Haaröle erfreuen sich großer Beliebtheit als natürliche Lösung zur Pflege der Kopfhaut, Stärkung der Haarwurzeln und Reparatur von Haarschäden. Sie können wahre Wunder wirken, doch die Realität sieht oft anders aus. Dieser Artikel beleuchtet die Vor- und Nachteile von Haarölen, gibt Einblicke in aktuelle Tests und bietet wertvolle Tipps für die Auswahl und Anwendung.
Ökotest-Ergebnisse zeigen, dass in vielen Haarölen mehr Synthetik als natürliches Öl steckt. In den getesteten konventionellen Haarölen ist vor allem Silikonöl enthalten. Silikone legen sich wie ein Film über die Schuppenschicht der Haare, füllen brüchige Stellen auf und lassen die Haare optisch glatter und glänzend erscheinen. Die Schicht verhindert aber auch das Eindringen von richtigen Pflege- und Nährstoffen in das Haar. Silikone werden in den INCI-Listen deklariert.
Die Test-Verlierer von Dove, Moroccanoil und Pantene erhielten von Ökotest ihre schlechten Bewertungen, weil sie nicht nur Silikonöl, sondern auch problematische Duftstoffe enthalten. Sie können Allergien auslösen. Moroccanoil beinhaltet zudem in großer Menge den Stoff Diethylphthalat. Dieser kann von der Haut aufgenommen werden und ihren Schutzmechanismus beeinflussen.
Ausschließlich die 3 getesteten Naturkosmetik-Haaröle erhielten von Ökotest die Bestnote „sehr gut“. Sie verwenden nur natürliche Pflanzenöle wie Arganöl oder Mandelöl. Zudem sind sie frei von Paraffinen, Erdölprodukten und weiteren bedenklichen Inhaltsstoffen. Zudem ist kritisch anzumerken, dass Hauptbestandteil der Alverde- und Neobio-Produkte Sojaöl ist. Der Anbau von Soja insbesondere als Tierfutter und Treibstoff ist leider alles andere als nachhaltig.
Wenn du deine Haare mit Natur pur pflegen möchtest, kannst du auch zu reinen Pflanzenölen als natürliche Alternativen greifen.
Wenn du besonders feines Haar hast, könnten es schon geringe Mengen Öl eher strähnig und fettig als gepflegt aussehen lassen.
Mit einer Haarkur kannst du deinem Haar ein- bis zweimal im Monat eine Extraportion Pflege gönnen. In vielen konventionellen Produkten stecken jedoch nur minimale Mengen an wertvollem Öl. Verwende dazu eine Mischung natürlicher kaltgepresster Bio-Öle, die auf die Bedürfnisse deiner Haare abgestimmt sind, und anderer Zutaten. Eine Kur mit Kokosöl und Zitronensaft wirkt gegen Spliss und verleiht Glanz. Mit selbstgemachten Kuren hast du ganz genau im Blick, was an deinen Haarschopf kommt.
Haarausfall, sprödes Haar & Spliss können viele Ursachen haben. Von genetischen Veranlagungen, über hormonelle Veränderungen bis hin zu Nährstoffmangel und Stress spielen viele Faktoren eine Rolle. Doch ein zentraler Faktor, der oft übersehen wird, ist der Zustand der Kopfhaut. Die Kopfhaut ist das Fundament für gesundes Haarwachstum. Eine gesunde Kopfhaut sorgt dafür, dass die Haarfollikel optimal mit Nährstoffen versorgt werden, sich gesund entwickeln und den Wachstumszyklus durchlaufen können.
Eine gezielte Pflege der Kopfhaut kann den Haarausfall verlangsamen und das Haarwachstum fördern. Natürliche Haaröle können sich auf verschiedenen Ebenen positiv auf die Gesundheit der Kopfhaut auswirken. Sie dringen tief in die Haarstruktur ein, spenden Feuchtigkeit und reparieren geschädigtes Haar. Gleichzeitig pflegen sie die Kopfhaut und können das natürliche Gleichgewicht wiederherstellen.
Ein gut formuliertes Haaröl enthält oft eine Kombination der oben genannten Öle, um mehrere Vorteile gleichzeitig zu bieten. Zum Beispiel könnte ein Haaröl eine Basis aus Arganöl und Jojobaöl haben, um Feuchtigkeit zu spenden und die Ölproduktion der Kopfhaut zu regulieren, während Rosmarinöl hinzugefügt wird, um die Durchblutung zu fördern und das Haarwachstum anzuregen. Sinnvolle natürliche Ergänzungen wie Propolis und Manuka-Honig runden durch ihre entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften die Wirkweise ab.
