenöl und massieren Sie es vor der Haarwäsche in die Kopfhaut ein.
  • Teebaumöl: Teebaumöl wirkt ebenfalls antimikrobiell und entzündungshemmend. Verwenden Sie es nur sparsam und mit Wasser verdünnt und testen Sie die Mischung erst vorsichtig. Sie können entweder 10 bis 20 Tropfen Teebaumöl für die Haarwäsche mit dem Shampoo mischen oder Sie massieren es direkt in Ihre Kopfhaut ein. Dann sollten Sie es mit Olivenöl verdünnen.

Wichtig zu wissen: Sowohl Teebaumöl als auch Apfelessig und Pfefferminzöl können die Haut allerdings auch reizen. Seien Sie also vorsichtig bei der Anwendung.

Tipps für eine gesunde Kopfhaut

Diese Tipps tragen zu einer gesunden Kopfhaut bei und helfen langfristig gegen Juckreiz:

  • Verwenden Sie ein mildes, pH-neutrales Shampoo, möglichst ohne Duft- und Konservierungsstoffe.
  • Waschen Sie Ihr Haar nicht täglich - bei akuten Problemen idealerweise maximal zweimal pro Woche.
  • Waschen Sie Ihre Haare nicht mit heißem, sondern mit lauwarmem Wasser.
  • Lassen Sie das Haar nach Möglichkeit an der Luft trocknen oder föhnen Sie es nur kurz und nicht zu heiß.
  • Verzichten Sie weitestgehend auf Haarfärbeprodukte.
  • Vermeiden Sie sehr enge Kopfbedeckungen und tragen Sie vorzugsweise Mützen aus Baumwolle.
  • Schützen Sie Ihren Kopf gegen starke Sonneneinstrahlung, zum Beispiel durch einen locker sitzenden Sonnenhut.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Körper alle Nährstoffe erhält, die er braucht, sowie genug Feuchtigkeit.
  • Versuchen Sie, Stress abzubauen. Dabei können Meditation, Yoga oder Progressive Muskelentspannung helfen.

Wann sollten Sie zum Arzt oder zur Ärztin gehen?

Ärztliche Hilfe bei juckender Kopfhaut ist notwendig, wenn der Juckreiz Ihr tägliches Leben beeinträchtigt, länger anhält (über mehrere Tage bis Wochen) oder immer wieder auftritt und Sie die Beschwerden nicht selbständig beherrschen können.

Abhängig von der jeweiligen Ursache wird Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Sie beraten oder eine Behandlung mit Ihnen besprechen.

Außerdem gut zu wissen: Auch Parasiten und viele andere Krankheiten können hinter den Symptomen stecken, zum Beispiel:

  • Schuppenflechte
  • Neurodermitis
  • Kopfläuse

Die richtige Pflege bei juckender Kopfhaut

Bei der Pflege von Haar und Kopfhaut liegt der Fokus vor allem auf den verwendeten Wirkstoffen.

  • Lipohydroxysäure (LHA): LHA zeichnet sich durch seine peelende und damit zellerneuernde Wirkung aus.
  • Glycerin: Glycerin wird als natürlicher Feuchthaltefaktor in Haut- und Haarpflegeprodukten verwendet.
  • Thermalwasser: Das besondere Quellwasser zeichnet sich insbesondere durch seine mineralreiche Zusammensetzung aus.
  • Zink: Kommt es zu einem Mangel, begünstigt dies Irritationen, Entzündungen und die Bildung von Schuppen.
  • Menthol: Menthol ist ein beliebter Wirkstoff in Anti-Schuppen-Shampoos für juckende Kopfhaut.

Das passende Shampoo ist die Grundlage der Pflegeroutine bei juckender Kopfhaut. Berücksichtige dabei vor allem die Bedürfnisse der Kopfhaut. Wähle generell ein Shampoo für empfindliche Kopfhaut und stimme die Formel darüber hinaus auf trockene, fettige und/oder zu Schuppen neigende Kopfhaut ab.

Das Shampoo sollte zudem beruhigende, juckreizmildernde Wirkstoffe enthalten. Feuchtigkeitsspendende und stärkende Shampoos sowie milde Anti-Schuppen-Shampoos sind ideal, um das natürliche Gleichgewicht der Kopfhaut zu unterstützen.

Haarmasken und Haarkuren werden verwendet, um das Haar zusätzlich zu pflegen und zu stärken. Sie werden meist nur in die Längen und Spitzen gegeben, da der Haaransatz durch die Kombination von Talg und Haarpflegeprodukt sonst zu sehr fettet.

Neigst du jedoch zu trockener, schuppender und juckender Kopfhaut, kann das Auftragen von Haarkuren und Haarmasken am Ansatz durchaus sinnvoll sein. Sie versorgen die trockene Kopfhaut mit Feuchtigkeitsspendern, wohltuenden Ölen oder auch Vitaminen.