Achten Sie neben einem fairen Preisniveau auf diese Qualitätsmerkmale:
Hier finden Sie die Produkte, die als bestes Haaröl Ihren Haartypen und Pflegebedürfnisse optimal erfüllen.
Bei einem Haaröl handelt es sich um ein Pflegeprodukt, das die Haare mit Feuchtigkeit und Nährstoffen versorgt, ihm Pflege spendet und es seidig glänzen lässt. Gesundes Haar profitiert von Haaröl zur Stärkung, da es vor einem Austrocknen des Haares schützen. Wenn die Haarstruktur von Spliss befallen ist und stumpf aussieht, kann ein gutes Haaröl zügig solch geschädigtes Haar sowie brüchiges Haar regenerieren. Es gibt folglich Haaröle, die als Haarmaske und Leave-in-Pflege dienen. Aber auch: Als ein glättendes Anti-Frizz-Öl zum Glätten von Frisuren. Einige Produkte bieten zusätzlichen Hitzeschutz und schonen das Haar vor Styling- sowie UV-Schäden. Es gibt aber auch Naturöle, die sich gerade für ayurvedische Haar-Treatments eignen.
Ein Öl als Pflege für die Haare geht ursprünglich auf eine indische Tradition zurück, wie Dimple Amarnani, die Co-Inhaberin des Schönheitszentrums "Sitara" ist, erklärt: "In Indien tragen Frauen seit Tausenden von Jahren Öl auf ihr Haar auf, um es vor Sonne und Verschmutzung zu schützen. Deshalb haben sie langes, kräftiges, hydratisiertes, glänzendes und genährtes Haar. Die Haare werden gestärkt, der Haarwuchs gefördert und es verhindert Haarausfall."
Heutzutage wird es jedoch vorrangig als ergänzende Haarpflege neben Shampoo, Conditioner und Kur sowie als Schutz vor Hitzeschäden für das Haar verwendet. Haaröl versorgt die Haarspitzen und Längen mit wichtigen Nährstoffen und kann helfen Spliss, Haarbruch und glanzloses Haar vorzubeugen.
Die Wahl des besten Haaröls hängt von den individuellen Bedürfnissen und dem Haartyp ab. Hier eine Übersicht einiger empfohlener Produkte:
| Haarbedürfnis | Produktempfehlung | Hauptinhaltsstoffe | Besondere Eigenschaften |
|---|---|---|---|
| Feines Haar | Moroccanoil Light Oil | Arganöl, Leinsamenextrakt | Leichte Formel, schenkt Glanz und Stärke |
| Geschmeidigkeit, Coloration | Olaplex Bond Maintenance No. 7 Bonding Oil | Bis-Aminopropyl-Diglykol-Dimaleat, Traubenkernöl, fermentiertes Grünteeöl | Schützt vor UV- und Hitzeschäden, spendet Glanz |
| Stumpfes Haar | Kérastase Elixir Ultime L'Huile Originale | Marula- und Arganöl, Kameliensamenöl | Verleiht Glanz, Hitzeschutz, Anti-Frizz |
| Tägliche Pflege | Gliss Tägliches Öl-Elixir - Daily Oil Elixir | Arganöl, Vitamin E | Schutz und Stärkung im Alltag |
| Haarstärkung | Mielle Rosemary Mint Scalp & Hair Strenghtening Oil | Rosmarinöl | Fördert Durchblutung, stärkt Haarfollikel |
| Trockenes Haar | Gisou Honey Infused Hair Oil | Mirsalehi-Honig, Mandelöl, Kokosnussöl | Füllt Feuchtigkeitshaushalt auf, seidiges Finish |
| Mattes Haar | Dr. Hauschka Naturkosmetik-Haaröl | Neem, Kamille, Weizenkeimöl und Rosmarin | Kraft und Geschmeidigkeit, beruhigend für die Kopfhaut |
| Glanzloses Haar | Wella Oil Reflections Luminous Smoothening Hair Oil | Macadamianuss- und Avocadoöl, Vitamin E | Glanz und Geschmeidigkeit |
| Feines Haar | KMS Moist Repair Hydrating Oil | Aloe Vera, Avocadoöl | Geschmeidigkeit, Glanz und Pflege ohne zu beschweren |
| Hitzeschutz | ghd Sleek Talker | Kernelöl | Schutz vor Hitzeschäden beim Stylen |
| Widerspenstiges Haar | Redken All Soft Argan-6 Oil | Arganöl, Omega-6 | Geschmeidigkeit, Glanz und Pflege |
| Glanzloses Haar | Nourishing Hair Oil von Sol De Janeiro | Brasilianischen Öle, Rosmarin | Hilft bei Spliss, pflegt und lässt das Haar glänzen |
| Zu Frizz neigendem Haar | L'Oréal Öl-Spray Elvital Öl Magique | Rosenöl, Kamillenöl sowie Flachsöl | Spendet Feuchtigkeit und beugt Frizz vor |
| Trockenes Haar | L'Huile de Leonor Greyl | Kokosöl, Haselnuss, Sesamöl | Wertvolle Nährstoffe, schützend und regenerierend |
| Coloriertes Haar | Bumble and Bumble HIO - Hairdresser's Invisible Oil | Arganöl, Kokosnussöl, Mandelöl, Distelöl, Traubenkernöl und Macadamianussöl | Schützt vor Hitzeschäden, UV-Schäden und Frizz |
Wir neigen dazu, zu viel Produkt zu verwenden - und somit auch zu verschwenden. Im Folgenden verraten wir, wie Sie Ihr Haaröl richtig anwenden, um das Beste aus Produkt und für die Haare herauszuholen.
Für jeden Haartyp Welche Haaröle sind wirklich gut? Influencer-Friseurin gibt ihre Geheim-TippsEin Haaröl hilft bei spröden, glanzlosen Haaren.
Haaröl hat mehrere positive Wirkungen auf das Haar. Zunächst einmal hilft es, die Feuchtigkeit im Haar zu speichern, was besonders wichtig für trockenes und strapaziertes Haar ist. „Ich bin der Meinung, dass ein Haaröl für den Glanz zuständig ist als Abschluss für eine Behandlung. Es sorgt im trockenen, fertig geföhnten Haar ist ein Haaröl essentiell um den Frizz zu glätten, das Haar mit Glanz zu versorgen aber auch ein bisschen Weichheit in das Haar zu bringen”, sagt die Friseurin.
Ein weiterer Vorteil ist der Schutz: Haaröle bilden eine schützende Schicht um die Haarsträhnen, die vor Umwelteinflüssen, Hitze und UV-Strahlen schützt. Zudem können sie helfen, Haarschäden zu reparieren, indem sie die Haarstruktur stärken und Spliss vorbeugen. Nicht zuletzt fördern einige Haaröle auch die Gesundheit der Kopfhaut, indem sie sie mit Nährstoffen versorgen und Juckreiz oder Schuppenbildung reduzieren. Insgesamt tragen Haaröle dazu bei, das Haar gesund, glänzend und gut gepflegt aussehen zu lassen.
Von DIY-Produkten oder Naturölen rät die Friseurin übrigens ab: „Ein klassisches Öl ist sehr fettig. Dann hat man nicht diesen weich machenden Effekt wie ein professionelles Haaröl. Ich würde es nicht empfehlen”, sagt sie.
Damit die Ansätze nicht fettig aussehen, solltet ihr euer Haaröl niemals in den Haaransätzen auftragen: „Ein Haaröl sollte immer in die Längen und Spitzen aufgetragen werden”, sagt die Friseurin und erzählt weiter: „Am besten wird das Haaröl in das leicht feuchte Haar oder ins trockene Haar geben. Im nassen Haar kann das Haaröl gar nicht aufgenommen werden”. Wie ihr ein Haaröl anwendet, hängt auch vom Produkt ab: „Wenn man ein Leave-In-Öl hat, kann das ins handtuchtrockene Haar gegeben werden. Handelt es sich um ein klassisches Haaröl, dann immer nach dem Föhnen bzw. Hitze-Styling auftragen”, erklärt die Haar-Expertin.
Wie oft ihr das Haaröl letztlich auftragen solltet, hängt von eurer Haarstruktur aber auch davon ab, wie oft ihr eure Haare wascht: „Es gibt Leute, die waschen jeden Tag die Haare. Die können auch jeden Tag etwas Haaröl verwenden”, sagt Dederer. Bei feinem Haar empfiehlt sie daher, das Haaröl nicht so häufig aufzutragen. Habt ihr dickere, robustere Haare, könnt ihr das Haaröl nach jeder Haarwäsche bzw. auch ein paar Tage nach der letzten Haarwäsche wieder erneut auftragen.
Es gibt auch einige Anwendungsfehler, die man besser vermeidet: „Man darf nicht zu viel Öl benutzen, sodass die Haare fettig aussehen in den Spitzen. Man muss das Öl immer gut heraus waschen, weil es sonst zu Ablagerungen kommt”, sagt sie.
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