Weitere Tipps:

  • Kein heißes Wasser: Vermeide das Haarewaschen mit heißem Wasser, damit die Kopfhaut nicht zusätzlich ausgetrocknet und gereizt wird.
  • Nicht kratzen: Versuche, das Kratzen zu vermeiden, um die Kopfhaut zu schonen. Wiederholtes Kratzen führt schnell zu kleinen Blessuren, die sich entzünden können.
  • Luftige Kopfbedeckungen: Hüte, Mützen, Kappen oder Tücher für den Kopf sollten aus atmungsaktiven Materialien bestehen.

Hausmittel und Ernährung

Deine Haarroutine gegen juckende Kopfhaut kannst du mit verschiedenen Hausmitteln ergänzen. Dabei solltest du jedoch zunächst vorsichtig testen, wie deine Kopfhaut auf das von dir ausgewählte Hausmittel reagiert. Ist deine Kopfhaut beispielsweise sehr empfindlich, kann es zu Irritationen kommen. Auch allergische Reaktionen können auftreten.

  • Olivenöl: Olivenöl ist reich an wichtigen Fettsäuren und hilft insbesondere bei trockener, juckender Kopfhaut. Es spendet viel Feuchtigkeit und mildert Juckreiz sowie Schuppen.
  • Kokosöl: Ähnlich wie Olivenöl schenkt auch Kokosöl trockener Kopfhaut Feuchtigkeit und wirkt Juckreiz entgegen.
  • Apfelessig: Apfelessig soll Entzündungen und Juckreiz mildern, ist bei empfindlicher und trockener Kopfhaut allerdings oft zu scharf.
  • Aloe vera: Das Gel der Aloe vera spendet Haut, Kopfhaut und Haaren wichtige Feuchtigkeit.

Häufig wird unterschätzt, welchen Einfluss unsere Ernährungsgewohnheiten auf die Kopfhaut haben. Eine ausgewogene Ernährung mit Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und „guten“ Fetten (beispielsweise aus Nüssen und Leinsamen) ist essenziell für eine ausgeglichene Kopfhaut. Verarbeitete, stark zuckerhaltige Lebensmittel sollten hingegen nur in sehr geringem Maß verzehrt werden.

Produktempfehlungen

Die richtige Pflege für Haar und Kopfhaut zu finden, kann eine Herausforderung sein. La Roche Posay bietet daher eine Vielfalt an Produkten, die jeweils speziell für ein bestimmtes Hautbedürfnis entwickelt wurden. So kannst du ganz unkompliziert genau das Pflegeprodukt bestimmen, das zu deiner Haut passt.

  • Die KERIUM Anti-Schuppen Shampoo-Creme wurde für trockene, juckende und zu Schuppen neigende Kopfhaut entwickelt.
  • Das KERIUM Anti-Schuppen Shampoo-Gel reinigt juckende und fettige Kopfhaut mit einer frischen, leichten und transparenten Gelformel.
  • Das KERIUM DS Anti-Schuppen Intensiv-Shampoo mit Mikro-Peeling mildert Schuppen mit Sofort-Effekt.
  • Das KERIUM Schonendes Gel-Shampoo Extrem Mild schenkt empfindlicher Kopfhaut unmittelbar Erleichterung und beruhigt sie langanhaltend.

Linola Forte Shampoo ist aufgrund seiner hautfreundlichen Eigenschaften besonders für die sanfte Reinigung der Haare bei juckender, trockener oder zu Schuppenflechte neigender Kopfhaut geeignet. Dank seiner hautschonenden Inhaltsstoffe wirkt es juckreizlindernd und hautberuhigend.

Das Linola Forte Kopfhaut-Tonikum ist speziell auf die Pflege juckender, trockener und schuppiger Kopfhaut abgestimmt. Es pflegt die geschädigte Kopfhaut besonders gut und hilft, Juckreiz und Trockenheit auf der Kopfhaut zu reduzieren. Zudem schützt es sie vor weiterer Austrocknung.

Eine ausgeglichene Kopfhaut und volles, glänzendes Haar sind von entscheidender Bedeutung für unser allgemeines Wohlbefinden und Selbstbewusstsein. Beginnt die Kopfhaut zu jucken und zeigt weitere Anzeichen von Irritationen, ist es wichtig, die Ursache zu finden. Das gilt besonders, wenn zusätzlich starke Schuppenbildung oder Entzündungen auftreten.

Die enthaltenen Informationen stellen keinen Ersatz für eine individuelle, medizinische Diagnose, Behandlung oder Beratung dar, die von einem Arzt oder Apotheker eingeholt werden sollte.

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